Initiationssysteme und Psychoanalyse

Psychologische, philosophische und wissenschaftliche Betrachtungen

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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 1. Feb 2018 18:06

huhu,
ist aber lieb wie du dir sorgen machst.

Auch wenn die jetzige Situation ziemlich unangenehm ist, habe ich mich entschlossen nicht in Richtung Krankheit auszuweichen. Es ist einfach zu gefährlich in die Mechanismen der Psychatrie zu geraten, insbesondere mit der entsprechenden Vorgeschichte. Und Medikamente töten, da bin ich mir auch sicher.

Ich werde also abwarten wozu das Amt mich verdonnert und mit der entsprechenden Beratung sehen, was ich tun muß und was nicht. Und wenn ich halt nen miesen Job machen muß, dann ist das eben so. Mehr als rausschmeißen geht nicht und ich falle ja nicht tot um wenn die Menschen sauer auf mich sind.

Ich hoffe dir geht es auch besser, du schriebst ja du seist verzweifelt? Besser natürlich den umständen, also weltkriegsgefahr usw. entsprechend. Pathologisch wäre es heutzutage, keine Depressionen zu haben und nicht verzweifelt zu sein.

Bezüglich der Realitätstheorie habe ich leider nichts gescheites vorzubringen. Außer das ich immer skeptisch bin, wenn von Illusionen die Rede ist. Der im 10 Jahre alten Thread zitierte Metzinger redet ja auch dauernd von der Bewußtseinsillusion und merkt selbst an, dass wenn das Bewußtsein eine Illusion ist eigentlich nichts existiert was getäuscht werden könnte. Dementsprechend besteht die Schwierigkeit dadrin, sich das Bewußtsein gleichzeitig als getäuscht und als nicht-existent zu denken. Das klingt sehr tief, aber man könnte auch behaupten dahinter verbrigt sich pure Hochstapelei.

Wenn man nun von Zeit als Illusion redet, so ist einleuchtend, dass die Relativitätstheorie ein echtes Argument für Zeit als 4. Dimension ist, ich gehe in der Zurückweisung des Präsentismus also so weit ich es begreife mit. Dies ändert trotzdem nichts an der tatsache, dass wir die Illusion tatsächlich erleben. Irgendetwas scheint also zu passieren, und sinnvoll beantworten können es die Physiker meines erachtens nicht, wie diese Illusion nun genau funktionieren soll. Der Eternalismus erklärt sie meines erachtens nicht.

So bleibt nichts übrig als auf die Kognitivisten zu verweisen, die dann wieder auf die Physiker verweisen. Und so ist am Ende niemand zuständig und das Wort Illusion bleibt unangefochten im Raum stehen.

Materialisten stehen Konstrukten wie "der Weltformel" übrigens recht skeptisch gegenüber. Das wird in dem von mir verlinkten Buch "Selbstorganisation der Materie" nochmal deutlich. hier der link zum thread.

Was nun die Quantenverschränkung angeht weiß ich auch nicht viel, ich weiß nur das damit keine gezielten Informationen übertragen werden können, sondern nur zufällige Signale. Das ist glaube ich das was die Esoteriker immer nicht verstehen.

freundliche grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 2. Feb 2018 05:34

fehlgeleitet hat geschrieben: Pathologisch wäre es heutzutage, keine Depressionen zu haben und nicht verzweifelt zu sein.

Hallo fehlgeleitet,
tschuldigung wenn ich nochmal nachfrage:
Hast du eigentlich verstanden, was ich weiter oben meinte mit: Mach dir kein Bild von dir selbst?
Ich stelle dir jetzt den Gegensatz dazu dar:
WÜrde ich sagen: Mache dir kein Bild von der Aussenwelt, dann geht das nicht,
denn der Unterschied ist schuld daran, dass man was erkennen kann.
Du wärst blind, sozusagen völlig losgelöst wie Major Tom.

Ich behaupte damit, dass mit der Innenwelt anders umzugehen wäre, als mit der Außenwelt.
Und ich behaupte das, weil der Verstand ein sehr gefährliches Instrument ist.
Ich erlaube mir jetzt einfach einmal den Verstand mit einem Schwert zu vergleichen.

Manche Internetdebatten gleichen einem Fechtkampf.
Es gibt Regeln, nach denen man kämpfen muß.
Oft gewinnt die schärfere Klinge.
Und er ist ein Werkzeug. Man kann damit Dinge teilen, zerlegen, analysieren.
Sollte man aber versuchen, die Wunden der eigenen Psyche/Seele damit zu heilen,
so muß man sich nicht wundern, wenn sie noch stärker bluten.

Es könnte also sinnvoll sein, den Verstand kurzzeitig aus der Hand zu legen,
wenn man merkt, dass man sich damit wehtut.

Das erinnert jetzt natürlich an gewisse Mediationspraktiken,
wo man versucht, den Verstand abzuschalten.
Die meisten davon unterdrücken allerdings den Verstand nur.
Und es gibt auch Missbrauch in dieser Hinsicht,
das "Abstellen des Verstandes" funktioniert dann so:
Bist du erst gehirnamputiert, dann läuft alles wie geschmiert.

Das ist nicht Sinn der Sache.
Du erinnerst dich weiter oben, mit den Moseszitaten? Ganz oben, wo es ums Bild machen ging?
Noch ein weiteres Moseszitat:

1.Mose 2,17: aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen.

Klingt für christliche Verhältnisse erst einmal völlig absurd, nicht wahr? Steht aber dort, kannst du nachschauen.
Und wer könnte ein Interesse haben, dass man nicht so genau hinschaut auf Gut und Böse? Klar, die Politik.
Wie ich schon sagte, für die Außenwelt kann so eine Unterscheidungslosigkeit nicht funktionieren.

Mit anderen Worten: Hast du es jemals mit einer urteilslosen Selbstbeobachtung versucht?

Bei der urteilslosen Selbstbeobachtung erlebt man etwas.
Vor allem, wenn es gelingt, den eigenen Reaktionen auf das, was man denkt, urteilslos zusehen zu können.
Also seine eigenen Reaktionen in die urteilslose Beobachtung mit einzubeziehen.
Wie lange kannst du dir zusehen ohne einzugreifen?
Da kommt einiges zum vorschein.
Und das Urteilen ist das Fresschen des Verstandes, die Substanz von der er lebt.
Ganz plötzlich ist er kurz weg, wenn man ihm seinen Treibstoff wegnimmt.

