Der Eremit

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Re: Der Eremit

Beitrag von Busstuh » 4. Apr 2019 12:26

dusti hat geschrieben:
MrHollywood hat geschrieben:
gabor hat geschrieben:Wie sieht`s mit Scharfschüztze bei der NVA aus?
Immer bereit!


Bei Fremdwörtern kenne ich nur den Befehl "Feindkontakt". Deswegen kommen die besten Einzelkämpfer wie ich auch aus der Hauptschule.


Worauf genau bezogen? Was für Kämpfer?


Schau dir dieses Buch mal an. hat mir echt was gebracht.

Re: Der Eremit

Beitrag von dusti » 13. Nov 2013 18:32

MrHollywood hat geschrieben:
gabor hat geschrieben:Wie sieht`s mit Scharfschüztze bei der NVA aus?
Immer bereit!


Bei Fremdwörtern kenne ich nur den Befehl "Feindkontakt". Deswegen kommen die besten Einzelkämpfer wie ich auch aus der Hauptschule.


Worauf genau bezogen? Was für Kämpfer?

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 2. Okt 2012 16:39

Thefalus hat geschrieben:One day baby, we'll be old
Oh baby, we'll be old
And think of all the stories that we could have told


http://www.youtube.com/watch?v=XtbexO0z5Sk

Thefalus


Yo...zustimmt zu 65%

Re: Der Eremit

Beitrag von Thefalus » 2. Okt 2012 16:36

MrHollywood hat geschrieben:Alles wird Schlimmer. Auf jedes Pro kommt "ein" Contra..wir altern...man kann es nicht aufhalten aber man kann es geniessen.
Der Emerit stirbt. Hat zu lernen dass man sterblich ist. _Ob Seele oder nicht. Die Seele mag eben einen sterblichen Körper warum auch immer?
Der Emerit muss begreiffen dass Alles sterblich ist...

One day baby, we'll be old
Oh baby, we'll be old
And think of all the stories that we could have told


http://www.youtube.com/watch?v=XtbexO0z5Sk

Thefalus

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 2. Okt 2012 16:03

Alles wird Schlimmer. Auf jedes Pro kommt "ein" Contra..wir altern...man kann es nicht aufhalten aber man kann es geniessen.

Der Emerit stirbt. Hat zu lernen dass man sterblich ist. _Ob Seele oder nicht. Die Seele mag eben einen sterblichen Körper warum auch immer?

Der Emerit muss begreiffen dass Alles sterblich ist...

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 2. Okt 2012 11:06

Thefalus hat geschrieben:Eubulides berichtet, daß Diogenes selbst ein Münzfälscher gewesen sein soll. :lol:

Thefalus


Es blieb ihm wohl nix anderes übrig und deswegen machte er sich wohl auf die Suche nach ehrlichen Menschen. Es wird mir immer zu viel Fehlinterpretiert, vor Allem früher die Kirchen usw machten aus Scharlatanen gerne Heilige. Vermutlich hätte die Kirche sonst auch nicht überdauert. "Verbrennt den Ketzer und verbreitet er hätte Gutes für die Kirche getan" ;) Ganz billige Taktik das Volk auf seine Seite zu ziehen. Den Rebellen so hinstellen als hätte er auf der anderen Seite gekämpft holt wieder paar Ungläubige in die "heiligen" Gemäuer.

Stell dir vor die Kirche würde Crowley nen Heiligen nennen. Da würden doch die Seiten im Dämonenforum überlaufen nach dem Motto "Geil die Kirche ist voll COOL! Zum Glück zahle ich Kirchensteuern und danke MAmi dass du mich getauft hast..." :evil: Ich seh´s schon kommen...

Re: Der Eremit

Beitrag von Thefalus » 1. Okt 2012 13:57

Die Hunde sind beim Eremiten/Diogenes übrigens nicht zufällig dabei, sondern haben symbolischen Wert. Kynos heißt auf Griechisch Hund und Diogenes war einer der Begründer der Kyniker (Zyniker). Wer den verlinkten Text durchliest, versteht besser, was mit dem Eremiten formell gemeint sein könnte.

