Satanismus und Moderner satanismus

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Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Devilhunter » 22. Jul 2009 15:52

Ich wollte mal ein Thema eröffnen um zu wissen was Den satanismus und den modernen Satanismus unterscheidet oder Verbindet
Devilhunter
 

Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Lord_Diabolus » 22. Jul 2009 18:27

In meinen Augen gibt es nur einen einzigen Satanismus.
Zweige der Teufelsanbetung würde ich nicht mehr als "Satanismus" bezeichnen.
Der Begriff hat sich bereits vor vielen Jahren gewendet und ich finde es sinnlos, Teufelsverehrung mit atheistischer Lebensphilosophie auf eine Stufe zu stellen - immerhin zwei vollkommen verschiedene Schuhe.

Die Unterschiede zwischen Teufelsverehrung und Satanismus?
Kommt ganz darauf an.
Der Hauptunterschied ist eigentlich, dass sich der Satanismus auf eher atheistischerer Basis befindet, die Teufelsverehrung allerdings das Anbeten eines oder mehrerer Teufel mit sich trägt.

Außerdem würde ich behaupten, dass "richtige" Teufelsverehrer (nicht diese dämlichen Jugend-Kulte) fast gänzlich im Osten zentriert sind und sich recht wenige in Europa tummeln - im Gegensatz zum Satanismus.

Zudem passt sich der Satanismus an den Mensch und seinen Wandel an.
Werte, die überholt sind, werden aktualisiert.
Dogmen, die nicht zutreffen, werden gelöscht.
Neue werden hinzugefügt. (Jedenfalls in der "intellektuellen Unterdruckkammer").

Ich denke nicht, dass das bei Teufelsanbetung der Fall ist.
Immerhin stehen dort (sehr wahrscheinlich) Traditionen im Vordergrund und es geht weniger um die Vergöttlichung des Menschen, als um die Vergöttlichung eines Teufels.

Also, wieder kurz zusammengefasst:

Satanismus:
- Vergöttlichung des eigenen Ich's
- Atheistische Philosophie (die Ritualhandlung lassen wir mal weg, ist etwas komplizierter)
- Ablehnung religiöser Dogmen und Richtlinien (moralische Zwänge)
- Misantrophie (ich hasse es, zu verallgemeinern. Aber die meisten Menschen sind wirklich Monster.)
- ...

Teufelsanbetung:
- Vergöttlichung eines/mehrerer Teufel(s)
- Monotheistische/Polytheistische Philosophie
- Eigene religiöse und moralische Dogmen in der Gruppe (der Satanist entwirft sich seine eigenen Dogmen und Moralismen, allerdings sind diese nicht immer zu deckungsgleich mit den "Ethiken" anderer Satanisten, bei der Verehrung eines gemeinsamen Gottes/Teufels werden religiöse Richtlinien einer Gruppe offenbart und nicht dem Individuum)
- ...

Um es kurz zu machen: Satanisten vergöttlichen das eigene Ich, Teufelsanbeter beten zu einem höheren Wesen, dem sie unterliegen.

Bitte um Berichtigung!
Was Teufelskulte angeht, kenn ich mich nicht sonderlich gut aus.

Cheers
Diabolus
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Devilhunter » 22. Jul 2009 21:24

mit dem teufelsanbetern kenne ich mich auch nicht so gut aus,
aber was Lavey auf die beine gestellt hat finde ich klasse genau wie seine Lebensgeschichte, aber ich finde es schade das der satanismus in deutschland nicht als Religion anerkannt wird denn wenn das so wäre, wäre das meine religion......

Schwarze Grüße Devilhunter
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Ich » 23. Jul 2009 00:27

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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Devilhunter » 23. Jul 2009 21:29

hm.... o.k. ich dachte nur mit religion das man die ganzen gerüchte beiseite schafen kann naja auch egal
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon ASgarII » 26. Jul 2009 03:02

könntest du vll mal einen link zu so einer beschriebenen seite posten @ Ich

von mir aus auch als pm is mir egal, würds mir aber gerne mal anschaun

gruß
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Ich » 26. Jul 2009 03:53

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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Lucius » 26. Jul 2009 13:32

Ich denke der Satanismus gibt dem Menschen mehr Freiheiten...
1.Vergötlichtes Ich
2. Selbserfüllung statt Abstinens
3. Dummheit ist eine Sünde
4. Keine festen Reglen (außer beim LaVey Satanismus siehe 3.)
5. Die Neun Gebote und die 11 Lebensweißheiten des LaVey (sowas wie Füge Kindern keinen Schaden zu, Satan ist der einzige weg zur Selbserfüllung, Zuspruch aller 7 Todsünden des Christentums, bei belästigung bitte den Menschen damit aufzuhören macht er weiter verfahre mit ihm wie du willst,...)