Es genügt, den Verstand kurzzeitig aus der Hand legen zu können.
Wie auch immer man es schafft.
Das gilt auch für auch für andere Situationen, in denen Denken viel zu gefährlich ist,
zum Beispiel wenn man extrem kurze Reaktionszeiten braucht auf womöglich unerwartete Ereignisse.


freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 2. Feb 2018 11:35

huhu default,
ne ich hatte nicht verstanden was du meintest bzw. es als westlichen buddhismus abgeten. *tschuldigung*. vielen dank nochmal für die erläuterung, ich denke ich habe es jetzt besser verstanden.
Ich habe es auch prompt mal ausprobiert.

Meine allererste Reaktion war es über meine bedürfnisse und deren realisierung nachzudenken. Prompt bin ich wieder in der außenwelt ;)

Die Außenwelt scheint so konzipiert zu sein, dass man das was einem am meisten Spaß machen würde, oder überhaupt Spaß machen würde nicht tun kann. Ist das das was die Buddhisten mit Anhaftung meinen, wenn man versucht seine Bedürffnisse zu realisieren, obgleich es eh nicht funktionieren wird?

Aber vielleicht war ich auch nicht auf die richtige art un weise urteilslos.

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 2. Feb 2018 12:08

Hallo fehlgeleitet,
Normalerweise muss man damit rechnen, dass es eine Weile dauert,
bis man mit der urteilslosen Selbstbeobachtung, ich sage jetzt einmal "tief genug" vorgedrungen ist.
Die obigen Betrachtungen über die Zeit, vor allem der Beitrag, bei dem du von "Gedankenflut" sprachst,
sind in erster Linie daraufhin angelegt, diesen Vorgang erheblich zu beschleunigen.

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 2. Feb 2018 14:35

huhu default,
habt vielen dank, ich werde mir die Beiträge nocheinmal durchlesen!
vielen dank für deinen hinweis
freundliche grüße

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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 2. Feb 2018 23:59

Hallo fehlgeleitet,

Lange habe ich überlegt, ob ich diesen Text posten soll, denn ich oute mich hier ein wenig.
Doch einerseits könnte das einiges erklären, und andererseits kann ich nicht ahnen, ob es anderen Leuten ähnlich ergeht.
Fakt ist jedenfalls: Neben dem Verstand gibt es in mir noch eine andere Instanz,
die mir erklärt hat, was ich von Nahtoderfahrungen zu halten habe.
Gewissermassen also ein religionskritischer Text.

Mir fällt auf, dass die Fans des Wiedergeburtsglaubens oft auch Fans von Nahtoderfahrungen sind,
obwohl dieses Thema auch andere Religionen unterstützt.

In den meisten Fällen tritt eine Nahtoderfahrung bei einer Herzoperation auf.

Die Menschen sind verschieden.
Soweit ich das beurteilen kann, ist das Unterbewußtsein beim Menschen verschieden stark ausgeprägt.
Es mag Unterschiede geben im Verhältnis von Verstand zu Unterbewußtsein.
Ich gehöre zu den Leuten, die Narkosen schlecht vertragen.

Mit einer Narkose soll gleich mehreres erreicht werden:
Das Bewußtsein soll ausgeschaltet werden.
Das Unterbewußtsein soll ausgeschaltet werden.
Das Schmerzempfinden soll ausgeschaltet werden,
und Reaktionen und Handlungen sollen ausgeschaltet werden.

Wenn das nicht zu 100% Prozent funktioniert, dann gibt es Schwierigkeiten.

Ich habe Folgendes erlebt:
Mein Bewußtsein wurde komplett ausgeschaltet.
Nicht aber komplett ausgeschaltet wurden Unterbewußtsein und vielleicht auch das Schmerzempfinden.
Die Folge war: Ich bin vom Operationstisch aufgesprungen und durchs Krankenhaus gelaufen,
solange bis mich der Sicherheitsdienst wieder eingefangen hatte,
und hinterher, als ich aus der Narkose aufgewacht bin, war ich sehr überrascht, denn konnte ich mich an nichts erinnern.

Die Konsequenzen, oder was ich daraus gelernt habe, das war Folgendes:
Ich lehne seitdem jede Narkose ab, die über die Atmung verabreicht wird und verlange eine Narkose durch Injektion,
was dann später auch akzeptiert wurde.

Ich erinnerte mich wieder, dass ich als Kind eine Neigung zum Schlafwandeln hatte,
ich wußte schon länger, dass ich mich mit meinem Unterbewußtsein befreunden musste.
Ich konnte nie ein (Selbst-)Kontrollfreak werden, weil ich sonst jederzeit mit einem Terroranschlag aus meinem Unterbewußtsein zu rechnen habe.
(Ja, als Kind habe ich das praktisch wie einen Terroranschlag empfunden, doch inzwischen ist es sogar gelungen, dem Unterbewußtsein Aufgaben zu übertragen)

Vermutlich gehöre ich mit einer solchen Neigung zu einer kleinen Minderheit.
Logisch erschließt sich mir jetzt aber, was passiert, wenn das Bewußtsein durch eine Narkose nicht vollständig ausgeschaltet werden kann.
Der Betroffene wird vielleicht seine Operation bewußt mitbekommen,
durch die Schmerzfreiheit und die Handlungsunfähigkeit wird er aber möglicherweise eine große Distanz zu seinem Körper empfinden.
Und schon sind wir bei der Nahtoderfahrung.

Einen anderen Fall habe ich mitgekriegt.
Ich kannte einen alten Mann, der inzwischen nicht mehr lebt,
der hatte auch eine Herzoperation, aber seine Operation hat er nicht wahrgenommen.
Irgend ein Teil des Gehirns war aber noch aktiv, vielleicht hat er nur geträumt.
Erzählt hat er, dass er über Damaskus und Beirut geflogen ist ganz ohne Flugzeug.
Er war früher oft beruflich im nahen Osten.
Auch er hat sein Erlebnis religiös interpretiert und er hat sich zum Islam bekehrt.
Wow, das hätte mir gerade noch gefehlt. >:->

Ich würde nun fragen, ob es vor der Zeit der Pharmaindustie auch schon Nahtoderfahrungen gab,
oder ob man diese Dinge vielleicht ganz allgemein zu den Drogenerfahrungen zählen muß.

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 4. Feb 2018 02:33

huhu default,
Ich habe die von dir angesprochenen Beiträge nochmal gelesen. Du scheinst darauf hinauszuwollen, dass auch totaler Determinismus offen lässt, wie man diesen beobachtet? Ich muß echt sagen, dass sich urteilslos selbst beobachten sehr entspannend ist, vor allen dingen wenn man vorher die ganze Zeit auf einem Über-Ich tripp war. Ich muß was leisten, ich muß was erleben, ich muß Spaß haben usw. usf.
ich fühle mich zur Zeit irgendwie ein bisschen ausgebrannt, habe ich festgestellt.

