Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

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Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 19. Jun 2018 01:17

hallo allerseits,

ich war früher lange im rafa Forum und hatte auch schon privat kontakt zu Satanisten. dabei habe ich wirklich ganz unterschiedliche Haltungen und Meinungen gehört.
mich würde interessieren ob es sowas wie den einzig wahren Satanismus gibt. also stimmt es, dass Zeremonien auf Friedhöfen abgehalten werden?
dass sie blut trinken? dass sie in särgen schlafen? dass sexualmagie immer mit dabei, dass alle den Teufel anbeten? ist und vieles mehr. manche verwenden die satanische Bibel, andere halten sie für nutzlosen müll...

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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Cpt Bucky Saia » 19. Jun 2018 17:12

Ich frag mal andersrum ... gibt es das eine Christentum, den einen Islam den einen Hinduismus oder überhaupt die eine Religion?

Oder ganz kurz
mich würde interessieren ob es sowas wie den einzig wahren Satanismus gibt.

Nein

Wenn das ganze jetzt etwas unfreundlich rüber kommen sollte liegt das mit sicherheit nicht an dir sondern an der Frage die ich hier zum gefühlten tausendsten mal gesehn habe.
Und wo habt ihr eigentlich immer die ganzen kruden Informationen her? Satanisten trinken doch kein Blut die machen sich höchstens ab und zu nen Einlauf damit. :lala:
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Mirror » 19. Jun 2018 17:28

Oje...

Demian hat geschrieben:hatte auch schon privat kontakt zu Satanisten

Nicht jeder der sich "Satanist" nennt ist auch einer (siehe BILD).


Demian hat geschrieben:mich würde interessieren ob es sowas wie den einzig wahren Satanismus gibt

Das ist in etwa so wie im Metal. Es gibt, grob geschätzt, 666 Subströmungen (ach kommt, den habt ihr kommen sehen - that´s what she said). Jeder entscheidet mehr oder weniger nach Präferenz was der "richtige" Satanismus (für einen selbst) ist. Und wie im Metal ist es auch öfter so, dass die Anhänger der Subströmungen manchmal nicht genau zugeordnet werden können und sich Schnittmengen ergeben, was wiederum nicht heißt, dass jeder "Satanist" (gleich welcher Subströmungen er angehört) nicht auch manche Gruppierungen ablehnt. Z. B. habe ich es überhaupt nicht mit dem Neosatanismus nach LaVey. Gewisse Gemeinsamkeiten haben jedoch die meisten Strömungen... und manches dass sich gerne als "Satanismus" verkauft ist auch einfach nur absoluter Müll.
Eine klare Antwort gibt es auf deine Frage also nicht. Objektiv gibt es den "einzig wahren Satanismus" nicht, aber jeder kann natürlich entscheiden mit was er/sie am besten fährt/sich am wohlsten fühlt oder... welche Strömung des Satanismus einen von selbst findet.


Demian hat geschrieben:also stimmt es, dass Zeremonien auf Friedhöfen abgehalten werden?

Hätte ich jetzt noch nicht gehört. Klingt ziemlich klischeehaft und die Satanisten die ich kennen gelernt habe verehren eher das Leben als den Tod (klar klar, das eine geht nicht ohne das andere, jetzt bitte nicht alles auf die philosophische Goldwaage legen). Manche tun das vielleicht... ob das Satanisten sind ist jedoch eine individuelle Frage. Ich habe dort jedenfalls noch keine Messe etc. abgehalten. Da gibts passendere Orte.


Demian hat geschrieben:dass sie blut trinken? dass sie in särgen schlafen?

Oh boy... ich glaube du verwechselt Satanisten mit Vampiristen (die beiden Gruppen sind sich übrigens im Kern der jeweiligen Philosophie spinnefeind!). Auch das klingt für mich ziemlich nach Klischee und mehr nach Vampiristen. Blut in kleinen Mengen im Zuge eines Rituals ist wiederum eher der Bereich der Magie (kann sowohl mit Satanismus und/oder Vampirismus korrelieren, muss aber nicht).


Demian hat geschrieben:dass sexualmagie immer mit dabei

Definitiv NEIN. Erstens: "Immer ist nie richtig". Zweitens liegt, zumindest für mich, im Kern des Satanismus nach keinen Regeln zu leben die man nicht selbst für sinnvoll erachtet. Wenn Sexualmagie IMMER dabei wäre dann wäre das ein externer Zwang und somit das Feindbild eines Satanisten. Verständlich? Darüber hinaus sind nicht alle Satanisten Magier, ... oder alle Magier Magier. Magie ist eine hohe Kunst die nicht von jedem beherrscht wird der/die es behauptet.
Natürlich gibt es Leute die sich Satanisten schimpfen damit sie eine Rechtfertigung haben um ihre unterdrückten Triebe auszuleben weil sie alleine nicht das Rückrat dafür haben. Solche Leute sind nicht besser als blindäugige Christen die Gott als Rechtfertigung ihrer Taten instrumentalisieren... Diese Pseudo-Satanisten instrumentalisieren eben Satan. Bei Sexualmagie gilt dasselbe. Rumzuvögeln und dabei auf ein Pentagramm zu starren hat soviel mit Magie zu tun wie Tokio Hotel mit Black Metal. Aber es klingt natürlich besser Leute mit "Sexualmagie" zu ködern. Das macht einen gleich interessanter und ist eine gute Entschuldigung für sein Gewissen wenn man noch moralische Hemmungen hat. Könnte da jetzt noch weiter schwadronieren, aber ich glaub der Standpunkt ist klar.


