Der Wolf

Alles rund um Vampirismus und Lycanthropie

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Der Wolf

Beitragvon SheMoon » 13. Jan 2008 15:25

Wenn man sich für Lycantropie interessiert, kann es nicht schaden Infos über Wölfe im Allgemeinen zu haben.
Wer Ergänzungen hat... immer her damit!



Der Wolf



Bild



Die Bezeichnung „Wolf“ tauchte das erste Mal ca. 7000 v.u.Z. auf.

In der damaligen Zeit, sah der Mensch die Natur noch mit anderen Augen. So war er der Meinung, dass er mit den Tieren verwandt sei, da auch sie in Familienverbänden, oder in Hierarchien leben. Manche gingen so weit, ein bestimmtes Tier zu verehren, oder es zum Totem über den Clan zu wählen, damit dessen Eigenschaften auf den Clan übergingen.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Wolf eine wichtige Rolle spielte. Einerseits, da er Sinnbild für ein familienaktives Tier, und andererseits weil er ein ausgezeichneter Jäger ist. Damals waren die Menschen noch nicht so eingebildet auf ihr Mensch sein, dass sie sich über alles und Jeden erhoben. Sie lernten von der Natur und ihren Geschöpfen, ganz besonders bei der Jagd war der Wolf ein guter Lehrmeister, und so mancher Mensch verdankte seine Beute, der Beobachtung der Wölfe.

Dies alles sind Gründe warum die Mythologie der Wölfe so breit gestreut und vielschichtig ist, erst als der Mensch seine Wurzeln verlor, wurde der Wolf zum Feind, auch dies spiegelt sich im Mythos Wolf wieder.





Verschiedene Mythologien:


In Turkmenien war der Wolf das Totem von 11 Sippen.

Die Usbeken leiteten ihren Ursprung vom Wolf ab.

Bei den Eskimos (der Bering Straße) wurden (teilweise, werden) die Waffen, Gebrauchsgegenstände, die Hütten und die Gesichter mit Totemzeichen geschmückt, wobei sie sich hierbei nicht nur auf den Wolf beschränken, sondern häufig auch den Kolkraben und den Gerfalken verwenden.

Die Mongolen haben eine Legende, welche besagt, dass sie von einem im Himmel geborenen Wolf, und einer Hirschkuh abstammen.

Auch die alten Türken sahen den Wolf als ihre Urmutter an, denn in alten chinesischen Chroniken, wurde überliefert, dass sie einen hilflosen zehnjährigen Knaben vor dem Tode errettet habe, der der einzige Überlebende vom Stamm der Hunnen war, der von seinen Feinden vernichtet wurde. Als dieser Junge erwachsen wurde, brachte die Wölfin zehn Söhne zur Welt, deren Vater er war. Jeder dieser Söhne wurde der Begründer eines Geschlechtsverbandes.

Die Anhänger des „Totemkults“ gehen davon aus, dass einerseits die Eigenschaften ihres Totems auf sie übergehen, und auch, dass ihnen ihr Totem, in Zeiten der Not, zur Seite steht. Dafür fühlen sie sich ihrem Totemtier verbunden wie einem Familienmitglied, bringen ihm Opfer, schmücken Dinge die ihnen wichtig sind mit seinen Darstellungen, handeln so, wie es ihr Totem von ihnen erwartet, und verzichten manchmal sogar darauf es zu jagen bzw. zu essen.



Bild



Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die Usbeken, bei denen sich die Organisation in Geschlechtsverbänden erhalten hatte, der festen Überzeugung, dass ihnen ihr Urvater der Wolf zur Seite stünde.
Das Leben ihrer Kinder war den Usbeken äußerst wichtig, da ihr Überleben von einer hohen Geburtenrate abhing. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Wolf besonders bei der Niederkunft der Frauen, und in den ersten Lebensjahren der Kinder, als Helfer angerufen wurde.


So wurde überliefert:


Um einer Frau die Niederkunft zu erleichtern, wurde ihr ein Wolfskiefer, wie ein Armband um das Handgelenk gelegt, oder man löste ein Stück Wolfsherz in Wasser, und gab es ihr zu trinken.

Das Neugeborene wurde in ein Wolfsfell gehüllt, nicht nur um es warm zu halten, sondern auch damit die Widerstandsfähigkeit des Totems auf das Kind übergingen. Lag das Kind in der Wiege, hängte man darüber Wolfszähne, Krallen und Afterkrallen auf.
Erwachsene trugen diese als Ketten, um vor jeglichem Unglück geschützt zu sein, diese Amulette durften nicht gekauft, sondern nur verschenkt werden.

