Hier stand ein Zitat.

Wer stänkern oder sich mal richtig auskotzen will - ist hier genau richtig. Dasselbe gilt für Beiträge, die nichts mit Dämonen bzw. den anderen Themen der Unterforen zu tun haben.

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Beitragvon Lestat de Lioncour » 22. Aug 2006 11:28

Um die Headline aufzugreifen....mir geht´s saubeschissen !

Diese Zahnarztscheisse geht schon die 6 Woche, zwei Zähne haben sie bis zum Kiefer geöffnet, kein Eiter kommt raus, am Samstag musste ich in die Notaufnahme, da haben sie mich aufgeschnitten und diese Antibiotikadurchtränkten Streifen reingetan, kein Eiter kam raus....jeder Scheissarzt doktert rum...ja meinen sie nicht, das könne was mit dem Lymphomkrebs zu tun haben...Hm...laut Pet nicht, also weiter rumschustern...mittlerweile bin ich auf Valeron, seit vier Tagen geht kein Essen mehr, schlafen seit 6 Wochen nicht mehr...aber nein, in Narkose versetzen und die Scheisse aufschneiden geht ja nicht, lieber lassen sie mich leiden wie einen Köter, dem würden sie wenigstens die letzte Spritze geben, so ein verdammter Dreck !

ich hab Schmerzen ohne Ende, wie in der ganzen Chemo nicht, kein soziales Leben ist mehr möglich, ich lebe in verdunkelten Räumen ohne Licht und Geräusche, es ist wie lebendig begraben und nur Schmerzen, Schmerzen und nochmal Schmerzen, fuck off !

Katadolon hilft nicht mehr, nehm ich Diclofenac hab ich das Gefühl, mir frisst es die Knochen von innen auf, nicht mal kiffen hilft, gar nichts, des nächtens wandere ich durch die Bude, halte mir den Schädel und überlege schon, ob ich mit der Beule nicht einfach gegen eine spitze Ecke mit aller Wucht laufen soll, egal, was dann passiert


Wir leben im 21. Jahrhundert, angeblich sind wir medizinisch mit an der Weltspitze, von der Versorgung und von der Entwicklung, ich kann davon so gar nichts feststellen, ich komm mir vor, wie im tiefsten Mittelalter, Scheissärzte alle zusammen !!! :grr:
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Beitragvon Azazel » 22. Aug 2006 12:26

hmm...ich kann Euch beide verstehen...aber leider nicht helfen.
Wobei ich bei solchen Sachen immer versuche irgendetwas positives in all dem negativen zu finden...auch wenn es noch so winzig im Vergleich erscheint, das nehme ich dann dazu her nur noch daran zu denken...so eine Art Selbstsuggestion - funzt auch manchesmal
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Beitragvon whitestorm » 22. Aug 2006 12:37

@Cyco: der tägliche wahnsinn erreicht und alle hin und wieder und es ist verdammt schwer, diesem was gutes abzugewinnen. Aber das geht vorbei.

@Lestat:
Ich könnt jetzt schreiben, das du mein ehrliches Mitgefühl hast, aber ich glaube nicht, das du das brauchst.
Du bist bei weitem einer der stärksten Menschen, die ich je kennenlernen durfte...leider noch nicht persönlich, wobei ich immer noch hoffe, das wir ein Forumtreffen auf die Beine stellen können! Die Kraft, die du aufwendest um das alles durchzustehen ist bewundernswert und es ist mit Sicherheit nicht leicht, täglich aufs neue einen solchen Kampf zu führen.
wenn ich so etwas lese, dann wird einem doch immer wieder bewusst, wie leicht wir es doch haben.
Dieser tägliche Wahnsinn, den wir erleben ist doch eigentlich immer erträglich und letztendlich doch eine nichtige Sache.

Ich hab deinen Beitrag gerade gelesen und ich bin wirklich fassungslos. Ich weiss, das es dir schlecht geht, doch es erschreckt mich, was du erleben musst. Vielleicht bin ich zu verweichlicht, aber ich wünschte, ich könnte dir auch nur in irgendeiner erdenklichen Weise helfen mein Bruder-ich wüsste allerdings nicht, womit, ausser zu sagen, das ich da bin für meine Familie, zu der du dazugehörst!
Niveau sieht von unten immer wie Arroganz aus.
"Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt aber nicht weiß." F.M.Dostojewski
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Beitragvon tlahuizcalpantecutli » 22. Aug 2006 13:39