Demian hat geschrieben: dass alle den Teufel anbeten?

Auch hier: Nein. Für ALLE gilt sowieso nichts ("alle" ist auch nur ein anderes "immer" und das ist ja nie richtig - Ja, mir ist der Widerspruch bewusst). Es hängt davon ab wie die jeweilige Subgruppe Satan definiert. Für die Neosatanisten ist es nur ein innerpsychisches Konstrukt, für die Sethianer ist Satan relativ bedeutungslos, sie berufen sich auf Seth während die Angehörigen des okkult-traditionellen Satanismus tatsächlich in die Richtung "Anbetung" tendieren wie du es dir vermutlich vorstellst.


Demian hat geschrieben:manche verwenden die satanische Bibel, andere halten sie für nutzlosen müll...

Ach, die ist kein Müll. Sie eignet sich super als Briefbeschwerer, Buchstütze, Schneidbrett in der Küche (nur die Hardcover-Version!), Wurfgeschoss, Abschreckung für die ganzen Missionare der Freikirchen die mir in jeder Fußgängerzone auflauern, als Tischausgleich falls er wackelt, Türstopper und und und...
Aber mal im ernst: Auf die Bibel berufen sich eigentlich nur die Neosatanisten... Entweder sind das derzeit die verbreitetste Gruppe oder einfach die Sichtbarsten. Ist jedenfalls der Satanismus den man am schnellsten findet, am einfachsten versteht, den größten Eindruck macht (jup, gibt ne Menge Poser) und der die wenigsten Ansprüche an den Verstand und das eigene Leben stellt.

Soweit alles klar geworden?
Wenn du weitere Fragen hast, immer gern.


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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Remus Horizon » 19. Jun 2018 19:17

Satanismus ist eigentlich chaotischer oder liberaler als die genannten Religionen – hängt wohl vom Auge des Betrachters ab. Respektive: Es gibt keine satanistische Organisation, die an die gesellschaftliche und damit ordnende Macht der Institutionen der grossen Religionen herankommt. Es ist auch keine Religion eines abgelegenen Stammtes, der von einem Häuptling, Scharmanen oder Medizinmann dominiert wird.

Um den Überblick zu haben, teile ich Satanismus in folgende Hauptgruppen ein:
Magie,
Religion/Spiritismus,
Rebellion,
Spass,
Chaoten.

Die Magier praktizieren magische Riten. Was sie genau tun, hängt von den Gruppen ab, wobei ich nicht was, was vorherrschend ist. Sexualmagie ist gewiss ein Thema das oft vorkommt. Magier, die ihre Triebe achten, kommen oft auf diese magische Disziplin. Sie ist auf verschiedenen Gründen reizvoll, wozu nicht zu Letzt die Lust gehört.

Was Blutrituale angeht. Ich weiss, sie kommen vor, wobei die meisten jedoch auf Wein ausweichen. Blut ist aus verschiedenen Gründen heikel. Es gibt gesundheitliche Risiken, nicht alle können es auch schlucken, dazu kommen «magische Mechanismen». Aber nach meinem Wissen ist Blutmagie keine Pflicht für Satanisten.

Die meisten Satanisten haben auch wenig Interesse, die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dazu gehört die Polizei. Wenn sich Leute in der Nacht auf Friedhöfen herumtreibt, kommt es mindestens zu Spannungen mit den hiesigen Eingeborenen. Da Satanismus einen schlechten Ruf hat – Blutmagie, Kinderopfer, Tieropfer, Orgien usw. Die Satanisten, die ich kenne, üben sich daher in Diskretion.

Ein Satanist verliert auch nicht seine Moral, wie einige glauben. Die meisten achten Leben und Würde von Mensch und Tier wie die meisten Menschen. So wandeln sich auch unter den lichternen Gläubigen, ohne dass sie bemerkt werden :lol: . Sie stehen am Morgen auf, gehen zur Arbeit und der ein oder andere wird jetzt Fussball schauen.

Die Chaoten schlagen negativ aus, aber soweit ich weiss, haben die grossen Religionen weit mehr Tote produziert als der Satanismus. Dieser sticht leider gelegentlich hervor, wenn ein Satanist etwa schlimmes tut – eine zu schwache Lobby und zu wenige Mitgefühl. Ein Christ weiss, wenn ein Christ Unsinn macht, macht da nicht alle Christen böse. Aber Satanismus klingt schon gefährlich, dann die Sache mit dem Kreuz, Pentagramme, die Roben, die Farbe Schwarz – übrigens sind bei Beerdigungen nicht alles Satanisten :lol: .
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 19. Jun 2018 20:24

danke schonmal soweit. ich glaube auch, dass es viele pseudosatanistische gruppen gibt, die sich auf Friedhöfen rumtreiben und das cool finden und ähnliches.

ich hatte aber wirklich kontakt zu drei Insidern, von denen ich weiss, dass sie keine scheisse reden. da erfuhr ich auch, dass es den current gibt, die zahl weiss ich nicht mehr. es war eben eine junge frau, die schon ziemlich fortgeschritten war und deren meister war im current. sie hat auch schon mal eine sinistre Entität (=Dämonen) gesehen und mir gesagt, dass man sich dabei in die hose macht vor angst.

ich hab viele verschiedene Erfahrungen gemacht. einmal meldete sich ein typ bei mir, weil ich bei rafa geschrieben hatte dass ich eine satanistische gruppe suche. der verlangte von mir dass ich ihn mit meister und sie anrede. dann hat er mich gleich gefragt ob ich bereit sei anal und oral zu machen. das sei die vorraussetzung mitmachen zu dürfen. auf meine frage wieso sex, sagte er, dass das für die chaosmagie wichtig sei.