Ich habe mir den Lavey Satanismus gesucht weil ich denke das es trotz aller Freiheit auch ein paar Regeln geben sollte (meine Meinung ich will niemandem meinen Glauben aufzwingen). Mir ist mit der Zeit aufgefallen das sich viele Menschen Christ nennen aber ihre eigenen Regeln nicht einhalten... Eine Religion in der sich niemand an die Grundsätze hält, kann irgendwann nur im Chaos versinken... Dann gab es noch die Themen Inquisition, Kreuzzüge und so weiter die mich davon überzeugt haben, dass Die christliche Kirche nur auf macht aus ist, und die Menschen, die zu Blind sind um selbst zu sehen mit ein paar tröstenden Worten und Gesten bis auf den letzten Blutstropfen aus nimmt...

(alles hier geschriebene spiegelt einzig und allein meine Eigene Meinung wieder und soll nicht als Bekehrun oder anders aufgefasst werden...)

Heil Satan! :leier:
Dies ist der Morgen da nach...
Und meine Seele liegt Brach...
Dies ist der Morgen da nach,
ein neuer Tag beginnt und meine Zeit verrinnt...
(Lacrimosa)
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Lord_Diabolus » 26. Jul 2009 21:39

Die Regeln sollte sich jeder Satanist selbst erstellen.
Wichtig ist, dass er welche hat, an die er sich auch hält.
Alles andere wäre Selbstbetrug und der Charakter würde, wie Du bereits gesagt hast, im "Chaos" versinken - ein Herz sollte nicht zersplittern!
LaVey gibt meiner Meinung nach eine Basis vor, die Erweiterung steht jedem frei.
Allerdings ist es wichtig, DASS die Basis erweitert und angepasst wird.
Ich persönlich habe beispielsweise meine eigene Beschwörung Satans und meine eigenen "Schlüssel" zum Ende des Rituals.
Ich beschwöre auch die Götter auf andere Weise - ich denke, dass genau DAS einem Satanischen Prinzip entspricht, deswegen komme ich damit so gut klar.

Heil Satan!
Diabolus
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Ich » 26. Jul 2009 21:43

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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Lord_Diabolus » 26. Jul 2009 21:51

Dann eine KLEINE Anmerkung! ;)

Ich stimme dir zu, die Meinung der "Church" ist meistens Peters Meinung.
Bei dem Irakkrieg sehe ich das etwas anders.
Ich unterscheide auch zwischen dem System, das sich das Individuum schafft und dem System, das zur Funktionalität eines Volkes oder Landes notwendig ist.
Die Jungs versinken zu sehr im Atheismus - der Satanismus verblüht.
Wider LaVey's Einstellung.
Schade, aber was will man tun?

Heil Satan!
Diabolus
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Ich » 26. Jul 2009 21:54

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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Devilhunter » 29. Jul 2009 07:48

Danke für die Antworten Ich werde den thread noch offen lassen für weitere diskusionen
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Ambra » 29. Jul 2009 08:25

Zum Satanismus und Teufelsanbeterei:
Im großen und ganzen sind die Teufelsanbeter (der "alte" Satanismus) meiner Meinung nach nichts weiter als eine verkehrung des Christentums. Christliche Bräuche wurden umgedreht und übernommen.
So auch die schwächen der Kirche:
- Dogmen
- Unterwürfigkeit unter einen Gott
- Stagnation in der Entwicklung usw.

Im Satanismus wird viel mehr wert auf Individualität gelegt (deshalb finde ich eine Satanische Kirche auch "etwas" wiedersprüchlich).
Nach Oliver Fehn ist die einzige Satanische Regel das "Tu was du willst".
Satanismus ist keine Religion sondern eine Lebenseinstellung in der sein einziger Gott man selbst ist.
Es gibt viele Bücher über dieses Thema, aber wer nur blind aus Büchern übernimmt hat nicht das geringste Verstanden.
Wie Diabolus schon erwähnt hat taugen Bücher bestenfalls als Basis.
Man kann ja nicht sagen "Ich tue was ich will so wie es hier geschrieben steht".
Im Satanismus muss man eben wirklich denken.