In diesem Sinne wird auch die Laterne verständlich: Diogenes lief (ganz bissiger Zyniker, voller Provokation, Satire und Spott) mit seiner Laterne bei hellem Tageslicht herum, um einen ehrlichen Menschen zu finden. Witziges Schmankerl an dieser Stelle: Eubulides berichtet, daß Diogenes selbst ein Münzfälscher gewesen sein soll. :lol:

Thefalus

Re: Der Eremit

Beitrag von Thefalus » 30. Sep 2012 14:41

MrHollywood hat geschrieben:Hey Thefalus. Ich stehle mir mal dein Bild mit demKessel dort oben. Hoffe das kostet nix.

Ist nicht mein Bild, das hat Jean-Léon gemalt, den mußt du fragen! Aber Vorsicht, der Typ hat es echt drauf!

Mehr Diogenes:

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Diogenes Tochter:

Bild

Währenddessen in Australien:

Bild

Diogenes in Indien:

Bild

Thefalus

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 29. Sep 2012 22:52

gabor hat geschrieben:@Thefalus....ich sehe 4 Hunde auf dem Bild......
....und nun kommen auch noch Kampfspermien in`s Spiel.....
Stellt sich nur die Frage,ob man nun in Australien Sex lieber im Stehen betreibt(Kinderwunsch vorausgesetzt),und hinterher`n Handstand hinlegt...oder umgekehrt!
Immer bereit!
P.S.:Sex mit 79....da ist Handstand ein Muss....einfach reinhängen lassen...


3 zu 1 Hunde auf den Seiten. Nxicht so oberflächlich sein gabor!

Re: Der Eremit

Beitrag von gabor » 29. Sep 2012 21:20

@Thefalus....ich sehe 4 Hunde auf dem Bild......
....und nun kommen auch noch Kampfspermien in`s Spiel.....
Stellt sich nur die Frage,ob man nun in Australien Sex lieber im Stehen betreibt(Kinderwunsch vorausgesetzt),und hinterher`n Handstand hinlegt...oder umgekehrt!
Immer bereit!
P.S.:Sex mit 79....da ist Handstand ein Muss....einfach reinhängen lassen...

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 29. Sep 2012 19:58

Boa krass! Als ich das Bild in ein Forum postete war die Sicherheitsabfrage MANA! Was geht ab verdammt! :evil: Das verspult ja sogar mich! :|

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 29. Sep 2012 19:23

Hey Thefalus. Ich stehle mir mal dein Bild mit demKessel dort oben. Hoffe das kostet nix. Seele? Achja die kannst haben, hahahaaaaaaaa! Verarscht :o

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 29. Sep 2012 12:11

Die Spermien nisten sich auch regelrecht ein und verteidigen ihr "Revier" gegen eventuelle Newcomer. Da herrscht richtiggehender Krieg und ich denke dass die sich schon entgegen der Schwerkraft bewegen können. Auch Veganer sind Mörder.

Re: Der Eremit

Beitrag von Amimatani » 28. Sep 2012 22:52

gabor hat geschrieben:Eizellen duften nach GIFTIGEN Maiglöckchen??????
Und Spermien schwimmen der Schwerkraft entgegen???Dann wäre eine Empfängnis also in Australien wahrscheinlicher?
Recht ....gewagte Thesen!
Immer bereit!