ein persönlicher freund von mir hat noch bei kurt krause gelernt. eine jahrelange ausbildung in magie und satanismus. (kurt krause der autor).
der meinte dass man die henochischen schlüssel aus der satanic bible benutzen könne, auch wenn sie nicht authentisch sind.

bei rafa gibt es auch eine rubrik sekten und connections. es gibt also auch viele satanistische sekten die meister und diener prinzip machen, also eine hirarchische struktur wo man aufsteigen kann. ich weiss von einer die da drin war und die wurde massiv unter angst gesetzt und es wurde ihr verboten über irgendwas aus der gruppe zu reden.

was ich sagen will, ich glaube dass der satanismus von vielen instrumentalisiert wird.

dann gibt es noch die schreckgeschichten aus der sendung von domian. einmal war es ein junges mädel, die berichtete, dass die männer aus der gruppe frauen vergewaltigen. eine andere berichtete, dass sie auf dem friedhof gezwungen wurde, das herz eines toten herauszuschneiden. und dann noch ein typ, der auch sagte er wolle aussteigen aber das sei schwer, weil ihn die anderen aus der gruppe bedrohen.

so. das wäre alles was ich zu dem thema zu berichten habe.

mich ziehts ja immer noch da hin, trotz der schauergeschichten. ich weiss auch nicht wieso. weil satan mir eigentlich nichts sagt. also ich bin nicht besonders erpicht darauf ihn anzubeten. deshalb wäre der traditionelle satanismus schon mal schwer für mich. da hätte ich gewissensbisse.

wenn ich auf gothic parties gehen, tragen die Frauen fiese hals Choker, was ja auch auf das master and servant ding im Satanismus hinweisst. also ohne hierarchische Strukturen geht's scheints nicht. ausser beim chapter of Detroit und jex blackmore, die sagte zu mir: no one is the master of anyone!
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon khezef » 19. Jun 2018 22:23

Wenn du schon den vollen Einblick durch Insider hast und dich der Satanismus lockt, was treibt dich dann in ein Dämonenforum? Ein Satanismusforum sind wir ja jetzt nicht wirklich. :basta:

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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 19. Jun 2018 22:40

weils beim Satanismus um Dämonen geht.

ausserdem weiss ich nicht was ich glauben soll, weil es so viele verschiedene berichte gibt.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon WerwesenWendi » 20. Jun 2018 09:08

Von diesen vielen verschiedenen Berichten
würde ich mir DIE anchauen , die mir
speziell "ins Auge fallen"und mich
ansprechen . DA würde ich mich
dann näher mit beschäftigen ............

Es geht da immer nur um DICH .
Höre also auf DICH und so bist Du nun HIER gelandet .

Möge es Dich weiter bringen , hier bei uns zu sein !

Ich BLEIBE hier , strebe aber auch nach WEITER ........
aber bin da noch sehr unschlüssig .

Mich "treibts eben im Moment um" :basta: und ihn :har: freut das natürlich :daumen:
Ein "Pakt"...BLEIBT und Götter bleiben
an Deiner Seite , wenn Du es würdig bist !!!
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Remus Horizon » 20. Jun 2018 11:01

Es überrascht mich immer wieder über welch höchst geheimes Wissen Personen verfügen, dass sie dann an Leute preisgeben, denen sie nie begegnet sind. Wenn sie dann sexuelle Gefälligkeiten fordern …

Es ist leider so, dass es Personen gibt, die sich in Mäntelchen wie Satanismus oder Sexualmagie zu kleiden, um schlicht ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen.

Die Anrede Meister hat mit Chaosmagie nichts zu tun, für die Mitgliedschaft in einer Gruppe sehr wohl. Es gibt hierarchisch organisierte Gruppen, die einen strengen Codex verfolgen. Gruppen, die Sexualmagie praktizieren, stellen oft auch Regeln dazu auf. Einige tun es der Magie willen, andere verfolgen andere Interessen. Wer das über eine PN und Mail einfach einfordert, dem würde ich a priori Zweites unterstellen.

Schauergeschichten gibt es auch zu Magiern und ich glaube der Ex-Papst kritisierte auch Harry Potter – vielleicht sollt ich mir den doch mal Ansehen. Einige Geschichten stimmen. So gab es mit Satanismus ummantelte Deppen, die von neuen Mitgliedern verlangten, jemanden zu verprügeln. Die Frage, warum Satan solche Dummheiten gefallen sollten, kommen diese Deppen nicht. Übrigens gibt es dieses Phänomen auch bei Fussballfans oder linken Gruppierungen, aber auch bei Christin, die schon mal Anschlage auf Abtreibungskliniken oder deren Personal durchführen.

Ich bin mir sicher, nicht alle Satanisten arbeiten mit Dämonen. Wenn mir jemand sagt, den ich nicht kenne, dass er einen Dämon gerufen hat und sich fast in die Hose machte, frage ich zuerst, was er getrunken und geschluckt hat. Es ist wie mit dämonischer Besessenheit, meistens gibt es wenig Magie dahinter. Wer mit Dämonen arbeitet, ist meist wenige freigiebig mit seinen Erlebnissen und ruft Dämonen auch nicht zum Spass. Der Umgang mit ihnen erfordert viel Respekt.