Ich habe seit meinem Grundeinkommensvortrag, der mit viel Tadel und Zwischenrufen quitiert wurde, eigentlich nur noch Computer gespielt. ok, ich habe noch ein paar bewerbungen geschrieben.Dabei ging mir das Thema Grundeinkommen eigentlich von Anfang an auf den Geist, ich wollte wie ein Feuerbach die Menschen von ihrer Idiotie erlösen, die selbstgefälligen alten säcke haben es aber nicht angenommen, wenigstens habe ich ihnen den Abend versaut. In Kurzform: Am Grundeinkommen ist nicht interessant, wie hoch es sein soll, sondern welcher Bevölkerungsteil es letztendlich bezahlt.

Klar habe ich Ideen wie es weiter gehen könnte. Man könnte eine neue Theorie des Materialismus entwickeln, man könnte einen webshop basteln, man könnte mit einem Weihnachtsmannkostüm auf den Eifelturm steigen oder man könnte auch das alles sein lassen und weiter Computer spielen. Ich spiele zur Zeit "brain/out", dass ist Counterstrike und Stalker:Shadows of Chernobyl in 2D und umsonst, wenn man davon absieht das Zeit Geld ist. Ich habe schon über 200 Stunden gespielt.

Zu den Nahtodeserfahrung können hier im Forum bestimmt mehr Leute was sagen wie ich. Grad in diesen Foren hört man ja einiges dazu. Gestern erst wurde mir eine lange Geschichte erzählt, in der jemand sowas erlebt hatte :lala:

Das Computerspiel ist auch so eine Narkose, aber sie scheint noch nicht perfekt zu wirken. Vielleicht brauch ich virtual reality, damit es endlich hinhaut? Auf Islam war ich bisher nicht. Vermutlich werde ich vorher Feminist. Gute Frage ob die Pharma Industrie die Nahtoderfahrung geschaffen hat. Andrerseits: Vor der Pharmaindustrie sind 4/5 aller Soldaten im Krieg nicht durch Kampfhandlungen verreckt, sondern durch Hunger, Seuchen, Kälte, etc. Im Fiebertraum kann man ja auch einiges erleben, und manche die erfrieren sollen auch schwer halluzinieren und sich die klamotten vom leib reißen. Verhungernde sollen allerdings keinen Trip schieben, da es zu lange dauert und bald alle drogen im Hirn verbraucht sind.

Ich weiß zur Zeit leider nicht was ich schreiben soll

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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 4. Feb 2018 23:05

Hallo fehlgeleitet,
Der Kapitalismus wird das Grundeinkommen nicht einführen,
er braucht die Hungernden schon alleine dafür, immer eine große Auswahl von billigen Arbeitskräften verfügbar zu halten.
Und ich fürchte, er braucht sogar den Rassismus.

Wenn ich ein ewiges Leben hätte, dann würde ich auch Computerspiele spielen.
Sowieso hat man den Eindruck, viele Leute sind viel damit beschäftigt, irgendwie die Zeit herumzubringen.
Liegt es vielleicht daran, dass sie immer ein Ziel vor Augen haben, auf das sie hinleben können,
und sei es nur der Zeitpunkt, wo sie sich wieder hemmungslos den Bauch vollschlagen können?

Als ich zwölf Jahre alt war, starb mein Großvater. Er hat seine Rente gerade mal 3 Monate überlebt.
Schon damals war mir die Rente sehr suspekt. Später habe ich noch viel mehr solche Fälle gesehen.
Freunde weg, alleingelassen, Nichts mehr zu tun, schnell wird man krank.
Der Rentenschock, so sagt man heute manchmal dazu.
Es ist eine der Methoden, wie man alte Leute unauffällig entsorgt, und sei es nur in die Isolation.
Darauf hinzuleben erscheint mir bis heute absurd.
Und heute sehe ich, dass auch die Selbstmordrate hoch ist unter den älteren Leuten.
Dazu kommt noch, dass die Dunkelziffer hoch ist, man erledigt das nämlich besser auf eine Weise,
welche die Auszahlung der Lebensversicherung nicht in Gefahr bringt.

Mit dem Leben nach dem Tod ist es das Gleiche.
Wie sehr es das Gleiche ist das habe ich erst viel später begriffen.

Irgendwann habe ich mal bei den Religiösen nachgefragt, was es denn im Himmel zu tun gibt.
Eine Antwort konnte mir niemand geben.

Der gute Christ bekommt seinen Lohn nach dem Tod, sagt man.
Aber heißt das nicht, als dass seine finanzielle Abängigkeit bis ins Jenseits reicht?
Na ja, zumindest die Rente nach dem Tod ist sicher. >:->
Dann mußt du nur noch sehen, dass du einen Logenplatz neben Jesus bekommst,
und nicht etwa einen von den billigen Plätzen kurz vor der Grenze zur Hölle.

Kommt das Credo von Kredit?


„Die wenigsten Menschen leben wirklich in der Gegenwart. Die meisten haben nur vor, irgendwann einmal „richtig“ zu leben.“
(Jonathan Swift)


Irgendwie kann man verstehen, dass manche Leute am Liebsten Staat und Steuern und damit auch die Bürokratie abschaffen würden.
Doch solche Leute stehen sehr weit rechts, für sie wäre logischerweise sogar die Monarchie ein Sozialismus.
Verstehen kann man sogar das wenn man bedenkt, dass diese Art von "Graswurzelbewegung" aus der Zeit stammt,
als es in Amerika darum ging, die Unabhängigkeit vom englischen Imperium zu erreichen.

Doch man vergisst vielleicht, was die Konzerne dazu sagen würden.
Wahrscheinlich würden sie sagen:
Geld regiert die Welt, die Politik wird daher bald überflüssig sein,
aber besser man lässt sie im Amt, denn: Warum soll man die Leute aus ihren Illusionen reissen?
Das ist für mich die Kurve, wo rechts wieder in links übergeht und warum das politische Spekrtrum für mich rund ist.

Ganz ähnlich könne man die Psyche sehen. Sagt man nicht: Es ist nur ein Schritt vom Genie zum Wahnsinn?
Schlecht ist es, in diesem Teil der Kurve steckenzubleiben,
Vielleicht so ähnlich, wie ein Horst Mahler in der politischen Kurve steckengeblieben ist.

Der Eternalist sagt vielleicht: Die Zeit ist rund.
Tatsächlich gibt es Leute, die sprechen von einem gekrümmten Raum-Zeit Kontinuum.
Gehört habe ich auch schon den Begriff: Fraktale Zeit.
Fraktale, das sind diese selbstähnlichen Strukturen.
Man weiß, dass es kein Perpetuum Moble geben kann.
Aber wer weiß, es könnte eine einzige Ausnahme geben. Das Universum könnte ein Perpetuum Mobile sein.

