Stirner und Engstirnigkeit

Wer stänkern oder sich mal richtig auskotzen will - ist hier genau richtig. Dasselbe gilt für Beiträge, die nichts mit Dämonen bzw. den anderen Themen der Unterforen zu tun haben.

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Stirner und Engstirnigkeit

Beitragvon Remus Horizon » 22. Jun 2017 14:37

Advocatus Diaboli hat geschrieben:Wenn ich dir rate vor den Zug zu springen, ist das dann Hilfe?


Einen besseren Rat kannst du mir nicht geben. Ich weiss sofort, dass du nicht vertrauenswürdig bist.

Advocatus Diaboli hat geschrieben:Die Entscheidung ist das Recht jedes Menschen aber der Mensch gibt seine Rechte allzu gerne ab. Er kann sie nämlich nicht händeln.


Da hast du Recht, aber dagegen bin ich machtlos.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon izento » 22. Jun 2017 15:01

Feuerlilie hat geschrieben: ...Engel sind alles andere als nur liebe und lichte Wesen. Die sind in ihrem Handeln und Tun knall hart.

Das mach aber mal denjenigen klar, die durch das "Licht" absolut verblendet sind.
Engel sind einfach nur die grausamen Schergen eines Diktators, der deinen freien Willen und deine Meinung unterdrücken will.

Und spielt ein Mensch oder Engel da mal nicht mit, dann wird er gleich in die Hölle verbannt und als Dämon oder Teufel bezeichnet. :lol:
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Mirror » 22. Jun 2017 15:03

*Schluckt die Galle runter*

Ihr kommt (mal wieder) vom Thema ab. Ich bin sicher, eure tollen Grundsatzdiskussionen sind für Philosophiestudenten sicher sehr interessant, aber einem Patienten hilft es nicht wenn man ihm bei einem gebrochenen Knochen erstmal über die ethischen Widersprüche der Medizin aufklärt und eine Podiumsdiskussion startet. Bei solchen Diskussionen kommen die Diskutanten zwar auf ihre Kosten (denke ich, sie können sich mal wieder aufregen... und darum gehts doch, oder? ), dem eigentlichen Fragensteller hilft SOWAS aber sicher nicht.

Mal ein Vorschlag. Sagt was ihr meint, untermauert euren Standpunkt mit Argumenten (und überlegt vielleicht mal DAVOR welche Gegenargumente kommen könnten) und dann lasst es gut sein. Denn fällt euch was auf? Die Fragerin hat sich seit über einer Woche nicht mehr zu Wort gemeldet. Würde mich nicht wundern wenn sie gar nicht mehr mit liest.

Und nein, Erwiderungen auf meine Aussage werde ich NICHT diskutieren, den Gefallen tue ich euch nicht. Lest es wenn ihr wollt, nehmt was draus mit wenn ihr was findet und belasst es dabei.

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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 15:05

Remus Horizon hat geschrieben:
Advocatus Diaboli hat geschrieben:Wenn ich dir rate vor den Zug zu springen, ist das dann Hilfe?


Einen besseren Rat kannst du mir nicht geben. Ich weiss sofort, dass du nicht vertrauenswürdig bist.

Advocatus Diaboli hat geschrieben:Die Entscheidung ist das Recht jedes Menschen aber der Mensch gibt seine Rechte allzu gerne ab. Er kann sie nämlich nicht händeln.


Da hast du Recht, aber dagegen bin ich machtlos.


Das ist keine Frage des Könnens.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon fehlgeleitet » 22. Jun 2017 15:49

Also Stirners Position ala du weißt selbst alles am besten ist irgendwo richtig, irgendwo aber auch falsch ...

einerseits stimmt es schon, dass man das tun sollte, was einem selbst gut tut, aber häufig muß man erst herausfinden, was man eigentlich will. Und herausfinden tust du das über Erfahrungen. Und überhaupt: Im realen Leben kannst du doch erst über Dinge von Relevanz entscheiden, wenn du gesellschaftlich integriert bist, als Randfigur (genau das heißt ja marginalisiert) wirst du doch bloß entschieden. Und gesellschaftlich integriert heißt auch ein echtes soziales Leben.

Ich denke gute Freunde sind schon wichtig um sich selbst zu entfalten, Freunde bekommt man vor allen Dingen wenn man versucht andere zu verstehen, kurz soziale Kompetenzen erlangt.

Damit meine ich nicht unbedingt sone Hippsterscheiße, aber ich persönlich mußte erst lernen anderen Leuten zuzuhören und bin bis heute immer noch nicht gut darin :-)

edit: fuck, jetzt rede ich selbst wieder von innerer Einstellung und Selbstentfaltung. Ich bin halt schizophren :chaos:
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 18:01

fehlgeleitet hat geschrieben:Also Stirners Position ala du weißt selbst alles am besten ist irgendwo richtig, irgendwo aber auch falsch ...

einerseits stimmt es schon, dass man das tun sollte, was einem selbst gut tut, aber häufig muß man erst herausfinden, was man eigentlich will. Und herausfinden tust du das über Erfahrungen. Und überhaupt: Im realen Leben kannst du doch erst über Dinge von Relevanz entscheiden, wenn du gesellschaftlich integriert bist, als Randfigur (genau das heißt ja marginalisiert) wirst du doch bloß entschieden. Und gesellschaftlich integriert heißt auch ein echtes soziales Leben.

