Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

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Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 19. Jun 2018 01:17

hallo allerseits,

ich war früher lange im rafa Forum und hatte auch schon privat kontakt zu Satanisten. dabei habe ich wirklich ganz unterschiedliche Haltungen und Meinungen gehört.
mich würde interessieren ob es sowas wie den einzig wahren Satanismus gibt. also stimmt es, dass Zeremonien auf Friedhöfen abgehalten werden?
dass sie blut trinken? dass sie in särgen schlafen? dass sexualmagie immer mit dabei, dass alle den Teufel anbeten? ist und vieles mehr. manche verwenden die satanische Bibel, andere halten sie für nutzlosen müll...

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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Cpt Bucky Saia » 19. Jun 2018 17:12

Ich frag mal andersrum ... gibt es das eine Christentum, den einen Islam den einen Hinduismus oder überhaupt die eine Religion?

Oder ganz kurz
mich würde interessieren ob es sowas wie den einzig wahren Satanismus gibt.

Nein

Wenn das ganze jetzt etwas unfreundlich rüber kommen sollte liegt das mit sicherheit nicht an dir sondern an der Frage die ich hier zum gefühlten tausendsten mal gesehn habe.
Und wo habt ihr eigentlich immer die ganzen kruden Informationen her? Satanisten trinken doch kein Blut die machen sich höchstens ab und zu nen Einlauf damit. :lala:
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Mirror » 19. Jun 2018 17:28

Oje...

Demian hat geschrieben:hatte auch schon privat kontakt zu Satanisten

Nicht jeder der sich "Satanist" nennt ist auch einer (siehe BILD).


Demian hat geschrieben:mich würde interessieren ob es sowas wie den einzig wahren Satanismus gibt

Das ist in etwa so wie im Metal. Es gibt, grob geschätzt, 666 Subströmungen (ach kommt, den habt ihr kommen sehen - that´s what she said). Jeder entscheidet mehr oder weniger nach Präferenz was der "richtige" Satanismus (für einen selbst) ist. Und wie im Metal ist es auch öfter so, dass die Anhänger der Subströmungen manchmal nicht genau zugeordnet werden können und sich Schnittmengen ergeben, was wiederum nicht heißt, dass jeder "Satanist" (gleich welcher Subströmungen er angehört) nicht auch manche Gruppierungen ablehnt. Z. B. habe ich es überhaupt nicht mit dem Neosatanismus nach LaVey. Gewisse Gemeinsamkeiten haben jedoch die meisten Strömungen... und manches dass sich gerne als "Satanismus" verkauft ist auch einfach nur absoluter Müll.
Eine klare Antwort gibt es auf deine Frage also nicht. Objektiv gibt es den "einzig wahren Satanismus" nicht, aber jeder kann natürlich entscheiden mit was er/sie am besten fährt/sich am wohlsten fühlt oder... welche Strömung des Satanismus einen von selbst findet.


Demian hat geschrieben:also stimmt es, dass Zeremonien auf Friedhöfen abgehalten werden?

Hätte ich jetzt noch nicht gehört. Klingt ziemlich klischeehaft und die Satanisten die ich kennen gelernt habe verehren eher das Leben als den Tod (klar klar, das eine geht nicht ohne das andere, jetzt bitte nicht alles auf die philosophische Goldwaage legen). Manche tun das vielleicht... ob das Satanisten sind ist jedoch eine individuelle Frage. Ich habe dort jedenfalls noch keine Messe etc. abgehalten. Da gibts passendere Orte.


Demian hat geschrieben:dass sie blut trinken? dass sie in särgen schlafen?

Oh boy... ich glaube du verwechselt Satanisten mit Vampiristen (die beiden Gruppen sind sich übrigens im Kern der jeweiligen Philosophie spinnefeind!). Auch das klingt für mich ziemlich nach Klischee und mehr nach Vampiristen. Blut in kleinen Mengen im Zuge eines Rituals ist wiederum eher der Bereich der Magie (kann sowohl mit Satanismus und/oder Vampirismus korrelieren, muss aber nicht).