Wie auch immer. So bin ich zu einem durch und durch zyklischen Weltbild gekommen.
Dazu gehören auch solche Sprüche wie: Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie kann sich reimen.
Für mich ist das Eternalismus.

__________________________________________________________________

Ein kleiner Nachtrag zum Unterbewußtsein.
Das Unterbewußtsein kann sehr unauffällig agieren.
Vielleicht hast du dir während des Schlafens schon einmal ein Kleidungsstück ausgezogen.
So was kann vorkommen.
Ich habe immer noch lange Haare. Und oft verwende ich einen Haargummi, um die Haare zusammenzubinden.
Wenn ich erschöpft ins Bett falle, dann denke ich manchmal nicht daran, den Haargummi abzulegen.
Nach der Schlafphase fehlt dann der Haargummi. Fast immer.
Besonders praktisch finde ich es, wenn mein Unterbewußtsein nachts aufsteht und ins Bad zu geht,
während ich dabei in Ruhe weiterschlafen kann.
Du würdest das nie registrieren. Du würdest gar nicht auf die Idee kommen, das zu registrieren.
Und falls doch, dann würdest du das ganz bestimmt für eine Auswirkung der Demenz-Pandemie halten. :lala:

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 5. Feb 2018 01:16

huhu default,
korrekt, der Kapitalismus kann das Grundeinkommen nicht einführen. wenn der Kapitalismus den Rassismus brauch, kann man weiterhin folgern, dass der staatlich geförderte "politisch korrekte Diskurs" nichts anderes ist als die Institutionalisierung des Hasses. Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass die Ziele hinter PC prinzipiell unterstützenswert sind, wenn man das PC-System auch grundlegend umbauen müsste. Ich bin mir zum beispiel vollkommen unsicher wieviel "belästigung" einer Frau zuzumuten ist. ich meine ich sehe inzwischen ziemlich scheiße aus mit meinem Übergewicht, aber abgesehen davon hab ich keinen Peil mehr was erlaubt ist und was nicht und laß es deswegen ganz. Und auf Arbeitslose mitte 30er die bei ihren Eltern leben stehen die Weiber ja nicht wirklich. Aber im Grunde habe ich es mir ganz gemütlich eingerichtet in meinem single-leben. Hat alles seine vor- und nachteile. Wenigstens werde ich nicht mehr von einer Superzicke tyrannisiert.

Und ganz ehrlich: Heutzutage sind die Frauen einfach gezwungen, sich einen Mann nach seinem Einkommen auszusuchen, eine Anmache muß man also heutzutage mit dem notwendigen Kleingeld decken können. Das ist eben das System in dem wir leben.

Zurück zum Grundeinkommen:
Was der Kapitalismus allerdings tut, ist die Illusion zu schaffen, das er es vielleicht ein Grundeinkommen einführen könnte um dann etwas noch perverseres als Hartz4 zu kreieren und dann Grundeinkommen dranzuschreiben. Ganz konkret bedeutet das, dass eine Art Grundeinkommen eingeführt wird, und nebenbei rücksichtsloser Soziallabbau betrieben wird und Arbeiterrrechte wie Mindestlohn und Höchstarbeitszeit gebrochen werden. Man vermittelt den Menschen, dass sie ja bald nicht mehr arbeiten brauchen. Aber das Grundeinkommen wird nie zum Leben reichen. Und am Ende stehen wir dümmer da als vorher und müssen uns von Kredit zu Monatsvertrag zu Praktikum zu Zeitarbeit durchwinden.

Wenn du krank wirst, dein Problem. Wenn du eine Ausbildung willst, dein Problem. Du hast Kinder, dein Problem.

Darüber wollte ich aufklären, aber man wollte es nicht hören.

Klar, ich werde vermutlich einer dieser alten Menschen sein, der seinen Lebensabend in Armut verbringen muß. Aber daran kann ich nichts mehr ändern. Und in Isolation mußte ich eigentlich immer leben, ich kenn das also schon. Und ich würde auch sagen, ich habe mich dran gewöhnt. Aber vermutlich wird uns der Klimawandel ja die Hölle auf Erden bescheren, an die Rente brauch ich also gar nicht mehr zu denken.

Mir ist auch klar das ich kein ewiges Leben habe, ich schaffe es leider nicht meine Zeit sinnvoll zu nutzen. Ich denke nur an diese aussichtslose Scheiße kombiniert mit der Unsicherheit und bin irgendwie vollkommen demotiviert noch irgendwas zu machen. Jedenfalls zur Zeit. Aber als Eternalist steht man darüber? Wenn ja, habe ich sie wohl noch nicht vollkommen verstanden. Ich bin ehrlich gesagt skeptisch, aber dein urteilsoses beobachten hat mir irgendwie gefallen. Andrerseits kann ich mir kaum vorstellen, das dieser Perspektivismus zur Erleuchtung führt?

Ich meine ich stimme Swift zu, aber das weiß ich doch schon längst. Es ändert nichts. Ich brauche eine verdammte Perspektive oder eine himmlische Erleuchtung. Oder auch andersherum >:->
Ich meine mir würde es schon reichen ein bisschen mehr Sozialkontakte zu haben. Aber ohne Job keinen Umzug.

Ich denke was deine Beurteilung des Staates angehst liegst du falsch. Der Staat ist mächtiger als je zuvor. Es ist bloß die neoliberale Ideologie die behauptet, der Staat würde überflüssig werden. In Wirklichkeit ist der Neoliberalismus vollkommen unfähig, seine Vision der deregulierten Gesellschaft auch nur theoretisch auszuarbeiten.

Man muß hier unterscheiden zwischen neoliberaler Ideologie und neoliberaler Praxis.

Und das ist auch genau der Grund, warum wir uns in einer ähnlichen Situationen wie vor dem 1. Weltkrieg befinden. Wenn internationale Firmeninteressen kollidieren, so kollidieren eigentlich staatliche Interessen. Staat, Monopole, Finanzkapital durchwachsen sich gegenseitig. Und genau das beschreibt der Marxismus, und deswegen ist die marxistische Analyse des Kapitalismus aktueller als je zuvor, und zugleich, dass ist die Tragödie, ohnmächtiger als je zuvor! Denn ich sehe weder ein organisiertes Proletariat noch eine starke Linke. Was ich hingegen sehe ist der unverholene Stellvertreterkrieg zwischen USA und Russland in Syrien, den die USA zu verlieren scheinen. Aber der Importüberschuss der USA hängt von ihrer globalen Dominanz ab. Und soweit ich das sehe kam es seit dem 11. September 2001 zu einem stetigen Machtverlust der USA, die jedes langfristige Kriegsziel in allen Ländern die sie überfiel nicht erreichen konnte.