Ich denke gute Freunde sind schon wichtig um sich selbst zu entfalten, Freunde bekommt man vor allen Dingen wenn man versucht andere zu verstehen, kurz soziale Kompetenzen erlangt.

Damit meine ich nicht unbedingt sone Hippsterscheiße, aber ich persönlich mußte erst lernen anderen Leuten zuzuhören und bin bis heute immer noch nicht gut darin :-)

edit: fuck, jetzt rede ich selbst wieder von innerer Einstellung und Selbstentfaltung. Ich bin halt schizophren :chaos:


Dinge von Relevanz? Relevanz hat, was für mich relevant ist. Was für andere relevant ist, kann für mich vollkommen irrelevant sein.
Was bitte ist ein echtes soziales Leben? Wer hat den Quatsch definiert? Ich wars nicht, also muss hat es für mich auch keine große Bedeutung. Vielleicht sieht das echte soziale Leben für mich anders aus.
Gegen Freunde habe ich erst einmal nichts, sofern sie die gewünschte emotionale Distanz einhalten. Es spricht auch nichts gegen Party, Spaß und Kinoabend. Ich höre gerne zu, sofern es mich denn interessiert. Interesse heucheln ist eine eine stille Lüge.
Das Thema ist sehr reichhaltig und ich kann hier nur einige wenige Anhaltspunkte geben. Es wäre wohl eher ein Punkt für die Philpsophie-Sparte.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon gabor » 22. Jun 2017 18:21

So, um Eurem wunderschönen Gespräch etwas Substanz zu verleihen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozial
Macht doch einfach ein neues Thema auf.....ich find`s ja toll, wenn Leute diagnostizieren,sich die Nägel lackieren, und das alles auf unglaublich hohem Nivea...vor allem, wenn der "Patient" gar nix dazu sagt.... :lol: :lol:
Das,was Ihr hier praktiziert, ist genau das,was Ihr an der Schulmedizin bemängelt...... ;)
Aber gut, ich bin nur ein blöder Troll...und komm mir ganz elend vor bei soviel Fachkompetenz..... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Immer bereit!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Remus Horizon » 22. Jun 2017 18:25

@Advocatus Diaboli
Selbstvertrauen ist die Basis für jede Magie und weder in die Hände eines psychologischen noch esoterischen Scharlatans zu kommen. Aber läuft es darauf hinaus, niemandem zu vertrauen, sind wir bei der Paranoia.

Mit Selbstvertrauen ist es wie mit allem: Das Mass muss stimmen. Sonst ist man bald beim Grössenwahn. Seinen eigenen Werten zu folgen ist wichtig, die gesellschaftlichen Konventionen zu brechen macht einen zum Aussätzigen, Dauergast in der Psychiatrie, Strafgefangen oder sogar Verwahrten.

«Interesse zu heucheln», ist eine wichtige Sozialkompetenz. Einem Freund hört man auch zu, wenn man an sich keine Lust hat, weil es um einen Freund geht. Es bewegt einen, weil es der Freund ist.



gabor hat geschrieben:Aber gut, ich bin nur ein blöder Troll...und komm mir ganz elend vor bei soviel Fachkompetenz..... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


Das nehme ich dir auch mit dem :lol: nicht ab.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Remus Horizon » 22. Jun 2017 18:30

gabor hat geschrieben:Macht doch einfach ein neues Thema auf.....ich find`s ja toll, wenn Leute diagnostizieren,sich die Nägel lackieren, und das alles auf unglaublich hohem Nivea...vor allem, wenn der "Patient" gar nix dazu sagt.... :lol: :lol:


Sicher eine gute Idee. Oder der Moderator verschiebt den Strang einfach, der sich vom TE abkoppelte – nur ein Vorschlag.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 18:33

gabor hat geschrieben:So, um Eurem wunderschönen Gespräch etwas Substanz zu verleihen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozial
Macht doch einfach ein neues Thema auf.....ich find`s ja toll, wenn Leute diagnostizieren,sich die Nägel lackieren, und das alles auf unglaublich hohem Nivea...vor allem, wenn der "Patient" gar nix dazu sagt.... :lol: :lol:
Das,was Ihr hier praktiziert, ist genau das,was Ihr an der Schulmedizin bemängelt...... ;)
Aber gut, ich bin nur ein blöder Troll...und komm mir ganz elend vor bei soviel Fachkompetenz..... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Immer bereit!