Dem lässt sich nichts mehr hinzufügen, zumindest nichts was meiner sozial eingeschränkten Kreativität entspringt...
Meine besten Wünsche sind bei dir, Lestat, doch fehlt es mir einfach an Phantasie, um mich in deine Lage hineinzuversetzen.
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Beitragvon Gast » 22. Aug 2006 14:39

stell dir vor, du stehst bei minus 20 Grad nackt in der Kälte 30 bis 60 Minuten und kommst dann in eine 30 Grad warme Bude, dieser Schmerz, wenn die Wärme wieder langsam in die Glieder läuft 24 Stunden lang und am meisten, wennst dich hinlegst und schlafen willst


Ihr wisst schon wer :grr:
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Beitragvon Mephisto-Michi » 22. Aug 2006 15:01

ojeh lestat dagegen gehts mir ja supertoll mit meiner grippe und dem dröhnenden kopf...
kann nix tun außer dir wirklich gute besserung zu wünschen und davon ganz ganz viel!!!

mephi :knuddel:
...der Wahnsinn ist nur eine schmale Brücke// die Ufer sind Vernunft und Trieb...
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Beitragvon Schwarze Witwe » 22. Aug 2006 17:30

*seufzt* Mir gehts auch oft beschissen, allerdings stoß ich dann meistens nen "ICH HABS SO SATT!" aus *ggg*, was in gewisser Weise auch was mit Sch... zu tun hat, zumindest in Hinsicht auf biologische Vorgängen im Körper.

Was soll ich sagen bzw. schreiben? Einerseits dachte ich, wenn ich jetz was schreib, dann könntes vielleicht wie gut gemeinte Ratschläge ankommen, die alles andre als gut tun, andrerseits einfach gar nix dazu sagen, fänd ich irgendwie auch blöd. Also auf das Risiko, die Gefahr hin, dass es als Pseudohilfe ankommt: Ich würd auch eher in Richtung Azazel tendieren, versuchen immer und aus jeder Situation das Beste zu machen, dem ganzen Scheiß ein bissel was positives abgewinnen können, versuchen das Gute daran für einen selber zu sehn und umzusetzen.

Ich hatte z.B. auch gut 2 Jahre extreme Schlafstörungen. Ich war ständig jede Nacht ca. 2:30 Uhr wach, nachdem ich gut nen halbes Jahr zuvor im Stehen hätte einschlafen können, und nachdem sich meine Untermieterin beschwert hat, sie säß mit Ohropax im Bett, weil ich dann nich still liegenbleiben kann, wenn ich wach bin, sondern irgendwas machen muss, um die Hyperaktivität in geordnete Bahnen zu lenken: Fensterputzen, abwaschen, baden, Musik hören, nur nich mehr im Bett umherliegen, stand sie bei mir auf der Matte und meinte, ich soll nich in Absatzschuhen auf dem Holzfußboden umhergehen. Hallo?! Hab ich vielleicht morgens 2:30 Uhr hochhackige Schuhe an?! Was denkt die von mir, wovon träumt die nachts!? Gut, ich leg mir nen persischen Teppich zu oder zieh mir ABS-Socken an und weg war sie wieder. Vorerst.

Was ich damit sagen will: Wenn mir an einer Situation, die mir zwar nicht in den Plan und Kram passt erstmal nichts ändern kann, dann tu ich zumindest was mir die Situation halbwegs erträglich macht und denk mir das ganze normal. Hey! Ich steh jeden Morgen halb 3 auf, ist halt mein Rhythmus usw. Und irgendwann konnt ich plötzlich wieder schlafen. War als hätte mein Körper was gegen diese Zustimmung *g*

Und Cyco, Schule ist für irgendwas gut. Denk mal an morgen. Du brauchst ne fundierte Basis, wenn du Zukunftsperspektiven irgendwann in die Tat umsetzen willst und nich dein Leben lang nen Traumtänzer und Phantast bleiben, zum Überlebenskünstler mutieren willst.

Auf Lestat bezogen frag ich mich manchmal obs so gut ist, dass er ständig nur fightet und er seine Kraft und den Willen, den er hat, auf einmal gegen sich selber richtet, dafür verwenden will mit 30 km/h gegen die Wand zu rennen, um sich ganz zu zerstören. Ich bin mir so gut wie sicher, dass gerade dann nix mehr wird mit Aufbau usw.

Warum erlaubst du dir nich einfach mal schwach zu sein, Angst zu haben, zu heulen, den Schmerz zu fühlen und dann einfach loszulassen? Ich mein beim Joggen ists doch ähnlich. Man rennt und rennt und alles tut weh, es kotzt einen tierisch an, dass man sich so abkämpft und abmüht und irgendwann kommt der Punkt, wo die Schmerzgrenze überschritten ist und das Laufen einfach wie von selber geht und sogar anfängt Spaß zu machen bis man losflitzt als würde mans schon Jahr und Tag machen.

