Rezensionen zu 'magischer Literatur'

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Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Alveradis » 6. Sep 2014 20:33

Klingt spannend, danke für den Tipp!

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Lady Mortica » 5. Sep 2014 21:32

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Ein interessantes, aber doch recht unbekanntes Buch. Es enthält eine große Zitatensammlung längst vergriffener okkulter Werke. Es werden viele Grundlagen der Magie leicht verständlich erklärt, wobei der Autor die moderne Weltanschauung mit einigen Lehren des Okkultismus in Einklang zu bringen versucht.

Der Kersken-Canbaz-Verlag hat dieses Buch es zum letzten Mal im Jahre 1983 aufgelegt.

Wer es im Antiquariat noch irgendwo findet, kann ruhig zuschlagen.

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von khezef » 17. Jul 2012 14:02

So, ich hab dieses "Büchlein" hier nun durchgekaut und möchte nun meine Rezension dazu abgeben:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen vertieften Einblick in die Texte und Grundlagen der englischen Mystik des Mittelalters ausgehend vom 12 Jahrhundert über die nächsten 400 Jahre hin zum Spätmittelalter. Wer sich schon immer für die englische Geschichte, speziell für die Entwicklung der Kirche sowie der philosophischen und theologischen Aussagen, interessiert, der sollte sich dies hier zulegen. Es ist nicht ganz einfach zu lesen und schon gar keine Belletristik. Auch ist es für einen stolzen Preis von 50 Euro nicht ganz billig zu haben. ür mich war es trotzdem den Einkauf wert und hat mir auch einige interessante neue Angänge und vor allem eine Wissensvertiefung verschafft. Die Palette ist überschaubar, aber interessant, von der englischen Erremitentradition über die zisterzinensischen Einflüsse bis hin zu Thomas Gallus hat man einiges zu entdecken.

Von mir bekommt das Buch 8 von 10 Punkten.

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Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Schattenglanz » 27. Jun 2012 21:28

Das ist ein echt Hammer cooles Thema. Erstmal Danke für die Buchvorstellungen...

Also ich habe schon eine Menge Bücher..eigentlich mehr über die Schwarze Magie ..doch gerade habe ich dieses vor mir liegen.
Was ich gut finde, das die Thema dennoch Bodenständig und Naturbelassen erklärt werden. Berichte und Quellen sind gut hervorgehoben. Der Autor legt keine feste Meinung vor sonder oft wird einem das denken selbst überlassen.
Es schneidet viele Themen an, natürlich kann man da nicht so tief ins Detail gehen.
Was ich nicht so toll finde, das das letzte viertel mit Tarot beschrieben ist. Und auch andere Beispiele zu viel Platz für Erklärung einnehmen
Also 7/10

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Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Azazel » 16. Mär 2012 09:25

in Bänden der vorderasiatischen Gesellschaft (zumeist in Bibliotheken zu finden) gibt es einige Aufzeichnungen dazu.

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Manole » 15. Mär 2012 14:58

Ich bin gerade auf der Suche nach einem Buch, das Praktiken zur Evokation oder zumindest die Beschreibung des Wesens babylonischer Götter beinhaltet. Darum wollte ich mal fragen, ob eventuell eines der in diesem Gesprächsstrang rezensierten Bücher informationen diesbezüglich enthält bzw. ob es da empfehlenswerte Literatur zu dem genannten Thema gibt.

Ich werde zu dem Thema auch im Delomelanicon nachlesen, sobald ich es in die Hände kriege.

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Bella Aurora » 15. Aug 2011 12:46

@Eno
Danke für die beiden Buchtips, gerade der erste ist superinteressant für mich!

Liebe Grüße
Bella

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Mi+ » 5. Aug 2011 13:06

Den McLean habe ich bestellt, danke für den Tip.

Hier nun ein Buch einer anderen Richtung, eine Beschreibung des Golden Dawn.

Das Schwert der Weisheit - Ithell Colquhoun, 3890940986, ich glaube im Verlag vergriffen.

Hier wird eine sehr persönliche Sicht auf den Golden Dawn geschildert, sehr konservativ was gut daran zu erkenne ist das Crowley abgelehnt wird, aber dennoch sehr bemüht einige Aspekte des Ordens gut und passend darzustellen. Colquhoun macht um allzubegeisterte Lobpreisungen einen Bogen, gewichtet jedoch die ihr wichtigen Linien. Also ein historisch umfassendes Bemühen, das wir im deutschsprachigen Raum ohnehin nicht haben, war ihres nicht, doch die Liebe zur Magie ist unverkennbar, und der Mut sich mit seinen eigenen Ansichten in solch eine Ordensbeschreibung einzubringen ist zu würdigen.