Was Organisationsstrukturen angeht, gibt es magische Gruppen, die sich zusammengeschlossen haben und auch mehr oder weniger lose zusammenarbeiten. Allerdings darf das nicht mit der Organisation von mächtigen Religionsgemeinschaften verwechselt werden. In der Regel sind sie sehr föderativ organisiert und die einzelnen Einheiten arbeiten weitgehend autonom. Der Grund ist einfach: Kommen sie sich zu nahe, lösen sie sich meistens auf, wie es schon vielen grösseren Gruppen erging. Da will ich auf den «Meister» und das «Sie» ansprechen – Egos bringen viele Gruppen zu Fall.

Die entscheidende Frage ist für dich: Was willst du? Bist du bereit, jemanden mit Meister anzusprechen, willst du dich zu einem Sexspielzeug machen lassen…?

Überlege es dir gut und entscheide weise. Wenn gewisse Dinge gefordert werden, ist es oft besser alleine zu bleiben. Vor allem wenn es um Sex geht, kann das dauerhaft schweren physischen und psychischen Schaden verursachen. Die Sexualität kann im Eimer sein, das Selbstwertgefühl …
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Cpt Bucky Saia » 20. Jun 2018 17:19

Dabei mag das für die von denen wir sagen es sei das falsche sogar durchaus richtig sein. Ist eben ansichtssache. Perspektive wenn man so will.

Lass dir allerdings sagen das die Geschichte gezeigt hat, dass diejenigen die einem Kultführer folgten früher oder später selber auf dem Altar landeten.
Vieleicht tritt man bei sowas ein weil man denkt man könnte selber einmal der Macker ganz oben sein Bild is nich drin. Für die bist du so entbehrlich wie eine Tasche voller rostiger Nägel beim schwimmen. Der einzige Grund warum du da mitbeten darfst ist weil du mit dem huldigen deren Macht legitimierst. Ist übrigens ähnlich wie in der Politik. Was mich wundert weil es immer wieder wenige waren die viele kontrollierten und das meißt ohne wirklich viel dafür tun zu müssen. Naja die meißten Menschen scheinen das zu brauchen ...
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Mirror » 20. Jun 2018 17:35

Demian hat geschrieben:ich hab viele verschiedene Erfahrungen gemacht. einmal meldete sich ein typ bei mir, weil ich bei rafa geschrieben hatte dass ich eine satanistische gruppe suche. der verlangte von mir dass ich ihn mit meister und sie anrede. dann hat er mich gleich gefragt ob ich bereit sei anal und oral zu machen. das sei die vorraussetzung mitmachen zu dürfen. auf meine frage wieso sex, sagte er, dass das für die chaosmagie wichtig sei.

Gutes Beispiel für die Instrumentalisierung des Satanismus. Einen "Satanischen Kult" zu gründen ist nicht schwer. Wenn ich will mache ich das noch heute Abend, dann bin ich Prior, Hohepriester oder wie ich mich halt nennen will. Macht mich das dann besser als davor? Gib nichts auf Titel wenn du nicht siehst durch was sich jemand diesen verdient hat. Und wie Remus (und ich vorher) schon sagte, viele missbrauchen Satanismus und Magie einfach nur um irgendwelche Perversitäten auszuleben für die ihnen ohne externe Begründung der Mumm fehlt.

Demian hat geschrieben:ich hatte aber wirklich kontakt zu drei Insidern, von denen ich weiss, dass sie keine scheisse reden.

Du weißt nur, dass sie aus ihrer Erfahrung reden. Manche nennen jahrelanges fehlermachen Erfahrung. Dann reden sie vermutlich nur von ihrem Satanismus... das hat keinen repräsentativen Charakter.

Demian hat geschrieben:also ich bin nicht besonders erpicht darauf ihn anzubeten. deshalb wäre der traditionelle satanismus schon mal schwer für mich. da hätte ich gewissensbisse.

Ich glaub du gehst an die ganze Thematik vollkommen falsch ran. So wird das nie was...


Demian hat geschrieben:wenn ich auf gothic parties gehen, tragen die Frauen fiese hals Choker, was ja auch auf das master and servant ding im Satanismus hinweisst.

Oder es ist einfach nur ein modisches Accessoire... Nicht jedes Halsband sagt sofort dass das die Dienerin von einem satanischen Meister ist (was ohnehin ein Widerspruch ist). Für die meisten ist das einfach nur Schmuck. Gleich alles als Zeichen und Bestätigung seines eigenen Denkkonzeptes zu sehen ist der erste Schritt in die Paranoier und den Realitätsverlust. Sieh nicht überall Gespenster...


Demian hat geschrieben: also ohne hierarchische Strukturen geht's scheints nicht.

Das ist... vollkommener Schwachsinn! Wieder, eine feste Hierarchie benötigt nur der der nicht in der Lage ist durch eigene Handlungen zu überzeugen. Die besten Anführer sind die die keine sein wollen. Die Leute folgen der Person, nicht dem Titel. Nur durch Titel überzeugen zu können ist ein Armutszeugnis. Wie manche Orden etc. allerdings ihren Satanismus aufziehen ist eine andere Geschichte. Kurz: Hierarchie gibt es nicht im Satanismus... mache führen diese aber ein. Pflicht oder ein "ohne gehts nicht" ist jedoch schlichtweg falsch.

Demian hat geschrieben:weils beim Satanismus um Dämonen geht.

Remus Horizon hat geschrieben:Ich bin mir sicher, nicht alle Satanisten arbeiten mit Dämonen. Wenn mir jemand sagt, den ich nicht kenne, dass er einen Dämon gerufen hat und sich fast in die Hose machte, frage ich zuerst, was er getrunken und geschluckt hat. Es ist wie mit dämonischer Besessenheit, meistens gibt es wenig Magie dahinter. Wer mit Dämonen arbeitet, ist meist wenige freigiebig mit seinen Erlebnissen und ruft Dämonen auch nicht zum Spass. Der Umgang mit ihnen erfordert viel Respekt.