Demian hat geschrieben:dass sexualmagie immer mit dabei

Definitiv NEIN. Erstens: "Immer ist nie richtig". Zweitens liegt, zumindest für mich, im Kern des Satanismus nach keinen Regeln zu leben die man nicht selbst für sinnvoll erachtet. Wenn Sexualmagie IMMER dabei wäre dann wäre das ein externer Zwang und somit das Feindbild eines Satanisten. Verständlich? Darüber hinaus sind nicht alle Satanisten Magier, ... oder alle Magier Magier. Magie ist eine hohe Kunst die nicht von jedem beherrscht wird der/die es behauptet.
Natürlich gibt es Leute die sich Satanisten schimpfen damit sie eine Rechtfertigung haben um ihre unterdrückten Triebe auszuleben weil sie alleine nicht das Rückrat dafür haben. Solche Leute sind nicht besser als blindäugige Christen die Gott als Rechtfertigung ihrer Taten instrumentalisieren... Diese Pseudo-Satanisten instrumentalisieren eben Satan. Bei Sexualmagie gilt dasselbe. Rumzuvögeln und dabei auf ein Pentagramm zu starren hat soviel mit Magie zu tun wie Tokio Hotel mit Black Metal. Aber es klingt natürlich besser Leute mit "Sexualmagie" zu ködern. Das macht einen gleich interessanter und ist eine gute Entschuldigung für sein Gewissen wenn man noch moralische Hemmungen hat. Könnte da jetzt noch weiter schwadronieren, aber ich glaub der Standpunkt ist klar.


Demian hat geschrieben: dass alle den Teufel anbeten?

Auch hier: Nein. Für ALLE gilt sowieso nichts ("alle" ist auch nur ein anderes "immer" und das ist ja nie richtig - Ja, mir ist der Widerspruch bewusst). Es hängt davon ab wie die jeweilige Subgruppe Satan definiert. Für die Neosatanisten ist es nur ein innerpsychisches Konstrukt, für die Sethianer ist Satan relativ bedeutungslos, sie berufen sich auf Seth während die Angehörigen des okkult-traditionellen Satanismus tatsächlich in die Richtung "Anbetung" tendieren wie du es dir vermutlich vorstellst.


Demian hat geschrieben:manche verwenden die satanische Bibel, andere halten sie für nutzlosen müll...

Ach, die ist kein Müll. Sie eignet sich super als Briefbeschwerer, Buchstütze, Schneidbrett in der Küche (nur die Hardcover-Version!), Wurfgeschoss, Abschreckung für die ganzen Missionare der Freikirchen die mir in jeder Fußgängerzone auflauern, als Tischausgleich falls er wackelt, Türstopper und und und...
Aber mal im ernst: Auf die Bibel berufen sich eigentlich nur die Neosatanisten... Entweder sind das derzeit die verbreitetste Gruppe oder einfach die Sichtbarsten. Ist jedenfalls der Satanismus den man am schnellsten findet, am einfachsten versteht, den größten Eindruck macht (jup, gibt ne Menge Poser) und der die wenigsten Ansprüche an den Verstand und das eigene Leben stellt.

Soweit alles klar geworden?
Wenn du weitere Fragen hast, immer gern.


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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Remus Horizon » 19. Jun 2018 19:17

Satanismus ist eigentlich chaotischer oder liberaler als die genannten Religionen – hängt wohl vom Auge des Betrachters ab. Respektive: Es gibt keine satanistische Organisation, die an die gesellschaftliche und damit ordnende Macht der Institutionen der grossen Religionen herankommt. Es ist auch keine Religion eines abgelegenen Stammtes, der von einem Häuptling, Scharmanen oder Medizinmann dominiert wird.

Um den Überblick zu haben, teile ich Satanismus in folgende Hauptgruppen ein:
Magie,
Religion/Spiritismus,
Rebellion,
Spass,
Chaoten.

Die Magier praktizieren magische Riten. Was sie genau tun, hängt von den Gruppen ab, wobei ich nicht was, was vorherrschend ist. Sexualmagie ist gewiss ein Thema das oft vorkommt. Magier, die ihre Triebe achten, kommen oft auf diese magische Disziplin. Sie ist auf verschiedenen Gründen reizvoll, wozu nicht zu Letzt die Lust gehört.