Das Buch ist keine Fußnotenschwangere Abhandlung, somit gut zu lesen.

mi

Liber Juratus

Beitrag von Eno » 25. Jul 2011 23:13

Das Liber Juratus hat außer dem „üblichen“ Beschwörungsteil wie im Lemegeton und der Ars Notoria am Anfang noch ein Kapitel, dass man sonst in keinem dieser Werke findet und der es bei der katholischen Kirche noch um einiges verhasster gemacht hat als die anderen „Salomonischen Grimoirs“.

Am Anfang steht eine detaillierte Ritualanweisung zur Erlangung der Beatific Vision und die war von der katholischen Kirche nicht unbedingt für Lebende und schon gar nicht ohne Vermittlung der Institution Kirche für „jedermann“ vorgesehen. (Die Art der Erlangung der „Beatific Vision“ hat einige Parallelen zur Merkaba Mystik, der echten, nicht dem Drunvallo-Zeugs)

Der „Angriff“ auf die Autorität der Kirche ist dem Autor auch nicht „versehentlich“ passiert, sondern der wusste ganz genau was er da tat. Letztenendes erklärt er die Institution Kirche und ihre Hierarchien nicht nur für überflüssig, sondern sogar für schädlich. Die Verfolgung der „magischen Künste“ durch die organisierte Kirche wird bei ihm zu einem dämonisch-inspirierten Versuch den direkten Zugang der Menschen zu Gott zu sabotieren. Der folgende „Beschwörungsteil“ liefert dem Magier dann nur das Handwerkszeug um sich gegen die dämonische Kirche zu schützen.
Yet against all those wills we have gone about to set forth the principles of this art, and the cause of truth, and for that cause thay had condemned this art and judged us to death.
We therefore, through God's sufferance, having a foreknowledge of that judgement, knowing also that by it should follow much mischief, and that it was impossible to us to escape the hands of the people by our own strength without the help of spirits, …


Dazu gibt es einen interessanten Aufsatz in “Conjuring Spirits”

Gruß
Eno

P.S.
Das Liber Juratus findet man gratis hier

A Treatise on Angel Magic

Beitrag von Eno » 25. Jul 2011 23:00

A Treatise on Angel Magic

Aus der Reihe “Magnum Opus Hermetic Sourceworks” von Adam McLean

A Treatise on Angel Magic Weiser Books, 2006

Dabei handelt es sich um das Manuskript Mss. Harley 6482, das zu den als „The Treatises of Dr. Rudd“ bezeichneten Manuskripten gehört. Thomas. Rudd war der Verleger von John Dee und hat wohl aus dessen Nachlass einige Schriften gehabt.

Ein großer Teil des Manuskriptes besteht aus den üblichen Material, wie man es auch im Lemegeton, bei Agrippa oder in Reginald Scotts Book on Witchcraft findet und wofür man eigentlich kein Geld ausgeben muß, weil es die Dinger gratis als pdf im Internet gibt.

Was das Buch aber interessant macht sind einige wenige Teile, die ergänzendes Material zu den Arbeiten von Dr. Dee enthalten, das man sonst nirgendwo findet. Insbesondere der Teil, wo es um die sieben magischen Quadrate geht, die den Planeten zugeordnet werden.
Mein Eindruck ist, dass diese Teile einem wesentlich beim Verständnis von Dee´s „Five Books on Mystery“ helfen und dass es sich dafür lohnt die EUR 13,99 anzulegen, auch wenn der Rest des Buches nur schon bekanntes enthält.

