IS/KKK/Mafia-Thread

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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 7. Jul 2019 01:07

Hier nocheinmal ein Beispiel, was der GSP als antiimperialistische Illusion bezeichnet:
https://www.youtube.com/watch?v=Wn88ZJ0XXe8

KlagemauertTV, ein antizionistischer Sender, stellt den Iran als Opfer des US-Imperialismus da. Die Wahrheit ist das nicht ganz. Der Iran und seine religiöse Führung versuchen sich als Regionalmacht im nahen Osten seit seinem Bestehen zu etablieren, natürlich gegen den Willen der Saudis und Israel und finanzieren Hamas und Hisbollah.
Weiterhin hat sich der Iran mehr oder weniger freiwillig vom Dollar abhängig gemacht, mit dem es sein Öl handelt.

Da sieht man wo der ganze Moralismus hinführt. Am Ende stellt man sich auf eine Seite mit einem religiösen Regime, dass seine Bevölkerung schonungslos der drohenden Vernichtung ausliefert, nur um seine imperialistischen Gelüste auszuleben.
Man darf bei der Beurteilung des Imperialismus nicht den Herrschaftswillen von zweite und dritte Welt Staaten unterschätzen, den es neben den Oberimperialisten aus den USA eben auch gibt.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 8. Jul 2019 10:22

https://www.youtube.com/watch?v=kIL4zWuowwk
Warum es einfach nicht war ist, dass "Deutschland vergreist"

Der Grund für die (Alters)armut von heute ist das kapitalistische Wachstum von gestern. Nicht etwa weil es zu niedrig, sondern weil es zu hoch war!
Die Journalie steht natürlich auf Seiten des Altersrassismus von Staat und Kapital und malt Bilder von den Jungen, die lauter Rentner tragen.

Wenn das wirklich das Problem wäre würde man einfach mehr Gastarbeiter ins Land lassen. Aber das tut man nicht. Ergo - scheint es nur ein vorgeschobenes Argument zu sein.

Die These des Vortrags ist jedenfalls, dass die Renten deswegen nicht reichen, weil die Löhne zu niedrig sind von denen die Rentner mitfinanziert werden. Die Löhne sind niedrig, um den Standort Deutschland voranzubringen.
Also ist das Kapitalwachstum für den Lohnarbeiter in letzter Instanz schädlich, obwohl er aufs Kapitalwachstum angewiesen ist um überhaupt einen Job zu kriegen.

Wenn das Kapitalwachstum nicht so erfolgreich gewesen wäre, bräuchte das Kapital jetzt mehr Arbeitskräfte, müste also höhere Löhne zahlen.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 14. Jul 2019 22:34

Das System der deutschen Sozialversicherung

Die deutschen Proletarier und Akademiker sind gleichermassen in Freiheit verblödet. Ich werde aufgefordert Quellen zu nennen, wenn ich behaupte das es Menschen gibt die von ihrer Rente nicht leben können. Das die Rente nicht zum Leben reicht hat einen einfachen Grund. Der Kapitalist schert sich nicht um die Rente seiner Arbeitnehmer, er will einfach das sie für ihn profitabel sind. Also wird ein Bruchteil dieses Lohns erst recht nicht reichen und ist ein staatlich fixierter Gegensatz von Renter und Beitragszahler.
Ein Haufen Gehässigkeiten tauschen die Figuren über Kommentarspalten in Magazinen aus, ohne sich je zu begegnen. Denn der Generationenvertrag kommt auch so zustande, dadurch dass der Staat die ganze Klasse der Lohnabhängigen füreinander haftbar macht.

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/20 ... e-ejs.html
https://www.zeit.de/arbeit/2019-06/sozi ... gungskraft
https://www.donaukurier.de/lokales/neub ... 63,4223062
https://www.pnn.de/brandenburg/armut-st ... 85956.html
https://www.tagesspiegel.de/politik/arm ... 78122.html
https://www.fr.de/panorama/putzfrau-sus ... 80482.html
https://www.bayernkurier.de/inland/3815 ... das-alter/
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ ... 21694.html
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... MiME6b-ap2

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Soweit erstmal zu den Quellen.