Was Blutrituale angeht. Ich weiss, sie kommen vor, wobei die meisten jedoch auf Wein ausweichen. Blut ist aus verschiedenen Gründen heikel. Es gibt gesundheitliche Risiken, nicht alle können es auch schlucken, dazu kommen «magische Mechanismen». Aber nach meinem Wissen ist Blutmagie keine Pflicht für Satanisten.

Die meisten Satanisten haben auch wenig Interesse, die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dazu gehört die Polizei. Wenn sich Leute in der Nacht auf Friedhöfen herumtreibt, kommt es mindestens zu Spannungen mit den hiesigen Eingeborenen. Da Satanismus einen schlechten Ruf hat – Blutmagie, Kinderopfer, Tieropfer, Orgien usw. Die Satanisten, die ich kenne, üben sich daher in Diskretion.

Ein Satanist verliert auch nicht seine Moral, wie einige glauben. Die meisten achten Leben und Würde von Mensch und Tier wie die meisten Menschen. So wandeln sich auch unter den lichternen Gläubigen, ohne dass sie bemerkt werden :lol: . Sie stehen am Morgen auf, gehen zur Arbeit und der ein oder andere wird jetzt Fussball schauen.

Die Chaoten schlagen negativ aus, aber soweit ich weiss, haben die grossen Religionen weit mehr Tote produziert als der Satanismus. Dieser sticht leider gelegentlich hervor, wenn ein Satanist etwa schlimmes tut – eine zu schwache Lobby und zu wenige Mitgefühl. Ein Christ weiss, wenn ein Christ Unsinn macht, macht da nicht alle Christen böse. Aber Satanismus klingt schon gefährlich, dann die Sache mit dem Kreuz, Pentagramme, die Roben, die Farbe Schwarz – übrigens sind bei Beerdigungen nicht alles Satanisten :lol: .
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 19. Jun 2018 20:24

danke schonmal soweit. ich glaube auch, dass es viele pseudosatanistische gruppen gibt, die sich auf Friedhöfen rumtreiben und das cool finden und ähnliches.

ich hatte aber wirklich kontakt zu drei Insidern, von denen ich weiss, dass sie keine scheisse reden. da erfuhr ich auch, dass es den current gibt, die zahl weiss ich nicht mehr. es war eben eine junge frau, die schon ziemlich fortgeschritten war und deren meister war im current. sie hat auch schon mal eine sinistre Entität (=Dämonen) gesehen und mir gesagt, dass man sich dabei in die hose macht vor angst.

ich hab viele verschiedene Erfahrungen gemacht. einmal meldete sich ein typ bei mir, weil ich bei rafa geschrieben hatte dass ich eine satanistische gruppe suche. der verlangte von mir dass ich ihn mit meister und sie anrede. dann hat er mich gleich gefragt ob ich bereit sei anal und oral zu machen. das sei die vorraussetzung mitmachen zu dürfen. auf meine frage wieso sex, sagte er, dass das für die chaosmagie wichtig sei.

ein persönlicher freund von mir hat noch bei kurt krause gelernt. eine jahrelange ausbildung in magie und satanismus. (kurt krause der autor).
der meinte dass man die henochischen schlüssel aus der satanic bible benutzen könne, auch wenn sie nicht authentisch sind.

bei rafa gibt es auch eine rubrik sekten und connections. es gibt also auch viele satanistische sekten die meister und diener prinzip machen, also eine hirarchische struktur wo man aufsteigen kann. ich weiss von einer die da drin war und die wurde massiv unter angst gesetzt und es wurde ihr verboten über irgendwas aus der gruppe zu reden.

was ich sagen will, ich glaube dass der satanismus von vielen instrumentalisiert wird.

dann gibt es noch die schreckgeschichten aus der sendung von domian. einmal war es ein junges mädel, die berichtete, dass die männer aus der gruppe frauen vergewaltigen. eine andere berichtete, dass sie auf dem friedhof gezwungen wurde, das herz eines toten herauszuschneiden. und dann noch ein typ, der auch sagte er wolle aussteigen aber das sei schwer, weil ihn die anderen aus der gruppe bedrohen.