Zu LaVey:
Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich von ihm halten soll.
Einerseits hat er wirklich interessante Theorien aufgestellt, andererseits sagt er das der Satanist sein eigener Herr ist und schreibt im selben Buch feste Regeln wie sich ein Satanist verhalten soll bzw. beschreibt einen "typischen" Satanisten.
Etwas wie einen typischen Individualisten halte ich für etwas konfus.
Auch scheinen mir seine Bücher an manchen-einigen Stellen ziemlich Fanatisch.
So einem verhalten kann ich wenig abgewinnen.
Aus seinen Theorien kann man viel herleiten, keine Frage. Und sicher sollte man diese Bücher mal gelesen haben.
Aber was ein ECHTER Satanist ist kann er, meiner Meinung nach, nicht beschreiben.
Ambra
 

Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon gabor » 29. Jul 2009 20:07

La Vey.......wollte Geld verdienen,mehr nicht!Und das auf eine sehr amerikanische Art!Aufmerksamkeit erregen,geheimnissvoll tun,dem gelangweilten Volk ein paar Skandale liefern.....in Talkshows present sein.....abkassieren!Seht Euch mal alte Auftritte von Kinsky an.....das selbe Chema!Und der hat auch genug Bücher verkauft!Und die "Satanische Bibel"....was für ein Titel!Weder dem Ersten,noch dem zweiten Wort,würde ich eine Bedeutung zugestehen!
Das ist so ähnlich,wie"Feuchtgebiete"von Frau Roche....eigentlich steht nichts vernünftiges drin,aber es wird erstmal gekauft!Schwachsinn!
Da sich hier ja nun einige Satanisten tummeln...erklärt mir mal einer was das eigentlich sein soll?
Seinen eigenen Glauben haben?Jeden anderen Glauben in Frage stellen,oder sogar "verteufeln"?Sich von der breiten Masse abheben?Normen brechen?Sich auflehnen(gegen was eigentlich)?Auffallen?Oder,einfach nur Spass am Leben haben,oder auch das Gegenteil?...........
Gerne auch auf der Wiese,sonst krieg ich wider Kloppe...
Freundschaft!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Ich » 30. Jul 2009 01:47

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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Alveradis » 30. Jul 2009 07:08

Wobei ich es auch ein bisschen übel finde, alle Kritik an LaVey abzuschmettern mit der Begründung, man würde nur seine Ironie nicht verstehen. Und das wirft man auch Leuten vor, die den 'satanischen Witz' anderer Autoren anscheinend sehr wohl verstehen. Schon irgendwie komisch, oder?
Ich für meinen Teil teile Ambras Meinung und halte auch Gabors Einwand für nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Dass Fehn teil der Church ist, das dürfte allgemein bekannt sein. Aber vielleicht ist aufgefallen, dass er es in seinen Büchern nie erwähnt und immer sagt, man solle seinen eigenen Weg finden. [Bzw der kluge Satanist kriegt dann schon hin, das Richtige rauszufiltern ;) ]

Die Church und LaVey sind wohl Geschmacksache, aber ich finde, dass einem - auch als Satanist, und vielleicht gerade dann, das Recht zusteht, die ganze Sache kritisch zu betrachten. Es gibt auch Satanismus jenseits von LaVey.

Dass LeVay nicht gleich der Church ist und umgekehrt muss ich wohl auch nicht extra erwähnen.

Ich für meinen Teil denke, dass LaVey zwar viele Sinnvolle Sache gesagt hat, aber sich wohl selbst nicht an das gehalten hat. Es ist natürlich schwer zu beurteilen, was von diesen teilweise haarsträubenden Gerüchten wahr ist und was Propaganda, aber zumindest aus seinen Schriften meine ich manchmal eine unangebrachte Tendenz zu erkennen, auch Gleichgesinnte zu dominieren.
Natürlich lässt auch diese Einstellung satanisch begründen und rechtfertigen, aber es ist eben nicht meine Meinung und wohl auch nicht die der meisten heutigen Satanisten.
Mal abgesehen davon: WO KOMMEN WIR DENN HIN, WENN EIN SATANIST NICHT MEHR HINTERFRAGEN DARF?!
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- Der beste Ort, das Kriegsbeil zu begraben ist in deinem Gegner!"