Warum nehmen die Renten immer weiter ab? Man will uns weiß machen, dies sei ein Demographieproblem, Deutschland vergreise. Auch wenn es wahr ist, dass der Alterdurchschnitt steigt, so wäre es ein Klacks die alten Menschen zu versorgen, wenn es denn darum ginge.

Doch der Sozialstaat hat was anderes im Sinn, er lässt Gerechtigkeit walten und rechnet jedem seine Lebensleistung vor., also gibt "jedem das seine". Nicht was der Einzelne für seine Lebensleistung hält, sondern die Bürokraten erwartet im Durschnitt 45 Beitragsjahre, von der dann noch allerhand abzogen wird. Zum Beispiel der Riesterfaktor, der inzwischen dafür sorge trägt, dass jeder privatvorsorge zu treffen hat. Oder der Nachhaltigkeitsfaktor, der dafür sorgt, dass die Rente sinkt, wenn die Anzahl der Rentenbezieher steigt.

War man lange arbeitslos oder krank, kommt man natürlich auch nicht auf die 45 Beitragspunkte. Im Durchschnitt kommen die allerwenigsten auf die 45 Beitragsjahre die notwendig sind, um etwa ihren halben Bruttodurchschnittslohn als Bruttorente zu erhalten.

Was da per Gesetz installiert wird, und das gilt auch für alle anderen Sozialversicherungen Deutschlands, ist eine institutionalisierte Klassenversicherung aller Lohnabhängigen. Die Armen und die Mittellosen müssen also für einander aufkommen, wirklich Reiche müssen in diese Zwangsversicherung nicht einzahlen, denn der Staat traut ihnen zu sich alleine Versorgen zu können.

Auch wenn das ganze Soziologenpack es leugnet. In diesem Staat gibt es 2 Klassen und der Staat weiß es. Die einen sind in den Zwangsversicherungen, die anderen nicht. Die Rente ist ein wichtiges Druckmittel, um die Leute an ihren Arbeitsplatz zu peitschen. Bei Hartz4 müssen sie ja ihre Ersparnisse auflösen, verlieren also ihre Altersvorsorge. So muss jeder nur an die Altersarmut denken, um ein braver Lohnarbeiter zu sein.
Die Quittung bekommt er am Ende trotzdem. Es ist eine Rente die zum Leben nicht reicht. Ein Blick auf die Statistiken oben reicht.

Als alter Sack braucht man viel Medizinkrams, verbraucht also auch Geld für Dinge die man als Gesunder Mensch nicht gebraucht hat. Kein Wunder das viele Opas Flaschen Sammeln gehen - hätten sie vorher eine Revolution gemacht wär ihnen der Scheiss erspart geblieben und allen anderen auch.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 00:20

So ich schreibe jetzt mal was rein, sonst wird das nie was.

Der GSP diagnostiziert erst einmal, dass Demokraten und Faschisten mehr gemeinsam haben als sie trennt.

Sowohl Demokraten als auch Faschisten sind in erster Linie Nationalisten und sehen das Kapital als Machtmittel des Staates. Beide beziehen sich gerne auf das Gemeinwesen und Gerechtigkeit überhaupt.
Weiterhin meint der GSP, dass die faschistische Kritik an der Demokratie durchaus in vielen Punkten nicht ganz falsch ist.

- Faschisten kritisieren an den Demokraten, dass diese den Privatmaterialismus der Bürger ansprechen, um ihn dann wieder zu enttäuschen. So ist es. Der selbe Minister der sagt, dass die Renten sicher sind kürzt sie. Die Faschisten glauben den Demokraten nicht die Sachzwänge auf die sie sich gerne berufen, ihr Zweifel ist ebenfalls berechtigt, denn auf dieser Erde gibt es nichts mächtigeres als Staaten.

Im Gegensatz zu den Kommunisten, die die Demokratie abschaffen wollen weil die Bürger in ihr zu nix kommen, wollen die Faschisten die Demokratie abschaffen, weil das permanent enttäuschte Privatinteresse die Loyalität der Bürger gegenüber dem Staat gefährdet.

- Faschisten kritisieren an den Demokraten, dass diese schlaffe Typen sind und ihr Opportunismus die Nation als ganzes gefährdet. Natürlich haben die Faschisten recht, wenn sie die Demokraten als Opportunisten bezeichnen, die nach diversen Beschimpfungen im Wahlkampf wieder miteinander ins Bett gehen.