so. das wäre alles was ich zu dem thema zu berichten habe.

mich ziehts ja immer noch da hin, trotz der schauergeschichten. ich weiss auch nicht wieso. weil satan mir eigentlich nichts sagt. also ich bin nicht besonders erpicht darauf ihn anzubeten. deshalb wäre der traditionelle satanismus schon mal schwer für mich. da hätte ich gewissensbisse.

wenn ich auf gothic parties gehen, tragen die Frauen fiese hals Choker, was ja auch auf das master and servant ding im Satanismus hinweisst. also ohne hierarchische Strukturen geht's scheints nicht. ausser beim chapter of Detroit und jex blackmore, die sagte zu mir: no one is the master of anyone!
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon khezef » 19. Jun 2018 22:23

Wenn du schon den vollen Einblick durch Insider hast und dich der Satanismus lockt, was treibt dich dann in ein Dämonenforum? Ein Satanismusforum sind wir ja jetzt nicht wirklich. :basta:

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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Demian » 19. Jun 2018 22:40

weils beim Satanismus um Dämonen geht.

ausserdem weiss ich nicht was ich glauben soll, weil es so viele verschiedene berichte gibt.
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon WerwesenWendi » 20. Jun 2018 09:08

Von diesen vielen verschiedenen Berichten
würde ich mir DIE anchauen , die mir
speziell "ins Auge fallen"und mich
ansprechen . DA würde ich mich
dann näher mit beschäftigen ............

Es geht da immer nur um DICH .
Höre also auf DICH und so bist Du nun HIER gelandet .

Möge es Dich weiter bringen , hier bei uns zu sein !

Ich BLEIBE hier , strebe aber auch nach WEITER ........
aber bin da noch sehr unschlüssig .

Mich "treibts eben im Moment um" :basta: und ihn :har: freut das natürlich :daumen:
Ein "Pakt"...BLEIBT und Götter bleiben
an Deiner Seite , wenn Du es würdig bist !!!
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Remus Horizon » 20. Jun 2018 11:01

Es überrascht mich immer wieder über welch höchst geheimes Wissen Personen verfügen, dass sie dann an Leute preisgeben, denen sie nie begegnet sind. Wenn sie dann sexuelle Gefälligkeiten fordern …

Es ist leider so, dass es Personen gibt, die sich in Mäntelchen wie Satanismus oder Sexualmagie zu kleiden, um schlicht ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen.

Die Anrede Meister hat mit Chaosmagie nichts zu tun, für die Mitgliedschaft in einer Gruppe sehr wohl. Es gibt hierarchisch organisierte Gruppen, die einen strengen Codex verfolgen. Gruppen, die Sexualmagie praktizieren, stellen oft auch Regeln dazu auf. Einige tun es der Magie willen, andere verfolgen andere Interessen. Wer das über eine PN und Mail einfach einfordert, dem würde ich a priori Zweites unterstellen.

Schauergeschichten gibt es auch zu Magiern und ich glaube der Ex-Papst kritisierte auch Harry Potter – vielleicht sollt ich mir den doch mal Ansehen. Einige Geschichten stimmen. So gab es mit Satanismus ummantelte Deppen, die von neuen Mitgliedern verlangten, jemanden zu verprügeln. Die Frage, warum Satan solche Dummheiten gefallen sollten, kommen diese Deppen nicht. Übrigens gibt es dieses Phänomen auch bei Fussballfans oder linken Gruppierungen, aber auch bei Christin, die schon mal Anschlage auf Abtreibungskliniken oder deren Personal durchführen.

Ich bin mir sicher, nicht alle Satanisten arbeiten mit Dämonen. Wenn mir jemand sagt, den ich nicht kenne, dass er einen Dämon gerufen hat und sich fast in die Hose machte, frage ich zuerst, was er getrunken und geschluckt hat. Es ist wie mit dämonischer Besessenheit, meistens gibt es wenig Magie dahinter. Wer mit Dämonen arbeitet, ist meist wenige freigiebig mit seinen Erlebnissen und ruft Dämonen auch nicht zum Spass. Der Umgang mit ihnen erfordert viel Respekt.