Auch die Burjaten vertrauten auf die Hilfe des Wolfes, litt jemand an Fieber wurde er in ein Wolfsfell gehüllt. Bei den Kasachen und Kasantataren rieb man Ausschläge oder Flechten mit einem Wolfsschweif ab.

Auch in europäischen Überlieferungen gibt es Darstellungen in denen der Wolf als Helfer, und nicht als Killer gezeigt wird. So berichtet der römische Gelehrte und Schriftsteller Plinius der Ältere, der im 1 Jh. lebte, dass ein Wolfskopf die Kraft eines Zaubers breche. Eben aus diesem Grunde wurden sie an das Tor der Landsitze genagelt. Zu dem gleichen Zwecke, wurden in Frankreich und Deutschland Wolfsrachen verwendet. Die Bauern auf Sizilien bewahrten noch im 19. Jh. Eine Wolfspfote im Stall auf.

LG
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Beitragvon V@µpy » 13. Jan 2008 17:32

Vielen Danke SheMoon. Wirklich sehr interessant :knuddel:
Gruß
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Beitragvon Zerberus » 14. Jan 2008 01:06

die haben mich schon immer fasziniert
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Beitragvon Àzarel » 28. Mai 2008 16:26

Sehr schön. Wölfe sind absolut faszinierend. Bei den ganzen Mythen und Legenden ist es fast schon traurig in der heutigen Zeit zu leben, klar der Fortschritt ist praktisch. Die damalige Naturverbundenheit hat doch vor vielem bewahrt. Seis drum.^^

Gegrüßt
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Beitragvon Hexenblut » 28. Mai 2008 20:13

Es ist schön zu wissen das in Rumänien und Polen die Wölfe in den Wäldern heimisch werden.
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Beitragvon Grimmhold » 28. Mai 2008 20:24

Schöner Bericht. ;)

Mann kann wirklich nur hoffen dass, wir Menschen wider lernen Zusammen zu Leben mit Tier und Natur. Bei uns zu Hause ist ein männlicher Wolf in der umgebung und hat 2 Schafe gerissen die vom hohen Wert wahren. Und schon überlegt man sich ob man ihn abschiessen soll. Und als mann, dass erste Foto machte vom Wolf wahren alle begeistert. Es ist doch immer das selbe!!!!!

Ich habe sogar 2 Wölfe Tättowiert weil ich Sie so starch und faszienierend finde. Nochmals Dankefür denn schönen Bericht. Asenheil!!!¨¨
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Beitragvon taori » 2. Jun 2008 06:02

Also es drehen sich ja immer irgentwelche Mythen um Wölfe oder sogar um Werwölfe. Mein Großvater (also mein Opa) erzählte mir immer von einer Geschichte, die sich wohl in Frankreich zugetragen haben soll. Irgentwat 1750 oder so. Hat er wohl auch von seinem Opa erzählt bekommen. Damals waren auf grausamerweise viele Menchen ums Leben gekommen. Die einzige Spur war, daß jemand den "Raub" überfall überlebt hatte und davon berichten konnte. Da es damals wohl gang und gebe war wurden diese Angriffe einem etwas höherem Wesen zu geschrieben.

Also, mal ganz ehrlich! Das erinnert micht doch ganz stark an einem Film. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, daß es sich um ein Horrorroman handelt.

Naja, egal! Meinem Opa habe ich sowieso alles geglaubt, von dem was er erzählte.

P.S.:Achso mein Opi kam ausserdem aus:Auvergne
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Beitragvon Azazel » 2. Jun 2008 07:24

Das waren die Morde von Gevaudan, die man einem Werwolf zuschrieb. Die wurden in mehreren Filmen dargestellt.
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Beitragvon taori » 3. Jun 2008 14:22

Azazel hat geschrieben:Das waren die Morde von Gevaudan, die man einem Werwolf zuschrieb. Die wurden in mehreren Filmen dargestellt.


Gevaudan? Und was waren das für Filme? Kannst Du mir vielleicht ein Paar nennen? Habe jetzt mal gegooglet, aber keinen Filmhinweis diesbezüglich finden können. War auf Wikipedia wo auch der Geburtsort meines Opa´s aufgeführt wird, aber von Filmen keine Spur.
Zuletzt geändert von taori am 3. Jun 2008 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon taori » 3. Jun 2008 14:28

Aah! Hat sich erledigt. Habe jetzt einen entdeckt. "Der Packt der Wölfe" soll sich mit diesem Thema beschäftigen. Hast Du den schon gesehen?
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Beitragvon Azazel » 4. Jun 2008 08:24

das ist der aufwändigste Film dazu, aber auch der, der die meisten Popcorn-Effekte hat:-))