DAS verleiht einem philosophischen Thema Substanz? Ein Wikipedia Artikel?
Sehr substantiell.
Niemand hat etwas diagnostiziert, es ging um Stirner, nicht um die "Patientin". In einem muss ich dir Recht geben. Wir sind vom eigentlichen Thema abgekommen. Aber ich denke eher nicht, dass diese Art von Ethik in diesem Forum Interessenten findet. Somit werde ich auch kein neues Theme eröffnen.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon gabor » 22. Jun 2017 18:43

Interesse scheint ja recht wohl zu bestehen....vor allem von meiner Seite.
Wie oft hat troll schon die Gelegenheit sich mit Menschen zu unterhalten, welche die Pediküre geplantem Mord vorziehen.....und dann noch im Bereich "Pflege" zu arbeiten scheinen.... :lol: :lol: :lol:
Also ehrlich....sowas kommt nicht mal auf RTL 2. ;)
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 18:47

Remus Horizon hat geschrieben:@Advocatus Diaboli
Selbstvertrauen ist die Basis für jede Magie und weder in die Hände eines psychologischen noch esoterischen Scharlatans zu kommen. Aber läuft es darauf hinaus, niemandem zu vertrauen, sind wir bei der Paranoia.

Mit Selbstvertrauen ist es wie mit allem: Das Mass muss stimmen. Sonst ist man bald beim Grössenwahn. Seinen eigenen Werten zu folgen ist wichtig, die gesellschaftlichen Konventionen zu brechen macht einen zum Aussätzigen, Dauergast in der Psychiatrie, Strafgefangen oder sogar Verwahrten.

«Interesse zu heucheln», ist eine wichtige Sozialkompetenz. Einem Freund hört man auch zu, wenn man an sich keine Lust hat, weil es um einen Freund geht. Es bewegt einen, weil es der Freund ist.



gabor hat geschrieben:Aber gut, ich bin nur ein blöder Troll...und komm mir ganz elend vor bei soviel Fachkompetenz..... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


Das nehme ich dir auch mit dem :lol: nicht ab.


Nein Paranioa wäre die Angst vor anderen Menschen. Mich verfolgt ja keiner. Aber ich entscheide selbst, wer in mir Emotionen auslösen darf und wer nicht.
Größenwahn ist kein Selbstvertrauen. Das ist die Überkompensation von Selbstzweifeln. (-> Narzissmus) Wer Selbstvertrauen hat, braucht das nicht.
Mein Art zu leben macht in gewisser Hinsicht alleine. Nicht physisch, denn ich kann mir jederzeit physischen Kontakt suchen, wenn ich ihn haben will. Geistig folgt mir schon lange keiner mehr. Aber das ist okay. Einsamkeit empfinden nur Menschen, die alleine in schlechter Gesellschaft sind. Ich nehme an, das lässt sich schwer nachvollziehen.

Deine Homepage ist recht interessant nur das Bild ist mir zu bunt.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon gabor » 22. Jun 2017 18:51

Oha...Paranoia aus Selbstentscheidung......das mal `n Plan! :lol:
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 18:58

gabor hat geschrieben:Interesse scheint ja recht wohl zu bestehen....vor allem von meiner Seite.
Wie oft hat troll schon die Gelegenheit sich mit Menschen zu unterhalten, welche die Pediküre geplantem Mord vorziehen.....und dann noch im Bereich "Pflege" zu arbeiten scheinen.... :lol: :lol: :lol:
Also ehrlich....sowas kommt nicht mal auf RTL 2. ;)
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Maniküre, nicht Pediküre.
Das ist wie der Unterschied zwischen lila und flieder. Man muss es jedem Mann aufs Neue erklären.
Ich habe nie in der "Pflege" gearbeitet.

Pass auf, mein Nagellack ist trocken. Lauf um dein Leben.

PS: Kommt ihr hier im Forum mit Zynismus klar? Wenn nicht werde ich vermutlich bald gesperrt.

gabor hat geschrieben:Oha...Paranoia aus Selbstentscheidung......das mal `n Plan! :lol:
Immer bereit!


Emotionale Distanz ist paranoid? Naja von mir aus. Mir fehlt die Geduld, den Unterschied zu erklären.
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Re: Stirner und Engstirnigkeit

Beitragvon gabor » 22. Jun 2017 19:25

Nö, emotionale Distanz brauch ich in meinem Beruf öfter.....
Ist sogar Einstellungskriterium....professionelle emotionale Distanz....was ja eigentlich Quatsch ist, oder?
Mit Drohungen wär ich vorsichtig.......
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Re: Stirner und Engstirnigkeit

Beitragvon gabor » 22. Jun 2017 19:34

Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon gabor » vor 25 Minuten
Du hast von "Nägel lackieren" geschrieben....ich weiss doch nicht, ob Du eventuell vor hast mit den Füssen zu morden....
Hat einen Vorteil....keine Fingerabdrücke.... ;) ;)
Zynismus, Sarkasmus,Pflaumenmus sind hier strikt verboten, und führen zu sofortiger Sperrung.....gut aufgemeckert.... :lol:
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Re: Stirner und Engstirnigkeit

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 19:43

gabor hat geschrieben:Nö, emotionale Distanz brauch ich in meinem Beruf öfter.....
Ist sogar Einstellungskriterium....professionelle emotionale Distanz....was ja eigentlich Quatsch ist, oder?
Mit Drohungen wär ich vorsichtig.......
Immer bereit!


Nur weil du vorsichtig wärst, muss ich das ja nicht sein. Vielleicht sollte ich anfangen, Zynismus mit irgendwelchen dämlichen Smileys zu versehen. Aber ich kann Smileys nicht leiden.
Das sieht ja aus wie im Kinderzimmer eines Teenagers.