Im Gegegensatz zu Kommunisten, die sich den ganzen Zirkus abschaffen wollen, möchten Faschisten bloß die Verräter an der Nation liquidieren, die letztere in Gefahr bringen und durch echte Patrioten ersetzen.

Auch Peter Decker bestätigt in einem seiner Vorträge, dass das Recht auf Arbeit ein Element des Faschismus ist. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was an dieser Beobachtung so falsch ist. Auch wenn die Frauen zu Brutmaschinen umfunktioniert wurden, so wurde doch ihre Versorgung in Nazideutschland weitgehend sichergestellt :kopfkratz:
Die Kapitalisten werden auch in den Dient der Nation genommen (abgesehen von ihrem Wachstu), der Staat bedankt sich mit Protektionismus und der Schaffung von staatlich subventionierten Arbeitstellen.

Die Faschisten liquidieren Arbeitsunfähige, Arbeitsscheue, LGBTQ, zersetzende Intellektuelle, Gewerkschaften, Kommunisten, ausgewählte Politiker, entartete Künstler und natürlich unerwünschte Ausländer, in Deutschland die Juden.

Die Faschisten entdecken also die Juden als Fremdvolk im eigenen Volk, das erklärt, warum die erforderliche nationale Einheit gestört ist, der gleichzeitig, Bankier, Kommunistenführer, Zigeuner, Relativitätstheoretiker und was weiß ich noch ist.
Das gemeinsame an dieser Paranoia ist die Sorge um Deutschland, dass durch ein Subjekt bedroht wird.
Ganz ähnlich wie es die Amerikaner machen, wenn sie in Sadam Hussein und Osama Bin Laden Verbündete im Kampf gegen Amerika sehen.

Faschismus ist also eine radikale Krisendiagnose der Nation, die einen geschwächten Staat vorfinden, den es aufzubauen und gegen zersetzende Elemente zu verteidigen gilt.

Die NPD stellt also zb die Diagnose: Der deutsche Arbeiter ist der Dumme bei der Globalisierung, und das ist eine Schande für Deutschland.
Die NPD ärgert sich also nicht darüber, dass es dem deutschen Arbeiter schlecht geht, sondern darüber, dass Deutschlands Souveränität von seiner poilitischen Klasse verspielt wird.
Und darin sind sie unglaubwürdig im Gegensatz zu Hitler, der tatsächlich eine Weimarer Republik vorfand, die am Boden lag und nicht eine BRD, die Weltmarktspitze ist. Deswegen haben die NPD nie großen Erfolg gehabt.

Edit: Peter Decker bezeichnet den Antifaschismus als Irrweg. Anstatt die AfD alleine zu bekämpfen, sollte man sich lieber klar machen, was AfD und Grüne gemeinsam haben. Der Unterschied zwischen Demokratie und Faschismus ist im Gegensatz zu Kommunismus und Kapitalismus kein Prinzipieller, sondern eine Frage der nationalen Kalkulation.

Auch Ausländer rein oder Ausländer raus ist ganz davon abhängig, was dem nationalen Wirtschaftswachstum gut tut. Faschisten sind da ein bisschen prinzipieller, halten die nationale Gemeinschaft für in Gefahr.
Demokraten führen wie Faschisten auch Kriege, nur nicht gegen die Weltordnung, wie Hitler das tat, sondern Seite an Seite mit der USA.

In jedem Demokraten steckt ein Fachist, sobald die Nation wirklich in Gefahr ist.

Kritik welcome, ist auch nur der Einstiegsbeitrag.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon Tyger » 31. Jul 2019 17:21

Na, immerhin erfreulich zu lesen, dass selbst ein Linker bemerkt, was es mit dem "Sozialstaat" in Wirklichkeit auf sich hat.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 18:59

Tyger hat geschrieben:Na, immerhin erfreulich zu lesen, dass selbst ein Linker bemerkt, was es mit dem "Sozialstaat" in Wirklichkeit auf sich hat.


Der sozialstaat innerhalb des Kapitalismus ist vor allen dingen der beweis dafür, dass lohnarbeit die armut erhält, anstatt sie verschwinden zu lassen.

