Gewalt im Namen Gottes

Wer stänkern oder sich mal richtig auskotzen will - ist hier genau richtig. Dasselbe gilt für Beiträge, die nichts mit Dämonen bzw. den anderen Themen der Unterforen zu tun haben.

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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon Bhairav-Das » 13. Aug 2017 18:39

Haribol und Om Namah Shivaya.

Man sollte aufpassen, Kultur, Religion, Zeitgeschehen, Herrschaftsverhältnisse , usw nicht zu verwechseln.

Außerdem wäre die Frage interessant, Inwieweit sich das Thema auf die Dummheit einzelner oder auf ganze Kirchengemeinschaften oder gar auf ganze Religionen selbst bezieht. (von Gott persönlich mal ganz zu schweigen)

Letztlich wird die Religion immer so gelebt, wie auch die Menschen sind. Sind sie gut und friedvoll, wird die jeweilige Heilige Schrift dann auch entsprechend interpretiert und gelebt.
Sind die Menschen schlecht und ignorant, wird die Religion eben so verstanden und gelebt.

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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon khezef » 13. Aug 2017 19:11

Bhairav-Das hat geschrieben:Haribol und Om Namah Shivaya.

Man sollte aufpassen, Kultur, Religion, Zeitgeschehen, Herrschaftsverhältnisse , usw nicht zu verwechseln.

Außerdem wäre die Frage interessant, Inwieweit sich das Thema auf die Dummheit einzelner oder auf ganze Kirchengemeinschaften oder gar auf ganze Religionen selbst bezieht. (von Gott persönlich mal ganz zu schweigen)

Letztlich wird die Religion immer so gelebt, wie auch die Menschen sind. Sind sie gut und friedvoll, wird die jeweilige Heilige Schrift dann auch entsprechend interpretiert und gelebt.
Sind die Menschen schlecht und ignorant, wird die Religion eben so verstanden und gelebt.

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Das halte ich für etwas zu allgemein gehalten. Wenn eine Religion Gewalt predigt, wird diese auch eher als Grund herhalten als eine, die es nicht tut. Klar hängt es am Ende immer am Menschen selbst, aber inwieweit der Interpretationsspielraum da ist für eine Philosophie/Religion, um als gewaltsamer Vorwand her zu halten, das liegt sehr wohl auch in ihren Grundfesten verankert.

Die Schriften eines Glaubens, die das Köpfen oder Steinigen von Menschen predigen, kann mir niemand als eine Religion des Friedens verkaufen. Und hört mir auf mit den metaphorischen Interpretation, Köpfen heißt Köpfen und Steinigen heißt Steinigen, daran lässt sich nicht rütteln!

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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon Bhairav-Das » 13. Aug 2017 20:13

Du verwechselst, bzw vereinfachst auch wieder was (obwohl ich dir natürlich zT auch Recht gebe).

Mohamed überbrachte nicht einfach ein paar Gebote oder dergleichen.
Er setzte Regeln fest, die im Einklang mit der Göttlichen Ordnung, oder besser mit den Gesetzen der Schöpfung standen (zB sowas wie Auge um Auge). Anscheinend war es zu der Zeit Notwendig, so eine art Staatsregeln aufzustellen.

Nur mal ein fiktives Bsp: wenn ein Mörder zB nicht mit dem Tode bestraft wird, dann bleibt er zwar am Leben, aber seine Strafe wird er so oder so erhalten, womöglich kommt er in die Hölle und muss viel schlimmer leiden.
Ob man die Todesstrafe jetzt Moralisch gut findet oder nicht, sei mal dahingestellt. Die Todesstrafe zB gab und gibt es dennoch in vielen Kulturen.

In dieser Art verstehe ich den Koran. Andernfalls würde er in meinen Augen gar keinen Sinn machen, und wäre wohl nicht von Gott inspiriert, wovon ich aber nicht ausgehe.

Und jetzt etwas, das mir gerade erst Bewusst geworden ist und ich mich schon oft gefragt habe:

Das Judentum war eine Religion des Schöpfungsgesetzes (bzw des Gesetzes, bzw Regeln, nach denen das Universum usw funktioniert. (Auge um Auge, Karma)
Dann kam Jesus, und lehrte die "reine" Lehre Gottes, bzw wie man Gott findet (Vergebung, Liebe, Glaube usw)
Dann kam Mohamed, und versuchte eine Art Symbiose Herzustellen, denn er sagte das die Juden ihre Gesetze im laufe der Zeit nicht mehr in ihrer tiefe verstanden. (Also, er lehrte vergebung, aber mit Grenzen und der möglichkeit, in letzter Instanz mit Gewalt für Ordnung zu sorgen).

Viel mehr kann ich zum Thema Islam nicht beitragen, da ich kein Experte bin. Ich weis nur das der Koran auf sehr unterschiedliche Art und Weise interpretiert wird, und muss mich selbst auch ein bischen darüber wundern.
Aber die Menschen haben es schon Fertiggebracht, im Namen des neuen Testamentes (also im Namen der Vergebung und der Liebe) Kriege zu beginnen.

Das Thema Islam in der heutigen Zeit, gleicht meiner Meinung nach einem Pulverfass, und ich kann diesbezügliche Bedenken verstehen. Ich persönlich halte Steinigungen zB auch für Fragwürdig, aber ich würde es nicht grundsätzlich Anprangern.
Ich finde man sollte nicht immer alles gleich auf einen Machthungrigen, verbitterten und Rachsüchtigen Gott schieben, oder gleich eine ganze Religion anzweifeln, sondern sich Fragen, was dies und jenes bedeuten könnte.
Etwas, was von den Muslimen selbst ja auch verlangt wird.