Emotionale Distanz ist extrem wichtig. Hat man die nicht, ist man beeinflussbar ohne Ende. Nichts mache manipulierbarer als Emotionalität.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon fehlgeleitet » 22. Jun 2017 20:18

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:Also Stirners Position ala du weißt selbst alles am besten ist irgendwo richtig, irgendwo aber auch falsch ...

einerseits stimmt es schon, dass man das tun sollte, was einem selbst gut tut, aber häufig muß man erst herausfinden, was man eigentlich will. Und herausfinden tust du das über Erfahrungen. Und überhaupt: Im realen Leben kannst du doch erst über Dinge von Relevanz entscheiden, wenn du gesellschaftlich integriert bist, als Randfigur (genau das heißt ja marginalisiert) wirst du doch bloß entschieden. Und gesellschaftlich integriert heißt auch ein echtes soziales Leben.

Ich denke gute Freunde sind schon wichtig um sich selbst zu entfalten, Freunde bekommt man vor allen Dingen wenn man versucht andere zu verstehen, kurz soziale Kompetenzen erlangt.

Damit meine ich nicht unbedingt sone Hippsterscheiße, aber ich persönlich mußte erst lernen anderen Leuten zuzuhören und bin bis heute immer noch nicht gut darin :-)

edit: fuck, jetzt rede ich selbst wieder von innerer Einstellung und Selbstentfaltung. Ich bin halt schizophren :chaos:


Dinge von Relevanz? Relevanz hat, was für mich relevant ist. Was für andere relevant ist, kann für mich vollkommen irrelevant sein.
Was bitte ist ein echtes soziales Leben? Wer hat den Quatsch definiert? Ich wars nicht, also muss hat es für mich auch keine große Bedeutung. Vielleicht sieht das echte soziale Leben für mich anders aus.
Gegen Freunde habe ich erst einmal nichts, sofern sie die gewünschte emotionale Distanz einhalten. Es spricht auch nichts gegen Party, Spaß und Kinoabend. Ich höre gerne zu, sofern es mich denn interessiert. Interesse heucheln ist eine eine stille Lüge.
Das Thema ist sehr reichhaltig und ich kann hier nur einige wenige Anhaltspunkte geben. Es wäre wohl eher ein Punkt für die Philpsophie-Sparte.


Ok, jetzt werde ich mal loslegen ;)

also: Ich denke das Stiners Skeptizismus zwar nicht direkt widerlegbar ist, allerdings doch eine gewisse Naivität aufweist. Ich habe seine Haltung auch mal eine längere Zeit ausprobiert, deswegen ist mir die Thematik auch nicht fremd.

Im Grunde geht es bei Stirner um einen radikalen Konsumenten, der als einzige Instanz entscheidet. Die Aufklärung wird somit zur Privatangelegenheit erklärt, die keinerlei Vertretung braucht.

Als politische Ideologie könnte der Anarchokapitalismus gewählt werden, aber auch direkte Demokratie. Man kann sich weiterhin vorstellen, dass es mit der heutigen Technologie möglich ist eine Blase zu schaffen, in der der jeweilige Konsument versorgt wird, Ideologien wie der Transhumanismus zb verfolgen das Ziel eine Mensch-Maschine verschmelzung (sogenannte Cyborgs) zu erreichen, wo google zb direkt mit deinem gehirn komuniziert, wie auch dein ganzes Haus usw usf.

Nun möchte ich nicht darauf hinaus, dass es unnatürlich sei in einer Blase zu leben, ich denke das Leben in einer Blase ist ganz normal, die amish people leben grad wegen ihrem konservativen weltbild in einer anti-technologie blase. Das postdemokratische Weltverständniss, dass politische Ideologien zu blasenhaften Hindernissen erklärt (wie viele youtuber die einen krieg gegen politcal correctness führen), dass die wirtschaftliche Effizenz aufhalte, weißt häufig einen erstaunlich hohen Mangel an Sachkenntniss auf allen Gebieten auf.

Aber genau das ist Stirners Argumentation. Das hinter dem Gerede der anderen nur ihr mehr oder weniger gut versteckter Privategoismus stehe, und jeder gut daran tue, nur für sich selbst zu denken und zu handeln.

Und letztendlich ist es eine solche Philosophie, auf deren Basis der internationale Rechtspopulismus Politik machen möchte, oder die auch neoliberale Unternehmer antreibt.

Ungeachtet der moralischen Konsequenzen denke ich, dass man gerade als Randperson von einer solchen Philosophie nicht profitiert. Der Millionär kann es sich gewissermaßen leisten auf seine Mitmenschen zu scheißen, aber wer setzt die Rechte des radikalen Konsumenten durch, der in seiner Hartz4 Höhle haust? Für den Kampf um soziale Gerechtigkeit ist es nämlich notwendig, dass die verschiedenen "Verlierer" ihre Kräfte vereinen, die Macht des Neoliberalismus entstand unter anderem dadurch, dass er die Arbeitnehmerorganisationen komplett entmachtete und den einzelnen atomisierte.

