Weltanschauung der Germanen: DIE WALA WEISSAGUNG (VÖLU-SPA)

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Weltanschauung der Germanen: DIE WALA WEISSAGUNG (VÖLU-SPA)

Beitragvon Sunnar_Baal'echem » 20. Okt 2006 11:35

Ich stelle dieses Lied hier ins Netz, mit der Hoffnung daß vielleicht Einige sich darüber Gedanken machen und mir diese auch kundtun. Da ich der festen Überzeugung bin, daß diese Weissagung viel Wahres beinhaltet, hoffe ich darauf, daß wir gemeinsam eine Entschlüsselung finden.

Denn schon bald ist die Zeit ihrer Erfüllung, die ersten Anzeichen sehen wir schon deutlich in Naturkatastrophen und andauernden Konflikten verfeindeter Parteien.

Aus der Welt der Geister schwappen immer mehr Rufe nach Frieden, Freiheit herüber und jeder ist aufgerufen sich am ewigen Spiele lautstark zu beteiligen. Ab 2012 wird die Binde fallen, welche uns blind hier auf dem Erdrund festhielt. Zu lange waren nur Einzelne befähigt weiter zu blicken, sich selber rettend, lebten sie verborgen. Doch schon in wenigen Jahren werden dem Menschen geistige Regionen eröffnet, in welchen die Geheimnisse unsrer irdischen Sendung mit dicken Lettern geschrieben stehen.

Bis 2019 soll dem Menschen noch Zeit verbleiben, sich selbst zu entdecken, um die Gewissheit seiner brüderlichen Verwandschaft zu Allem im Äther wissend zu fühlen. Zulange waren wir getrennte Wesen, zulange gingen wir Allein unsrer Wege, es ist an der Zeit Gemeinschaft zu leben, mitzuwirken am Liebesspiele zur Freude der Menschheit.

Stolz sollen wir sein und Macht ausüben um Veränderung zu bewirken. Eine neue Zeit, ein neues Geschlecht, vorbei ist die Zeit von Karma und Buße. Ein jeder ist Gott, Dämon und Menschlein, wir gemeinsam erschufen diese Welt, ohne Zweite und wir sind es auch welche sie weiterführen, in eine neue fünfte Dimension.

Naturvölker wissen was geschieht den sie sehen mit anderen Augen, sie fühlen was passiert. Es ist nicht das erste Mal daß die Welt sich wandelt und es wird auch nicht das letzte mal sein. Wir müssen uns der neuen Schwingung anpassen um nicht zu stürzen. Bedingungslose Liebe und Vergebung sind Schlüssel zum neuen Reich der Mitte. Einer ist Alles und Alles ist Eines, Frieden und Freiheit und ein angstfreies Leben ist menschenwürdig, gerecht und wahr.


DIE WALA WEISSAGUNG: (was davon noch übrig ist!)
(aus der EDDA, Die heiligen Lieder der Ahnen, übersetzt von Wilhelm Jordan)


1. Leihet dem Lied Lautlos Andacht,
Hohe und niedere Heidallssprossen.
Walvaters Werke Will ich künden,
Vorzeitmären Des Menschengeschlechtes,
Deren als älteste, ich mich erinnre.

2. Ich weiß im Beginn Die Giganten geworden,
Die in alten Zeiten Mich selbst erzeugten.
Neun Weltenkreise waren, Neun Wölbungen droben,
Und unter dem Staube Noch nicht entstiegen
Das beste Gebilde, Der Baum der Mitte.

3. Im Urzeit-Alter, Als Ymir gewaltet,
War nicht Sand noch See Noch kühle Salzflut,
Nicht Erde vorhanden, Noch Oberhimmel,
Nur klaffende Kluft, Nicht das kleinste Gräschen.

5. Sonne ging Süd auf, Gestellt dem Monde,
Und lenkte rechts Die himmlischen Rosse;
Denn weder wußte Sie selbst ihren Wohnsitz,
Noch ihren bestimmten Standort der Sterne,
Noch war der Mond Seines Meßamtes kundig.

4. Bis Burs erzeugte die Zirkelbahnen
Geschaffen für sie, Worauf sie den schönen
Garten der Mitte Gemodelt, die Erde.
Von Süden besonnt Ward die starre Steinflut
Und die Gründe grünten Von Gräsern und Kraut.

6. Da versammelten sich Auf ragenden Sitzen
Die Sippe der Götter, Beratend zu sinnen
Auf Namen für Nacht, Für Voll- und Neumond,
Nicht minder für Mittag, Morgen und Abend,
Für Jause und Vesper, Um Jahre zu zählen.