Die usa haben statt hartz4 viele knäste, die Kosten auch einiges.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon gabor » 31. Jul 2019 19:00

Das Recht auf Arbeit ist ein faschistisches Element....?
Komisch, das stand auch in der Verfassung der DDR. Auch Faschisten?
Und die Faschisten möchten "bloss" die Verräter an der Nation ausschalten.....
Also insgesamt ein seeehr kruder Text.....und nicht besser, als eine Rede auf`nem AfD-Treffen.
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Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon gabor » 31. Jul 2019 19:02

fehlgeleitet hat geschrieben:
Tyger hat geschrieben:Na, immerhin erfreulich zu lesen, dass selbst ein Linker bemerkt, was es mit dem "Sozialstaat" in Wirklichkeit auf sich hat.


Der sozialstaat innerhalb des Kapitalismus ist vor allen dingen der beweis dafür, dass lohnarbeit die armut erhält, anstatt sie verschwinden zu lassen.

Die usa haben statt hartz4 viele knäste, die Kosten auch einiges.


Wie wäre denn dein Gegenvorschlag?
Arbeiten für nix?
Reichtum für alle?
Immer bereit!
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 19:21

Das recht auf Arbeit ist eine alte sozialistische forderung und wie ich finde keine Gute.

Im Kapitalismus werden daraus halt kombilöhne, also 1€ jobs die den Druck auf die Löhne tendenziell erhöhen.

Wenn ich meine das die faschistische Kritik an der Demokratie nicht ganz falsch ist, so gebe ich nicht der faschistischen Lösung recht, sondern meine damit an der prinzipiellen Überlegenheit der Demokratie gegenüber anderen regimen zu rütteln.

Was ich sagen will ist das es sich für die lohnabhängigen nicht lohnt die Demokratie als kleineres übel zu verteidigen.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 19:41

gabor hat geschrieben:
fehlgeleitet hat geschrieben:
Tyger hat geschrieben:Na, immerhin erfreulich zu lesen, dass selbst ein Linker bemerkt, was es mit dem "Sozialstaat" in Wirklichkeit auf sich hat.


Der sozialstaat innerhalb des Kapitalismus ist vor allen dingen der beweis dafür, dass lohnarbeit die armut erhält, anstatt sie verschwinden zu lassen.

Die usa haben statt hartz4 viele knäste, die Kosten auch einiges.


Wie wäre denn dein Gegenvorschlag?
Arbeiten für nix?
Reichtum für alle?
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vor 120 Jahren wurde der 10 Stunden Tag eingeführt. Vor 100 Jahren der 8 Stunden Tag. Inzwischen ist der Fortschritt der Produktivkräfte so weit, dass ein 2 Stunden Tag überhaupt kein Problem wäre. Wenn es nur um die Versorgung der Bevölkerung ginge, wäre es ein leichtes die ganzen Rentner und Sozialfälle zu versorgen.

Um überhaupt ersteinmal ein Klassenbewußtsein zu entwickeln müssen die Lohnabhängigen verstehen, dass sie sich nicht gegeneinander ausspielen lassen sollten, weil sie eben in der selben Lage sind. Heute Beitragszahler, morgen Sozialfall oder Rentner.
Dazu kommt, dass höhere Löhne auch bedeuten, dass mehr Geld in den Kassen ist, also Rentner und Sozialfälle auch mehr kriegen.

Ein generalstreik um höhere Löhne würde also Alt und Jung nutzen :-)
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon gabor » 31. Jul 2019 19:54

Schöne Idee....aber höhere Löhne bedeuten ja auch grössere Kosten z.B. für Dienstleistungen jeder Art.
Eine Putzfrau verdient hier 25 SFR/h....dafür kostet `ne Bratwurst aber eben auch 7 SFR.
Höhere Löhne sind also nicht die Lösung.
Immer bereit!
P.S.: Du glaubst wirklich, dass ein Mensch mit 2 Stunden am Tag sein Dasein finanzieren, ein Kind aufziehen, uuuund für den Ruhestand was auf die Seite schaffen kann??????????
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 19:58

gabor hat geschrieben:Schöne Idee....aber höhere Löhne bedeuten ja auch grössere Kosten z.B. für Dienstleistungen jeder Art.
Eine Putzfrau verdient hier 25 SFR/h....dafür kostet `ne Bratwurst aber eben auch 7 SFR.
Höhere Löhne sind also nicht die Lösung.
Immer bereit!


