mal wieder evangelikal und durchgeknallt

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mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Azazel » 27. Dez 2011 11:02

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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Ich » 27. Dez 2011 11:10

Tja, viele Leute können (einen) zum Hass treiben. Das haben Gutmenschen aller Coleur gemeinsam.
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon blackfox » 27. Dez 2011 12:50

Grotesk. Aber so typisch für Menschen. Sowas hat es schon immer gegeben, aber anstatt diese auszugrenzen finde ich sollte man sich lieber um offene und ernsthafte Diskurse bemühen. Was passiert, wenn man das nicht macht, sieht man am Christentum: Vorhandene Denkschemata (z.B. Intoleranz) pflanzen sich tief in die Gesellschaft ein und werden von dort aus nicht mehr bewusst wahrgenommen und sogar abgestritten, um später aus dem Unbewussten heraus zu wirken.
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Ich » 27. Dez 2011 13:24

blackfox hat geschrieben:aber anstatt diese auszugrenzen finde ich sollte man sich lieber um offene und ernsthafte Diskurse bemühen.

Da kannst Du lange warten.
Auch hier spiegelt sich sehr oft das eingepflanzte "Allgemeingut" gesellschaftlicher Denkstrukturen wider - auch, wenn es viele wohl nicht zugeben würden (sofern es ihnen überhaupt bewußt ist), da sie sich - lustigerweise - dem Durchschnittsbürger doch tatsächlich überlegen fühlen.
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Mi+ » 27. Dez 2011 15:25

Immer wieder dasselbe, den Splitter im Augen des anderen sieht man, den Balken im eigenen eher nicht.

Solange es nur den einzelnen Weg gibt, das einzelne Schicksal, solange ist jedes sprechen über "Die" oder über "Uns" unangemessen. Wer sich Abhängigkeiten nicht bewußt ist, ist von ihnen Abhängig, aber selbst wenn jemand sich seiner Abhängigkeiten bewußt ist, ist dies noch lange kein Garant dafür frei zu sein. Ein erster Schritt womöglich, doch de erste Schritt einer sehr langen Reise. Doch da hilft dem einzenen die Verallgemeinerung eher weniger.

Also, solange in unserer illustren Dämonenschar die leuchtenden Augen eher die Ausnahme darstellt, solange sind wir in steter Gefahr ein bischen anders zu sein als die Evangelikalen, aber eben nicht umfassend.

Und schlagt bitte zwischen den Jahren keine Christen tot, es gibt ohnehin nur noch ganz wenige...

Sarkastische Grüße

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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Daimao_Koopa » 27. Dez 2011 19:31

Oho! Mal wieder Neuigkeiten von der Kippen-Kirche. Mit extra bitterem Beigeschmack und einem Hauch von Weihrauch: Westboro. ;)

Das war abzusehen, dass die Bande ihre Dummheit nun dem Nachwuchs eingepflanzt hat. Und da in Amerika allesamt so schön liberal
und tolerant sind, können die Zeugen der Zigarette ihre Lehre fröhlich frech weiter verbreiten.
Im ernst, ich finde es ja schön, dass die Eltern ihren Kindern heutzutage noch beibringen, wie man richtig hasst, aber dabei noch
unterschwellige Botschaften mit einzubauen, ist typisch für eine schwache Religion. Ein Wort: Traditionalisierung...

Ich hat geschrieben:Auch hier spiegelt sich sehr oft das eingepflanzte "Allgemeingut" gesellschaftlicher Denkstrukturen wider

Da kommt mir der Gedanke, ob die Westboros vielleicht nur das Sprachrohr für etwas sind, das schon seit langer Zeit im Untergrund
des amerikanischen Geistes brodelt und letztendlich ausgebrochen ist? Wie ein eitriges Geschwür, das nach langem und unbemerktem
Wachstum an die Oberfläche tritt, um sich zu verbreiten...

Es wäre natürlich auch möglich (und zudem wahrscheinlicher), dass sie sich auch einfach nur für ein Sprachrohr halten.
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Mi+ » 27. Dez 2011 19:46

Sprachrohr von was? Götter? Oder hat sich dann doch irgend ein kleiner Dämon in die Leitung eingeschlichen?

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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Daimao_Koopa » 27. Dez 2011 20:01

Nein, eventuell für den allgemeinen Hass auf Homosexualität und Abtreibung.
Sozusagen als Sprachrohr für die brav schweigende und Akzeptanz heuchelnde Gesellschaft.
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Zerberus » 28. Dez 2011 02:44

um die onkelz zu zutieren : " Ihr seid dumm geboren , genau wie ich
doch was ich lernte , lernt ihr nicht !"


über ne kirche mit 30 anhängern mache ich mir keinen kopp .... vielleicht tun sich ja die ultra - alleshasse mit den ultraortodoxen juden zusammen ....... damit unsere medien bald alles mit "ultra" betiteln können .
"Der Ofen des Durstes ist es , der alle Schlacken in uns verbrennt "
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Eno » 28. Dez 2011 10:32

Daimao_Koopa hat geschrieben:Da kommt mir der Gedanke, ob die Westboros vielleicht nur das Sprachrohr für etwas sind, das schon seit langer Zeit im Untergrund
des amerikanischen Geistes brodelt und letztendlich ausgebrochen ist?
...
Nein, eventuell für den allgemeinen Hass auf Homosexualität und Abtreibung.
Sozusagen als Sprachrohr für die brav schweigende und Akzeptanz heuchelnde Gesellschaft.