Die USA werden also einen drastischen Schritt einleiten, zur Auswahl stehen 3. Weltkrieg oder den Kapitalismus im eigenen Land abschaffen, was wohl auch nicht ohne globalen Konflikt abgehen würde.

Wissen ist Ohnmacht. Oder ist es das? Was liegt mir schon an ein paar verbrauchten Illusionen.

Was fraktale Zeit angeht: Das habe ich schonmal gehört. Es geht glaube ich darum, dass sich an bestimmten Punkten irgendwelche Subuniversen bilden? Hegels System bildet ja auch Fraktale, mit seiner spekulativen Methode, soweit ich es verstanden habe.

Dein verlinkter Beitrag klingt etwas esoterisch. Aktiviertes Kristallwasser gegen Alzheimer trinken? du veräppelst mich doch nicht etwa :basta: :lol:
freundlichen gruß fehlgeleitet

edit: alles in allem dünkt mir, dass ich zwar über mich selbst zu negative urteile fälle, aber wohl mein hauptproblem es ist , das ich zu wenig gewohnt bin überhaupt entscheidungen zu fällen. in jedem fall danke für die inspiration.

edit2: mir fällt grad auf, dass swift das gegenteil des eternalismus aussagt. ok, du veräppeltst mich wirklich. aber ich bin drauf reingefallen, von daher: glückwunsch. :chaos:
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 5. Feb 2018 12:02

nunja, veräppelt zu werden kann manchmal auch schön sein. Wenigstens hat sich jemand mühe für etwas gegeben, was nicht sein job ist und nicht die karriere fördert. das ist in der heutigen Zeit eine seltenheit.

Heute ist mein letzter Termin im Bewerbungskurs. Ich werde diesen Artikel an die Pinnwand hängen.

Ich gebe dir recht: einerseits kann man nichts machen. Es ist wahr, dass ein tyrannisches Überich das bloß den gesellschafts-politischen Aberglauben reproduziert wenig nützt. Andrerseits muß gerade deswegen etwas getan werden. Hier sind wir wieder bei Hegel seiner überdeterminiertheit, oder was ich dafür halte.

Während die Kryptocurrencies kollabieren, scheint die Angst an der Börse vor der nächsten Finanzkrise zu wachsen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass diese Finanzkrise den Startschuß für den dritten Weltkrieg liefern könnte. Ich hoffe das irgendetwas von uns und unseren Erfahrungen die kommende Feuerwalze überleben wird um die Gesellschaft zu kreieren, zu der wir leider nicht fähig waren. Nicht fähig in dem Sinne, dass wir von Anfang an keine Chance hatten, weil ein paar alte Säcke uns unsere Zukunft gestohlen haben.

All dieses WIssen und all diese Ohnmacht.

freundliche grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 6. Feb 2018 06:57

Hallo fehlgeleitet,
dass ihr euch kein Kristallwasser andrehen lasst, davon bin ich ausgegangen. Daher habe ich auf eine Warnung verzichtet.
Doch der Artikel schilderte mir das Problem drastisch genug.

Bis zum Jahr 2050 rechnen die Forscher mit rund 131 Millionen Demenzkranken weltweit. 2015 lag die Zahl der Betroffenen noch bei 47 Millionen.
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 77075.html

...Die Partner, die sich zu Hause um die Kranken kümmerten, hatten ein sechsfach erhöhtes Risiko, ebenfalls an der Demenz zu erkranken...
http://www.faz.net/aktuell/wissen/mediz ... 81424.html

19.11.2017
AC/DC-Mitbegründer Malcolm Young ist tot
Der an Demenz erkrankte Gitarrist und Songwriter Malcolm Young wurde nur 64 Jahre alt...
https://www.bz-berlin.de/leute/acdc-mit ... ng-ist-tot

Er hatte mit 64 Jahren schon das Endstadium erreicht, aber...

03.11.2017
Diagnose Demenz mit nur 32 Jahren
...es kann auch Jüngere treffen...
https://www.sat1regional.de/videos/arti ... 48552.html

Pascal, 13, dement - Wie ein Junge nach und nach das Leben verlernt
Manche Eltern haben zwei Kinder mit Demenz, eine Familie drei
http://www.augsburger-allgemeine.de/pan ... 68606.html

22.11.2017
...Die Einnahme von Benzodiazepinen geht allerdings mit einer um rund 40 Prozent erhöhten Sterblichkeit einher...
http://www.spektrum.de/news/senken-beru ... en/1521031

Ich recherchiere das Thema, weil es mit meinen Beobachtungen übereinstimmt.
Zu den Ursachen sehr kurzgefasst:
Immer mehr Hektik und Stress und Fastfood und zuwenig Bewegung....

Die digitale Demenz wäre ein zusätzliches, eigenes Thema,
das man sicher gut lösen wird mit einer soeben beschlossenen maximal zunehmenden Digitalisierung.

Dazu kommt außerdem noch, dass die Intelligenz einen Höhepunkt hatte in den 90-er Jahren und seitdem immer stärker abnimmt:

Erschreckend! Intelligenz der Menschheit nimmt ab! Wir werden immer dümmer...
https://www.youtube.com/watch?time_cont ... 5pTVtvUYMs
(uncut-news.ch -Video knappe 4 min lang)

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 6. Feb 2018 08:30

huhu default,
Digitalisisierung wird nicht in den von euch verlinkten Artikeln als Ursache für Demenz genannt. Irgendwo steht was von zuwenig Bewegung, sowie den üblichen Verdächtigen wie Rauchen. Wo anders steht was von Infektion und Molekularer Smog, dafür spricht das sechsfache Risiko für Partner. Und Depressionen.

Das mit der fallenden Intelligenz ist ein spannendes Phänomen. Vielleicht hat hier die Digitalisierung tatsächlich schuld. Ich frage mich nur in welcher Hinsicht. Ich wäre ja eher dafür, mangelnde Intelligenz bei Einsparungen im Bildungssystem zu suchen. Da es aber global stattzufinden scheint, steckt vielleicht mehr dahinter?

Habt ihr eine spezielle Theorie?

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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 6. Feb 2018 08:58

Hallo fehlgeleitet,
vermutlich wäre das Grundeinkommen aber die einzige Lösung für die Problematik von Automation, Computerisierung und künstliche Intelligenz.
Das nur nebenbei. Weiteres:

In welchem Zusammenhang Rassismus zum Kapitalismus steht, das erschließt sich über die Mafia.
Grundprinzip der Mafia: Wir sind wir und die anderen sind eben die anderen.