Also höhere Löhne schmälern ersteinmal den Profit des Kapitalisten. Marx hat in seiner Schrift Lohn, Preis, Profit sich dieser Frage gewidmet und kommt zu dem Schluss, dass höhere Löhne nicht automatisch höhere Preise bedeuten.

http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon gabor » 31. Jul 2019 20:07

Marx ist lange tot......und die Welt hat sich weiter gedreht.
Es wäre schön, wenn Du mir erklären könntest, wie Du mit 2 Stunden Arbeit (ohne alle gesellschaftlicen Zwänge) überleben willst.
Such Dir einen Beruf aus.....
Sicherlich geht das als Banker, wenn man eben Fahrrad fährt, und sonst nix....
Leider können aber nicht alle Banker sein.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 21:29

gabor hat geschrieben:Marx ist lange tot......und die Welt hat sich weiter gedreht.
Es wäre schön, wenn Du mir erklären könntest, wie Du mit 2 Stunden Arbeit (ohne alle gesellschaftlicen Zwänge) überleben willst.
Such Dir einen Beruf aus.....
Sicherlich geht das als Banker, wenn man eben Fahrrad fährt, und sonst nix....
Leider können aber nicht alle Banker sein.
Immer bereit!


Zur Zeit ist mein Beruf Hartz4 Empfänger und ich überlebe mit 0 stunden arbeit pro tag.

Was ein Maurer in einem Leben an Gebäuden schafft ist eine ganze Menge. Wenn man den Scheiss nicht andauernd abreißen würde und die Betonblöcke auf Langlebigkeit bauen würde könnten die länger halten als die Menschen die sie Bewohnen. Klar Reparaturen sind ab und an fällig, aber wenn die Gebäude erstmal stehen, dann sind sie auch sehr lange bewohnbar, wenn man nicht zu hohe Ansprüche hat.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon gabor » 31. Jul 2019 22:09

Ach gar....ich wohn in `nem Haus, dass 200 Jahre auf dem Buckel hat, und freilich ist das kein Top-Pent-House...und?
Warum versuchst Du nichtmal auf Fragen zu antworten?
Ganz klare Ansage: Mit welchem Beruf, egal wo auf der Welt....kommst Du mit 2 Stunden am Tag aus?
Das schafft kein Abo, kein Indianer, kein Kongolese.....aber Du machst gar nix, und meckerst.
Sicher haben diese Leute wenig Stress in unserem Verständniss....MÜSSEN aber trotzdem ihren Arsch bewegen.
Das ist recht albern, was Du hier bringst.
Ähnlich wie diese CO2 Demos......ist alles Scheisse, aber verzichten möcht ich auf nix.
Überdenke bitte mal dein Konzept.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 22:23

Ich versteh nicht was du willst ich habe deine Frage beantwortet.

Der Maurer hat das Haus gebaut es steht. Warum sollte er weiterarbeiten?
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon gabor » 31. Jul 2019 22:34

Du möchtest den totalen Stillstand?
Nun ist das Baugewerbe freilich etwas Langfristiges, und das ständige Abreissen, und Neubauen etwas unnötig.
Im Kapitalismus nicht, der lebt ja vom "Wachstum".
Zurück zur Frage, die Du eben nicht beantwortest: Welcher Beruf ernährt Dich, und deine Familie bei 2 Stunden Arbeit am Tag?????...und wenn Dir ein Beruf einfällt....wo gibt es den??
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon lafeye » 31. Jul 2019 22:41

ist man als stolzer sozialschmarotzer nicht eigentlich komplett genial? oder eigentlich nur komplett abgekakt und gibt nichts drauf? alles eine frage der perspektive :wolf:
als nichtleister groß andere ankreiden, handwerk loben aber nicht anpacken finde ich aber jedenfalls zum :kotz:

da kannst du mit noch so vielen bildern herumwerfen und fragen ausweichen fehlgeleitet fehlgeleitet bist du trotzdem. :feigling:
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 23:07

gabor hat geschrieben:Du möchtest den totalen Stillstand?
Nun ist das Baugewerbe freilich etwas Langfristiges, und das ständige Abreissen, und Neubauen etwas unnötig.
Im Kapitalismus nicht, der lebt ja vom "Wachstum".
Zurück zur Frage, die Du eben nicht beantwortest: Welcher Beruf ernährt Dich, und deine Familie bei 2 Stunden Arbeit am Tag?????...und wenn Dir ein Beruf einfällt....wo gibt es den??
Immer bereit!