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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Devilhunter999 » 30. Jul 2009 08:49

naja ich habe den grundbaustein meines Satanismus von laVeys Bibel, und habe bemerkt das sich einige teile wiedersprechen, z.B. Thema Das Menschliche Opfer,
Da Steht:

Wie können nur diese Schurken andere lebewesen Töten ohne Schuldgefühle zu empfinden.

und der gegenspruch:
ein Satanist kann wenn er es für nötig hält ein opfer seiner wahl festlegen wenn er es für nötig hält.

Mir ist klar das das opfer kein lebewesen sein muss, aber es kann sein das man eins nehmen könnte....
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon gabor » 30. Jul 2009 19:59

Das ist ähnlich ,wie in der Bibel,da steht ja auch irgendwo was von"Du sollst nicht töten!"Aber egal,die Katholiken und die Evangelen hauen sich trotzdem die Rübe ein...
Ähnlich scheint das bei den Satanisten zu sein.Gut wir schlagen uns nicht....noch nicht,und wenn dann nur aus Spass,aber die Ansichten sind doch ziemlich kontrovers zu sein!
Ich oute mich jetzt einfach mal als Buckowski Fan.....meine Bibel!
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Lord_Diabolus » 30. Jul 2009 20:23

Wie können nur diese Schurken andere lebewesen Töten ohne Schuldgefühle zu empfinden.

und der gegenspruch:
ein Satanist kann wenn er es für nötig hält ein opfer seiner wahl festlegen wenn er es für nötig hält.


Wo widerspricht sich das bitte?
Wenn Magie aus den falschen Gründen gewirkt wird, schlägt sie immer auf den Aussender zurück, egal in welcher Form - sei es nun positiv, negativ oder als Jucken am Hals.
Versuch mal, eine Katze zu verfluchen - mal sehen, wie weit du kommst.
Magie ist nicht unnatürlich.

Widersprüche in LaVey's Buch?
Beispiele bringen!
Das mit dem Menschenopfer ist kein Beispiel.
Fast jeder andere Magiezweig sagt ebenfalls, dass sinnloses Verfluchen nutzlos und verwerflich ist. Und jetzt schaun wir mal, wieviele dieser Magiezweige sich ebenfalls mit der Verfluchung anderer Menschen beschäftigen - liegt das ernsthaft an LaVey?
Ich denke, ein bisschen Weitblick schadet da nicht.


La Vey.......wollte Geld verdienen,mehr nicht!Und das auf eine sehr amerikanische Art!Aufmerksamkeit erregen,geheimnissvoll tun,dem gelangweilten Volk ein paar Skandale liefern.....in Talkshows present sein.....abkassieren!Seht Euch mal alte Auftritte von Kinsky an.....das selbe Chema!Und der hat auch genug Bücher verkauft!


Natürlich ging es auch um Geld.
Arbeitest DU etwa, nur um deine Passion auszuleben?
Jeder Mensch will Geld verdienen - erniedrigendes Tauschmittel, aber es ist nunmal so.

Vorwurf an Kinski...hast du seinen Jesus-Christus-Erlöser gelesen?
Er war fast nirgendwo erfolgreich.
Trotzdem ist seine Kritik am Christentum in meinen Augen gerechtfertigt und seine Schrift ebenso revolutionär, wie es damals das NT war - nur eben in anderer Gesellschaft, Zeit und Umgebung.
Dass er eine jede Menge Schrott gedreht hat, nur um des Geldes wegen - das hat er sogar selbst gesagt. Na und? Würdest du nicht das gleiche tun? Ich würde es jedenfalls!
Als Schauspieler war er in meinen Augen begabt, und was seine Gedichte angeht, war ich auch begeistert - schwer angelehnt an Villon, unverkennbare Inspiration.
Aber gut, das ist Geschmackssache und darum geht's auch eigentlich nicht.

LaVey hat natürlich auch das Geld liebend gerne genommen - na und?
Was ist daran verwerflich?


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Gerne auch auf der Wiese,sonst krieg ich wider Kloppe..


Auf diese Frage eine Antwort zu geben, wäre sinnlos, da schon tausendmal darüber diskutiert wurde.
Und wenn du etwas weiter oben liest, mein Freund, findest du schon einen Bruchteil der Antworten.