Da hat Remus eigentlich schon alles gesagt, ich schließe mich dem gänzlich an.


Aber jetzt mal was allgemeines an dich, Demian. Du sagst du weißt nicht was du glauben sollst. Satanismus ist nicht institutionalisiert wie die Kirche. Es gibt kein festes Regelwerk was für alle Gültigkeit hat (ist ja nicht mal in der Kirche so). Das wäre ja wieder dasselbe in Schwarz. Eine Doktrin nieder reißen um sich gleich darauf der anderen zu unterwerfen... Widerspruch. Du suchst dir auch nicht eine Strömung aus und folgst dieser dann unhinterfragt. Die Strömung findet DICH. Du weißt nicht was du glauben sollst? Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und entwickelt eigene, was zu den vielen unterschiedlichen Berichten führt, von denen manche, oder leider die meisten, aus meiner Sicht, einfach nur lachhaft sind. Wie Remus ja schon sagte, die meisten die Satanismus ernst nehmen bleiben lieber unter sich.

Aber fangen wir mal anders an:
Was WILLST du glauben? Was ist für dich Satanismus? Und lass jetzt mal alles was du gehört hast was Satanismus sein müsste/könnte/sollte weg.
(@All Users: ich weiß ich weiß, eine lästige Klischeefrage hier, aber sollen wir wirklich versuchen eine Definition für etwas zu finden was schwammiger nicht definiert sein könnte? Oder jemanden zu einer äußeren Wahrheit verhelfen damit diese einfach übernommen wird? Klingt für mich widersprüchlich und nicht zielführend. Klarheit schafft nur der eigene Verstand.)


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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Cpt Bucky Saia » 20. Jun 2018 18:00

Vieleicht sollte man diese Frage bzw eine beispielhafte Diskussion irgendwo gut sichtbar hinverfrachten damit nicht immer wieder Leute ein neues Thema dazu aufmachen sondern sich erstmal diese Diskussion durchlesen können.

Das viele nicht in der lage sind die Sufu zu benützen steht auf einem anderen Blatt
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon kylesimmons » 16. Nov 2018 13:19

Ich werfe hier mal mit meinen äußerst Bescheidenen Kenntnissen meinen Hut in den Ring

Natürlich gibt es Gott und Satan. Allerdings sind die Bezeichnungen Gott und Satan Namen, die wir Menschen erdacht und vergeben haben.
Luther war gebildet und sicherlich auch in der Lage einige Sprachen zu sprechen. Dennoch hat auch er nichts anderes getan als geschriebenes nicht wortwörtlich zu übersetzen, sondern subjektiv das herauszupicken, dass er zu seiner Zeit als wichtig empfand. Und diese "die heutige Bibel" ging selbst noch durch viele Fehlerhafte Übersetzungen (mangels Sprachverständnis). Also wurden Schriften übersetzt die schon zuvor aus Schriften entsstanden die falsch übersetzt oder mit der Wahrheit nichts zu tun hatten. Die verschiendenen Religionen taten dann ihr übriges, indem sie diese Bibel so veränderten um das arme verzeifelte Volk an sich zu binden. Was ja bis heute klappt. Nicht um sonst ist die Bibel auch heute noch der Bestseller schlecht hin. Kurz um: Die Bibel ist ein Meisterwerk im Punkt Vertrieb und Fans. Mehr nicht.

Entstanden aber natürlich ist dennoch alles aus autentischen Schriften (vor der miserablen Übersetzung durch tausende) die allesamt als UR Bibel benannt werden. Manche Satanisten behaupten Abschriften dieser UR Bibel zu haben, weshalb diese Abschriften auch gerne als "Satanslehren" oder "Teufelsbibel" bezeichnet werden. Mir persönlich ist diese Sammlung an Schriften, geschweige denn das ganze Buch, noch nie zu Gesicht gekommen. Weswegen ich hier höchste Zweifel hege (zumal ich viel Zeit und Geld auf meiner Suche verwendet habe)

Es gibt natürlich zig Varianten von Teufelsbibeln die meinererachtens ebenso als Humbug zu betrachten sind, deren einziger Zweck es ist durch den Verkauf entweder schnell viel Geld zu machen oder schnell viele Mitglieder für persönliche Dinge zu werben.

Auf meiner Suche habe ich in viele Zirkel hineingeschnuppert. Von den harmlosen Studenten, die Kräuterrituale durchgeführt haben bis hin zu sadistischen Idioten die versucht haben mit übelsten und gräueligen Opferungen Kontakt zu Satan aufzunehmen. Fazit: Allessamt quatsch und Humbug. Aber solange genügend Idioten da aufspringen, wird es solche Zirkel auch immer geben.

Meine erste große Weihe (als Beispiel) habe ich von einer einzigen Person erhalten. Keine Deppen in Kutten, die drumrumgestanden sind. Eine einzige Person. Und nicht auf einem Friedhof sondern in meinem Wohnzimmer. Ganz Banal. Und siehe da, der Kontakt war da. Und wir mussten keine Lebewesen meucheln oder irgendwelche Kräuterdränke saufen.

Mein Glück war, dass sowohl ich als auch der, der mich geweiht hat absolute Heteromänner sind (bzw. er war. Leider verstorben)
Ansonsten wäre tatsächlich (um deine Frage nach: "dass sexualmagie immer mit dabei") zu beantworten das ganze auch sexuell geworden. Was aber daran liegt, dass dies unter gegebenen Umständen (nachfolgend A= Alpha, Z = Schüler) also A weiblich und Z männlich oder Z weiblich und A männlich und A jeweils Hetero, nichts anderes ist als absolute Unterwürfigkeit zu zeigen. Wörtlich übersetzt "Von der Schmach und Schande soll dein geschändeter Körper auferstehen".