7. Idafeld wurde Der Asen Wohnsitz.
Da bauten sie Höfe Und Heiligtümer,
Schmelzöfen, Schmieden, Geschmeide zu bilden;
Da formten sie Zangen, Zeug und Gezäh.

8. Würfelnd im Hofe Waren sie heiter;
Niemals ging Ihr Gold auf die Neige,
Bis drei hünisch gewaltige Hehre Weiber
Herein geriethen Aus Riesenheim;

16. Bis aus dieser Versammlung Drei hold gesinnte
Und herrschende Asen Ein Häuschen fanden
Und außen den Esch Und die Ulma trafen,
Noch wenig stark Und bewußt der Bestimmung.

17. Nicht hatten sie Odem, Noch hatten sie Einsicht,
Nicht Blut noch Regung Noch blühende Röte.
Odem gab Wuotan, Einsicht Hönir,
Lodur Blut und blühende Farbe.

18. Eine Esche erhebt sich, Yggdrasil heißend,
Aus weißem Letten Mit luftigem Wipfel.
Ihr enttaut was feuchtend Fällt in die Thäler;
Über dem Urborn Immergrün steht sie.

19. Von dort, aus dem Becken Unter dem Baume
Kommen drei Weiber Die vieles wissen.
Urd heißt eine, Werdandi die andre;
Sie schrieben ins Täflein "Schuld" als dritte.
Sie stiften Satzung, Bestimmen das Leben
Und melden Bescheid Von der Menschen Geschick.

20. Die erste Schlacht in der Welt ward geschlagen,
Als man stärkte im Feuer Die Fee des Goldes,
In der Halle des Hohen Sie heizte zum SAchmelzen.
Dreimal verglommen, Dreimal aus Gluten
Wiedergeboren, Wird sie lebendig,
Immer noch, oft Und allerorten.

21. Hellglanz hieß man sie, Wo sie ins Haus kam,
Wohlthat weissagend, Wölfe zähmend.
Scheidkunst trieb sie, Schätze verheißend,
Lockerer Leute Steter Liebling.

22. Da versammelten sich Auf ragenden Sitzen
Die Sippe der Götter Beratend zu sinnen,
Ob sie rächen sollten Die ruchlose Sünde,
Oder alle zusammen Sühngeld nehmen.

23. Wuotan schoß Den Schaft in die Scharen,
Die erste Schlacht In der Welt ward geschlagen,
Gebrochen das Bollwerk Der Burg der Asen,
Und wehrhafte Wanen Stampften die Walstatt.

24. Da versammelten sich Auf ragenden Sitzen
Die Sippe der Götter, Beratend zu sinnen,
Wer mit Trug das Luftreich Getrübt und geliefert
An die Brut der Riesen Die Braut des Wuotan.

25. Den Donar ergriff Der grimmigste Zorn,
Denn selten säumter, Solches vernehmend.
Da schwanden zu Trug die Schwüre, Verträge,
Die man heilig bisher Zu halten verheißen.

26. Ich weiß des Heimdall Horn verborgen
Unter dem heiligen Himmelsbaume.
Ich schaue, wie schämend Ein Strom entstrudelt
Walvater Pfande. Wißt ihr's zu deuten?

27. Allein saß sie außen, Als der Alte kam,
Der gescheuteste Ase, Schaut' ihm nach den Augen.
Weswegen forscht ihr? Was wollt ihr erfahren?
Alles, Wuotan, Auch wo du dein Auge
Verborgen hast, Ist mir offenbar.
Im lauteren Borne Mimirs verbargst du's
Und Meht trinkt Mimir Jeden Morgen
Als Walvaters Pfand. Wißt ihr's zu deuten?

28. Heervater reicht' ihr Halsschmuck und Ringe.
Mit Runen zu Rechtum, Auch Wünschelruten.
Da sah sie in die Weiten Sämtlicher Welten.

29. Da sah sie Walküren Von weitem kommen,
Gerüstet zu reiten Ins Reich der Götter.
Schuld hielt den Schild, Die zweite war Skögul.

30. Ich sah's, wo Balder, Dem blutenden Gotte,
Dem Sohne des Wuotan Unheil gesät war.
Im Wipfel wuchs Hoch über den Wiesen
Gar zart und zierlich Die Zinke der Mistel.