Gruß
Eno

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Bella Aurora » 8. Nov 2010 00:26

The fairy faith in celtic countries - W.Y. Evans Wentz

Also, insgesamt fand ich das Buch klasse, weil es sehr viele Infos über Feen liefert und das ganze auch noch systematisch gegliedert wurde...Zudem bezieht sich der Autor nicht bloß auf eine Region, sondern auf einige Länder (Irland, England, Schottland, Wales, eigtl dort, wo der keltische Glauben am meisten vertreten wurde)

Die Studie von Wentz ist in 4 Teile unterteilt
1. lebende Feen, die von Augenzeugen gesehen wurden (Beschreibung)
2. Feen aus der Literatur und Mythologie (Legenden)
3. Feen und der religiöse Aspekt ( im ersten Teil wird das schon teilweise angeschnitten, weil auch Pfarrer über ihre Sichtungen berichten und das mit ihrer Sicht von Religion erläutern)
4. wie die Wissenschaft den Glauben an Feen erklärt( Psychologie zB)

Damit wird schon ein System entwickelt, womit man sieht, dass Wentz sich nicht bloß auf einen Bereich beschränkt, und genau dadurch kommt auch die Fülle an Infos zusammen, zumahl es so nicht einseitig verfasst ist!
Das Buch ist eher theoretisch gehalten, was ich persönlich nicht schlimm fand, denn alle 4 Teile sind sehr gut geschrieben, es ist interessant und bisher ist mir kein Buch jeh über die Augen gekommen, was so viel über Feen preis gab!
Das einzige was ich ankreiden muss, ist die übermäßig lange Einführung, es wird alles bis ins letzte Teil erläutert und ist dementsprechend...nunja trocken^^
Andererseits findet man genau hier ein paar philosophische Ansätze, woran man sehen konnte, dass Wentz sich mit dem übernatürlichem wirklich auseinander gesetzt hat.(Ich hab mal zwei Zitate grob übersetzt)

(XXIV) " Wenn Feen wirklich existieren ( ob nun unsichtbar oder nicht), als Intelligenz an sich, dann sind sie nicht übernatürlich, denn alles was wirklich da ist, natürlich ist"

Naturalistische Theorie( von mir abgekürzt):
" wird als Möglichkeit beschrieben, dass "unsichtbare" Wesen die Natur und den Menschen beeinflussen können, woraus folgt-> unbegrenzte Möglichkeiten, Kontrollverlust, kein freier Wille für den Menschen,denn er ist den Einflüssen der Götter/Wesen untergeordnet"

An und für sich ist das Buch ein Schmuckstück , lesen lohnt sich

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Azazel » 7. Mai 2010 09:43

thx für diese Rezi - ich kannte das noch gar nicht!

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Schwarzer Wolf » 6. Mai 2010 17:51

Delomelanicon
Das schwarze Buch der Schatten

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Das Delomelanicon ist ein sehr vielseitiges Buch: Es bietet zum Einen einen wohl einzigartigen Einblick in "schwarze" Praktiken magischer Geheimorden und zum Anderen einen Überblick über verschiedene Zweige der Magie der linken Hand. Es liefert in Kurzform die wichtigsten Informationen zu diversen Kulten und will (nach Erklärung des Autors in der Einführung) über die Magie weniger bekannter Grimoiren aufklären.
Das Delomelanicon zeigt einige Rituale, die der Inspiration dienen können (auch wenn einige Zauber heute in unserer westlichen Welt schwierig durchzuführen sein dürften).

Das Buch kann als Einführungswerk in weniger bekannte, "dunkle" Praktiken genutzt werden. Es vermittelt gut einen ersten Eindruck in die jeweilige Materie und regt Interessierte dazu an, selbst weiter nachzuforschen.
Dennoch würde ich das Buch nicht unbedingt Anfängern empfehlen, da an vielen Stellen -natürlich besonders bei den Ritualerklärungen und -vorschlägen- Vorwissen vorrausgesetzt wird.

Mir gefällt besonders der Abwechslungsreichtum des Werkes: von "traditionellen" Teufelsbeschwörungen, über Dämonenbeschwörungen, Sexualmagie, Naturkräften bis hin zu den eher unbekannten Kulten fernöstlicher Magier ist alles im Delomelanicon enthalten. Für "Neulinge", die sich an dieses Buch heranwagen, sei besonders auf das Kapitel über die Dämonenwelt bei den Babyloniern und Assyrern verwiesen. Hier werden die ursprünglichen Dämonenvorstellungen erklärt und einige der bekannteren Geister vorgestellt.

Ich denke, so ziemlich jede(r) wird hier auf seine Kosten kommen und ein Thema finden, in das sich zu vertiefen, er/sie vom Delomelanicon angeregt wird.

