Intensive Aromen im Kräuterbeet

Die Magie der Pflanzen und Steine

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Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:16


Anis ~ Pimpinella anisum


Familie: Doldenblütler (Apiaceae)


Das natürliche Habitat des Anis liegt im östlichen, mediterranen Raum. Anis kann in jedem Gebiet mit gemäßigtem Klima wachsen.

Anis gehört zu den Einjährigen Pflanzen und wächst ca. 30-60 cm in die Höhe. Herzförmig-rundliche Grundblätter, welche am Rand gesägt erscheinen kennzeichnen Anis. Das Stengellaub ist meist fiederteilig. In Dolden erscheinen die kleinen weißen Blüten von Juli bis September, denen die graubehaarten, ovalen Früchte folgen, welche ab
August/September ( wenn die Stengel gelblich werden) zur Ernte bereitstehen.

Die Pflanze schätzt während der Wachstumszeit gleichmäßig milde Bodenfeuchte, die speziell in der Erntezeit nicht mit zu trockenen Perioden abwechseln sollte, da dies nicht günstig auf den Ernteertrag einwirkt. Ihre Dolden reifen nicht gleichzeitig, sondern aufeinanderfolgend; selbst innerhalb der Dolde reift der Same ungleichmäßig.nacheinander, und auch innerhalb einer Dolde reifen die Samen nur uneinheitlich.



Anis als Küchenkraut
Hier kommt Anis vor allem eine Bedeutung in der Brot/Backwarenherstellung zu. Die meiste Verwendung findet die Pflanze als Basis für Alkoholika wie etwa OUZO, PERNOD, ANISETTE, usw.
Im mediterranen Raum wird ebenso Fisch und Fleisch mit Anis ( durchaus auch Anisette/Pernod ) gewürzt; vor allem Geflügel harmoniert mit dem Aroma des Anis.


Anis als Heilpflanze
Aus den Früchten wird das ätherische Anisöl gewonnen (Destillation), dieses wirkt schleimlösenden, antibakteriell und hilft bei Krämpfen und Blähungen und auch Koliken. Ebenso wirkt Anis als Hustenhausmittel. Anis wirkt sehr anregend auf den Verdauungsapperat und die Alkoholika aus der Pflanze sind ein begehrter Digestif.
Das typische Anisaroma rührt von dem Wirkstoff Anethol her. welches der Hauptbestandteil des ätherischen Öles in der Pflanze darstellt. Süßdolde (Myrrhis odorata).


Anis im Brauchtum

* Aniskringel stellten in früher Zeit eine Opferung dar, die bei Gelagen und Festen in süssliches Bier und noch früher in Met eingetaucht wurden.

* Am Tage ihrer Hochzeit verteilte die junge Braut Aniskringel unter ausgesuchten Gästen
Jede Gästin, die der Braut ein Geschenk oder Mitbringsel offerierte, erhielt aus einer Zinnschale einen Schluck Süßbier mit eingebrockten Aniskringeln.

* Anis galt als Aphrodisiakum. Wenn die häuslichen Pflichten ( nach dem Einbringen der Ernte ) wieder mehr Priorität erlangten, bereitete die Weiblichkeit ihren Männern anishaltige Getränke, die besonders am Andereastag ( 30.11.) magisch aphrodisierend wirken sollten.

* Neu erstandene Tauben sollen sich besonders gut an den neuen Schlag gewöhnen, wenn dieser mit Anisöl bestrichen wurde oder die neuen Tauben mit Ansisamen zugefüttert wurden.
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RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:24


Eberraute / Coca-Cola-Strauch ~ Artemisia abrotanum


Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)


Eberreis, Pastorenkraut, Mugwurz, Stabwurz, Abraute, Aberraute, Zarter Beifuß, Cola-Kraut


Eberraute ist ein mehrjähriger, krautiger Halbstrauch, der bis 1,5 m in die Höhe und 30 – 60 cm in die Breite wuchert. Die ausdauernde Pflanze duftet aromatisch-zitrusähnlich, verfügt über aufrechte, verzweigte Stengel und gefiederte, graugrüne Blättchen, Eberraute blüht ca Juli – Oktober mit blassgelben Blütenköpfchen.


Eberraute als Küchenkraut
Die Pflanze wird heutzutage wenig verwendet. Im Mittelalter wurden fettreiche Mahlzeiten mit Eberraute gewürzt.


BESONDERHEIT: Die Spitzen der Triebe haben das Aroma und den Geschmack von " Cola". Jedoch nur die jungen Triebspitzen enthalten dieses Aroma, im ganzen geschnitten wird der Geschmack extrem bitter.