Zu den Maiglöckchen: ist seit relativ kurzer Zeit wohl widerlegt, war aber mehrere Jahre eine durchaus anerkannte wissenschaftliche Sicht. Zu den neueren Ergebnissen s. z.B. hier:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14 ... 02-27.html

Zur Erdanziehung: geht die in Australien nicht Richtung Erdmittelpunkt? Das wusste ich nicht. Danke für die Info. :D Davon abgesehen werden m.W. Frauen auch dann schwanger, wenn sie beim Sex stehen und sich nicht gleich im Anschluss für die nächsten 5-7 Tage (Lebenszeit der Spermien) hinlegen. Aber 100%ig weiß ich das nicht, vielleicht legen sie sich doch hin oder - besser noch für die Fortpflanzung - machen anschließend Kopfstand?
:party:

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 28. Sep 2012 17:45

Mich würde mal interessieren warzum der Typ in einem Kessel sitzt. Kessel bedeutet ja auch Wiedergeburt oder Neuanfang. Der Eremit ist vielleicht etwas Ähnliches wie die Karte "Der Tod". Zumindest nen gewissen "Verwandtschaftsgrad" sehe ich in den 2 Karten.
Hunde sind ja oft auch Symbol für die Unterwelt. Jo und in der Einsamkeit wendet man sich ja nicht selten dem Kesseln (Alkohol) zu.

Ich finde das Bild von Thefalus passt wie angegossen.

Re: Der Eremit

Beitrag von Thefalus » 28. Sep 2012 16:47

Oder der hier, Diogenes in der Tonne:

Bild

Einsamkeit suchend (die Karte Eremit heißt auf Englisch oft auch Solitude!), Laterne und drei Hunde. Leider ein Mann, der Anglerfisch wäre da geschlechtsneutraler, denn die Mädels jagen bei denen ja auch. Andererseits greift ein Fisch schon zu ATU XIII über (Ichthys). Im Sinne einer "Heilung des klassischen Tarots" würde das aber wieder Sinn machen.

Thefalus

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 28. Sep 2012 10:56

@Amimatami.

Es gibt aber auch Hungerstreiks usw, also so ganz würde ich dem Emeriten das Rebellentum nicht abstreiten auch wenn deine Zeilen klug gewählt sind.

Re: Der Eremit

Beitrag von Amimatani » 27. Sep 2012 23:16

@MrHollywood:
Ob der Eremit ein Rebell ist? Hm. Ich glaube, dass es nicht seine Absicht ist, ein Rebell zu sein. Aber dass er es in Kauf nimmt, von manchen als Rebell angesehen zu werden. Denn - ebenfalls meine persönliche Meinung - aus der Perspektive anderer kann der Eremit wie ein Rebell erscheinen. Insbesondere aus der Perspektive solcher Menschen, welche die Gefühle, die den Eremiten antreiben, selber nicht kennen.

Der klassische Rebell will in der Regel nicht nur etwas für sich, sondern auch für andere erreichen. Der Eremit kehrt zwar mit seinen "Ergebnissen" zurück zu anderen. Aber er hat seinen Weg nicht um ihretwillen begonnen.

Eno hat geschrieben:Dann sind wir in unseren Ansichten vermutlich gar nicht soweit voneinander entfernt...


Sehe ich ähnlich.

LG
Amimatani

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 27. Sep 2012 19:24

Hm. Ihr scheint ja wissend zu sein. Kann man den Emeriten auch als eine Art Rebell sehen? Der sich der gegenwärtigen Ordnung entziehen möchte?

Re: Der Eremit

Beitrag von Eno » 27. Sep 2012 19:22

Amimatani hat geschrieben:
ich habe mit dem RW Deck , dem Toth-Deck und zugehörigen Texten gearbeitet und die Bilder bereist. ich habe die Aethyre gerufen und bereist. Ich habe anschließend die Sephiroth und die hebräischen Buchstaben einzeln evoziert und bereist und mich mit zugehörigen kabbalistischen Texten befasst. Dann schließlich habe ich die Pfade als Pfade des Lebensbaumes bereist, unabhängig von irgendwelchen Tarot-Decks:

Du kannst mir glauben, dass ich mit den Grundlagen vertraut bin. Ich habe sie auch nicht in Abrede gestellt.

Dann sind wir in unseren Ansichten vermutlich gar nicht soweit voneinander entfernt, wie zunächst vermutet....
Amimatani hat geschrieben:Mittlerweile bevorzuge ich freiere, weniger traditionsgebundene Tarotspiele, zum Teil, weil ich Bilder liebe und nicht wenige einfach schön gemalt sind. Zum Teil weil ich es schön finde, auf diese Weise mit den Erfahrungen anderer Menschen auf diesen Wegen in Kontakt zu kommen.