Der Inhalt:

Nach einer Einführung und einer obligatorischen Warnung ( ;) ) sind folgende Themen zu finden:

    Die Grundlagen der magischen Praxis
    Teufelspakte und Teufelsbeschwörungen
    Der Teufelspakt
    Faust´s Manual-Höllenzwang
    Faust-Magie
    Der Zwang des Albiruth
    Die Magie des Picatrix
    Suggestions- Magie
    Imaginations- Magie
    Von den magischen Bindungsmitteln
    Herpentils Schwarze Magie
    Jezira- Magie
    Die Lehren der Barbelo- Gnostiker
    Tibetische Magie
    Mongolische Magie
    Bann- Magie
    Djimm- Magie
    Dämonenbeschwörung bei Babyloniern und Assyrern
    Die schwarze Messe nach Esechiel und Vintras

Der Autor ist unbekannt (was bei den auffällig vielen Tipp- und Syntaxfehlern -meiner Meinung nach- auch nicht verwundert :D ). Man merkt jedoch, dass er sich in magischen Praktiken auf der ganzen Welt/in allen Kulturen gut auskennt.

Das Buch hat 90 Seiten und ist in den meisten Versandhäusern für 14 Euro zu bekommen. Das Preis- Leistungs- Verhältnis ist in meinen Augen in Ordnung, auch wenn ich persönlich mit einigen der genannten Themengebiete nichts anfangen kann und mir andere wiederum zu kurz geraten sind.

Fazit:
Ich denke, man darf von dem Werk nicht zu viel erwarten; Wer es jedoch als einen Weg ansieht, sich in neue, ihm noch unbekannte Themen einzuarbeiten und/oder die ein oder andere Inspiration für die Praxis zu erhalten, wird mit dem Delomelanicon glücklich werden.

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Alveradis » 11. Nov 2009 20:06

Ganz kurz der Hinweis zum Rezensionsthread zu Shekinah - Schriftenreihe zu Okkultismus, Satanismus, Schamanismus und Parapsychologie
*klick hier*

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Alveradis » 11. Sep 2009 10:08

Ganz so schon nicht.
Es steckt schon noch ein heidnisches System dahinter ;)
Ich fands interessant, weil diese Menschen in meinen Augen sehr vuel "heidnischer" sind, als diverse "Ragnarök" und "MetOdiiiiiiiiiiiiiiiiiin"-Heiden und diese sich wahrscheinlich schon bei dem Wort "Stromleitungsgeist" übergeben würden ;)

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Azazel » 11. Sep 2009 08:21

da hat dann wohl die Regierung mit der Abwrackprämie auch ein heidnisches Ritual veranstaltet *hehe*

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Alveradis » 10. Sep 2009 12:46

Urban Primitives - Heidentum im Großstadtdschungel
(von Raven Kaldera und Talinn Schwartzstein)

Was so ein echter Heide ist, der braucht die Natur, der braucht Bäume, spricht mit Tieren und Flüssen und opfert den Waldgeistern Brot und Honig, oder?
Was aber macht ein Heide, der in der heidnisch so verachteten Großstadt, einem dieser eitrigen Dornen in Gaias Fleisch, wohnt? Von den Kräften der Natur abgeschnitten dahinsiechen? Den Glauben wechseln?
Nach Raven Kaldera und Talinn Schwartzstein ist das nicht wirklich notwendig, denn Heidentum funktioniert auch in der Großstadt. Man braucht nicht unbedingt die unberührte, "heile" Natur, Sylphen und Nyphen, teure Ritualkelche und sonst was.
Raven und Talinn entwickelten ein System, die Geister der Natur und andere Kräfte auch in der Großstadt anzurufen und im Großstadtdschungel, Leib, Leben, Hab, Gut und Revier zu schützen.

Hier geht es um "die Geister der Straße", Autodrachen, Schrottplatzmagie, das Herz der Stadt, moderne Stämme, den Kampf ums überleben, Kaugummi-Papier-Schutzzauber, die neuen Götter der Stadt, Körpermodifikationen und vieles mehr.


Meine Meinung zu dem Buch:

Raven und Talinn entwickeln ein neues System von Heidentum, in dem wirklich ALLES, jeder Dreck, jeder Schrott zu magischen Zwecken verwendet werden kann.
Alles in allem ist das ganze recht harmlos, lieb und unkompliziert, als alleiniges Magiesystem, denke ich, taugt es wenig.
Aber als Ergänzung und für einige Anregungen (z.B. wie Erschaffe ich einen Fetisch, den keiner als solchen erkennt, wie kann man Elementkräfte anrufen, wenn das Element gar nicht da ist, usw...) taugt das Buch auf jeden Fall.

