Cass XI hat geschrieben:Ich stell hier mal Frage, was würdet ihr machen, wenn ihr 100% wüsstest das jemand eine euch nahestehende Person totgezaubert hat?
Ersteinmal würde ich mich mir-gerade im Fall einer nahestehenden Person- eine zweite Meinung von einem magisch kompetenten Außenstehenden holen. Die eigene Überzeugung "100% für magischen Mord" wäre mir in dem Fall zu subjektiv.
Die im Falle einer Bestätigung zu ziehenden Konsequenzen hängen dann von verschiedenen Umständen ab.
DIe erste Frage wäre nach dem Vorsatz.
Wenn diese positiv beantwortet wurde ist die nächste: Besteht das Risiko, dass der Täter das in Zukunft öfter zum Erreichen seiner Ziele anwenden würde.Nachdem er ein solches Erfolgserlebnis - einen Mord der in unserem Rechtssystems straffrei ist-verbuchen konnte, wäre das ja naheliegend.
Ist auch diese Frage positiv beantwortet, so sollte der Täter unschädlich gemacht werden und zwar von jemandem, der dem Opfer nicht nahesteht, damit das deutlich von Rache zu unterscheiden ist. Das Mittel ihn zu neutrealisieren sollte ebenfalls Magie sein, um Konflikte mit dem Mainstream-Rechtssystem zu vermeiden.
Soweit zu den rechtstheoretischen Überlegungen.
Der andere Aspekt der Frage wäre inweit ich auf magischem oder anderem Wege persönlich Rache üben würde. Mit Abstand und nüchterner Überlegung wäre die Antwort "Nein".
Mit Sicherheit könnte ich das aber erst in der konkreten Situation entscheiden. Bisher war es bei mir stets so, dass es mir genügt hat für eine gewisse Zeit Rachephantasien zu entwickeln ohne diese in die Tat umzusetzen. Aber das nahestehendste was vorsätzlich getötet worden ist war in meinem Fall bisher eine Katze, das was bei mir nahestehenden Menschen einem Mord am nächsten käme , wäre ein guter Freund der von einem betrunkenen Autofahrer erlegt wurde. In beiden Fällen hat es mir genügt mir ein paar Wochen lang auszumalen, was ich mit dem Täter tun könnte, Umsetzung war danach nicht mehr nötig.
Gruß
Eno