Der beste ist 'Die Bestie der alten Berge'
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Beitragvon ASgarII » 4. Jun 2008 14:46

falls du auch gerne liest könnte ich dir
Ritus und Sanctum empfehlen beide von markus heitz über das thema nen shcöner fantasy roman der das thema werwölfe behandelt (zu dieser zeit halt logischer weise auch an diesem ort usw^^)

naja ich mochte die beiden bücher auf jedenfall^^

lg
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Re: Der Wolf

Beitragvon Bad Wolf » 8. Feb 2013 18:25

also bei der Bestie von Gevaudan handelt es sich um eine Hyäne also einem Import Tier
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Re: Der Wolf

Beitragvon Tierfreund » 25. Mai 2013 10:01

Wölfe sind schöne und mystische Tiere, aber Komodowarane sind mir lieber >:->








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Re: Der Wolf

Beitragvon lady-nebula » 25. Mai 2013 10:11

Hallo

Die Hyäne wird den Katzenartigen zugeordnet. die nordischen und asiatischen Hunderassen haben noch viel Wolfsblut. Ein sehr interessanter Hybrid ist der Tamaskan, der den Wolf von der Optik sehr ähnlich sieht. Und der Pudel soll genetisch mehr Ähnlichkeit mit den Wolf haben als die meisten Haushunde.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hy%C3%A4nen


Grüße Nebula
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Re: Der Wolf

Beitragvon Tschandar » 26. Mai 2013 07:09

Die Hyäne wird nicht den Katzenartigen zugeordnet.
Man kann sie eher als spezialisierte Abkömmlinge der Schleichkatzen ansehen.

Katzenartige sind Angehörige der Familie der Felidae.
Hyänen sind Angehörige der Familie der Hyaenidae.
Schleichkatzen sind Angehörige der Familie der Viverridae.

Alle gemeinsam gehören sie zu der Unterordnung der Landraubtier (Fissipedia).

Sie hatten wohl möglicherweise einen gemeinsamen Ahnen. Dieser lebte allerdings im Alt - Tertiär.
Und Funde darüber sind sehr selten, wenn überhaupt vorhanden.

Das Alt - Tertiär gliedert sich in das Oligozän : 25 - 38 Mio.
Eozän : 38 - 55 Mio.
Paäozän : 55 - 65 Mio.

In welchem Zeitalter der mögliche gemeinsame Ahnen genau gelebt hat ligt noch im dunkeln der Geschichte.

Ihr solltet nicht immer alles blind runterkopieren was in Wikipedia steht. :zZz:
Tschandar
 

Re: Der Wolf

Beitragvon lady-nebula » 26. Mai 2013 07:55

Hallo

@ Tschandar : Es geht darum das die Hyäne kein Wolf ist und im allgemeinen den katzenartigen zugeordnet wird.Auch ist schon vom optischen Körperbau der Hyäne und den klassischen Wolf nur wenig Ähnlichkeit ersichtbar.
Für mich geht es hier um das Thema Wolf und Werwolf und nicht um die Werkatze oder Hyäne, deswegen habe den Wikilink eingestellt.

Grüße Nebula
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Re: Der Wolf

Beitragvon Tschandar » 26. Mai 2013 09:44

Hallo auch

Ich wolle damit sagen das es eben falsch ist, wenn die Hyäne allgemein den Katzenartigen zugeordnet wird.
Hmmmm...Es geht um das Thema Wolf und Werwolf.....
Was der Werwolf mit dem Beitrag bei Wiki zu tun hat, versteh ich nicht. :denk:
Aber ich gebe dir Recht, die Hyäne ist kein Wolf.
Genauso wenig wie sie eine Katze ist.
Tschandar
 

Re: Der Wolf

Beitragvon lady-nebula » 26. Mai 2013 09:58

Hallo

@ Tschandar : Ja, eben es geht um das Thema Wolf. Ich sehe Ähnlichkeit mit bestimmten Wolfshundrassen, zum Beispiel den Tamaskan oder den Saarlois Wolfshund. Angeblich soll der Pudel dem Wolf genetisch am engsten verwandt sein im Vergleich zu den anderen Haushundrassen. Nur, eine Ähnlichkeit zur Hyäne sehe ich nicht..das diese auch laut Wiki zu den Katzenartigen gehört. Und der Werwolf dann ja logischerweise ein Mensch-Wolfshybrid ist ( wenn man der Optik folgen darf).
Interesannt zu erwähnen wäre noch die Wolfstation von Eberhard Trummler der zwar keine Wölfe mehr hat, aber dennoch Wildhunde.
Ich stelle hier mal einen Link ein, die zu den Videos der dort lebenden Tiere führen. Sind zwar keine Wölfe, aber ich denke das dieses mit zur Thematik gehört.

http://www.gfh-wolfswinkel.de/alltagsberichte/

Grüße Nebula
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