Natürlich gibt es einen solchen Beruf nicht im Kapitalismus, der lebt ja davon das möglichst viel gearbeitet wird, weswegen ich ja dagegen bin.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 31. Jul 2019 23:41

lafeye hat geschrieben:ist man als stolzer sozialschmarotzer nicht eigentlich komplett genial? oder eigentlich nur komplett abgekakt und gibt nichts drauf? alles eine frage der perspektive :wolf:
als nichtleister groß andere ankreiden, handwerk loben aber nicht anpacken finde ich aber jedenfalls zum :kotz:

da kannst du mit noch so vielen bildern herumwerfen und fragen ausweichen fehlgeleitet fehlgeleitet bist du trotzdem. :feigling:


nein mann.

ich nenne mich nur so aus sarkasmus. ich bin der mann mit dem plan :cool:
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 13. Aug 2019 18:11

fehlgeleitet hat geschrieben:Bild

Wer dieses Buch gelesen hat wird nie wieder wählen gehen, oder auf die Idee kommen das es an der Demokratie irgendetwas Fortschrittliches zu verteidigen gibt.

Der Gegenstandpunkt analysiert die Demokratie als eine Herrschaftsmethode des bürgerlichen Staates. Was der Bürger im wesentlichen tut, wenn er wählen geht, ist sich zur Demokratie zu bekennen, eben dadurch das er überhaupt etwas wählt.
Die Wahloptionen unterscheiden sich im Namen aber weniger im Programm. Denn die Politiker der Parteien bewerben sich für Ämter, deren Inhalt bereits feststeht. Also geht es in der Wahl nicht um Sachfragen, sondern es ist eine Personalentscheidung für eine bereits festgeschriebene Aufgabe.

Im Wahlkampfes kann man beobachten, dass Sachfragen nicht diskutiert werden. Die Opposition argumentiert, es sei Zeit endlich zu Handeln (das was steht nicht zur Debatte), die Regierung kontert lässig zurück, die Opposition könne nur kritisieren (sie haben ja wirklich - bislang - nicht die Macht im Staat).
Wenn jemand mehr Sachlichkeit im Wahlkampf verlangt, kritisiert er dann wiederum den populismus seiner Konkurrenten, ohne sich jedoch selbst Sachfragen zu widmen.
So redet auch die Journalie: An Obama fand man gut, dass er kein weißer ist, an Clinton, dass sie eine Frau ist, Trump kam am Ende als enfant terrible besser an. Dem Programm der Bewerber maßen die Kommentatoren wenig Bedeutung bei.

Wo wirklich mal eine Mannschaft mit einem anderen Staatsprogramm auftritt, macht der jeweilige Verfassungsschutz entweder gleich kurzen Prozess, oder aber die Journalie disqualifiziert die Partei als unseriös.

Ein anderes Kapitel ist der demokratische Revolutionsexport. Die Forderungen nach freien Wahlen dienen zur Disqualifizierung einer anderen staatlichen Macht als totalitär, oder führt auch zu ganz praktischer Einmischung in die Innenpolitik eines anderen Landes. Maidan zb.

Dabei sind Demokraten auch nicht zimperlich mit Faschisten zu paktieren, solange es der eigenen Nation nützt. Diktatoren sind für den gestandenen Demokraten da brauchbar, wo das Volk noch nicht reif für die Demokratie ist, weil sie immerzu das falsche Wählen. Die Demokratie kommt für den bürgerlichen Staat überhaupt nur dann als Herrschaftsmethode infrage, wo das Bekenntniss zur Lohnarbeit und Privateigentum so durchgesetzt ist, dass es nicht ernsthaft zur Debatte steht.

Ist das nicht der Fall, so muss man die Demokratie vor dem Pöbel retten, auch wenn das hartes durchgreifen bedeutet.

edit:Ok,
ich bin eine behauptung Schuldig geblieben. Warum ist die Herrschaft perfekt? Naja, weil sich unzufriedenheit immer auf den jeweiligen Amtsträger abwälzt und der Staat selbst aus der Schusslinie gerät. Alle Regen sich über Bush auf und hoffen mit Obama wird alles besser. Alle Regen sich über Obama auf und hoffen mit Trump wird alles besser. In Wirklichkeit gehen die Staatsgeschäfte nach der Wahl ähnlich weiter wie vor der Wahl, auch wenn der Stil der Politiker sich unterscheiden mag. Gleichzeitig sind die Wahlen für die Herrschaft eine Art Feedbackfunktion, wie das Volk zur Herrschaft steht.