Wenn man über die (Alkohol)Prohibition nachdenkt, ergibt sich folgendes Bild:

Irgendwelche Fundis verbieten dieses und jenes,
und die Mafia sagt: Gut. Weiter so!
Und wenn man dann noch gute Beziehungen zur Waffenlobby hat,
dann entstehen Firmen wie der Ku Klux Klan und der islamische Staat.

Die Propaganda solcher Organisationen läuft im Geheimen ab,
die Gesellschaft würde das nicht tolerieren,
und ohne handfeste Interessen wäre das schwer möglich.

Der Ku Klux Klan wurde gegründet von sechs Offizieren.
Ich würde nicht von einer Verherrlichung des Krieges sprechen,
sondern die Gründe können sehr simple existenzsichernde Maßnahmen sein.

Der Militarist denkt sich nämlich:
Wenn demnächst alles den Bach runter geht und wir haben dann gar nichts mehr,
dann haben wir immer noch den Krieg,
und wir, die Militärs, wir werden immer Möglichkeiten finden, uns und unsere Soldaten zu füttern.

Daher ist es auch kein Wunder, dass viele Kriegs-Veteranen dem Ku Klux Klan beitreten.

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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 6. Feb 2018 14:04

huhu default,

Grundeinkommen mit Automatisierung verbinden:
haha, ja das ist die Philosophie der guten Gründe, über die sich Hegel bei seinen Kollegen lustig machte und er hingegen die Meinung vertrat, man müsse zum Begriff zurückkehren. Aus der Philosphie also eine Wissenschaft machen oder sie ansonsten ganz sein lassen.

Der Begriff des Kapitalismus benötigt aber die Armut, wie du bereits erkannt hast. Wenn Geld eine Ware ist, wie Marx nachgewiesen hat, so ist es gerade der Charakter einer Ware, dass man sie nicht "bedingungslos" erwerben kann, sondern ausschließlich dadurch, dass man seine Arbeitskraft verkauft. Oder indem jemand anderes für dich seine Arbeitskraft einsetzt.

Mitnichten wird es so sein, dass die Kapitalisten uns Fabriken baun, die für sie selbst keine Profite mehr abwerfen, weil sie vollkommen automatisiert sind und ihre Waren quasi umsonst sind. Wenn der Kapitalist eine solche Fabrik bauen kann, stellt er stattdessen die Produktion ein, weil sie ihm nicht mehr den Mehrwert erbringt. Der Mehrwert wird allein aus der Ausbeutung der Arbeiter generiert. Der Druck durch den Fortschritt führt natürlich zur fallenden Profitrate der Kapitalisten. Diese müssen also noch schneller wachsen. Eine Kollision mit anderen Kapitalisten, und damit Staaten ist unvermeidlich. Der Krieg ist unvermeidlich.

Fordere ich also ein Grundeinkommen für Arbeitslose, dass höher ist als der Mindestlohn, so ist es gerade zu unsolidarisch mit den Menschen, die weiterhin zur Lohnarbeit gezwungen werden. Innerlich haben laut einer Umfrage der IG-Metall bereits 95% der Belegschaft gekündigt. Das Grundeinkommen ist eine Illusion der Selbstständigkeit, dass sich Akademiker ausgedacht haben, die gewohnt sind das Arbeit Spaß machen kann.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen, dass unter den Mindestlohn liegt, ist hingegen eine sinnvolle Forderung im Arbeitskampf, da es Arbeiter und Arbeitslose nicht in Konkurrenz setzt. Man muß also Grundeinkommen für Abreitslose mit einer Forderung nach höheren Mindestlöhnen und geringeren Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich kombinieren.

Siehe Rainer Roth - Zur Kritik des Bedingungslosen Grundeinkommens:
Kurzversion: https://docs.google.com/viewer?url=http ... f&pdf=true
Langversion: https://docs.google.com/viewer?url=http ... f&pdf=true

Was den Klu-Klux-Clan angeht:

Wußte ich nicht, aber erscheint logisch. Über die Theorie des Schwarzmarktes weiß ich wenig. Bestimmt gibt es da auch eine marxistische Analyse, ich muß mal danach suchen. Dinge wie die IS fallen aus den Modellen die ich bisher kenne ein bisschen raus, da es sich ja nicht um einen bürgerlichen "Staat" handelt, sondern um eine faschistoide Kriegsmaschinerie? Also faschistoid in dem Sinne, dass das primäre Mittel Gewalt ist und das sekundäre Mittel Betrug, während im Kapitalismus das primäre Mittel Betrug ist und das sekundäre Mittel Gewalt.

DIe von dir genannten Vorraussetzungen dafür machen schon Sinn.

Der illegale Teil des Kapitalismus ist halt noch schwerer zu begreifen als das, was offiziell stattfindet. Und in diesen illegalen Teil sind ja vor allen Dingen Geheimdienste involviert, also der Teil vom Staat, der nicht vom Staat kontrolliert werden kann. Ich denke der Krieg gegen die Drogen dient vor allen Dingen der CIA?

Nach dem 1. Weltkrieg haben diese arbeitslosen Veteranen ja auch viel in der Politik mitgemischt. Haben die nicht Luxemburg und Liebknecht erschossen?

Wär schön wenn du darüber noch mehr erzählen kannst, also über Klu-Klux-Klan, IS, Mafia usw.

freundluiche Grüße fehlgeleitet
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 7. Feb 2018 03:27

21.04.2017
In Italien
Gericht erkennt Tumor durch Handy-Strahlung als Berufskrankheit an
Krank durch Telefonieren: Ein italienisches Gericht hat häufiges berufliches Handy-Telefonieren als Ursache eines Gehirntumors anerkannt. Die Anwälte des inzwischen 57-jährigen Klägers Roberto Romeo sprachen am Donnerstag von einer Weltpremiere.
http://www.focus.de/finanzen/versicheru ... 00355.html

Schwer zu sagen, inwieweit das zur Verdummung der Menschheit beiträgt.
Es gibt aber Leute, die sagen, wenn erst einmal 30 Jahre mit den modernen Handys telefoniert wird, dann wird sich das ganze Ausmaß der Katastrophe zeigen.

__________________________________________________

Hallo fehlgeleitet,
womit fangen wir an? Ku Klux Klan? Oder islamischer Staat?
Oder soll man das in einem anderen Thread posten?

Anscheinend versteht sich der islamische Staat als Armageddon Endschlacht-Armee.
Es war schon gegen Ende 2015 / Anfang 2016, da häuften sich Artikel zum Thema ISIS und Armageddon.