Die virtualisierung und die neue linke hat hier auch ihren Teil beigetragen, weswegen es bisher wenig widerstand gegen diese ganze entwicklung gab.

aber was nicht ist kann ja noch werden >:->
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Re: Stirner und Engstirnigkeit

Beitragvon gabor » 22. Jun 2017 20:32

@an den Juristen
Richtig!....ich stell mir grad `ne Rinderherde/Wolfsrudel von Individualisten mit emotionaler Distanz vor.... :lol: :lol: :lol:
Und weisst Du, was emotionale Distanz auch macht?
Kreuzigungen, KZ`s,Krieg,und Einsiedler(da muss man aber echt zu geboren sein)........bloss nicht drüber nachdenken....wird schon klappen.
Tut es ja auch, solange es einen nicht selber betrifft.(den Einsiedler betrifft es schon ziemlich) :lol:
Ist freilich ein schöner Denkansatz...wenn keiner mitmacht, passiert auch nix.....doof nur, dass Du sicher nicht in einer Höhle lebst.
Und selbst wenn Du das tun würdest, weil Dich ja deine Mitmenschen so nerven......wer bringt Dir deinen Nagellack, wer stellt ihn her, wer verkauft ihn????
Egozentrisch sein ist ja ok......aber das ist ein Privileg, dass nur auf Kosten anderer funktioniert.
Bevor Du fragst.....die Leute,die das aus Liebe, Mitleid,Verständnis...sozialem Denken...ERTRAGEN.
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon gabor » 22. Jun 2017 20:36

fehlgeleitet hat geschrieben:
Advocatus Diaboli hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:Also Stirners Position ala du weißt selbst alles am besten ist irgendwo richtig, irgendwo aber auch falsch ...

einerseits stimmt es schon, dass man das tun sollte, was einem selbst gut tut, aber häufig muß man erst herausfinden, was man eigentlich will. Und herausfinden tust du das über Erfahrungen. Und überhaupt: Im realen Leben kannst du doch erst über Dinge von Relevanz entscheiden, wenn du gesellschaftlich integriert bist, als Randfigur (genau das heißt ja marginalisiert) wirst du doch bloß entschieden. Und gesellschaftlich integriert heißt auch ein echtes soziales Leben.

Ich denke gute Freunde sind schon wichtig um sich selbst zu entfalten, Freunde bekommt man vor allen Dingen wenn man versucht andere zu verstehen, kurz soziale Kompetenzen erlangt.

Damit meine ich nicht unbedingt sone Hippsterscheiße, aber ich persönlich mußte erst lernen anderen Leuten zuzuhören und bin bis heute immer noch nicht gut darin :-)

edit: fuck, jetzt rede ich selbst wieder von innerer Einstellung und Selbstentfaltung. Ich bin halt schizophren :chaos:


Dinge von Relevanz? Relevanz hat, was für mich relevant ist. Was für andere relevant ist, kann für mich vollkommen irrelevant sein.
Was bitte ist ein echtes soziales Leben? Wer hat den Quatsch definiert? Ich wars nicht, also muss hat es für mich auch keine große Bedeutung. Vielleicht sieht das echte soziale Leben für mich anders aus.
Gegen Freunde habe ich erst einmal nichts, sofern sie die gewünschte emotionale Distanz einhalten. Es spricht auch nichts gegen Party, Spaß und Kinoabend. Ich höre gerne zu, sofern es mich denn interessiert. Interesse heucheln ist eine eine stille Lüge.
Das Thema ist sehr reichhaltig und ich kann hier nur einige wenige Anhaltspunkte geben. Es wäre wohl eher ein Punkt für die Philpsophie-Sparte.


Ok, jetzt werde ich mal loslegen ;)

also: Ich denke das Stiners Skeptizismus zwar nicht direkt widerlegbar ist, allerdings doch eine gewisse Naivität aufweist. Ich habe seine Haltung auch mal eine längere Zeit ausprobiert, deswegen ist mir die Thematik auch nicht fremd.

Im Grunde geht es bei Stirner um einen radikalen Konsumenten, der als einzige Instanz entscheidet. Die Aufklärung wird somit zur Privatangelegenheit erklärt, die keinerlei Vertretung braucht.

Als politische Ideologie könnte der Anarchokapitalismus gewählt werden, aber auch direkte Demokratie. Man kann sich weiterhin vorstellen, dass es mit der heutigen Technologie möglich ist eine Blase zu schaffen, in der der jeweilige Konsument versorgt wird, Ideologien wie der Transhumanismus zb verfolgen das Ziel eine Mensch-Maschine verschmelzung (sogenannte Cyborgs) zu erreichen, wo google zb direkt mit deinem gehirn komuniziert, wie auch dein ganzes Haus usw usf.

Nun möchte ich nicht darauf hinaus, dass es unnatürlich sei in einer Blase zu leben, ich denke das Leben in einer Blase ist ganz normal, die amish people leben grad wegen ihrem konservativen weltbild in einer anti-technologie blase. Das postdemokratische Weltverständniss, dass politische Ideologien zu blasenhaften Hindernissen erklärt (wie viele youtuber die einen krieg gegen politcal correctness führen), dass die wirtschaftliche Effizenz aufhalte, weißt häufig einen erstaunlich hohen Mangel an Sachkenntniss auf allen Gebieten auf.