Da bei uns dieses Thema kein Thema war wurde ich also bei der ersten großen Weihe auf andere Weise erniedrigt bzw. unterworfen.

Als Fazit habe ich aber eine Frage an dich:
Wieso interessiert dich das? Wieso möchtest du da mehr wissen? Hast du einen guten Grund?
Denn eines ist klar (zumindest nach meiner Erfahrung). Wenn du diesen Weg gehen möchtest, musst du auch bereit sein den Wegezoll zu zahlen. Und ich meine keine Euros. Aber umsonst ist nichts. Ein Pakt ist immer verbindlich. Und um so tiefer du eintauchst, umsomehr wird dir bewusst, dass es tatsächlich soetwas wie eine Hölle gibt. Eine Hölle vor der sich sogar Dämonen flüchten. Ist das dein Wunsch?
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 9. Dez 2018 19:30

Remus Horizon hat geschrieben:
Überlege es dir gut und entscheide weise. Wenn gewisse Dinge gefordert werden, ist es oft besser alleine zu bleiben. Vor allem wenn es um Sex geht, kann das dauerhaft schweren physischen und psychischen Schaden verursachen. Die Sexualität kann im Eimer sein, das Selbstwertgefühl …



da ist es so, wie überall, alle huren rum und keiner hat schiss sich mit aids und co anzustecken.

damit hab ich ein problem, denn aids ist eine schöne scheisse, weil frauen die medikamente nicht so gut vertragen wie männer. und die medikamente haben erhebliche nebenwirkungen!!!
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Remus Horizon » 9. Dez 2018 19:41

Demian hat geschrieben:da ist es so, wie überall, alle huren rum und keiner hat schiss sich mit aids und co anzustecken.

damit hab ich ein problem, denn aids ist eine schöne scheisse, weil frauen die medikamente nicht so gut vertragen wie männer. und die medikamente haben erhebliche nebenwirkungen!!!


Da diese Gruppen die Seuche kaum mit Magie beseitigen können, ist es klüger, zu verzichten. Da das Sexualleben heute liberaler ist, sollte man vorsichtig sein, wenn es um ungeschützten Verkehr geht.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 9. Dez 2018 19:43

Mirror hat geschrieben:

Aber fangen wir mal anders an:
Was WILLST du glauben? Was ist für dich Satanismus? Und lass jetzt mal alles was du gehört hast was Satanismus sein müsste/könnte/sollte weg.
(@All Users: ich weiß ich weiß, eine lästige Klischeefrage hier, aber sollen wir wirklich versuchen eine Definition für etwas zu finden was schwammiger nicht definiert sein könnte? Oder jemanden zu einer äußeren Wahrheit verhelfen damit diese einfach übernommen wird? Klingt für mich widersprüchlich und nicht zielführend. Klarheit schafft nur der eigene Verstand.)


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das ist eine schwierige frage. da man sich ja seine meinung aus angelesenem und erzählten bildet. wie auch sonst?

also für mich gehts dabei vor allem um selbsermächtigung, stärkung des selbstbewusstseins (und im linkshändigen pfad geht es um die stärkung des egos, statt wie im rechtshändigen pfads um die auflösung des egos, aber mit ego hab ich nicht solche probleme...) rebellion und individualität. für all das steht für mich satan.


was in satanischen gruppen genau abgeht, werden wir hier nicht erfahren, da diese einer strengen Schweigepflicht unterliegen.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon izento » 9. Dez 2018 20:58

Demian hat geschrieben:was in satanischen gruppen genau abgeht, werden wir hier nicht erfahren, da diese einer strengen Schweigepflicht unterliegen.

Nun ja, was da so "abgeht" hat der große Meister (LaVey) ja selbst schon einige Male verraten.
Andere meinen er habe damit den Satanismus als solches "verraten". :o

Mir kommt es bald so vor, als werden die Klischees einfach zur Wirklichkeit gemacht nur um seinem Aussenbild zu entsprechen. :ruhe:
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Tyger » 9. Dez 2018 21:10

Demian hat geschrieben:was in satanischen gruppen genau abgeht, werden wir hier nicht erfahren, da diese einer strengen Schweigepflicht unterliegen.

Trotzdem weißt Du aber, dass da immer strenge Hierarchien nach Herr-und-Diener-Prinzip herrschen, dass ständig "herumgehurt" wird und das natürlich ohne Kondome, dass Satan angebetet wird usw. usf.
Wunder über Wunder!
Ich halte mich mal lieber mit Infos zurück, da ich Dein buntes "Wissen" nicht noch weiter bereichern möchte. (Siehst Du, das ist ein Beweis für die strenge Schweigepflicht - Du wusstest es doch!)
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Bhairav-Das » 10. Dez 2018 21:45

Haribol und Om namah Shivaya.

Selbstermächtigung und Stärkung des Selbstbewusstseins...

...Da könnte man jetzt eine ewige Debatte beginnen, was denn "das Selbst" überhaupt ist,
und ob so etwas überhaupt existiert? Um es abzukürzen...
Innerhalb der Welt der Polaritäten, formen sich im Laufe der Zeit viele "Selbste" heraus, die aber allesamt dem Wandel und der Auflösung unterworfen sind. Das ist weniger eine Philosophische Frage, als viel mehr eine Frage der Beobachtung.
...daraus folgt... du kannst mit Hilfsmitteln (oder Philosophien) dein "Selbst" stärken,
aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis du erkennst das dieses "Selbst" nur eine weitere " niedere Einbildung" eines Selbstes ist.
Dann wirst du merken, das du deine Energie in eine "Form" gesteckt hast, die dich später womöglich daran hindert, tiefer zu gehen.

