Rezension schreiben

Gebrauchte Bücher aus dem magischen Bereich und allerlei Trödel

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Rezension schreiben

Beitragvon Lestat de Lioncour » 13. Mär 2007 15:21

Hi Dämonen, Satanisten, Pagane Heiden, "Christen" und was sonst noch hier kreucht und fleucht, in diesem virtuell, bizzaren Garten der lovecraftschen Makrostudien.

Jeder ist aufgerufen, der Lust hat über ein literarisches Werk eine Rezension zu schreiben, dieses hier zu tun.

Was ist eine Rezension ?!

Eine Rezension (von lateinisch recensio, Musterung) ist eine kritische Bewertung von kulturellen oder wissenschaftlichen Schöpfungen wie Büchern, Filmen, Kunstwerken oder Konzerten. Sie kann in verschiedenen Medien veröffentlicht werden: in Zeitungen (dort meist im Feuilleton), Zeitschriften, Rundfunk oder auch im Internet. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es Zeitschriften, die überwiegend Rezensionen enthalten.


Also, wunde Finger Euch

Greets
Lestat
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Beitragvon Annarhi » 13. Mär 2007 18:04

Hi Lestat,

vielleicht wärs noch ganz gut, die Eckpfeiler des Inhaltes von Rezensionen und Vergleichsmöglichkeiten des Rezensierten mit zu erwähnen, d.h. was entsprechend bewertet wird. Ich selber neig ja manchmal dazu, nen Film einfach nur sinngemäß wiederzugeben, wie nen Plattenspieler oder nen Tapedeck :D bzw. die Handlung nachzuerzählen, was so objektiv nicht ist. Zumindest, wenn mich jemand fragt, wovon der Film, das Buch usw. gehandelt hat und wie ichs fand.

lg
Annarhi
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Beitragvon Lestat de Lioncour » 13. Mär 2007 20:35

Hi Annarhi,
Kein Problem, das is ja ein offenes Forum, das lediglich den autonomen Geist inspirieren will, bzw. Hommage an diesem ist....
:har:
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Beitragvon Annarhi » 14. Mär 2007 19:53

Oft kopiert und nie erreicht :D bzw. alles nur geklaut, weil ich koi Zeit hab, mich hinzusetzen und mir sowas selber auszudenken.

Wie schreibt man Rezensionen? von Ursula Thomas

Allgemeiner Hintergrund

Wissenschaftliche Rezensionen sind eine eigene Gattung der wissenschaftlichen Literatur und werden hauptsächlich in den Geisteswissenschaften produziert. Ähnlich wie bei einer literarischen Rezension, die man in Feuilleton findet, werden bei wissenschaftlichen Rezensionen schriftliche Arbeiten (meist Bücher oder Artikel) in wiederum schriftlichen Form besprochen. Ziel ist es, dem Leser einer mit einer Rezension einen (1) inhaltlichen Überblick der besprochenen Arbeit, eine (2) Einordnung in den wissenschaftlichen Diskurs und eine (3) eigene kritische Stellungnahme zu geben. Rezensionen sollen dem Leser die Übersicht über ein wissenschaftliches Thema erleichtern.

Die drei Elemente einer Rezension

1. Inhaltlicher Überblick:

kurze Zusammenfassung des Textes, ähnlich wie eine Inhaltsangabe. Eine Rezension ist kein Referat des Originaltextes. Eine knappe Zusammenfassung reicht also. Werden bestimmte Punkte kritisiert, so kann dieser Teil etwas ausführlicher inhaltlich dargestellt werden, z.B. auch mit Zitaten. Zu diesem Punkt gehören auch die formellen Angaben zum Text: Wo, wann erschienen? Welche Textgattung?

2. Kontextualisierung

Die besprochenen Arbeit soll in den zu erforschenden Zusammenhang gestellt werden. Fragen wie: Was ist hier neu an dieser Arbeit? An welcher Diskussion knüpft die Arbeit an? Aus welcher Tradition / Perspektive / Theorierichtung argumentiert der Autor? sollten hier beantwortet werden. „Auf welches fachwissenschaftliche Problem antwortet die Studie? Steht sie in Kontinuität zu früheren Arbeiten, denen sie sich (differenzierend, weiterführend oder nur bestätigend und iterierend) anschließt? Oder eröffnet sie allererst einen Diskussionsraum?“

3. eigene Stellungnahme

In der Stellungnahme geht es nicht um persönliche Vorlieben oder um eine Kritik der Person des Autors (also kein zweiter Marcel Reich Ranicki werden). Die Stellungnahme bezieht sich auf den Sachverhalt und die Art der Darstellung. Folgende Fragen sind für die eigene Stellungnahme hilfreich: Welche Fragen bleiben offen? Wo liegen die Grenzen der Arbeit? Welche Thesen / Aussagen sind widersprüchlich oder diskussionsbedürftig? War die Arbeit für den Kontext eine sinnvolle Weiterentwicklung? Sind die Argumente in der Arbeit überhaupt klar geworden?

Das Verfassen einer Rezension

Beim Schreiben bietet es sich an, die Reihenfolge dieser drei Schritte einzuhalten. Vor allem sollte die wertneutrale Zusammenfassung von der eigenen Stellungnahme unterscheidbar sein. Welcher Schreibstil soll verwendet werden? Da es sich um eine wissenschaftliche Rezension handelt und nicht um eine Literarische, sollte der Schreibstil dem wissenschaftlichen Kontext angepasst sein. Meist werden Rezensionen aber in Zeitschriften veröffentlicht, die nicht immer ein rein wissenschaftliches Publikum haben. Deshalb eignet sich eine essayistische Form.

Der feuilletonistische Stil wird besonders in der Literaturkritik gepflegt, weil hier die Präsentation des Rezensenten eine wichtige Rolle spielt. Bei wissenschaftlichen Rezensionen ist die eigene (sprachliche) Darstellung eher zweitrangig. Die wissenschaftliche Rezension ähnelt der kritischen Variante des dokumentarischen Inhaltsreferats: Sie stellt Fragestellung und Ziel des rezensierten Werkes dar, stellt knapp den Inhalt vor und misst die Ergebnisse an den Fragestellungen. Darüber hinaus ordnet sie das rezensierte Werk in den wissenschaftlichen Zusammenhang ein und setzt sich differenziert mit den wesentlichen Ergebnissen auseinander. Zitate aus dem Werk oder aus anderen Werken sind belegt. Absicht der wissenschaftlichen Rezension ist es, die erreichten Arbeitsergebnisse kritisch zu reflektieren, das rezensierte Werk auf diesem Hintergrund zu würdigen und im besten Fall der wissenschaftlichen Forschung neue Erkenntnisse und offene Fragen auf den Weg zu geben. Die Domäne der wissenschaftlichen Rezension sind die Geistes- und Sozialwissenschaften; ihr Gegenstand sind vor allem Bücher, weniger häufig Zeitschriftenartikel. Wissenschaftliche Rezensionen erscheinen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und in Rezensionsorganen; Rezensionsorgane sind Zeitschriften, die nur aus wissenschaftlichen Rezensionen bestehen.
Annarhi
 


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