Aber genau das ist Stirners Argumentation. Das hinter dem Gerede der anderen nur ihr mehr oder weniger gut versteckter Privategoismus stehe, und jeder gut daran tue, nur für sich selbst zu denken und zu handeln.

Und letztendlich ist es eine solche Philosophie, auf deren Basis der internationale Rechtspopulismus Politik machen möchte, oder die auch neoliberale Unternehmer antreibt.

Ungeachtet der moralischen Konsequenzen denke ich, dass man gerade als Randperson von einer solchen Philosophie nicht profitiert. Der Millionär kann es sich gewissermaßen leisten auf seine Mitmenschen zu scheißen, aber wer setzt die Rechte des radikalen Konsumenten durch, der in seiner Hartz4 Höhle haust? Für den Kampf um soziale Gerechtigkeit ist es nämlich notwendig, dass die verschiedenen "Verlierer" ihre Kräfte vereinen, die Macht des Neoliberalismus entstand unter anderem dadurch, dass er die Arbeitnehmerorganisationen komplett entmachtete und den einzelnen atomisierte.

Die virtualisierung und die neue linke hat hier auch ihren Teil beigetragen, weswegen es bisher wenig widerstand gegen diese ganze entwicklung gab.

aber was nicht ist kann ja noch werden >:->

"Anarchokapitalismus"..... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Das sind ja völlig neue Dimensionen, die Du entdeckst...die bösen Reichen und so..... ;) :lol:
Erzähl das mal `nem Schwarzafrikaner....Du Held!
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Re: Stirner und Engstirnigkeit

Beitragvon Feuerlilie » 22. Jun 2017 20:59

@ Advocatus Diaboli , sei mir bitte nicht böse, ich verfolge diese Seite schon die ganze Zeit.
Nur mal so kurz am Rande. Du benimmst Dich, wie ein Teenager im Kinderzimmer .
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 21:02

fehlgeleitet hat geschrieben:
Advocatus Diaboli hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:Also Stirners Position ala du weißt selbst alles am besten ist irgendwo richtig, irgendwo aber auch falsch ...

einerseits stimmt es schon, dass man das tun sollte, was einem selbst gut tut, aber häufig muß man erst herausfinden, was man eigentlich will. Und herausfinden tust du das über Erfahrungen. Und überhaupt: Im realen Leben kannst du doch erst über Dinge von Relevanz entscheiden, wenn du gesellschaftlich integriert bist, als Randfigur (genau das heißt ja marginalisiert) wirst du doch bloß entschieden. Und gesellschaftlich integriert heißt auch ein echtes soziales Leben.

Ich denke gute Freunde sind schon wichtig um sich selbst zu entfalten, Freunde bekommt man vor allen Dingen wenn man versucht andere zu verstehen, kurz soziale Kompetenzen erlangt.

Damit meine ich nicht unbedingt sone Hippsterscheiße, aber ich persönlich mußte erst lernen anderen Leuten zuzuhören und bin bis heute immer noch nicht gut darin :-)

edit: fuck, jetzt rede ich selbst wieder von innerer Einstellung und Selbstentfaltung. Ich bin halt schizophren :chaos:


Dinge von Relevanz? Relevanz hat, was für mich relevant ist. Was für andere relevant ist, kann für mich vollkommen irrelevant sein.
Was bitte ist ein echtes soziales Leben? Wer hat den Quatsch definiert? Ich wars nicht, also muss hat es für mich auch keine große Bedeutung. Vielleicht sieht das echte soziale Leben für mich anders aus.
Gegen Freunde habe ich erst einmal nichts, sofern sie die gewünschte emotionale Distanz einhalten. Es spricht auch nichts gegen Party, Spaß und Kinoabend. Ich höre gerne zu, sofern es mich denn interessiert. Interesse heucheln ist eine eine stille Lüge.
Das Thema ist sehr reichhaltig und ich kann hier nur einige wenige Anhaltspunkte geben. Es wäre wohl eher ein Punkt für die Philpsophie-Sparte.


Ok, jetzt werde ich mal loslegen ;)

also: Ich denke das Stiners Skeptizismus zwar nicht direkt widerlegbar ist, allerdings doch eine gewisse Naivität aufweist. Ich habe seine Haltung auch mal eine längere Zeit ausprobiert, deswegen ist mir die Thematik auch nicht fremd.

Im Grunde geht es bei Stirner um einen radikalen Konsumenten, der als einzige Instanz entscheidet. Die Aufklärung wird somit zur Privatangelegenheit erklärt, die keinerlei Vertretung braucht.

Als politische Ideologie könnte der Anarchokapitalismus gewählt werden, aber auch direkte Demokratie. Man kann sich weiterhin vorstellen, dass es mit der heutigen Technologie möglich ist eine Blase zu schaffen, in der der jeweilige Konsument versorgt wird, Ideologien wie der Transhumanismus zb verfolgen das Ziel eine Mensch-Maschine verschmelzung (sogenannte Cyborgs) zu erreichen, wo google zb direkt mit deinem gehirn komuniziert, wie auch dein ganzes Haus usw usf.