Cheers.
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon gabor » 30. Jul 2009 21:11

Also Kinski war eindeutig irre,und mediengeil.Hat halt sein Hobby zum Beruf gemacht,sicher ist das nicht verwerflich,das ist clever!!!!ABER,das Meiste davon war Unfug!Die Leute sind entsetzt,genau deswegen schauen sie sich das an,und die Aussage.....ich mach einfach mein Ding!So sieht es jedenfalls aus,ist aber nicht so....es ging um Kohle!
Was mich an der ganzen Sache stört,ist nur die Tatsache,dass manche Leute glauben,dort Weisheiten zu finden..es gibt keine!
Die Worte mögen mich beeindrucken,hinterfragen kann ich sie nicht....woher kenn ich das?
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Lord_Diabolus » 30. Jul 2009 21:21

Weisheiten findest du in JEDER philosophischen Schrift - es kommt nur drauf an, wie sehr du daran rumbasteln musst, bis es für DICH eine Weisheit wird.
Die Richtlinien in jedem "Grundlagewerk" gewisser Religionen/Sekten/Glaubensrichtungen sind im Grunde genommen neutral - wie man sie auslegt und wie man sie realisiert ist die Kunst.
Darum würde ich nicht unbedingt sagen, dass Kinskis Werke Schwachsinn sind.
Ebenso wie ich niemals sagen würde, dass die Bibel Schwachsinn ist.
Es geht um die Anpassung gewisser Dogmen an die eigene Persönlichkeit.
Nicht um das stumpfsinnige Übernehmen gewisser Gebote.

Cheers
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon gabor » 31. Jul 2009 19:53

Da hast Du sicher recht,aber es entspricht eben nicht der gänigen Praxis.Das liegt einfach in der Natur des Menschen.Nehmen wir mal das grosse A,mit dem sich viele dunkel gekleidete Menschen gerne schmücken.Steht ja für Anarchie,also Abwesenheit einer Ordnung.Da gibt es also auch keine Gebote....jeder lebt individuell,und legt sich seine Weltanschauung selber zurecht.Müsste für Satanisten,so wie ich das verstehe,ja der Optimalzustand sein.Also ich möchte in so einer Umgebung nicht leben!In einem Endzeitfilm Statist zu sein...ob das erstrebenswert ist?
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon Lord_Diabolus » 1. Aug 2009 10:49

"Tu was du willst" bezieht sich nicht auf die bestehende Rechtsordnung des Staates!
Es wird deutlich erwähnt, dass man sich an die Bedingungen und Gesetze des eigenen Landes halten sollte. "Tu was du willst" bezieht sich auf den "wahren Willen".
Ich denke, darüber wurde auch schon genug geschrieben.
Anarchie verstehe ich als politische Gesetzlosigkeit.
Die darf es allerdings nicht geben - sonst stürzt das System zusammen.
Jedenfalls schaut's momentan so aus.
Der "Optimalzustand" wäre, wie im Grundgesetz erwähnt, die Religionsfreiheit.
Allerdings bekommt man davon recht wenig zu spüren, da Vorurteile immer wieder existieren und vorallem kleine Gruppierungen auf die "schwarzen Schafe" reduziert werden.
Als Satanist ist man (oder besser gesagt: bin ICH) losgelöst von religiösen und moralischen Gesetzen der Gesellschaft - das heißt nicht, dass ich mich den Gesetzen des Staates entziehen darf oder mir nicht selbst neue Dogmen und moralische/ethische Richtlinien erstellen sollte!
Wäre ja auch Schwachsinn - immerhin setzt sich JEDER Mensch gewisse Regeln selbst.

Cheers!
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Re: Satanismus und Moderner satanismus

Beitragvon gabor » 1. Aug 2009 13:03

Also wenn ich das richtig verstehe.....man macht den ganzen Unfug mit,und nach Feierabend ,ist man dann Herr seiner Entscheidungen?Und wenn die nicht richtig sind,kriegt man auch noch die Verachtung der breiten Masse in`s Kreuz?
Das ist ja mal`ne tolle Form der Freiheit!Ich passe mich an,dann wieder nicht,und hoffe das keiner es merkt....
Und den Sozialnormen kann man sich sehr wohl entziehen...
Mehr,oder weniger...es ist eine Frage des Preises.
Jeder der mich nicht kennt,hält mich für einen Penner,jeder der mich kennt,für einen netten Menschen,nur kenne ich wenig Leute....ergo,zahle ich den Preis für meine Individualität....die Verachtung der Masse.
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