Die Akte Edward Allen Burd - Eine Kurzgeschichte

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Die Akte Edward Allen Burd - Eine Kurzgeschichte

Beitragvon Xerxes » 3. Feb 2016 17:48

Ich kann mich schon als Schreiberling bezeichnen. Vielleicht erkennt ja jemand den Stil.

Vielleicht, ich sage vielleicht, war Edward Burd verrückt. Ich kann und möchte nichts bestätigen, was sich als das falsche Entpuppen könnte. Die Polizei und Edwards Psychologen haben mich angewiesen, die Dinge aus meiner Sicht zu schildern. Ich kann das tun, doch versprechen kann ich nichts.
Ich lernte Edward auf meiner Reise durch Neuengland kennen. Soviel ich weiß lebte er damals in Chicat, einem kleinen Dorf in der Nähe der Stadt Arkham. Er arbeitete dort als Journalist bei der Chicats Roy, und er hatte mir oft erzählt, das er sehr zufrieden mit seiner Arbeit war. Im Jahre 1908 war ich in den frühen Morgenstunden in Arkham, dem geistigen Zentrum Neuenglands, angekommen, um dort zu forschen. Damals schrieb ich ein Buch über eine alte Kultstätte in einem Ort namens Insmouth, und ich versprach mir viel davon, mich in der Bibliothek von Arkham darüber zu informieren.
Ich traf Edward noch an diesem Morgen in der Bibliothek. Auch er war dort, um Erkundungen über Kulte einzuholen, wie ich kurz darauf erfuhr, und wir verwickelten uns schnell in ein Gespräch über dieses Thema. Ich habe in Erinnerung, das er sehr Gewand in diesem Thema war, doch an unser Gespräch im einzelnen sind meine Erinnerungen verfolgen. Auf jeden Fall trafen wir uns danach noch häufiger in der Bibliothek, und am Freitagabend derselben Woche, berichtete er mir von Lowcart. "Ich möchte dir etwas erzählen, was mir vor einer langen Zeit passiert ist.", sagte er "Es ist ein Erlebnis, was mir trotz der langen Zeit, die zwischen damals und jetzt liegt, gut in Erinnerung geblieben ist. Ich hielt mich damals in einem Ort namens Lowcart auf, um über den geheimen Koko-Kult zu forschen. Aus einem Buch hatte ich entnommen, das dieser schon seit etlichen Jahrhunderten in dieser Gegend existieren würde, und war in der Hoffnung, eine alte Kultstätte zu finden, schnellstmöglich dorthin aufgebrochen. Ich befragte zuerst die Dorfbevölkerung, doch war diese sehr verschlossen und in sich gekehrt. Über den Kult hatte nie jemand etwas gehört, und irgendwelche Stätten könnte ich in der Umgebung lange suchen. Ich war sichtlich enttäuscht darüber, doch konnte ich nichts machen, als mein Lager am Waldrand, etwas abseits des Dorfes , aufzuschlagen, und darauf zu hoffen, das ich den 8 Uhr Zug am nächsten Morgen erwischen würde.
Mitten in der Nacht würde ich durch etwas geweckt, wohl ein Geräusch, doch konnte ich mich nicht mehr daran erinnern. Ich kroch aus meinem Zelt heraus, um den Urheber dieser Störung auszumachen, doch konnte ich zuerst nicht entdecken, was es war. Plötzlich jedoch vernahm ich ein Trompeten, welches von oberhalb der Berge zu kommen schien, die sich in der Nähe des Dorfes befanden. Als ich meinen Kopf hob nahm ich einen Lichtschein wahr, der von oben auf mich hinab schien. Er schien von einem Feuer zu kommen, welches auf der Bergspitze entzündet wurden war. Natürlich war mir sofort klar, um was es sich handeln musste, und ich verließ überstürzt mein Zelt und rannte zu dem Berg hin. Immer wieder hörte ich das Trompeten, und schließlich nahm ich einen Singsang war, der aus der Richtung des Feuers kam. Ich glaube, ich kann mich erinnern, das ich Worte verstehen konnte. So etwas wie: Sagre, Sagro, Obresthet, Sagre, Sagro, Obresthet... . Ich konnte nichts damit anfangen, hatte ich doch gehofft, den Koko-Kult zu finden. Plötzlich vernahm ich eine Stimme. Ich kann nicht genau beschreiben, wie sie klang, doch es war als wäre es ein Echo, was durch unendlich tiefe Höhlen Hinauf getragen wird. Angst erfüllte mich, und so schnell ich konnte rannte ich zu meinem Zelt zurück und versteckte mich darin. Ich weiß nicht, wieso, doch tatsächlich schlief ich noch einmal ein. Meine Träume waren wirr und ich konnte mich am nächsten Morgen an keinen dieser Erinnern. Ich muss gegen 10 Uhr wieder erwacht sein, den die Sonne stand schon hoch am Himmel. Die Angst der vergangenen Nacht war verflogen, und so packte ich mir meinen Rucksack und begann den Berg zu besteigen, auf welchem ich am letzten Abend das Merkwürdige Ritual geschaut hatte. Oben angekommen erkannte ich tatsächlich eine Feuerstelle, doch lag kein Holz darin. Und auch sonst deutete nichts darauf hin, das hier in den vergangenen Jahren jemand gewesen war. Keine Fußspur war im Sand zu sehen, kein Dreck lag herum. Bis heute kann ich nicht sagen, was ich gesehen habe, doch geträumt hatte ich nicht. Das weiß ich sicher wie den Namen meiner Mutter. ".
An dieser Stelle endete sein Bericht, doch sprechen wir nicht darüber. Ich weiß nicht mehr , warum, doch am Ende des Abends wollte er meine Adresse, die ich ihm gab, und wünschte mir eine gute Nacht. Am nächsten Morgen war Edward weg, und ich erfuhr erst später, das er noch am selben Abend mit dem 0-Uhr-Zug abgefahren war. Damals kannte ich seinen Wohnort noch nicht, und ich sollte ihn erst später erfahren. Am Ende der nächsten Woche reiste auch ich wieder zurück in meine Heimatstadt, und in den nächsten 3 Monaten hörte ich nichts von Edward. Doch schließlich erreichte mich ein Brief von ihm.