Nun möchte ich nicht darauf hinaus, dass es unnatürlich sei in einer Blase zu leben, ich denke das Leben in einer Blase ist ganz normal, die amish people leben grad wegen ihrem konservativen weltbild in einer anti-technologie blase. Das postdemokratische Weltverständniss, dass politische Ideologien zu blasenhaften Hindernissen erklärt (wie viele youtuber die einen krieg gegen politcal correctness führen), dass die wirtschaftliche Effizenz aufhalte, weißt häufig einen erstaunlich hohen Mangel an Sachkenntniss auf allen Gebieten auf.

Aber genau das ist Stirners Argumentation. Das hinter dem Gerede der anderen nur ihr mehr oder weniger gut versteckter Privategoismus stehe, und jeder gut daran tue, nur für sich selbst zu denken und zu handeln.

Und letztendlich ist es eine solche Philosophie, auf deren Basis der internationale Rechtspopulismus Politik machen möchte, oder die auch neoliberale Unternehmer antreibt.

Ungeachtet der moralischen Konsequenzen denke ich, dass man gerade als Randperson von einer solchen Philosophie nicht profitiert. Der Millionär kann es sich gewissermaßen leisten auf seine Mitmenschen zu scheißen, aber wer setzt die Rechte des radikalen Konsumenten durch, der in seiner Hartz4 Höhle haust? Für den Kampf um soziale Gerechtigkeit ist es nämlich notwendig, dass die verschiedenen "Verlierer" ihre Kräfte vereinen, die Macht des Neoliberalismus entstand unter anderem dadurch, dass er die Arbeitnehmerorganisationen komplett entmachtete und den einzelnen atomisierte.

Die virtualisierung und die neue linke hat hier auch ihren Teil beigetragen, weswegen es bisher wenig widerstand gegen diese ganze entwicklung gab.

aber was nicht ist kann ja noch werden >:->


Konsumenten sind wir alle.
Das werden wir auch bleiben und ich bin weit, weit weg von jedner Ideologie, die sich Antikapitalismus nennt. Was und zu "Robotern" macht ist die Tatsache, dass wir nus vorschreiben lassen, was wir konsumieren. Es ist nicht das Konsumieren an sich.
Die Armish leben in ihrer Ideologie. Jede Gruppe tut das. Massen von Menschen kann ich nicht ausstehen, denn die Masse ist immer dumm.
Wenn 2000 Menschen vor einer Kuh wegrennen, dann rennt Nummer 2001 auf jeden Fall mit. Einfach, weil die Masse immer die eingene Persönlichkeit und die eigene Intelligenz ausschaltet.
Kann ungemütlich werden (-> Zweiter Weltkrieg) Man kann das Massedummheit nur entgehen, wenn man sich regelmäßig von deren Einfluss isoliert. Das IST sozial.
-
Soziale Gerechtigkeit? Wieder so ein ideologisch einprogrammierter Kampfbegriff. Wir Menschen sind nicht gleich und wir werden niemals das Gleiche besitzen und das Gleiche können.
Der Mensch ist nicht gerecht und eine Idee kann niemals besser sein, als die Menschen, die sie umsetzen sollen. Deshalb lässt sich das abstruse Konszept "Gerechtigkeit" niemals anwenden.
Nun muss man nicht unbedingt benachteiligte Menschen schlecht behandeln. Aber Gleichheit ist eine Illusion.
-
Ich scheiße nicht grundsätzlich auf meine Mitmenschen. Einzelne davon haben mein Interesse oder meinen Respekt. Selbstverständlich erfordert das ein gewisses Maß an sozialer Anpassung. Aber diese dosiere ich so, wie es mir angenehm ist. Aber Alleinsein ist mir weiterhin sehr wichtig. Ein Mann/Freund oder gar Kinder wären dabei extren störend, weil verpflichtend. Sowas will ich nicht haben.
Ich entscheide, ob es in mir das Recht ist; außer mir gibt es kein Recht. Ist es mir recht, so ist es recht. (Stirner)
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Re: Stirner und Engstirnigkeit

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 21:03

Feuerlilie hat geschrieben:@ Advocatus Diaboli , sei mir bitte nicht böse, ich verfolge diese Seite schon die ganze Zeit.
Nur mal so kurz am Rande. Du benimmst Dich, wie ein Teenager im Kinderzimmer .


Böse? Nein.
Du kannst äußern, was auch immer du äußern möchtest.
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Re: Stirner und Engstirnigkeit

Beitragvon Advocatus Diaboli » 22. Jun 2017 21:09

gabor hat geschrieben:@an den Juristen
Richtig!....ich stell mir grad `ne Rinderherde/Wolfsrudel von Individualisten mit emotionaler Distanz vor.... :lol: :lol: :lol:
Und weisst Du, was emotionale Distanz auch macht?
Kreuzigungen, KZ`s,Krieg,und Einsiedler(da muss man aber echt zu geboren sein)........bloss nicht drüber nachdenken....wird schon klappen.
Tut es ja auch, solange es einen nicht selber betrifft.(den Einsiedler betrifft es schon ziemlich) :lol:
Ist freilich ein schöner Denkansatz...wenn keiner mitmacht, passiert auch nix.....doof nur, dass Du sicher nicht in einer Höhle lebst.
Und selbst wenn Du das tun würdest, weil Dich ja deine Mitmenschen so nerven......wer bringt Dir deinen Nagellack, wer stellt ihn her, wer verkauft ihn????
Egozentrisch sein ist ja ok......aber das ist ein Privileg, dass nur auf Kosten anderer funktioniert.
Bevor Du fragst.....die Leute,die das aus Liebe, Mitleid,Verständnis...sozialem Denken...ERTRAGEN.
Immer bereit!