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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon Azazel » 16. Aug 2017 09:13

Genau hier ist der Platz um Religionen und deren illusionierten Götter anzuzweifeln:-) und auch deren Auswüchse wie z.B. Kreuzigungen und Steinigungen :chaos:
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon gabor » 16. Aug 2017 09:50

Steinigung ist WAS?...FRAGWÜRDIG???? :shock: :o :shock:
Kannst ja mal öffentlich eine Katze steinigen....Fragen wird man Dich dann zwar einiges :lol: , die Scheissigkeit der Tat an sich wird dabei aber nicht das Thema sein! :o
Das Daleilama hat mal recht weise gesprochen, und gesagt, dass es in einem Disput Sinn macht, sich auf AKTUELLE Fakten zu berufen, und nicht auf Schnee von gestern.
Und auch wenn das politische Korrektheit ausschliesst (in Deutschland wirklich ein Thema, welches masslos übertrieben wird), so bleibt es doch ein AKTUELLER Fakt.
Immer bereit!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon Bhairav-Das » 16. Aug 2017 11:25

Ich geb euch in allen Punkten recht.

Aber wenn man so daran geht... wo gibt es denn in der heutigen Zeit noch Steinigungen?
Weiß jetzt nur von Saudi Arabien, und das die ne Ziemlich eigenartige (um nicht zu sagen abartige) Auslegung des Koran haben, ist wohl bekannt. Leider ist gerade diese "Wörtliche-Dogmatische-Hardcore-Auslegung" auf dem Vormarsch. Ich wäre einer der ersten der in so einer Welt Rebellieren würde.
Ich würde sogar behaupten, das über 90% der angewendeten Gewalt, nicht gerechtfertigt sind, und nur auf persönlicher geistiger Schwäche und Unzulänglichkeit beruhen, von der man ablenkt oder die dadurch kompensiert wird.
(die restlichen 10 % dienen der Verteidigung des Heimatlandes und der Familie, gegen westliche Invasoren, und sind gerechtfertigt)


Ps, wer sich erinnert, gibt es im nT auch eine Geschichte über Steinigung. Dem gibt es wohl nichts hinzuzufügen: "wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein"

und ja, diese Politische Korrektheit ist einfach widerlich und erbärmlich. Nach 45 entwickelten die deutschen eine übertrieben kriecherische Demut, die mit echter Demut nichts zu tun hat, und einfach armselig und schwach ist. Tut mir Leid für die Deutschen, da haben wir als Volk eigentlich mehr drauf. (mein jetzt die Dichter und Denker, nicht die Gaskammern)
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon gabor » 16. Aug 2017 12:59

Und Du kriechst freiwillig in so ein idiologisches Loch?
Dichter und Denker......ja toll!
Bist Du einer, oder zehrst Du von Goethe....... :lol: :lol: :lol: :lol:
Schön, wenn man sich so .....eingrenzen kann.
Dichter und Denker haben nie noch eine Familie ernähren können...ausser sie waren Geheimrat(Goethe), oder hatten einen Solchen zu Freund(Schiller).
Bei Marx und Engels übrigens ganz ähnlich angelegt.
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon Bhairav-Das » 16. Aug 2017 16:38

War mir nicht bewusst das ich mich eingrenze.
Ich dachte ich hätte lediglich versucht, Vorurteile aufzudecken, um die Diskussion auf einer Sachliche Grundlage zu führen zu können.
Möglicherweise ist das (von dir) aber auch gar nicht gewollt, das würde zumindest einiges erklären.
Somit wärst du derjenige der sich eingrenzt.

(vielleicht reden wir aber auch gerade aneinander vorbei, bin mir nicht sicher)
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon gabor » 16. Aug 2017 16:47

Dachte,hätte...Fahrradkette...... :lol:
Die Eingrenzung ist ja nicht schlimm....nur recht langweilig.
Das passiert halbwegs gebildeten Deutschen häufig....sprich das Thema mal in England,Frankreich,Schweiz,Spanien an......die empfinden das als recht bekloppten Wesenszug.
Zumal die D.&D. lange tot sind! :lol:
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon Bhairav-Das » 16. Aug 2017 17:37

So langweilig kanns ja nicht sein, sonst würdest du es dir gar nicht durchlesen, bzw antworten. Es sei den die Alternativen sind noch langweiliger, aber dafür kann ich dann auch nichts.
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon gabor » 16. Aug 2017 19:55

Wie kommst Du nur auf den Gedanken, ich würde den ganzen kranken Mist hier lesen? :shock:
Das überlass ich meinem schwarzen Kater, der macht mir dann ein Memo, und ich hau sinnlos in die Tasten......
Wie ist das Wetter auf DEINEM Planeten? :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon Bhairav-Das » 16. Aug 2017 22:23

So ähnlich wie bei dir, nur die Wahrnehmung davon ist anders.





Ps. Ich hab großen SPAß an unseren Gesprächen, und habe euch alle irgendwie schon ins Herz geschlossen. (keine sorge, das brennt nicht)
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon gabor » 16. Aug 2017 22:45

Du lebst also wirklich auf einem anderen Planeten? :lol:
Deine Antwort impliziert das zumindest..... :lol: :lol: :lol:
Uebrigens wäre ich dafür DIESEN Quatsch auf die Spielwiese zu verschieben.
Gibt ja auch Neuankömlinge,und die kriegen dann ja ein völlig falsches Bild...... :lol:
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Re: Gewalt im Namen Gottes

Beitragvon Azazel » 17. Aug 2017 07:34

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