31. Mir deucht, es ward Aus diesem Gewächse
Der schädliche Schaft, Den Hödur zum Schuß nahm.
Kaum eben geboren War Balders Bruder;
Nur eine Nacht alt Unternahm es
Der Wuotanerzeugte Die Waffen zu zücken.

32. Da betrauert Frigg alm feuchten Fruchtsaal
Das Wehloos Walhalls. Wißt ihr's zu deuten?

°-°-° [Wer rächt den Balder Am ruchlosen Mörder?
Im Wintersaale Gebiert den Wali
Rinda von Wuotan Zum Rächer der Unthat,
Der, nur eine Nacht alt, Schon stark genug ist.]

33. Er kämmt nicht sein Haar, Noch wäscht er die Hände,
Bis er Hödurn empor Auf den Holzstoß gehoben.

34. Da weiß die Wala Bande gewunden,
Sehr dicht umfesselnd, aus Därmen verfertigt.
Im Warmbrunn-Walde Gewahrt sie liegen
Eine Lügenlarve, Dem Loki ähnlich.
Da sitzt auch Sigyn, Nicht sonderlich heiter
Um ihren Gemahl. Was meint das? Merkt ihr's?

35. Ein Oststrom ergießt sich Durch giftige Thäler,
Von Schlamm und Schlick, Den heißt man Slidur.
Am Nordgestade In Nidagebirge
Stand der goldene Saal der Sindrisöhne.
Ein anderer stand Am Orte Unkalt,
Der Biersaal der Riesen, Brimir genannt.

36. Einen Saal sah sie stehn Entfernt von der Sonne,
In Nastrand, die Thüren Nordwärts schauend.
Ein Regen von Gift Durchrieselt die Luken;
Zum Dache verschlingen sich Schlangenleiber.

37. Es waten dort In verdicktem Gewoge
die Meuchelmörder Und Meineidschwörer,
Die zu Minne beschwatzten Des Nächsten Gemahlin.
Da saugt an den Leichen Verlebter der Neidwurm,
Da martert zerfleischend Der Männer so manchen
Der würgende Unhold. Wißt ihr die Deutung?

38. Die Alte saß östlich Im Eisenwalde
Und fütterte dort Die Brut des Fenrir.
Der Schlimmsten Einer Aus diesem Geschlechte
Vermummt sich zum Scheusal Als Mondbeschatter.

39. Ihn sättigt das Mark Entseelter Menschen,
Er rötet mit Blut Den Ratsaal der Götter.
Die Sonne wird schwarz In kommenden Sommern,
Es wirbeln alle Wetter. Wißt ihr's zu deuten?

40. Am Hügel saß, die Harfe schlagend,
Der Behüter der Riesen Als heiterer Adler.
Über ihm Ruft Im Rabenwalde
Der hellrote Hahn, Fialar geheißen.

41. Gellend kräht Bei den Göttern Goldkamm
Und weckt aus dem Schlafe Walvaters Schlachtvolk.
Unter der Erde Kräht ein andrer,
Der rußbraune Hahn Im Reiche der Hel.

42. Furchtbar heult Vor der Felsenhöhle
Der Höllenhund. Die Bande bersten,
Der Wolf entwischt Und sucht das Weite.
Viel bewußt ist der Weisen. Von fern gewahr' ich
Des Daseins Verdämmern, Der Götter Verderben.

43. Einer Mutter Kinder Morden sich kämpfend,
Nichts mehr wiegt Nächste Verwandschaft.
Die Welt wird böse, Buhlschaft wuchert;
Der Zeit Gebieter SAind Beil und Schwert.
Schilde zerschellen Ihr einzig Geschäft.
Windzeit, Wolfszeit Eröffnen den Weltsturz,
Mitleidlos mordet Der Mensch den Menschen.

44. Die Mimunge spielen. Der Mittbaum lodert,
Gellend ertönt Der Thorwarts Tuba;
Laut bläst Heimdall, Sein Horn erhebend;
Mit Mimirs Haupte Spricht murmelnd Wuotan.

45. Der böse Loki, ist ledig der Bande;
Angstvoll stöhnet Die uralte Esche.
Noch steht ihr Stamm - Bald wankt, bald stürzt er;
Alle Wesen zittern Und ziehn den Helweg,
Wenn ihn Surtur verschlingt Mit sengender Glut.

46. Vom östlichen Rande Heran gesegelt
Kommt Hrym im Schiffe Den Schild erhebend;
Von den wütenden Schlägen Der riesigen Schlange,
Die den Erdkreis umwindet, Branden die Wogen.
Der Adler faucht Und zerfetzt die Leichen
Mit fahlem Schnabel; Entfesselt naht sich
Das aus Fingernägeln Gefügte Fahrzeug.