Nein! Das macht die kollektive Dummheit, die den Egoismus verbietet.
Es ist immer eine Masse von Menschen, deren Einfluss die Persönlichkeit des Einzelnen abhebelt.
Ohne den Einfluss der Masse, hätte es niemals ein KZ gegeben. Adolf hat sich das nicht alleine ausgedacht, das ist Unsinn.
Hätte er sich auf sich selbst konzentriert, statt eine Bevölkerungsgruppe für unwert zu erklären, hätte es keinen Krieg gegeben.
Jedes größere Übel ensteht in der Masse. Der Einzelne kann schadhaft sein aber niemals in dieser Dimension.
Deshalb: Egoismus statt Kollektivismus.
Ich entscheide, ob es in mir das Recht ist; außer mir gibt es kein Recht. Ist es mir recht, so ist es recht. (Stirner)
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Re: Könnte jemand bitte für mich pendeln? Bin total blockie

Beitragvon fehlgeleitet » 22. Jun 2017 21:40

Advocatus Diaboli hat geschrieben:Konsumenten sind wir alle.
Das werden wir auch bleiben und ich bin weit, weit weg von jedner Ideologie, die sich Antikapitalismus nennt. Was und zu "Robotern" macht ist die Tatsache, dass wir nus vorschreiben lassen, was wir konsumieren. Es ist nicht das Konsumieren an sich.
Die Armish leben in ihrer Ideologie. Jede Gruppe tut das. Massen von Menschen kann ich nicht ausstehen, denn die Masse ist immer dumm.
Wenn 2000 Menschen vor einer Kuh wegrennen, dann rennt Nummer 2001 auf jeden Fall mit. Einfach, weil die Masse immer die eingene Persönlichkeit und die eigene Intelligenz ausschaltet.
Kann ungemütlich werden (-> Zweiter Weltkrieg) Man kann das Massedummheit nur entgehen, wenn man sich regelmäßig von deren Einfluss isoliert. Das IST sozial.
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Soziale Gerechtigkeit? Wieder so ein ideologisch einprogrammierter Kampfbegriff. Wir Menschen sind nicht gleich und wir werden niemals das Gleiche besitzen und das Gleiche können.
Der Mensch ist nicht gerecht und eine Idee kann niemals besser sein, als die Menschen, die sie umsetzen sollen. Deshalb lässt sich das abstruse Konszept "Gerechtigkeit" niemals anwenden.
Nun muss man nicht unbedingt benachteiligte Menschen schlecht behandeln. Aber Gleichheit ist eine Illusion.
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Ich scheiße nicht grundsätzlich auf meine Mitmenschen. Einzelne davon haben mein Interesse oder meinen Respekt. Selbstverständlich erfordert das ein gewisses Maß an sozialer Anpassung. Aber diese dosiere ich so, wie es mir angenehm ist. Aber Alleinsein ist mir weiterhin sehr wichtig. Ein Mann/Freund oder gar Kinder wären dabei extren störend, weil verpflichtend. Sowas will ich nicht haben.


Man kann den Konsumismus natürlich politisch nutzen. Das ändert nichts an meiner Kritik an Stirner.

Denk einfach mal drüber nach wieviel Wissen die Wissenschaft produziert, und wie wenig davon ein Mensch in seinem Leben davon aktiv verstehen kann. Hier bist du also gezwungen, den jeweiligen Experten zu vertrauen. Es ist also nicht immer falsch der Masse zu folgen. Gerade Menschen die sich Mühe geben besonders einzigartig zu erscheinen, sind häufig diejenigen, die nicht in der Lage sind über ihren eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich (natürlich nur heimlich :-) )nach der Bewunderung ihrer Mitmenschen sehnen, denen dann hoffentlich irgendwann ihre Genialität auffällt.

Damit möchte ich dich nicht entmutigen selbst zu denken. Aber es kann nicht schaden, mal seine Ergebnisse mit denen von anderen zu vergleichen, es könnte nämlich passieren das die eigenen Ideen einem dann gar nicht mehr so individuell erscheinen. Wäre doch intressant, wenn viele so denken wie du, obwohl du dachtest es wären deine eigenen Gedanken?

Du kannst weiterhin so allein sein wie du willst, es ging mir auch gar nicht darum dir da ein schlechtes Gewissen einzureden. Nur wunder dich nicht wenn du dir dann halt irgendwann selbst auf den Sack gehst. :lol:

An Stirner haben sich schon viele große Geister abgearbeitet. Was ihn natürlich auf eine gewisse Art und Weise wieder adelt. Nunja, ich wünsche dir viel Spaß, du kannst ja mal ein Blick auf die Sekundärliteratur werfen.
Nimm die Hand aus der Hose wenn ich mit dir rede!
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