"Mein Lieber Johnny,
Ich hoffe du erinnerst dich an mich. Wir haben vor einiger Zeit zusammen in Arkham geforscht. Ich denke jetzt dürfte dir klar sein, von wem dieser Brief stammt.
Ich bitte um deine Hilfe. Es ist das erste mal, das ich das tue, aber ich bin der Meinung, das du es wert bist. Ich bin einem alten Kult auf die Spur gekommen, der den keltischen Gott Kar anbetet. Ich habe nicht viel über den Kult und ihren Gott herausgefunden, nur das er ein dunkler Gott war und in den alten Schriften als "Obresthet", Totengott, genannt wird. Ich habe vor, einen Ausflug in den Wald East Forthern zu unternehmen, und dort nach dem Kult zu forschen. Ich denke, das dich das interessieren könnte.
Dein Freund,
Edward Burd.".
Ich weiß nicht mehr, warum, aber ich sagte damals ab. Ich schrieb ihm einen freundlichen Dankesbrief und teilte ihm mit, das ich leider keine Zeit hätte. Tatsächlich erhielt ich 2 Wochen später einen weiteren Brief von ihm. Wenn von mir verlangt werden müsste, im Falle einer Geisteskrankheit den Startzeitpunkt herauszufinden, so würde ich ihn auf diesen Brief legen.

"Mein Lieber John,
Es ist schade, das du keine Zeit hattest, mit mir zu kommen, doch Geschehenes lässt sich nicht ungeschehen machen. Dinge sind vorgefallen, die ich dir nicht erklären möchte, doch wärst du bereit, mich zu besuchen, so würde ich dich aufklären. Ich habe eine Unglaubliche Entdeckung gemacht, soviel steht fest, und wenn ich mit meinen Vermutungen richtigliege, so wird sich bald vieles Grundlegend ändern. Alles, an was wir glauben, werden wir ausgehebelt sehen, glaub mir. ".