Was Organisationsstrukturen angeht, gibt es magische Gruppen, die sich zusammengeschlossen haben und auch mehr oder weniger lose zusammenarbeiten. Allerdings darf das nicht mit der Organisation von mächtigen Religionsgemeinschaften verwechselt werden. In der Regel sind sie sehr föderativ organisiert und die einzelnen Einheiten arbeiten weitgehend autonom. Der Grund ist einfach: Kommen sie sich zu nahe, lösen sie sich meistens auf, wie es schon vielen grösseren Gruppen erging. Da will ich auf den «Meister» und das «Sie» ansprechen – Egos bringen viele Gruppen zu Fall.

Die entscheidende Frage ist für dich: Was willst du? Bist du bereit, jemanden mit Meister anzusprechen, willst du dich zu einem Sexspielzeug machen lassen…?

Überlege es dir gut und entscheide weise. Wenn gewisse Dinge gefordert werden, ist es oft besser alleine zu bleiben. Vor allem wenn es um Sex geht, kann das dauerhaft schweren physischen und psychischen Schaden verursachen. Die Sexualität kann im Eimer sein, das Selbstwertgefühl …
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Cpt Bucky Saia » 20. Jun 2018 17:19

Dabei mag das für die von denen wir sagen es sei das falsche sogar durchaus richtig sein. Ist eben ansichtssache. Perspektive wenn man so will.

Lass dir allerdings sagen das die Geschichte gezeigt hat, dass diejenigen die einem Kultführer folgten früher oder später selber auf dem Altar landeten.
Vieleicht tritt man bei sowas ein weil man denkt man könnte selber einmal der Macker ganz oben sein Bild is nich drin. Für die bist du so entbehrlich wie eine Tasche voller rostiger Nägel beim schwimmen. Der einzige Grund warum du da mitbeten darfst ist weil du mit dem huldigen deren Macht legitimierst. Ist übrigens ähnlich wie in der Politik. Was mich wundert weil es immer wieder wenige waren die viele kontrollierten und das meißt ohne wirklich viel dafür tun zu müssen. Naja die meißten Menschen scheinen das zu brauchen ...
Solche Leute kannste dann getrost in der Pfeife rauchen Bild
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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Mirror » 20. Jun 2018 17:35

Demian hat geschrieben:ich hab viele verschiedene Erfahrungen gemacht. einmal meldete sich ein typ bei mir, weil ich bei rafa geschrieben hatte dass ich eine satanistische gruppe suche. der verlangte von mir dass ich ihn mit meister und sie anrede. dann hat er mich gleich gefragt ob ich bereit sei anal und oral zu machen. das sei die vorraussetzung mitmachen zu dürfen. auf meine frage wieso sex, sagte er, dass das für die chaosmagie wichtig sei.

Gutes Beispiel für die Instrumentalisierung des Satanismus. Einen "Satanischen Kult" zu gründen ist nicht schwer. Wenn ich will mache ich das noch heute Abend, dann bin ich Prior, Hohepriester oder wie ich mich halt nennen will. Macht mich das dann besser als davor? Gib nichts auf Titel wenn du nicht siehst durch was sich jemand diesen verdient hat. Und wie Remus (und ich vorher) schon sagte, viele missbrauchen Satanismus und Magie einfach nur um irgendwelche Perversitäten auszuleben für die ihnen ohne externe Begründung der Mumm fehlt.

Demian hat geschrieben:ich hatte aber wirklich kontakt zu drei Insidern, von denen ich weiss, dass sie keine scheisse reden.

Du weißt nur, dass sie aus ihrer Erfahrung reden. Manche nennen jahrelanges fehlermachen Erfahrung. Dann reden sie vermutlich nur von ihrem Satanismus... das hat keinen repräsentativen Charakter.

Demian hat geschrieben:also ich bin nicht besonders erpicht darauf ihn anzubeten. deshalb wäre der traditionelle satanismus schon mal schwer für mich. da hätte ich gewissensbisse.

Ich glaub du gehst an die ganze Thematik vollkommen falsch ran. So wird das nie was...