47. Auf dem Kiele kommt Über See von Süden
Muspels Geleit, Und Loki steuert;
Beim Wolf ist des Wütrichs Ganze Verwandschaft.
vor der Schar, ihr verbunden, Geht Byleists Bruder.

48. Was fehlt den Asen? Was fehlt den Alfen?
Ganz Riesenheim rauscht, Zum Rat gehn die Asen.
Vor steinernen Thoren Stöhnen die Zwerge
als Führer in der Felsburg. Findet ihr Deutung?

49. Mit flackernden Flammen Kommt Surtur von Süden,
In der Sonne funkelt Des Furchtbaren Schwert.
Gebirge zerbersten, Bergweiber stürzen;
Hinunter ins Nachtreich Müssen die Menschen,
Und in Hälften zerreißt Das Rund des Himmel.

50. Die zweite Trauer Betraf da Hlina'n,
Als Wuotan zur Abwehr Des Wolfes auszog
Und Belis Erleger, Der leuchtende Ase,
Den Surtur suchte; Denn sinken sollte
Der Gott, der Friggas Freude gewesen.

51. Doch der große Sohn Des Vaters der Siege,
Widar, erlegt Den Leichenwolf.
Auf den Riesenzögling Zückt seine Rechte
Den Stahl, und sein Stoß Durchsticht ihm das Herz.
So rächt er tapfer Den Tod des Vaters.

52. Dann kommt der Lodyn Erlauchter Sprosse
Von Wuotan gegangen, Dem Wurm zu begegnen.
Der mächtige Hort Des Gartens der Mitte
Zielt und trifft Mit zornigem Streiche.
Doch sie fürchtet den Schlag nicht. Er fällt vor der Schlange.
Neun Schritte springt Der Sprößling Fiörgyns
Zurück -: nun müssen Die Menschen alle
Den Wohnsitz der Welt Entweichend räumen.

53. Die Sonne verschwält Und beginnt sich zu schwärzen,
Die Erde sinkt in die See hinunter,
Am Himmel erlöschen Die leuchtenden Sterne;
Die Lohe umwütet Den Lebensbewahrer;
Bis zum Himmel leckt Die lodernde Glut.

54. Doch enttauchen seh' ich In kommenden Tagen
Dem Grunde des Meeres Die grünende Erde.
Die fallende Flut Überfliegt der Fischaar,
Der sich Beute gefangen Im Felsengebirge.

55. Da finden sich die Asen Auf Idafelde,
Um über den Wurm, Der gewunden den Erdkreis
Umringelt hält, Gericht zu halten.
Der weiland gewirkten Große Werke
Gedächtnis erwacht, Auch gedenken sie wieder
Der in sinnigen Sprüchen Vom Sagengotte
In alten Zeiten Erzählten Mären.

56. Da werden sich wieder Die wundersamen
Goldenen Würfel im Grase finden,
Die im Zeitenbeginne Die Götter besaßen.

57. Der Acker trägt Unbesät Getreide,
Verbannt ist Böses, Heim kehrt Balder;
Beisammen in Wuotans Siegessaale,
Der hohen Halle Der Heeresgötter,
Wohnen die beiden, Balder und Hödur ....
wisset ihr, was das in Wahrheit bedeutet?

58. Dem Hönir gelingt es Zu lösen den Blutzweig,
Und die Nachgebornen Der beiden Brüder
Werden bewohnen Das zweite Windheim.
Wisset ihr, was das in Wahrheit bedeutet?

59. Ich seh' einen Saal, Schöner als die Sonne,
Belegt mit Gold, Im Lee der Glutwelt.
Da werden wohnen Die würdig Bewährten
Und nimmer gefristeter Freude genießen.

60. Dann kommt jener Fürst Zum Gericht gefahren,
Der Höchste von Oben, der alles beherrscht.
Urteil beschließt er, Schlichtet Zwiste
Und sichert Ordnung Mit ewiger Satzung.

61. Doch da kommt schon beschwingt Der Schwarze Drache,
Die flinke Natter Herauf geflogen
Aus Nidafels. Der nagende Neidwurm
Überfliegt die Fluren Und trägt auf den Flügeln
Tote. - Nun taucht In die Tiefe die Wala.
DAS NATÜRLICHE IST DAS GÖTTLICHE!
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