30.09.2016
ISIS News: Terror Group Forecasts Armageddon
http://www.morningledger.com/isis-news- ... /13107325/

15.01.2016
ISIS now refers to itself as THE ARMY OF ARMAGEDDON!!!
http://2fletchdr222.blogspot.de/2016/01 ... my-of.html

09.12.2015
The apocalyptic prophecy behind Islamic State's death cult
DABIQ: It's Islamic State's Armageddon - the place where the final battle between jihadists and infidels begins...
http://www.news.com.au/world/the-apocal ... 8d3f957f2b

25.09.2015
ISIS Apocalypse: Armageddon Coming, Islamic State Group Is Doomsday Cult, Says Expert
http://www.ibtimes.com/isis-apocalypse- ... rt-2115100

Hier noch zwei Links auf Deutsch zum Thema:
http://www.hintergrund.de/201511193753/ ... staat.html
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2 ... n-staates/

Das Thema ist übrigens nicht jugendfrei:

19.11.2015
Psychologe: Bloß nichts von Religion erzählen
Der Jugendpsychiater Michael Winterhoff hat sich dagegen ausgesprochen, Kindern Terrorismus mit Verweis auf Religion zu erklären. "Erzählen Sie Ihnen bloß nichts von Religion oder Heiligem Krieg", riet er Eltern im Interview mit der "Bild"-Zeitung am Donnerstag...
http://de.radiovaticana.va/news/2015/11 ... en/1187919

Nur damit das Wort Psychologie wenigstens einmal wieder auftaucht. ;-)

Ach, und schau dir dieses kurze Video an, Dauer nur knapp 2 Minuten:

Armageddon - Auszug aus Erich Fromm Preis 2012 für Georg Schramm
https://www.youtube.com/watch?v=FM1-1Qw86xg

Ich nehme an, das erspart uns einiges zu diskutieren.

Ich habe nicht alle Links überprüft. Hoffentlich gehen sie noch alle.

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 7. Feb 2018 17:34

huhu default,
Zum Elektrosmog kann ich wenig sagen. Das ist eines der Phänomene das man nicht aufklären kann, ohne Spezialist zu sein. Kann schon sein, dass Handys Krebs erregen. Würde ich auf alles verzichten was Krebs erregt wäre ich soviel mit Informationsaufnahme beschäftigt, dass ich mich nicht mehr mit Politik auseinandersetzen könnte :-)

ich folge deinem Ratschlag einen neuen Thread aufzumachen, weil wir doch sehr vom Thema abgekommen sind.

kkk-mafia-thread-t11008.html

freundliche grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 8. Feb 2018 14:58

Es gibt ein psychologisches Phänomen, das man bezeichnen kann als Apokalypse-Sucht.
Alle wollen am Liebsten weg. Am Besten schnell diesen unerträglichen Planeten verlassen.
Ein moderner amerikanischer Schlager bedient dieses Klischee:

Harry Styles - Sign of the Times
https://www.youtube.com/watch?v=qN4ooNx77u0

Schon im Titel der Bezug zur Bibel: Die Zeichen der Zeit.
Besonders die Gläubigen sehen gute Chancen, den Planeten bald verlassen zu können.
Bedient wird diese Sucht durch ständig neue Weltuntergangstermine.
Und wenn man bedenkt, wieviele Weltuntergänge wir inzwischen schon überlebt haben... ;-)

fehlgeleitet hat geschrieben:Zum Elektrosmog kann ich wenig sagen...


Das Phänomen einfach nur als Elektrosmog zu betiteln, greift zu kurz.
Man kann diese Frequenzen zu den Mikrowellen zählen.
Der kleine schwache Mikrowellen-Herd am Ohr.
Die Strahlung nimmt aber ab mit dem Quadrat der Entfernung.
Es macht also Sinn, das Handy in eine Halterung zu stellen,
und es so zu bedienen, wie es in Automobilen inzwischen Pflicht geworden ist.
Und ich würde mir auch keine Bluetooth-Geräte ins Ohr stecken.

Ähnlich ist es auch mit WLAN Geräten.
Die LAN-Geräte haben meistens seitlich einen Druckknopf,
mit dem man das WLAN ausschalten kann, wenn man es nicht braucht.
Das Gerät verbraucht dann auch nicht soviel Energie und wird nicht so heiß.

Der verkabelte Home-PC-Benutzer ist aber inzwischen praktisch zum Saurier geworden,
die Leute wollen nur noch Handys und Tablets.
Ich persönlich verwende auch keine Funkmäuse und Funktastaturen,
schließe kein Mikrophon und keine Kamera an,
und ich lasse meinen Computer auch nicht unbeaufsichtigt im Internet surfen. ;-)

________________________________________

Export glänzt mit stärkstem Wachstum seit sechs Jahren, so lautet eine Schlagzeile heute.
Früher gab es die Meinung, ein ausgeglichener Haushalt liege vor,
wenn Export und Import ungefähr gleich groß sind.
Die zusätzlichen Export-Gewinne werden aber meist an den inernationalen Börsen verschoben,
und so entsteht der Eindruck einer zusätzlichen Ausbeutung.

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Tyger » 8. Feb 2018 18:40

Abgesehen vom Elektrosmog gibts auch noch die Gefahr, dass sich in alles, was über Funk läuft, natürlich prinzipiell auch jemand reinhacken kann, um Passwörter mitzulesen oder was auch immer.
Ich halte es genauso wie Du, Default, Dinosaurierrechner mit Kabeln dran, dafür habe ich mit auch die Mühe gemacht, Kabelkanäle zu verlegen.
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 8. Feb 2018 21:49

huhu default,
klar über den deutschen Export-Weltmeister beschweren sich alle, auch Trump inzwischen. Was wir unter anderem Exportieren, ist Arbeitslosigkeit. Deswegen haßt uns auch die ganze EU. Aber klar, dass was du gesagt hast stimmt auch. Die USA haben einen gewaltigen Importüberschuß, verleiben sich also weite Teile der globalen Produktion ein.
Und investieren es in die Börse und in die Militärmaschinerie, um weiterhin Dominanz auszuüben. Trump hats vermutlich nicht verstanden, und uns deswegen kritisiert ;) . Ach kein Plan, weiß auch nicht so genau wer hier wen ausbeutet. Fest steht, dass bei mir nicht viel ankommt.

Ich habe auch keine Funke an meinem Rechner, und anrufen tut auch nur selten jemand. Aber danke für die Info, ich werde mir also keine Funkgeräte besorgen.

Ich werde diesen Scheißplaneten leider nicht verlassen, sondern im Boden vor mich hinrotten und in anderen unerträglichen Lebensformen wiedergeboren werden.

@tyger
Das mit dem hacken wollte ich auch immer mal lernen, bin aber nie über den Javaeinsteigerkurs hinausgekommen. habe aber auch das gefühl das ist ne sackgasse. oder?

freundliuche grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 9. Feb 2018 17:42

Ein kurzer Gedanke:

Ein Grundfehler unserer Zeit ist Urteil und Beobachtung voneinander trennen zu wollen.