Einige der Praktiken erscheinen - mir zumindest - recht eigenartig. Wieso sollte es das Haus schützen, Cornflakes darum zu schütten? Und fressen die Tiere das nicht? Was ist dann mit dem Schutz?
Wie soll man mit den Feuergeistern kommunizieren, wenn man eine Rote Glühbirne in eine Lampe einschraubt? Und wieso um alles in der Welt nimmt man nicht einfach eine Kerze ;)?

Alles in allem ist dieses Buch wohl perfekt geeignet für Leute die
a) in einer wirklich, wirklich großen, zubetonierten Stadt wohnen. (ich nehme mal an, so 4 Millionen Einwohner aufwärts;) )
b) am Existenzlimit sind. Straßenkämpfer, Lagerhallenpunks, Ghettokinder, ...

Für alle Anderen ist es interessant, aber nicht existenziell ;)

Ach ja: Erwähnen sollte man vielleicht noch, dass es sich dabei um eine weitere Errungenschaft aus der Arun-Restekiste handelt, demnach mit 4,95 € definitiv ein erträglicher Preis ;)

Zu beziehen über: www.arun.de --> Sonderangebote


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Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Alveradis » 4. Aug 2009 09:20

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Spirit & Flesh

von Fakir Musafar

Bei Spirit & Flesh handelt es sich nicht explizit, um ein Magie-Buch, doch fand ich, dass es ganz gut passt. Schließlich beschreibt der Autor Trance und Selbstbefreiung, die für einen Magier ja notwendig sind ;)

Dieses Buch führt seinen Leser auf den Selbstfindungsweg eines Mannes, der sich selbst im Laufe seines Lebens den Namen eines missverstandenen Fakirs gab, der dennoch immer weiter versuchte, den Menschen seine Botschaft näher zu bringen.

Grob gesagt geht es um "Spirit" und "Flesch", Geist und Fleisch, die sich überschneiden und deren Grenzen der Autor auf vielerlei Art und Weisen zum verschwimmen brachte und bringt. Dies gelingt ihm mit Hilfe sogenannter "BodyModification", kurz "BodMod". Die bekanntesten Formen sind wohl Tattoos und Piercings, aber auch Tellerlippen, Giraffenhälse, der Sonnentanz der Dakota-Indianer (jungen Männern wird während der Initiation die Brust mit Haken durchstochen, an denen sie aufgehängt werden), verschiedene Bondage und SM-Praktiken, das Spiel mit Gendervorgaben, das strecken oder stauchen verschiedener Körperbereiche ("Wespentaille") und einiges mehr.
All diese Dinge, so der Autor, bringen den Geist durch die Schmerzen des Körpers dazu, diesen zu verlassen und auf spirituelle Reise zu gehen.

Jede gezeigte Station seines Weges dokumentierte Musafar fotographisch, häufig zeigen die Bilder ihn selbst, aber auch Freunde und Gefährten, die ungewöhnliche Arten der BodMod zur Schau stellen.
Die Fotos sind tabulos, teilweise verstörend (an Haken aufgehängte Menschen, Menschen auf Säbel und Nägelbetten, eine Frau, die ihre Schamlippen mit Hilfe schwerer Gewichte so gedehnt hatte, dass man sie zusammenknoten konnte), teilweise sehr ästhetisch ("Living Statue", Bondage oder die Fotos einer Schlangenfrau), andere wieder bewegend ("Nilkönigin", die Hommage an eine verstorbene Freundin des Autors oder das Bild einer leidenschaftlichen Korsettträgerin, die sich ein symbolische Korsett um Taille und Bauch tätowieren lies, und welches nun durch ihre fortgeschrittene Schwangerschaft merkwürdig verzerrt wirkt). Was jedoch die meisten Bilder vereint, sind seltsam entrückte Gesichtsausdrücke, die mich (so schlecht ich den Film fand) irgendwie an "Martyrs" erinnern.

Mich hat dieses Buch sehr fasziniert: Es zeigt eine merkwürdig natürliche Sichtweise auf diese Art Praktiken, die wohl auch von aufgeklärten und modernen Psychiatern als "krank" eingestuft werden dürfte. Musafar schreibt von Vertrauen und gegenseitiger Hingabe und man versteht, worin der Reiz von Masochismus und BodMod liegt. Es zeigt den Status, den heute so anerkannte Tattoos und Piercings hatten mithilfe der anderen Praktiken. Ich denke es bietet auch Anregungen (je nach Typ des Lesers viele, wenige oder ganz wenige ;) ) und vor allem übermittelt es eine Botschaft: Du darfst frei sein! Dein Körper gehört keinen Staat, keinem Gott, keinem Partner, niemandem, nur dir! Körper und Geist gehören zusammen und dein Körper ist dein Tempel!