Auch ich schätze moderne Decks, nicht so sehr den von US Games verlegten einemillionsten RWS-Clon, aber viele der unzähligen selbst-publizierten Tarots, die von Menschen erstellt werden, die sich ernsthaft mit dem Thema befasst haben. Man kann selbstverständlich auch aus den Erfahrungen von "Forscherkollegen" der eigenen Generation etwas lernen.

Gruß
Eno

Re: Der Eremit

Beitrag von Amimatani » 27. Sep 2012 18:55

Eno hat geschrieben:Auch wenn Du mit Deinem eigenen Deck arbeitest, so wird das vermutlich von anderen Tarots die Du kennst beeinflußt sein. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich mit der jeweiligen Bildersprache- die Du bewusst oder unbewusst übernimmst-vertraut zu sein (80% der Tarot Decks, die ich gesehen habe sind Clone des RWS).


ich habe mit dem RW Deck , dem Toth-Deck und zugehörigen Texten gearbeitet und die Bilder bereist. ich habe die Aethyre gerufen und bereist. Ich habe anschließend die Sephiroth und die hebräischen Buchstaben einzeln evoziert und bereist und mich mit zugehörigen kabbalistischen Texten befasst. Dann schließlich habe ich die Pfade als Pfade des Lebensbaumes bereist, unabhängig von irgendwelchen Tarot-Decks:

Du kannst mir glauben, dass ich mit den Grundlagen vertraut bin. Ich habe sie auch nicht in Abrede gestellt.

Mittlerweile bevorzuge ich freiere, weniger traditionsgebundene Tarotspiele, zum Teil, weil ich Bilder liebe und nicht wenige einfach schön gemalt sind. Zum Teil weil ich es schön finde, auf diese Weise mit den Erfahrungen anderer Menschen auf diesen Wegen in Kontakt zu kommen. Aber in meinen Überlegungen hier habe ich nichts aus diesen moderneren Spielen vorausgesetzt.

Eno hat geschrieben:Eine Weiterentwicklung im Gesamten kann nur stattfinden, wenn man auf dem aufbaut und das weiterentwickelt, was Vorgänger bereits erforscht haben. ...

Kein Philosoph käme auf die Idee alles was Platon hinterlassen hat nocheinmal selber neu entdecken zu wollen, kein Ingenieur würde darauf bestehen nocheinmal sein eigenes Rad zu erfinden. Er nimmt das Rad seiner Vorgänger und erfindet eine Dampfmaschine und die nächste Generation nimmt die Dampfmaschine als gegeben und erfinden den Raketenantrieb.


Sämtliche meiner vorhergehenden Deutungsüberlegungen bauen auf dem Bekannten auf. Ich halte dabei insbesondere die Betrachtung von Tiphareth als dem Ort des "harmonischen Gesellschaftsorganismus, in dem der einzelne eine Funktion hat und sich deswegen am 'rechten Platz' fühlt" für eine Weiterentwicklung der traditionellen Tiphareth-Deutungen, die sehr wohl die Tiphareth-Aspekte wie z.B. Schönheit, Harmonie, Herz in sich birgt und nicht dazu in Widerspruch steht. Auch dazu, dass Tiphareth traditionell dem Sohn zugeordnet wird, dem Vau des Tetragrammaton, gibt es keinen inneren Widerspruch. Denn Vau ist der Verbindungsbuchstabe, der aus zwei einzelnen Yods im Bild des Aleph das Eine oder Ganze macht.

Je nach seiner Bewegungsrichtung verlässt der Eremit diese Sphäre des In-Verbindung-Seins oder er kehrt dorthin zurück. Die offene Frage mag da sein, was sein Ziel ist. Hierzu verallgemeinerte ich das orphische Ei auf dem Toth-Bild oder eben auch die Gnade und Barmherzigkeit Cheseds zu der Beschreibung: "der Ort des persönlichen, tief empfundenen Glaubens (an was auch immer: die Gefühlsqualität des Glaubens ist das Wesentliche)". Auch das baut auf den existierenden Deutungen und Bildern auf, ohne sie zu verwerfen.