Sicherlich hat man auch so Phasen, wo man sich denkt, wieso tu ich mir das alles an. Bitte erschießt mich, gebt mir den Gnadenstoß, aber in gewissen Sinne ists auch bloß so eine Art sich selbst Schwachsein erlauben zu dürfen. Die Erlaubnis kann einem niemand geben, außer man selbst. Gestehs dir doch zu, Lestat. Niemand wird denken, du seist deswegen nen Jammerlappen. Ich weiß, Menschen können unvorstellbar mehr ertragen, als sie sich selber und andre ihnen zumuten, aber manchmal ists heroischer sich gehen zu lassen. Man wird deswegen kein Vollassi, was keine Kontrolle mehr über sich hat, sondern gibt sich selbst ein bissel mehr (Handlungs)freiheit und -freiraum, zum Beispiel sich und seine Situation neu und anders zu denken.

Man muss Krankheiten nicht immer bekämpfen. Sie sind sowieso nur Ausdruck von Dingen, die längst passiert und vergangen sind. Also warum nicht einfach loslassen anstatt gegen die Krankheit, gegen sich selber und den eigenen Körper kämpfen?!

Augen auf und posititiven Blick in die Zukunft! Pessimistische Schwarzmalerei ist mir vorbehalten :au:

lg
SW
Schwarze Witwe
 

Beitragvon Gast » 22. Aug 2006 19:21

Ich weiß ... Schule ist nötig, wenn ich es mal zu was bringen will. Hör ich ständig.
Ich frage mich allerdings, was ich in dieser Welt erreichen will. Naja, muss mal schauen ... wenn ich nix finde, kann ich mich ja immer noch als Söldner verdingen. *g*

Naja ... ich hab mehrfach und lauthals meine Unzufriedenheit kundgetan, habe mich dann mit nem Kumpel unterhalten ... der Gästebucheintrag von Lestat half auch sehr.
Nu ist meine Laune wieder besser.

Danke euch für Worte und Aufmerksamkeit.

Grüße
Cy
Gast
 

Beitragvon Schwarze Witwe » 23. Aug 2006 17:13

Anonymous hat geschrieben:Ich weiß ... Schule ist nötig, wenn ich es mal zu was bringen will. Hör ich ständig.
Ich frage mich allerdings, was ich in dieser Welt erreichen will. Naja, muss mal schauen ... wenn ich nix finde, kann ich mich ja immer noch als Söldner verdingen. *g*

Naja ... ich hab mehrfach und lauthals meine Unzufriedenheit kundgetan, habe mich dann mit nem Kumpel unterhalten ... der Gästebucheintrag von Lestat half auch sehr.
Nu ist meine Laune wieder besser.

Danke euch für Worte und Aufmerksamkeit.

Grüße
Cy


Hi Cyco,

freut mich, dass es dir besser geht. Meiner Schwester gehts ähnlich (die ist Anfang 20) und steht auch wie der Ochs vorm Berg, was Ausbildung und Zukunft anlangt. Alles is zum Abkotzen und irgendwann nimmt die Unzufriedenheit über den Lauf der Zeit dermaßen Überhand, dass man sich selber nich nur auf den Schultern hockt und annervt, sondern auch irgendwie als nutzloser Versager vorkommt.

Andrerseits sind die Ausbildungsmöglichkeiten und -plätze kaum unbegrenzt, von daher ist der Spruch (auch wenn du ihn wahrscheinlich zum x.mal hörst und einfach als Blabla abtun magst) schon nicht nur sinnvoll, sondern auch die Basis dafür, welche Türen von Unternehmen dir später mal offenstehen und welche geschlossen bleiben. Wiederum andrerseits brauchts ne Idee bzw. ne vage Vorstellung davon, was du gerne machen würdest, wo du mit Leib und Seele dabei wärst, du leidenschaftlich gerne machst und vor allem, was du kannst und nicht nur deinen Nine to Five Job absitzen würdest, weil du Geld dafür bekommst, ohne dass du dir deine Ansprüche an ein gutes Leben nach deinen Vorstellungen gar nich leisten könntest, aber ansonsten du mehr nen Industriesklave wärst und dir nur notwendigerweise die Vorzüge der Spaßgesellschaft wie Party bis zum Abwinken usw. angedeihen lassen könntest.

Aber gut, ich will nich den Moralapostel raushängen lassen.

lg
Schwarze Witwe
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