Was den Weg der "Selbst-Suche" angeht (der durchaus auch linkshändrig gegangen werden kann,) geht es darum, zu erkennen und anzuerkennen, das alle diese "vielen kleinen Selbste" und andere Illusionen, begrenzt und abhängig und daher konsequenterweise unfrei sind. Daher gesteht der "Selbst-Sucher" demütig seine schwäche ein, woraus ihm seine Kraft wird.
Nur wer die Stärke und Kühnheit besitzt, sein Selbst für die Erkenntnis zu opfern, wird sein (wahres-) Selbst finden.
Der weg des Satanisten aber gleicht einer Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt.
So sehr das Ego auch gereinigt und veredelt wird, so sehr es sich auch über alles erhebt und alles "andere" unterwirft, es bleibt eine leere Hülle, die sich vor der leere fürchtet, und existiert stets abhängig von der Welt der Illusion.

In diesem Sinne, es ist nicht alles Gold was glänzt, und unter manchem Erdklumpen verbirgt sich ein Diamant. Jai Mahamaya ki Jai
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 17. Dez 2018 00:05

danke für den anstoß. Im Grunde ist ja alles nur eine Illusion. Trotzdem sind wir eigenständige Wesen, die es nicht zweimal gibt. wir sind auf unsere weise einzigartig. menschen sind erschaffer und kreirer, jeder mensch will produktiv sein und kreiren, das haben wir alle gemeinsam, aber trotzdem ist jeder einzigartig. das hat übrigens nichts mit ego zu tun. ego ist nochmal eine sache für sich, das gesellschaftlichen Ursprung hat.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Cpt Bucky Saia » 17. Dez 2018 05:49

Eigentlich hat das sogar recht viel mit Ego zu tun. Grade das was du ansprichst. In diesem Kontext bedeutet Ego im grunde nichts anderes als "Ich bezogen". Und grade da spielt Selbstverwirklichung eine große Rolle.
Der Begriff Ego wie er hier dargestellt wird (als Phänomen der Gesellschaft) ist m.M. stark verzerrt und wird eher abwertend assoziiert. Mag sein das ein starkes Ego nicht bei jedem gut ankommt und mitunter zu spannungen in der Gesellschaft führt. Ego als rein Gesellschaftlichen Begriff anzunehmen halte ich aber für zu kurzsichtig gedacht.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon gabor » 17. Dez 2018 20:05

Demian hat geschrieben:danke für den anstoß. Im Grunde ist ja alles nur eine Illusion. Trotzdem sind wir eigenständige Wesen, die es nicht zweimal gibt. wir sind auf unsere weise einzigartig. menschen sind erschaffer und kreirer, jeder mensch will produktiv sein und kreiren, das haben wir alle gemeinsam, aber trotzdem ist jeder einzigartig. das hat übrigens nichts mit ego zu tun. ego ist nochmal eine sache für sich, das gesellschaftlichen Ursprung hat.

:lol: :lol: https://www.youtube.com/watch?v=rhJCQCk3sO0 :lol: :lol:
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Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Bhairav-Das » 18. Dez 2018 21:52

Haribol und Om namah Shivaya.

Verzeiht bitte, das ich mich oft wiederhole, aber dieses Thema ist recht komplex, weshalb ich versuchen werde, es von mehreren Seiten zu beleuchten.

Mir geht es nur darum Herauszuarbeiten, das der Satanismus die Hoffnung auf (eine Philosophie und einen Weg in die) Freiheit langfristig enttäuschen wird und muss.
(Von den Risiken mal ganz abgesehen!)
Kleinster gemeinsamer Nenner aller satanistischen Strömungen ist die Vergöttlichung des Egos.

Wie alle Religionen (und viele Mysterienschulen) verkünden, das man nur durch Hingabe "Befreiung" erlangt, so verkündet der Satanismus das Gegenteil, nämlich das Freiheit gleichzusetzen ist mit der "Freiheit des Egos", an dem "man" Festhalten müsse.
So ist es letztlich das Ego (personifiziert als Luzifer), das erfahren will, was Illusion ist.

Das Ego in diesem Kontext, ist aber nun mal eine reine Vorstellung, die sich aus einem Körper ableitet.
So wie zB die materiellen Körper letztlich aus Licht bestehen, so besteht dieser
letzte Ego-Körper aus Geist. Dieser Geist ist eine Ausstrahlung der göttlichen Mutter Maya, er besteht also aus Illusion .

Was auch immer der Satanist für Ziele hat, er kann nicht behaupten, er würde einer Zeitlosen Wahrheit folgen, da sein wirken immer an Zeit gebunden sein wird.
Da Veränderung und Streben nach neuem, nun mal der Natur der Dinge entspricht, ist es also auszuschließen, das jemals eine letzte und ewige, also wahrhaftige Freiheit (oder was auch immer) im Ego gefunden werden kann.