Eberraute als Heilkraut
Die Pflanze enthält ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe. Eberraute gilt als magenstärkend, verdauungsfördernd – hier ist ihre Verwendung in der Küche dem Beifuss ähnlich – ebenso galt sie als wurmtreibend, menstruationsfördernd und antiseptisch. Eberraute half bei Chronische Entzündungen, Hauterkrankungen, Rheumatismus und Gicht, Kurzatmigkeit, Krämpfen, Brüchen, Hüftbeschwerden. Eberraute soll als Aufguss die Abwehrkräfte stärken. Gegen Kopfschmerzen wurde Eberraute in Branntwein eingelegt empfohlen.


Eberraute im Brauchtum

* Die Englische Sprache bezeichnete die Pflanze -komischerweise- "maiden’s ruin" - ein absolutes Aphrodisiakum.

* Ein weiterer Englischer Name ist "Kiss-me-quick-and-go", was nicht gerade auf dauerhafte Liebesbeziehungen verweist.

* Wer Angst hatte, während der Predigt in der Kirche einzuschlafen, dem halfen ( auch Rosmarin tat dies ) einige Zweige Eberraute bei sich zu tragen; dies sollte bei der langatmigsten Predigt munter halten.

* Eberraute sollte ein Wundertonikum gegen Glatzenbildung sein; Eberrautenasche mit Salatöl vermengt verhelfe den Kahlköpfen wieder zu Haarwachstum.

* Unbemerkt einige Zweige Eberraute unter das Schürzenband der Liebsten gesteckt, lassen diese in Liebe entbrennen. Aber weil es keine wahre Liebe, sondern nur Liebeszauber war, halte diese Liebe nicht lange und verkehre sich rasch in das Gegenteil.
-> SIEHE MAGIE / LIEBESZAUBER UND SOLCHERLEI UNFUG
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RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:29


Fenchel ~ Foeniculum vulgare


Familie: Doldenblütler (Apiaceae)


Die mehrjährige Pflanze, die bis zu 1,50 m hoch werden kann bildet im 2. Jahr einen Blütenstand aus, danach hat sie sich erschöpft. Fenchel liebt einen warmen Standort und nährstoffreiche Böden. Die grünen Blätter können fortlaufend geerntet werden. Die Samenernte wird in der Provence zum Michaelstag (29. September) durchgeführt.


Fenchel als Küchenkraut
Einerseits beliebt sind die Knollen ( v.a. in Salaten, Gemüsegerichten und als Beilage zu gedünstetem Fisch ), andererseits die Samen, die geschmacklich an Anis erinnern. Fenchel harmoniert sehr mit Fisch/Fruits de Mer. Fenchel wird Saucen und Hackfleisch beigemischt. Feingehackte Blätter würzen gering dosiert Suppen, Salate, Mayonnaisen.


Fenchel als Heilpflanze
wirkt aufgrund der ätherischen Öle schleimlösend, entkrampfend und harntreibend. Phenol ist in seiner Antiseptischen Wirkung dem Fenchelöl mindestens 10fach unterlegen. Fenchelaufguss mit Honig ist ein altbewährtes, mildes Hustenmittel. Bei Kopfschmerzen und Migräne, gegen „Bauchweh“ bei Säuglingen und Kleinkindern. Umschläge mit Fenchelaufguss wirken bei Entzündungen am äußeren Augelindernd.
Fenchelhonig hilft bei Erkrankungen der Atemwege und des Rachens. FAK - Fenchel-Anis-Kümmel-Tee ist eine magenberuhigende, verdauungsfördernde Mischung.

Fenchel enthält Ätherisches Öl , Kieselsäure, Mineralsalze, Stärke, Vitamin A, B und C.


Fenchel im Brauchtum

* Fenchelsträuße am 24.6 an Tür und Fester aufgehängt, lassen Böse Mächte nicht eindringen.

* Neuvermählten Fenchelsamen auf den Weg gestreut, sorgt für ihr Glück.

* Fenchelsamen in die Schlüssellöcher von Spukhäusern gelegt, treibt die bösen Mächte aus.

* Wein mit Fenchelsamen getrunken, belebt das Liebesleben.
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RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:33


Galgang / Thai-Ingwer ~ Alpinia galanga

Familie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)

Kha, Galgant, Galagawurzel, Laos, Langkuas


Galgang ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die aus knollenförmige Rhizomen austreibt, diese Triebe können Höhen von ca 2 m erreichen. Die Blätter des Galgang sind gestielt und werden ca. 25 bis 35 cm lang und 6 bis 10 cm breit. Jeder Blütenstand beinhaltet drei bis sechs Blüten, die sich daraus bildende ovale Kapselfrucht ist im reifen Zustand braun oder rötlich. Die Blütezeit liegt zwischen Mai bis August, Früchte werden von September bis November gebildet.