Doch bei allem Lob: Für ganz ungefährlich halte ich dieses Buch auch nicht.
Medizinisch recht bedenkliche Dinge werden wenn überhaupt in einem Nebensatz erwähnt. So seinen z.B. an den Sonnentanzpiercings ein nicht unwesentlicher Teil der Männer gestorben, die Wunden hätten bei ihm selbst über ein Jahr gebraucht, um zu verheilen und hätten auch Fieber verursacht, usw.
Doch wirklich behandelt wird das nicht. Kein Wort über Infektionsrisiken, AIDS, oder zumindest der Aussage, dass das, bei aller ästhetischer Beschreibung, verdammt weh tut.
Ich finde, da hätte es noch ein kleines Kapitel an Anfang oder Ende gebraucht.
Dazu kommt, dass die Bilder wirklich schonungslos sind. Also: Lieber überlegen, ob man denkt, dass einem diese Lektüre wirklich was bringt...

Aber gut, alles in allem hat mir dieses Buch sehr gefallen, die Fotographien sind sehr gut und einfühlsam gemacht, die Texte zeugen von Hingabe und tiefer Verbundenheit zu seinen Begleitern und Begleiterinnen.
Der Preis ist traumhaft [4,95€], da Arun gerade die Restexemplare raushaut und dieses Werk nicht neu aufgelegt werden soll.

Also:
9/10 Punkten
[Mit einer Warnung, dass dieses Buch wohl vielen Wesen nicht gefallen dürfte ;) ]

Re: Rezensionen zu 'magischer Literatur'

Beitrag von Alveradis » 29. Jul 2009 19:15

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"Uthark - Im Schattenreich der Runen"
von Thomas Karlsson

Nachdem ich jetzt mal wieder Zeit habe, komme ich wieder zum lesen, habe mir einen Schwung Bücher besorgt und ihr bekommt mal wieder ein paar Rezensionen...

"Uthark" war mir erst ziemlich suspekt. Der Autor beschreibt hier auf der Basis von Runengrundkenntnissen, die der Leser mitbringen sollte, seine Sichtweise der Dinge. Unter Anderem geht er davon aus, dass die Runen von den Runenmeistern verschlüsselt wurden, so dass nur die Eingeweihten ihre tieferen Bedeutungen ergründen können. Dieses Verschlüsseln, so Karlsson, sei durch das Vorneanstellen der Rune "Fehu" geschehen, wodurch die numerologischen Bedeutungen verschoben wurden. Diese "Uthark-Theorie" und die Numerologie, sowie die Zuordnung der Runen untereinander und zu den 9 Welten bilden den Hauptteil des Buches.
Ansonsten setzt Karlsson sich mit den "Runen-Kabbala", "Runenyoga", dem sogenannten "Helwegr" [Der Magier erkennt die Runen als Stationen auf seinem Weg durch die Unterwelt und dem daraus resultierenden Fortschritt.] und einigen anderen Themen.

Alles in allem fand ich das Buch ganz nett und informativ, auch wenn mir einige Dinge deutlich aufgestoßen sind.
Zum einen fehlten mir bei Guido List und Konsorten die Distanzierungen, ein Ritual ist sogar an die Thulegesellschaft angelehnt und die 2. Phase der neu aufkeimenden Runenkenntnis als "deutsch Phase" zu deklarieren und sie von der Romantik bis nach dem zweiten Weltkrieg zu definieren, das finde ich schon ein bisschen heftig.
Inhaltlich nervte mich sehr dieses Fixieren auf numerologische Aspekte. Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass Zahlen in der nordischen Philosophie eine so übergeordnete Bedeutung hat.- Wie auch in einer Spiritualität, die Extase und Wildes, Ungezügeltes so eingebunden hat.
Auch die Uthark-Theorie erschien mir recht fragwürdig, aber gut, das ist wohl Ansichtssache.
Was ich von Runenkabbala halte, habe ich ja glaube ich auch schon zu Genüge Kund getan... wenig für die, die es nicht wissen.