Was nun die Selbst-Verwirklichung anbelangt.
Natürlich ist es ein beliebter Punkt im Satanismus, das es ja gerade darum zu gehen scheint, im "Jetzt glücklich zu sein".
So wie "meine verschiedenen Körper" jeweilige Bedürfnisse und Wünsche haben, so hat auch das Ego den Wunsch sich zu erfahren.
Das ist die eine Seite.
Man sollte aber dabei folgendes berücksichtigen:
Jede "Ebene" (Körper) möchte die darunterliegenden Ebenen (und damit verbundenen Triebe) kontrollieren.
ZB möchte niemand Sklave einer Fressucht, und damit zu stark auf die Materielle Ebene gezogen und gebunden werden, sondern der Geist möchte den Magen Kontrollieren können, denn...
Der Körper würde sich zwar anfangs durchaus befriedigt fühlen, Später würde dies aber nur zu Leid und einem Ungleichgewicht führen.

Also versucht der schlaue (und aufrichtige) Satanist, sich mittels "Selbstdisziplin" über sämtliche Ebenen zu erheben.
Es geht im ernsthaften Satanismus also eben doch nicht um eine einfache Befriedigung seiner Triebe und Sinne, wie es zumindest der moderne Satanismus heuchlerisch zu verkaufen versucht, sondern um deren Kontrolle und Veredelung, um sie nutzbar zu machen.
Wer möchte sich letztlich die Triebe nutzbar machen... das Ego!

Der Satanismus ist also eine Idee, geboren aus dem Ego, die das Ego zur höchsten und alles kontrollierenden Gottheit machen möchte.

Über dem Ego gibt es keine Ebenen mehr, sondern "dort" existiert das, was wir meistens Gott nennen.
Und damit sind wir wieder am Anfang, als das Ego, Gott den Krieg erklärend, in die Finsternis geworfen wurde.
Luzifer sagte sinngemäß: Gott, du existierst ja nur außerhalb der Schöpfung und damit hast du kein Recht, mich, der innerhalb der Schöpfung lebt, zu kontrollieren. Dieser Akt des Hochmuts, war die Entstehung der Idee eines Ichs und der Beginn der Verstrickung in die Illusion. Der Sturz aus dem Paradies sozusagen.

Der Satanismus ist also jene "Religion", die unser ursprüngliches Sein ablehnt, und Samsara, also das Rad der Wiedergeburten, in dem wir gebunden sind, verherrlicht.
Diese Anti-Haltung ist zwingender Bestandteil des Satanismus, und beweist, das er von vornherein kein Interesse an einer ganzheitlichen Gesundung der Lebewesen hat, sondern genau von dieser Spaltung profitiert.

Da der Satanist aber Gott ablehnt, hat er im Endeffekt auch ein zwiespältiges Verhältnis zur Schöpfung.

Als Fazit aus all dem ergibt sich, dass das rebellierende Ego seine Kraft daraus schöpft, sich selbst zu verherrlichen, da es weder die Liebe zur Schöpfung, noch die Liebe zum Schöpfer kennt.
Man kann das quasi als "Ersatzhandlung" oder "Ersatzbefriedigung" verstehen.
Muss ich noch erwähnen das es eigentlich noch nicht mal zur Selbstliebe fähig ist.
Satanisten verwenden das Wort liebe durchaus, meinen damit aber eigentlich Dinge wie Stolz, Bewunderung, Verbindung usw.
Das Ego ist von vorn herein Unvollkommen und reine Illusion, und solange sich das Ego nicht als "Werkzeug" Gottes (im Sinne eines wahrhaftigen ewigen Selbstes) erkennt, wird es nichts weiter als Täuschung und Blendung hervorrufen, egal wie viel wahrheit es auch immer über Samsara verkünden mag.
Es geht also nicht darum, das Ego zu verteufeln, sondern aufzuzeigen, dass das Ego in seiner gefallenen, also selbstermächtigten Form nichts mit unserem ewigen göttlichen Wesen zu tun hat.

In diesem Sinne, Jai Mahamaya ki Jai.
Sieg der großen Mutter Kali, die das Ego gebar, und die das Ego wieder verschlingt.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Cpt Bucky Saia » 19. Dez 2018 09:12

Dir ist aber schon klar, dass deine Argumentation im Grunde ziemlich genau dem entspricht was der satanismus gemeinhin ablehnt. Nenn es Gott, das Rad des Lebens oder Schalke 04 der Mechanismus dahinter ist so ziemlich identisch (und basiert überwiegend auf spekulativen Annahmen über den Menschen, das Leben und das danach).
Eine solche Argumentation wird vermutlich von nahezu jedem halbwegs ernsthaften Satanisten geflissentlich ignoriert zeigt aber m.M. sehr schön die Fallen auf in die man tappen kann.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon izento » 19. Dez 2018 12:39

Bhairav-Das hat geschrieben:Als Fazit aus all dem ergibt sich, dass das rebellierende Ego seine Kraft daraus schöpft, sich selbst zu verherrlichen, da es weder die Liebe zur Schöpfung, noch die Liebe zum Schöpfer kennt.

Der Satz zeigt eigentlich schon, daß du nichts verstanden hast.

Da es keinen "Schöpfer" gibt, sondern ich mir meine Umwelt selber schöpfe, muß ich mich ja wohl am meisten lieben.
Und Satanisten mangelnde Liebe zur Natur vorzuwerfen ist ja wohl sowas von daneben ....
Schau dir lieber mal die ganzen Monotheisten, Hinduisten und Buddhisten an was die mit ihrer bzw. unserer Umwelt machen, die ja angeblich ihnen von ihrem Schöpfer gegeben wurde.

Ich bin zwar kein Satanist, aber das mußte mal gesagt werden :ruhe:

PS. Wenn "Gott" die Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, dann weißt du ja was für ein Armloch "er" ist.
...und es wird der Tag kommen dass die Welt versinkt im Chaos. Und wir werden auferstehen und tanzen auf den Ruinen.
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