Da kann ich mich nur Mi+ anschließen, anstatt den Splitter bei den Amis zu suchen, sollte die deutsche Gesellschaft sich besser mit ihrem eigenen Balken befassen.

Gruß
Eno
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Azazel » 28. Dez 2011 11:22

mag sein aber als Einzlner kann man dazu eine Meinung haben, unabhängig welcher scheinbare oder nicht scheinbare Konsens in Gesellschaften vorherrschen mag und der Gedanke von Daimao_Koopa beschleicht mich auch
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Eno » 28. Dez 2011 13:24

Azazel hat geschrieben:mag sein aber als Einzlner kann man dazu eine Meinung haben, unabhängig welcher scheinbare oder nicht scheinbare Konsens in Gesellschaften vorherrschen mag und der Gedanke von Daimao_Koopa beschleicht mich auch


Dir ist aber schon klar, dass es in den USA bereits möglich war offen homosexuell zu leben, als in Deutschland noch der Paragraph 175 galt?

Und dass, während ihr aufgrund einer popeligen unbedeutenden evangelikalen Gruppe von Spinnern in der hintersten Provinz der USA fröhliches Ami-Bashing betreibt, in Deutschland die Evangelikalen bereits den Bundespräsidenten eingekauft haben...

http://www.zeit.de/politik/2010-06/erzchristlich

Gruß
Eno
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Mi+ » 28. Dez 2011 15:26

Wollte den Balken im eigenen Auge nicht nur Gesellschaftlich betrachtet wissen, sondern eben auch den Einzelnen ansprechen.

Eno, danke für den Link, hatte dergleichen noch im Hinterkopf, allerdings im Zuge des allgemeinen Rigidewerdens unserer Bundesrepublik passte das nur ins Bild ohne mir irgendwelche Bedenken zu verursachen, so alltäglich ist die Einengung über Weltbilder schon geworden, auch in mir. Dennoch, die Mühe der eigenen Freiheitsmöglichkeiten muß ich mir auferlegen, doch da sind Gedanken dabei die meine Lebenserwartung übertreffen.

So bleibt mir an dieser Stelle nur noch der Wink auf das Buch von Wilhelm Reich, Massenpsychologie und Faschismus, müßte ich so eigentlich auch mal wieder neu lesen. Prämisse: Je mehr die Sexualität verdrängt wird, desto unglücklicher wird der Mensch, und desto leichter läßt er sich in autoritäre Strukturen einbinden. Sehr vereinfacht, für dies Buch ist vorher das kleine Heft von Freud gut zu lesen, Das Unbehagen an der Kultur.

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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Ich » 28. Dez 2011 16:06

Mi+ hat geschrieben:Wollte den Balken im eigenen Auge nicht nur Gesellschaftlich betrachtet wissen, sondern eben auch den Einzelnen ansprechen.

!!!
Aber diesen "Balken" werden viele Individuen wohl immer wieder bei anderen suchen, anstatt auch mal einen Blick in sich selbst zu riskieren. :|
Und das gilt genauso für diejenigen, die sich selbst zumeist für ach so "tolerant" halten (bzw. sich so betiteln!), wie für die o.g. Evangikalen!
Da soll sich mal keine(r) was vormachen.
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Re: mal wieder evangelikal und durchgeknallt

Beitragvon Daimao_Koopa » 29. Dez 2011 16:32

Eno hat geschrieben:Da kann ich mich nur Mi+ anschließen, anstatt den Splitter bei den Amis zu suchen, sollte die deutsche Gesellschaft sich besser mit ihrem eigenen Balken befassen.

An und für sich hast du natürlich recht, da gerade in den südlicheren Gestaaten Deutschlands die Abneigung gegen Unchristliches recht stark vertreten ist.
Wir haben, wie alle anderen Länder, unsere Probleme mit Vorurteilen.
Abgesehen davon sind die Westboros eine amerikanische Gemeinschaft (worum es in diesem Thema auch geht), die sehr viel wahrscheinlicher den Hass
ihres eigenen Volkes zur Sprache bringen, statt Den anderer Völker.

Eno hat geschrieben:Dir ist aber schon klar, dass es in den USA bereits möglich war offen homosexuell zu leben, als in Deutschland noch der Paragraph 175 galt?

Es war möglich! Genauso, wie es für Transsexuelle in Deutschland heute möglich ist, ihr Geschlecht ohne entsprechende angleichende Operationen
durchzuführen. Was die Allgemeinheit aber denkt, ist eine vollkommen andere Sache. Leider leben nur die wenigsten Menschen ihr Leben im Gerichtssaal.

Und genau an diesem Punkt (Meinung der Allgemeinheit) kommen dann, meiner Meinung nach, solche Gruppen wie die Westboros zum Zug.
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