Galgang als Küchenkraut
Die Rhizome des Galgang sind gelblich gefärbt und verfügen über mit leicht rosafarbene Seitensprosse. Die Rhizome werden geschält, zerkleinert und können dann weiterverabeitet werden. VORSICHT BEIM DOSIEREN: Im ersten Moment schmeckt Galgang angenehm fruchtig, leicht säuerlich, um danach in eine beißende, atemraubende Schärfe überzugehen. Galgan ist unverzichtbarer Bestandteil vieler Gewürzpasten der thailändischen Küche.

Galgang wird als verdauungsförderndes Mittel angesehen.
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RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:37


Gelbwurz/Kurkuma ~ Curcuma longa

Familie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)

Gelber Ingwer, Safranwurz, Gelbwurz, Gilbwurz


Die Pflanze ist im tropischen Asien bis Nordaustralien verbreitet. Das Rhizom von Curcuma longa ähnelt dem des Ingwers, hat jedoch intensiv gelbes Fleisch, das frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet wird. Es enthält bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle, bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins und wirkt anregend auf die Verdauung.


Kurkuma als Küchenkraut
Getrocknet ist der Geschmack milder und nicht so beißend, wie im frischen Zustand; aromatisch und leicht bitterlich. In gemahlener Form dient Kurkuma als günstigere Variante zu Safran. Kurkuma ist Bestandteil der Würzmischung CURRY. Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange aufbewahrt werden, Licht lässt seine Farbe rasch verblassen und das Aroma verflüchtigt sich.


Kurkuma als Heilpflanze
wirkt magensaftproduktionsanregend, dient der allgemeinen Stärkung des Immunsystemes, der Prävention von Infektionen und Erkrankungen der Atemwege. Die enthaltenen gelben Pigmente, allen voran Curcumin, sollen angeblich krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen besitzen.
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RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:40


Gewürzlilie ~ Kaempferia galanga


Familie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)

Gewürzlilie, Indische Gewürzlilie, Kaempferia, Kleiner Galgant


Die aus Indien stammende Gewürzlilie ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit samtig gemusterten Blättern. Die Blüten entspringen den Blattansätzen, meistens weißfarben mit zartvioletter Lippe. Welken die Blüten im Herbst, zieht auch bald die gesamte Pflanze ein und begibt sich unterirdisch zur Ruhe, um im nächsten Jahr wieder auszutreiben. Trocken und warm überwintert das Rhizom in der Erde. Die Kultur der Pflanze gelingt nur im feuchtwarmen Tropenhaus.


Gewürzlilie als Küchenkraut
In China werden Scheiben des getrockneten "Rhizoms" zu in Sojasoße geschmorten Gemüse- und Fleischgerichten gegeben. In Indonesien zerreibt man das frische Rhizom zu einer Paste, mit denen man Fleisch- oder Gemüsegerichte würzt. "Galanga" als Würzpulver ist in Asialäden erhältlich. Der angenehme Geschmack erinnert an Senf und Ingwer.


Eine gesicherte Heilwirkung der Pflanze ist im westlichen Sinne nicht bekannt.

Zuletzt geändert von RoSa am 7. Apr 2010 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:44


Ingwer ~ Zingiber officinale


Familie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)


Ingwer ist eine tropische Pflanze, deren unterirdisches Rhizom ( Inwgerknolle ) ein begehrtes Gewürz und Heilmittel ist. Ursprünglich ist die Pflanze in Südostasien anzutreffen. Dem Rhizom entspringen einjährige, über einen Meter hohe Triebe an denen ca. 20 cm lange, schmale Blätter sitzen. Das ausdauernde Rhizom ist kriechend und verzweigt sich weit. Die attraktiven, gelben Blüten besitzen ein gelb-braun-violett geflecktes Staubblatt und sitzen in einem zapfenartigen Blütenstand.


Ingwer als Küchenkraut
Ingwer entströmt ein angenehm zitrusartiges Aroma, der Geschmack ist beissend scharf und würzig. Der Geschmack eignet sich für die asiatische Küche, ebenso wie zur Herstellung von Backwaren. Ingwerpflaumen und kandierter Ingwer sind bekannte Süssigkeiten. Ginger Ale ist eine alkoholfreie Limonade mit Ingwergeschmack. In heißen Ländern ist Ingwer wegen seiner anregenden Wirkung auf die Schweißbildung als Zusatz in Kaffee oder Tee beliebt.