Alles in allem hatte dieses Buch dennoch einige nette Anregungen zu bieten. Interessant fand ich die einzelnen Runeninterpetationen des 'Helwegr', sowie die Vorstellung der gängigsten germanischen Praktiken (Seidr, Galdr, Utiseta, ...) - auch wenn diese in meinen Augen etwas zu kurz kamen.

Gegen das Buch spricht sein - aruntypischer - doch recht stattlicher Preis, den die geringe Seitenanzahl in meinen Augen nicht rechtfertigt. Aber gut, dafür wird wenigstens auch nicht so hertig herumgeschwallt ;)

Also, lange Rede, kurzer Sinn:
Dieses Buch ist für Fortgeschrittene ganz nett zum Lesen und Anregungen, bzw. Inspiration sammeln. Kaufen würde ich es mir deswegen nicht unbedingt, ausgeliehen erfüllt es seinen Zweck ebenso . Ist also nichts, was man zum Nachschlagen, etc unbedingt in seinem Schrank braucht.


7/10 Punkte

Beitrag von Alveradis » 27. Aug 2008 12:36

So... Nach längerer Schaffenspause hier mal wieder eine Rezension von mir ;)

Wildkatzen . . . auf dem Pfad der jungen Göttin
(von Patricia Monaghan)

Vor einigen Wochen gakauft und mit Genuß gelesen ;)
Vorneweg sollte man vielleicht sagen, dass dieses Buch doch relativ handzahm ist, also 'gefährliche' Dinge werden nicht angesprochen.
Aber das muss man ja als Änfänger auch nicht haben.
In 13 Kapiteln wird anhand von Märchen und Sagen aus aller Welt (Erinnert uns das nicht an irgendwas ;) ) in die magische Praxis eingeführt. Unter anderem Traumarbeit, Heilungszauber, Meditationen, Umgang mit Leid, Sexualität. und und und.
Auch auf Stärken des Selbstvertrauens wird Wert gelegt.
Dieses Buch kann auch als Grundlage für eine Arbeitsgruppe verwendet werden, einem sogenannten 'Wildkatzenrudel'.

Also alles in allem das beste 'Junghexenbuch', dass ich bis jetzt gelesen habe.
Wieder mal eher für die kleinen Damen der Schöpfung (vielleicht so bis 13, 14 Jahre) geschrieben, aber für die auf jeden Fall geeingnet ;) Auch preislich erträglich (gebraucht um die 5 Euro), daher


8/10 Punkten


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Beitrag von Azazel » 12. Jun 2008 08:28

dankö!

Beitrag von Alveradis » 11. Jun 2008 14:12

Oh, da ist wohl was mit der ISBN falsch gelaufen... Ich habe es gleich mal editiert.

Beitrag von Azazel » 11. Jun 2008 08:31

ähmm..welcher Autor bzw. welcher titel?

Beitrag von Alveradis » 10. Jun 2008 16:16

So. Nun mal wieder etwas neues aus meiner Büchersammlung:

Ein Buch über Spiegelmagie, ein Gebiet auf dem ich mich nicht wirklich auskenne, deswegen spare ich mir eine Wertung und beaschreibe einfach nur meinen Eindruck:

Also: Der Autor macht mir einen sehr weißlichtigen Eindruck, was bei mir (besonders bei sogenannten Magiern) bitter aufstößt, aber gut, das sagt ja nichts über die Qualität des Geschriebenen aus.
Ansonsten ist das Buch im allgemeinen nicht sehr dick einiger Raum wird verwendet für Erfahrungsberichte des Autors, es bleibt also wenig praktische Anleitung übrig.
Alles in allem ist das Buch trotzdem interessant, auch wenn ich nicht viel damit anfangen kann.

(Wäre nett, wenn irgendjemand, der sich eher zutraut dieses Buch zu beschreiben, noch etwas dazu sagen kann. Irgendwie kommt das bei mir doch etwas negativ rüber...)


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Beitrag von Luzifer-0125 » 8. Jun 2008 15:09

Oh Der Zauberstab - Ein Handbuch ich kenne was ähnliches
das Geheime Buch der Magie - die zauberkunst Merlins.
Ist sehr gut gemacht aber ist eher für Kinder.
Ausserdem kenne ich noch diese ganze Vgs Reihe dieser Maja Sonderbergh ist zwar ganz nett aber etwas kitschich und mehr Komerz als sonst was aber irgendwie doch Interessant! ;)

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