Demian hat geschrieben:wenn ich auf gothic parties gehen, tragen die Frauen fiese hals Choker, was ja auch auf das master and servant ding im Satanismus hinweisst.

Oder es ist einfach nur ein modisches Accessoire... Nicht jedes Halsband sagt sofort dass das die Dienerin von einem satanischen Meister ist (was ohnehin ein Widerspruch ist). Für die meisten ist das einfach nur Schmuck. Gleich alles als Zeichen und Bestätigung seines eigenen Denkkonzeptes zu sehen ist der erste Schritt in die Paranoier und den Realitätsverlust. Sieh nicht überall Gespenster...


Demian hat geschrieben: also ohne hierarchische Strukturen geht's scheints nicht.

Das ist... vollkommener Schwachsinn! Wieder, eine feste Hierarchie benötigt nur der der nicht in der Lage ist durch eigene Handlungen zu überzeugen. Die besten Anführer sind die die keine sein wollen. Die Leute folgen der Person, nicht dem Titel. Nur durch Titel überzeugen zu können ist ein Armutszeugnis. Wie manche Orden etc. allerdings ihren Satanismus aufziehen ist eine andere Geschichte. Kurz: Hierarchie gibt es nicht im Satanismus... mache führen diese aber ein. Pflicht oder ein "ohne gehts nicht" ist jedoch schlichtweg falsch.

Demian hat geschrieben:weils beim Satanismus um Dämonen geht.

Remus Horizon hat geschrieben:Ich bin mir sicher, nicht alle Satanisten arbeiten mit Dämonen. Wenn mir jemand sagt, den ich nicht kenne, dass er einen Dämon gerufen hat und sich fast in die Hose machte, frage ich zuerst, was er getrunken und geschluckt hat. Es ist wie mit dämonischer Besessenheit, meistens gibt es wenig Magie dahinter. Wer mit Dämonen arbeitet, ist meist wenige freigiebig mit seinen Erlebnissen und ruft Dämonen auch nicht zum Spass. Der Umgang mit ihnen erfordert viel Respekt.

Da hat Remus eigentlich schon alles gesagt, ich schließe mich dem gänzlich an.


Aber jetzt mal was allgemeines an dich, Demian. Du sagst du weißt nicht was du glauben sollst. Satanismus ist nicht institutionalisiert wie die Kirche. Es gibt kein festes Regelwerk was für alle Gültigkeit hat (ist ja nicht mal in der Kirche so). Das wäre ja wieder dasselbe in Schwarz. Eine Doktrin nieder reißen um sich gleich darauf der anderen zu unterwerfen... Widerspruch. Du suchst dir auch nicht eine Strömung aus und folgst dieser dann unhinterfragt. Die Strömung findet DICH. Du weißt nicht was du glauben sollst? Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und entwickelt eigene, was zu den vielen unterschiedlichen Berichten führt, von denen manche, oder leider die meisten, aus meiner Sicht, einfach nur lachhaft sind. Wie Remus ja schon sagte, die meisten die Satanismus ernst nehmen bleiben lieber unter sich.

Aber fangen wir mal anders an:
Was WILLST du glauben? Was ist für dich Satanismus? Und lass jetzt mal alles was du gehört hast was Satanismus sein müsste/könnte/sollte weg.
(@All Users: ich weiß ich weiß, eine lästige Klischeefrage hier, aber sollen wir wirklich versuchen eine Definition für etwas zu finden was schwammiger nicht definiert sein könnte? Oder jemanden zu einer äußeren Wahrheit verhelfen damit diese einfach übernommen wird? Klingt für mich widersprüchlich und nicht zielführend. Klarheit schafft nur der eigene Verstand.)


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Re: Satanismus, Klischee und Wirklichkeit

Beitragvon Cpt Bucky Saia » 20. Jun 2018 18:00

Vieleicht sollte man diese Frage bzw eine beispielhafte Diskussion irgendwo gut sichtbar hinverfrachten damit nicht immer wieder Leute ein neues Thema dazu aufmachen sondern sich erstmal diese Diskussion durchlesen können.

Das viele nicht in der lage sind die Sufu zu benützen steht auf einem anderen Blatt
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