Dieses Abwälzen der Unzufriedenheit auf die jeweiligen Amtsträger äußert sich in vorwürfen wie "korruption" und "versagen". Dabei ist es das Amt selbst, dass das Volk die Dinge aufherrscht unter denen es ächzt und nicht Bush oder Obama als Charakter.
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon gabor » 17. Aug 2019 21:54

So, mal was zum wach werden..... :lol:
https://www.youtube.com/watch?v=9kum37s7qus
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon Default » 17. Aug 2019 22:53

Ah, Knorkator. Au, da wäre noch ein Passendes: :lol:
https://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA

freundliche Grüße
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 18. Aug 2019 10:45

Tarvoc hat übrigens eine Ungereimtheit in der Staatsableitung des GSP entdeckt.

https://aktion23.userboard.org/post30664.html#p30664
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Re: IS/KKK/Mafia-Thread

Beitragvon fehlgeleitet » 2. Sep 2019 21:47

Auf die Gefahr hin euch wieder lästig zu sein nun die vorerst letzte Resension eines GSP-Buches, Imperialismus2+3 kommen irgendwann auch mal, aber ich möchte nun erstmal von anderen Verlagen was lesen - unter anderem.

Bild

Der alte Titel des Buches lautet: Hitler - ein deutscher Politiker.

Die Intention des Buches, Hitler und seinem Faschistenpakt den Nimbus des unbegreiflichen zu nehmen und zu zeigen, inwiefern der Faschismus eben bürgerliche Herrschaft ist, also durchaus auch mit der Demokratie verwandt, wenn natürlich auch nicht Deckungsgleich.
Der Staat ist im Faschismus nicht mehr in erster Linie ideeler Gesamtkapitalist, sondern stellt fest, dass seine Stellung in der Welt einer Korrektur bedarf, die ohne den offenen Kampf gegen die bisherige Ordnung nicht zu haben ist.
Dementsprechend setzt er auch nicht mehr auf den Privatmaterialismus seines Volkes, sondern möchte dass der Untertan in der Rolle des Staatsbürgers aufgeht, also nur noch der Materialismus der Nation eine Rolle spielt, dementsprechend sind die Rechte der Bürger nur noch unnötige Hindernisse, von der Gleichheit aller Menschen wollen die Nazis mit ihrer Rassentheorie eh nix wissen.

Hitler machte vor, wie wenig ein Staat sich an die Sachzwänge des Kapitals binden muss. Als Gröfaz macht er massig Schulden und die größte Geldfälschungsaktion der Geschichte: https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Bernhard
Die staatlich Subventionierte Arbeit sollte sich nach dem gewonnen Krieg verdient machen, Hitler spekulierte darauf nach dem Ostfeldzug kapitalistische Großmacht sein zu können, wollte also offensichtlich selber nicht für alle Ewigkeiten am faschistischen Staatsrettungsprogramm festhalten, sondern nur solange, bis Deutschland sich hätte wieder auf dem Weltmarkt behaupten könne.

Der Antisemitismus hat dabei für Hitler vor allen Dingen die Funktion, die Niederlage des deutschen Reiches im 1. Weltkrieg zu erklären, ohne ihnen die Qualität als Herrenrasse abzusprechen. Hitler möchte eine Einheit des Volkes herstellen, und erklärt die mommentane Zerrissenheit mit "inneren Feinden", die an allem Ungemach schuld sind.
Das er dabei auf die Juden gekommen ist, war mehr oder weniger zufällig. Sie eigneten sich gut als Sündenböcke, eben weil sie gut assimiliert waren und sich deswegen als Subjekt einer Verschwörung eigneten.

Insgesamt hatte Hitler Erfolg, weil die Propaganda die die Nazis verbreiteten eben auf offene Ohren stieß. Die Menschen waren damals eben so dumm wie heute und redeten lieber von der "Schande von Versailles" als gegen die Kapitalisten zu kämpfen, die ihnen das Lebensnotwendige streitig machten.