Je nach Produktionsmethode, Erntezeitpunkt und Zubereitungsart wird Ingwer ein mildes oder scharfes Gewürz.


Inhaltsstoffe
Medizinisch wirksamer Bestandteil des Ingwerwurzelstocks ist sein zähflüssiger Balsam (Oleoresin). Dieser besteht aus ätherischen Ölen und scharf-aromatischen Substanzen, den Gingerolen sowie Shoagolen.


Ingwer als Heilpflanze
Ingwer hat antibakterielle Wirkung, wirkt antiemetisch (vor Erbrechen schützend), durchblutungsfördernd, steigert die Produktion der Gallensäfte und gilt als Aphrodisiakum. In einigen tropischen Ländern wird er traditionell als Mittel zur Bekämpfung der Bilharziose angewendet.
Die Scharfstoffe wirken einem Brechreiz entgegen. Ingwer fördert die Speichel-, Magensaft- und Gallebildung, sowie die Darmfunktion. Auch eine bakterien- und pilztötende Wirkung geht vom Ingwer aus. Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen und zur Vorbeugung einer Reise- oder Seekrankheit verwendet werden. Auch Schwindelgefühle können mit Ingwer behandelt werden.
Eventuell hat Ingwer auch eine begünstigende Wirkung bei Magengeschwüren und rheumatischen Gelenkbeschwerden.


Hinweise

*Patienten mit Gallensteinen sollten Ingwer nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden. Auch bei Schwangerschaftserbrechen sollte vorher ein ärztlicher Rat eingeholt werden, da zur Beurteilung der Sicherheit bisher nur unzureichende Ergebnisse vorliegen.

* Kinder unter sechs Jahren sollten Ingwer nicht anwenden.

* Außerdem könnte Ingwer, wenn er über längere Zeit oder in hoher Dosis verwendet wird, einen Einfluss auf die Blutgerinnung und den Blutdruck haben und den Blutzuckergehalt senken. Diabetiker, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, und Bluthochdruckkranke sollten daher vor Anwendung mit ihrem Arzt sprechen. Vor geplanten Operationen sollten Ingwerpräparate abgesetzt werden.


Zuletzt geändert von RoSa am 7. Apr 2010 15:46, insgesamt 1-mal geändert.
RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:51


Kardamom ~ Elettaria cardamomum

Familie: Ingwergewächse (Zingiberaceae)


Kardamom ist eine mehrjährige krautige Pflanze und verfügt über ein stark bewurzeltes Rhizom, dem einzelnen Triebe entwachsen, die zwischen 2 und 3 Metern, durchaus 5 Meter, Höhe gewinnen. Der Blütenstiel entspringt einem flach über dem Boden kriechenden Seitentrieb und wird bis zu 1,5 Meter hoch. Die Blüten sind in einer Rispe angeordnet und haben blassbläuliche, gelbrandige Blätter. Die Früchte sind dreigeteilte, strohige Kapseln von grünlich-gelblicher Farbe.
Das natürliche Habitat der Pflanze liegt in Südindien und Sri Lanka. Der indische Malabar-Kardamom ist kleiner, gilt aber als aromatischer.



Kardamom als Küchenkraut
Die Samen enthalten ein ätherisches Öl von würzigem, süßlich-scharfem Aroma und ist sehr flüchtig. Kardamompulver ist etwas weniger intensiv ( oft mit den geschmacklosen Schalen vermahlen) und gut lagerbar.
Kardamom ist Bestandteil des Curry und findet ebenso Verwendung bei Lebkuchen und Spekulatius, aber auch für Wurstwaren, Liköre und als Bestandteil von Gewürzmischungen. Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl etwas Kardamom zugegeben.



Kardamom als Heilpflanze
beruhigt und stärkt den Magen, wirkt verdauungsfördernd und vertreibt Blähungen. Kardamom lindert auch Erkältungsbeschwerden und soll sogar die Stimmung heben. Außerdem wirkt er als Aphrodisiakum.

Gekaute Kardamomsamen erfrischen den Atem und wirken hervorragend gegen eine Knoblauch- oder Alkoholfahne.

