von citgirl alias whitemoon » 3. Feb 2011 18:34
...Die verhängnisvolle Nacht
Ich gehe durch die Straßen, während sich überall plötzlich die Dunkelheit ausbraitet.
Mir scheint, als ob sich die Hölle selbst geöffnet hat und alles lebendige verschlingt.
Ich halte an und drehe mich um...
Aber das was ich da sehe, kann doch unmöglich Exestieren.
"Hmm...der Alk muss mir wohl die Sinne geraubt haben, vielleicht war's ja doch ne Flasche zuviel."...
Ich drehe mich wieder um und gehe weiter, komme aber nicht weit.
Direkt vor meinen Augen breitet sich die Hölle aus, und wie ein gieriger Schlund, der nach mehr Seelen lechzt, brüllt sie hungrig nach meiner...
immer lauter, immer stärker.
Doch selbst wenn die Hölle mich bekommt, wird sie nie ruhe geben, denn sie ist wie eine Bestie, dessen Hunger nie gestillt werden kann, niemals...
Ich gehe einen Schritt nach vorn und sehe das sie kommen, Schattengleich, immer näher um mich zu holen.
Doch bevor sie mich erreichen, packt mich etwas von hinten und zieht mich weg von der Hölle und den Schatten.
Ich drehe mich um, immer noch benebelt und blicke in die Augen dieses Wesens, doch jetzt scheint es mir realer als vorhin, es war also doch keine Einbildung.
Dieses Monster kommt auf mich zu, es scheint Worte zu formen, aber ich verstehe nichts...
Ich schreie:...Ihr bekommt mich nicht, hört ihr, nicht mich!...
Ich greife in meine Tasche und ziehe ein Messer raus, ...dann steche ich zu...
Das Monster fällt und bleibt regungslos liegen.
Zitternd stehe ich da und blicke auf das Monster hinab, dann wird mir schwarz vor Augen und ich breche bewusstlos zusammen...
...
......
Ich öffne meine Augen, das Licht blendet mich und ich habe höllische Kopfschmerzen.
Etwas Orientierungslos und verwirrt blicke ich um mich herum...Wo bin Ich?...
Dann seh ich ihn, mein bester Freund liegt neben mir auf dem Boden, bewegt sich nicht, scheint nicht zu atmen...und woher kommt das viele Blut...?
Ich fasse mir an den Kopf, wenn doch nur diese höllischen Schmerzen verschwinden könnten...
Immer noch Orientierungslos und verwirrt drehe ich mich zur anderen Seite und blicke in die Schlucht, unten der tosende Fluss.
Erst jetzt wird mir bewusst, wie nah ich am Abgrund stehe.
"Ich fragte mich nur wie ich hierher gekommen bin, denn ich war doch in der Stadt, oder nicht...ich weiß es nicht mehr..."
Erneut drehe ich mich um und jetzt wird mir klar, dass mein Freund tot ist.
Ich fang an zu schreien und verflucheden, der meinem Freund das angetan hat...
Ich falle neben ihm auf die Knie und schwöre mit vor Wut verheuelten Augen Rache.
...
Etwas hartes drückt gegen meinen Oberschenkel, also greife ich in meine Tasche und ziehe einen Gegenstand heraus.
Erst jetzt bemerke ich das Blut an meiner Hose, meinen Händen und...dem Messer.
Wie ein Schlag kehrt die Erinnerung wieder und mir wird klar was ich getan habe, ...aber das kann doch nur ein Alptraum sein...
Ich schreie ihn an:Wach auf, komm schon, wir müssen aufwachen!
Aber er zeigt keine Regung, mein Freund wird nicht mehr aufwachen, nie wieder...
Langsam stehe ich auf, schwankend gehe ich auf den Abgrund zu...,ich bleibe stehen und seh hinunter...
Noch einmal läuft die letzte Nacht wie ein Film vor meinen Augen ab:
Ich sehe die Schlucht, welche ich für die Hölle hielt, dann die Schattenbilder der Felsen, welche sich durch das Wasser spiegeln, ja fast lebendig wirken und mir in der Nacht wie Schattengleiche Bestien vorkamen.
Ich sehe mich auf den Straßen einer Stadt, obwohl ich in unserem Dorf war, welches am Rande einer Schlucht liegt.
Dann diese unheimliche Stille und die plötzliche Dunkelheit...Ich muss wohl vergessen haben, das Mondfinsternis ist und in unserem Dorf nie um diese Zeit etwas los war...
Und zum Schluss dieses Wesen, das Monster welches mich von hinten packte und auf mich zu kam,
dieses Monster war mein bester Freund, der mich davor bewahrte in die Schlucht zu stürzen...
...Ich sehe jetzt alles vor mir...
Ein letztes Mal drehe ich mich um und starre auf den regungslosen Körper meines Freundes hinunter.
Dann schließe ich meine Augen...
...Ich falle...
........
...-Am Ende bleibt nur noch der einsame Schrei des tosenden Flusses-...
ENDE
"Das war eine kleine Geschichte eines jungen Mannes, der durch den Alk nicht mehr zu Unterscheiden vermochte, was real ist und was ncht..."
citgirl alias whitemoon
irre nicht durch die dunkelheit,wenn doch am ende dieses tunnels das licht der wahrheit scheint...