Ich weise es strikt von mir, dass du meine Gedanken in deinem weiteren Post mit "esoterischer Beliebigkeit" assoziierst!

LG Amimatani

Re: Der Eremit

Beitrag von MrHollywood » 27. Sep 2012 17:49

Emerit und männliche Karte? Klar der Phallus sagt ja immer: Mit dem Speer voraus und auf die Jagd.

Ich denke aber es ist männlich UND weiblich. Denn ein Emeritendasein nicht nur "Jagd" sondern auch ein "in sich gehen". Eine sehr berühmte Frau ist die Gründerin der Kampfsportart Wing Tsung die die Einsamkeit in den Wäldern suchte um sich zu beweisen. Das kombiniert sogar Jagd und Innenschau.

Re: Der Eremit

Beitrag von Thefalus » 27. Sep 2012 17:10

Herne der Jäger hat geschrieben: 1. Der klassische Mann im Dunkeln mit Laterne (mit Wert auf moderne Umsetzung)
2. Der Geograf auf See

Anglerfisch fände ich ja ganz passend. Sie leben einzelgängerisch und tragen eine Laterne vor sich her...

Thefalus

Re: Der Eremit

Beitrag von Eno » 27. Sep 2012 16:17

Die Texte (Waites Pictorial Key zum RWS, Das Buch Thot zum Thoth Deck usw.) sind ebenso wie die Bilder Bestandteil des Werkes.

Solange Du also nicht mit Deinem eigenen Deck arbeitest, sondern mit einem vorgegebenen, sollte dem, was sich der jeweilige Autor bei der Auswahl seiner Bilder gedacht hat, die angemessene Aufmerksamkeit zu Teil werden.

Auch wenn Du mit Deinem eigenen Deck arbeitest, so wird das vermutlich von anderen Tarots die Du kennst beeinflußt sein. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich mit der jeweiligen Bildersprache- die Du bewusst oder unbewusst übernimmst-vertraut zu sein (80% der Tarot Decks, die ich gesehen habe sind Clone des RWS).

Eine Weiterentwicklung im Gesamten kann nur stattfinden, wenn man auf dem aufbaut und das weiterentwickelt, was Vorgänger bereits erforscht haben.

Wenn also jemand wie Waite oder wie Crowley im fortgeschrittenen Alter das Ergebnis der Arbeit seines Lebens zusammenfasst, dann ist das etwas, was ich nutzen kann. Ich brauche dafür nicht in allen Punkten mit dem jeweiligen Vorgänger einer Meinung sein. Ich brauche nur die erlernte/erworbene Kompetenz den Anteil universell gültigen Forschungsergebnisses von der jeweils subjektiven Meinung des Autors trennen zu können. Das ist im esoterischen oder im geisteswissenschaftlichen Bereich etwas schwieriger als in den Naturwissenschaften aber es ist möglich und notwendig.

Kein Philosoph käme auf die Idee alles was Platon hinterlassen hat nocheinmal selber neu entdecken zu wollen, kein Ingenieur würde darauf bestehen nocheinmal sein eigenes Rad zu erfinden. Er nimmt das Rad seiner Vorgänger und erfindet eine Dampfmaschine und die nächste Generation nimmt die Dampfmaschine als gegeben und erfinden den Raketenantrieb.

Das allerdings setzt voraus, dass man der Ansicht ist es gibt einen Forschungsgegenstand, ein objektives Wissen zu entdecken und es setzt voraus sich selber die Kompetenz zuzutrauen das Werk seiner Vorgänger nach den Regeln der "okkulten Wissenschaft" (die dann ja doch etwas weniger offensichtlich sind als im naturwissenschaftlichen Bereich) bewerten und nutzen zu können.