Zuletzt geändert von RoSa am 7. Apr 2010 15:49, insgesamt 1-mal geändert.
RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:53


Mitsuba ~ Cryptotaenia japonica

Familie: Doldenblütler (Apiaceae)


Mitsuba ist eine relativ verkahlende, mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 20 cm und 100 cm erreicht. Die lang gestielten Laubblätter sind dreiteilig, die Blättchen sind rhombisch bis breit oval ; der Blattrand doppelt gesägt. Im Frühsommer erscheinen winzige, weißen Blüten in lockeren Doppeldolden. Wild wächst Mitsuba in Japan, Korea und China an feuchten, schattigen Stellen in Wäldern oder in Gräben, vor allem in Bergregionen.


Mitsuba als Küchenkraut
Frische Mitsuba-Blätter samt Stielen werden in Suppen, Fleischgerichten uva verwendet. Ebenso in Vegetarischen Sushi ist Mitsuba sehr begehrt. Als [i]„Tempura“ wird Mitsuba mit Gemüsen ausgebacken.[/i] ACHTUNG: Zu starkes Erhitzen lässt Mitsuba bitter schmecken.

Mitsuba besitzt einen milden, unaufdringlichen Geschmack, der an eine Mischung aus Kerbel, Angelika, Sellerie, Sauerampfer und Nelken erinnert.

Zuletzt geändert von RoSa am 7. Apr 2010 15:55, insgesamt 1-mal geändert.
RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 17:58


Waldmeister ~ Galium odoratum


Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)

Maiblume, Maikraut, Gliedkraut, Gliedegänge, Halskräutlein


Waldmeister hat einen kriechenden, ausdauernden Wurzelstock und treibt einfache, vierkantige, in Quirlen beblätterte Stengel aus. Die Quirle zählen lanzettliche, am Rande mit feinen Borsten besetzte Blätter. Die Blüten (MAI) stehen in einem Gipfelstrauß und sind schneeweiß, glockig sternförmig, aus ihnen enstehen nussartige Früchte.
Schattige Wälder, vorzugsweise krautreiche Buchen- oder Laubmischwäldern in Mittel-, Ost- und Südeuropa sowie Nordamerika entsprechen dem natürlichen Habitat.



Waldmeister als Küchenkraut
Waldmeister wird im Mai und im Juni gesammelt ( Maibowle ). Früher ebenso zur Aromatisierung von Süßspeisen, Limonaden, Eis, Likören, von Bier ( Berliner Weiße) und Parfümen verwendet.


Waldmeister als Heilkraut
Bei Metritis und Colpitis wird eine Essenz aus Waldmeister angewendet. In der Volksmedizin findet der Waldmeister als Antispasmodicum, bei Leberleiden und Gelbsucht Verwendung.
Inhaltsstoffe sind Cumaringlycosid ( Kraut), das besonders beim welkenden Blatt Cumarin abspaltet. In geringen Mengen kommen zudem vor: das Glucosid Rubichlorsäure und Gerbstoffe.


Vergiftungen
Cumarin kann beim Menschen in höheren Dosen Schwindel, Schlafsucht oder gar zentrale Lähmung und Atemstillstand im Koma hervorrufen.
Zuletzt geändert von RoSa am 7. Apr 2010 16:01, insgesamt 1-mal geändert.
RoSa
 

Re: Intensive Aromen im Kräuterbeet

Beitragvon RoSa » 10. Nov 2009 18:01


Zimt ~ Cinnamomum zeylanicum


Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)


Die riesigen, rechteckigen Blätter des Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum, Synonyme Cinnamomum zeylanicum oder Cinnamomum ceylanicum) sind im jungen Stadium leuchtendrot; später dunkelgrün mit weißen Blattadern Das Aroma geht auf das in ihm enthaltene Zimtöl zurück, das zu 75 Prozent aus Zimtaldehyd besteht.

Zimt ist eines der ältesten Gewürze, das angeblich schon 3000 v. Chr. in China als Gewürz verwendet wurde. In Europa des 16. bis 18. Jahrhundert galt Zimt als eines der besonders teuren und kostbaren Gewürze.[/i]


Zimt als Gewürz
Für Süßspeisen, Gebäck und Glühwein - verwendet man die [b]Rinde (Cortex Cinnamomi)
des Ceylon-Zimtbaums und zwar die dünne Innenschicht, die sich röhrenartig zusammenrollt. Aus den Abfällen wird das Zimtöl gewonnen, das zum Aromatisieren von Likören sowie als Duftstoff in der Parfümindustrie verwendet wird. Regional werden die Blätter ähnlich wie Lorbeerblätter verwendet.


Der Handel unterscheidet zwischen dem in Sri Lanka heimischen Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum ceylanicum) und dem etwas schärfer würzenden, aus China stammenden Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia).


RoSa
 


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