So werden die Wissenschaften zu Archivare des Wissens bzw. zu Helfershelfern der Industrie.

Wenn es keine Wahrheit gibt, so gäbe es keinen Sinn in unseren Diskussionen. Hätte Wahrheit nicht ein Ziel, so gäbe es keinen Grund hinter dem Denken von Gedanken. Ich behaupte: Wissen hat eine Intention.

Hier sehe ich Ansätze für einen neuen Materialismus.
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Tyger » 9. Feb 2018 18:38

fehlgeleitet hat geschrieben:@tyger
Das mit dem hacken wollte ich auch immer mal lernen, bin aber nie über den Javaeinsteigerkurs hinausgekommen. habe aber auch das gefühl das ist ne sackgasse. oder?

Kommt drauf an - wer da selber etwas reißen will, macht das am besten hauptberuflich und hat keine Zeit mehr für ein sonstiges Leben. Manches geht aber auch mit fertig gekaufter Technik, gerade speziell solche Sachen wie am Funk 'mithören'.

fehlgeleitet hat geschrieben:Ein Grundfehler unserer Zeit ist Urteil und Beobachtung voneinander trennen zu wollen.

Das ist aber genau das, was Du selbst tust, wenn Du Dein ganzes Weltbild auf Urteile baust, die mit der Beobachtung der heutigen Zeit gar nichts zu tun haben KÖNNEN, weil die ein Philosoph im vorletzten Jahrhundert mal gefällt hat.
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 9. Feb 2018 22:13

hehe tyger,
es gibt urteile, die sich erst in Zukunft bewahrheiten. Was ist, wenn unserer jetziger Zustand sich der Theorie von vor über 100 Jahren angeglichen hat? Zugegebenermaßen nicht in jedem Punkt. Aber in erstaunlich vielen...

tja, vielleicht sollte ich doch noch ein paar mal beim ccc vorbeischaun, vielleicht schnappe ich da das eine oder andere auf.

als ich da mal naiv in die runde fragte:"Kann hier wer Programmieren?" erntete ich ein lautes, wütendes "NEIN!" als antowort. Im Klartext: "Mach deinen scheiß alleine."
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 9. Feb 2018 23:10

Das Thema Digitale Demenz haben wir noch nicht einmal berührt.
Früher gab es Landkarten. Kann sich noch jemand erinnern?
In Zeiten von "Google weiß alles" ist das überflüssig.
Und so praktisch. Du mußt nicht einmal mehr Text eintippen.
Du tppst auf das Mikrophon rechts oben. Sag etwas, steht dann da.
Die Kneipe, die du suchst, würde dein anderes Navi nie finden.
Und wenn du dein Handy nicht findest, dann bleibst du eben zuhause.

Unlängst hier ums Eck: Mädchen 15, Stöpsel im Ohr, Blick aufs Handy fixiert, Straßenbahn kommt, tot.
Stell dir vor, der Mobilfunk fällt aus. Ich befürchte nichts Gutes für die Selbstmordrate.

Und ein weiterer Faktor macht mir Sorgen.
Aber man muß differenzieren. Für mich ist es Verdummung.
Für andere ist es die einzige Wahrheit. Ein neuer Trend aus den USA.
War noch keiner da, der versucht hat euch zur flachen Erde zu bekehren?

Betoffen sind vor allem die Verschwörungstheoretiker.
Die Mondlandung war ein Fake. Alle Bilder von der runden Erde würden mit Photo-Shop erstellt.
Daher gibt es kein Bild von der runden Erde.
Die ISS ist der größte Schwindel überhaupt. Die NASA zeigt auf ihrem Logo okkulte Illuminatensymbole.
Es gibt zwar eine Schwerkraft, doch die Gravitation ist eine Erfindung,
die es ihnen ermöglicht, alles zu beweisen, was ihnen gerade passt.

Der Rand der Scheibe besteht aus der Eisküste der Antarktis.
Und dahinter gibt es noch viel Land, das man uns bisher vorenthalten hat.

Unglaublich, wieviele Flat-Earth Videos bei youtube zu finden sind.
Auch deutsche. Denen fällt jeden Tag was Neues ein.


Dieses Bild stammt sozusagen vom Feind-Sender:

Bild

Sogar die Russen sind schon aufmerksam geworden....

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon fehlgeleitet » 9. Feb 2018 23:46

huhu default,
mh, dass sind halt die beiden Standard-Argumente die du bringst

a) Wissen erfordert keine Mühe mehr, wird quasi "outgecourced" und so vernachlässigt
und
b) verschwörungstheoretien machen die Menschen dumm

Kann schon sein, dass da irgendwas dran ist, aber was soll man dazu sagen?

Wenn a) wahr ist, dann bedeutet es das die Menschen mit der Technik nicht umgehen können. Gut, wenn das der Fall ist haben wir sofort verloren, da die Technik nicht weniger, sondern mehr werden wird. Oder hast du noch was in der Hinterhand, was ich jetzt nicht sehe oder übersehen habe? Zizek schlägt zb vor, die Technik von den menschlichen Bedürfnissen zu entfremden, um diesem Problem vorzubeugen. :chaos:

Und ich denke, dass b) zumindest bedenklich ist. Ich stimme zu, dass alle Verschwörungstheorien im allgemeinen ein kruder scheiß sind. Aber was ist das für eine Gesellschaft, in der so viele Menschen geneigt sind krude Scheiße zur Deutung von Ereignissen heranzuziehen? Das ist doch eine Gesellschaft, in der eine große Verwirrung herrscht, eben weil die politische Bildung mangelhaft bis ungenügend ist. Und das kann nicht am Individuum liegen, sondern hat systemische Gründe.

hier zB ein Vortrag zur systematischen Verblödung in der Schule: https://www.youtube.com/watch?v=fpKR8Q56D_g

freundliche Grüße
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Re: Initiationssysteme und Psychoanalyse

Beitragvon Default » 10. Feb 2018 00:04

Hallo fehlgeleitet,
ich denke, du hast das Problem richtig erkannt.
Wenn es keine Gravitation gibt, dann heißt das: Es kreist nicht nur kein Mond um die Erde, es kreist auch kein Elektron um den Atomkern.
Das heißt, wir bekommen es mit Leuten zu tun, die für technische Erklärungen nicht mehr zugänglich sind.
Wird hier eine neue Klasse von Untermenschen geschaffen?

Im anderen Thread hatten wir gerade soetwas ähnliches wie eine Verschwörungstheorie behandelt. Du erinnerst dich.
Was will man hier erreichen?
=> Schau nur: Alle Verschwörungstheoretiker sind Spinner. Und die Flacherdler sind das Endstadium dieser Krankheit?

freundliche Grüße
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