Wer allerdings glaubt es gäbe im Bereich der Esoterik ohnehin nur subjektive Befindlichkeit und der Wert der"Erkenntnisse" die man erlangt existiert nur in der eigenen Beliebigkeit. Wer glaubt, es würde sich das Ergebnis durchsetzen dessen Erzeuger am lautesten kräht und am dreistesten schwindelt, weil es ja ohnehin keinen objektiven Maßstab gäbe. Jemand, der -weil er seine eigenen Ergebnisse für subjektiv und beliebig hält- denkt auch die aller anderen wären es. Jemand der deshalb keinem "Forschungsergebnis" eines Vorgängers vertrauen kann, weil er nichteinmal seiner eigenen Kompetenz vertraut, sojemand wird das Rad neu erfinden müssen. Er wird in den ausgetreten Fußstapfen seinersteinzeitlichen Vorgänger wandeln und am Ende seines Lebens etwa soviel Erkenntnis gewonnen haben, wie jeder andere Neandertaler auch....

"Das mag sich jetzt härter anhören, als es gemeint ist. mir ist es nur einfach wichtig, dass mein Ausgangspunkt und meine Interessenlage klar sind"

Gruß
Eno

Re: Der Eremit

Beitrag von Amimatani » 27. Sep 2012 15:17

Es ist toll, dass du diese Textpassagen hier nochmal rausgesucht hast, Eno, für viele Mitleser bestimmt interessant.

Soweit es mich betrifft, mochte ich aber unmissverständlich sagen, dass meine Aussagen über das Tarot oder den Lebensbaum keine Textanalyse sind und auch nicht sein sollen. Vielmehr basieren sie auf intensiver eigener sog. Pfadarbeit, bei der ich seinerzeit sicher auch Texte zu Rate zog. Nichtsdestoweniger teile ich in solchen Gedanken in erster Linie Ergebnisse aus meiner persönlichen magischen Tätigkeit und Erkundung mit. Ich erhebe damit nicht den Anspruch auf universelle Wahrheit. Darum interessiert es mich, wie sich die Ergebnisse ähnlicher Erkundungen bei anderen darstellen. Warum sollte ich mich sonst auf Diskussionen einlassen? Darum bin ich auch gespannt auf deine persönliche Sicht oder Erläuterungen. :) (Allerdings werde ich ab dem nächsten WE wegen Urlaub nicht so schnell antworten können.)

Und was Texte anderer Autoren betrifft: wenn der liebe Herrgott oder Luzifer persönlich vor mir stehen und mir eine Schriftrolle zeigen, auf der steht: "Das und das bedeutet Archetyp Granefitz" - dann werde ich das lesen, mit meinen Erfahrungen mit Granefitz vergleichen. Und wenn sich herausstellt, dass meine Erfahrungen anders sind, als die geschriebenen Worte, dann werde ich solange bei der Wahrheit meiner Erfahrung bleiben, bis mir jemand ein Modell anbietet (oder ich selber eines finde), welches sowohl meine Erfahrung, als auch diejenigen von Luzifer und dem Herrgott integriert. Alles andere, der aristotelische Disput, bei dem man mit dem geschriebenen Wort von Autoritäten winkt, macht auf meinem Weg keinen Sinn mehr.

Das mag sich jetzt härter anhören, als es gemeint ist. :) mir ist es nur einfach wichtig, dass mein Ausgangspunkt und meine Interessenlage klar sind. Ich weiß, dass das (Arbeitsbegriff) Crowley-Tarot von Frieda Harris gemalt ist und eigentlich Toth-Tarot heißt. Na und? Ändert das irgendwas an dem, was ich zuvor geschrieben hatte? Meiner Meinung nach nicht. Die Namen ander Magier können eine allgemeine Verständigungsbasis sein. Was mich aber hier interessiert, das sind nicht die "Vorhergegangenen", sondern die magischen Menschen, mit denen ich hier kommuniziere und ihre Gedanken und Erfahrungen.

LG
Amimatani

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