Dabei haben sich sowohl die Kommunisten wie auch die bürgerlichen Parteien nicht zu einer funktionierenden antifaschistischen Einheitsfront aufraffen können, weil die Kommunisten nicht den Nationalismus der Proletarier kritisieren wollten, die bürgerlichen Parteien wie die SPD allesamt selbst Nationalisten waren und Hitler im Großen und Ganzen zustimmten, und mit steigendem Erfolg Hitlers eben auch nach und nach ihre Skepsis aufgaben.

Entsprechend verlogen fallen die bürgerlichen Theorien über den Faschismus aus, die ausdrücklich den Faschismus sich nicht erklären wollen, sondern aus moralischen Gründen auf seiner Unbegreiflichkeit beharren.
Eine komische Haltung für einen, der wirklich einen neuen Faschismus verhindern will. Die kritische Theorie fällt gar in einen negativen religiösen Pathos, andere machen Hitlers missratene Kindheit für seinen Judenhass verantwortlich, erklären Hitlers Taten also zu Taten einer Privatperson, um eben von der Rolle des Staates abzulenken, dessen demokratische Institutionen im Faschismus größtenteils wunderbar weiterfunktionierten und nur wenig korrektur bedurften.

Das Moralisieren hat seine Gründe. Der erste ist, dass bürgerliche Antifaschisten den ganz normalen Nationalismus von Karl Arsch und sein Mitmachertum für Kapital und Staat nicht kritisieren wollen, weil sie diesen für die demokratische Nation brauchen.
Der zweite ist, dass Hitlers Analysen von der schwachen Weimarerrepublik und der Gefahr durch die Bolschewisten und assoziale Elemente jedem Demokraten einleuchten.
Dementsprechend werden ermordete Rotarmisten, Zigeuner und "Assoziale" nur selten erwähnt, wenn es um die Opfer des Nationalsozialismus geht.

Schließlich dient der Antifaschismus noch als Antikommunismus, der sich mit der Totalitarismustheorie totalitär gegen alles stellt, was mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht kompatibel ist.

Ein kleines Leckerli: 1995 wurde ein ehemaliger SED Mann für den Mord an 2 Polizisten 1931 schuldig befunden, aufgrund alter NS-Akten. Kurz darauf wurde ein überführter Kriegverbrecher der Wehrmacht wegen Verjährung "leider" freigesprochen.

Das die BRD es mit ihrem Antifaschismus nie besonders ernst meinte wurde ihr gerne von der DDR Führung vorgeworfen. Selber hat sie aber auch nicht allzuhart gegen ehemalige Nazis durchgegriffen. Der Antifaschismus war auf beiderlei Seiten ein ideologisches Programm, die BRD sollte es gegen den Verdacht erheben irgendetwas mit dem dritten Reich zu tun zu haben, die DDR nutzte den Antifaschismus als alternative zum Kommunismus, den man ja zu gunsten des Revisionismus aufgegeben hatte.Man hoffte mit dem Antifaschismus eine gemeinsame Basis mit nicht allzu bösartigen Imperialisten zu haben und so eine friedliche Koexistenz zu erreichen anstatt auf der Weltrevolution zu beharren.

Schon die Faschismusanalysen der Komintern kranken an dem mangelhaften Staatsverständnis der Leninisten, die der Meinung sind die Faschisten seien eine Bande wildgewordener Kleinbürger oder die Privatarmee des Finanzkapitals.
Das sie Hitlers Parolen inhatlich kaum kritisieren sondern ihm nur Verführung vorwerfen spricht übrigens auch gegen die Bolschewiki, genauso wie sie die SPD abwechselnd als Arbeiterverräter und als potentielle Bündnisspartner sahen.
Fast neidisch blicken sie allesamt auf die agitatorisch erfolgreichen Faschisten.

Insgesamt scheint das unbehagen der Linken was inhatliche Auseinandersetzungen angeht Tradition zu haben. Das Opfern von Inhalten zugunsten einer breiten Masse scheint nicht von Erfolg gekrönt zu sein.

Die Geschichte mit dem Recht auf Arbeit kommt in dem Buch allerdings nicht mehr vor.
Nimm die Hand aus der Hose wenn ich mit dir rede!
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