Kein Abschlussgruß, nichts. Und damit bin ich eigentlich schon fast an das Ende von dem gelangt, das ich erzählen sollte, denn auch auf diese Einladung ging ich nicht ein. Aber ungefähr ein Jahr später war ich in East Forthern unterwegs, aus anderen Gründen. Als ich den großen, dunklen Wald sah, der sich dort erstreckte, dachte ich wieder an Edward. Ich fragte etwas in dem Dorf herum, und fand schließlich einen Mann, der sich als Freddy McLassing vorstellte. Er erzählte mir, das er mit Edward, einige Tage nachdem er den Brief von mir erhalten hatte, in den Wald ging. Er arbeitete hier als Jäger, und Edward hatte ihm eine ordentliche Stange Geld gegeben,wenn er ihn durch den Wald führen würde. Sie gingen bereits in den Frühen Morgenstunden los, doch Abends um 8 waren sie noch immer unterwegs. Edward schien kein Bestimmtes Ziel zu haben, so erzählte er mir, doch stießen sie auf ihrem Weg immer wieder auf merkwürdig Behauene Monoliten. Schließlich schob sich der Mond hervor, und gegen 10 erreichen sie eine Lichtung im Wald, die McLassing dort noch nie gesehen hatte. Ein einzelner, vom Mond beschienener Monolit stand auf dieser , und gemeinsam warfen sie ihn um. Darunter kam ein rundes Loch zum Vorschein, und Edward wies ihn an, zu warten, bis er wieder oben wäre. McLassing wartete wohl ungefähr eine Stunde, als Plötzlich aufgeregte Rufe zu ihm nach oben gelangten. "Flieh! Flieh hinaus, bei Gott, Flieh hinaus ins weite Land!". Dann plötzlich, hörte er Felsen rollen, und plötzlich tönte es gellend: "Sagre! Dore Sagre! Dore Sagre!". Daraufhin kehrte wieder stille ein. Als ich wissen wollte ,wie es weiterging, schwieg der Jäger zuerst. "Ich habe zu viel Angst. ", sagte er , und er schien die Wahrheit zu sprechen. "Plötzlich vernahm ich eine Stimme aus der Tiefe. Sie war... völlig Furchtbar. Es war, als würde sie aus unendlich tiefen Höhlen hervordringen. Ich konnte nicht anders, als die Flucht zu ergreifen.". Ich fragte ihn noch, ob er sich erinnern könnte, was sie sagte, und er nickte. "Tu es zurück. Höre auf deinen Meister.". Dann drehte er sich um und ging davon.
Damit endet das, was ich allein weiß. Das Edward kurz darauf auf einem alten Friedhof dabei erwischt wurde, wie er Tote auf einen großen Haufen stapelte, ist allgemein bekannt. Zurzeit befindet er sich wohl in der Nervenklinik Arkham. Vielleicht zurecht. Was mich aber wundert, ist, das die Höhle, von der McLassing erzählte, nie entdeckt wurde, und alleine hätte Edward den Monoliten nie aufstellen können. Doch als ich die Gegend Absuchte, entdeckte ich nur die Monoliten, die in den Himmel starrten wie tote Finger.

Arkham, 21.07.1912
Zuletzt geändert von Xerxes am 5. Feb 2016 03:06, insgesamt 2-mal geändert.
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      of infinity, and it was not meant that we should voyage."
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Re: Die Akte Edward Allen Burd - Eine Kurzgeschichte

Beitragvon Tyger » 3. Feb 2016 19:00

Eine recht schöne Story - und die Lovecraft-Anspielungen sind natürlich nicht zu übersehen. ;)
Etliche Flüchtigkeitsfehler sind noch drin, z.B.
Ich habe in Erinnerung, das er sehr Gewand in diesem Thema war, doch an unser Gespräch im einzelnen sind meine Erinnerungen verfolgen.
-> gewandt
Und der letzte Teilsatz funktioniert nicht.
Plötzlich jedoch vernahm ich einen Trompeten ...
-> ein Trompeten oder einen Trompetenton
Als ich meinen hob nahm ich einen Lichtschein wahr ...
-> Kopf?
Im Großen und Ganzen hast Du den Lovecraft-Stil recht gut hingekriegt.
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Re: Die Akte Edward Allen Burd - Eine Kurzgeschichte

Beitragvon khezef » 4. Feb 2016 21:49

Gefiel mir auch ganz gut, war eine nette Ablenkung im Zug, wenn mehr vorhanden ist, immer gerne wieder.
Die paar Flüchtigkeitsfehler hat Tyger schon rausgefischt, die mir auf die Schnelle auch aufgefallen sind, ich glaube Word oder ein Browserplugin für Rechtschreibkontrolle sollte mit so etwas aber recht kurzen Prozess machen, wenn man es selber mal überliest.

Generell aber einmal schön zu lesen, vor allem wenn der Schreiber auch einmal der Groß- und Kleinschreibung sowie Interpunktion mächtig ist. :lol:

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Re: Die Akte Edward Allen Burd - Eine Kurzgeschichte

Beitragvon Xerxes » 5. Feb 2016 03:07

Grobe Fehler wurden Editiert.
Danke dafür :)
Und ja. Mehr ist vorhanden. Zwei relativ gute Geschichten noch. Kann ich ja die nächsten Tage mal posten.
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