von V@µpy » 29. Mär 2010 12:04
Penanggalan
Malaysischer Vampir, stets weiblich und überaus gräßlich anzusehen. Sie besteht nur aus einem Kopf, ab dem, in der Dunkelheit phosphorizierend, Eingeweide baumeln. Die penanggalan fliegt nachts herum auf der Suche nach Opfern, denen sie Blut aussaugen kann. Sie hat es besonders auf kleine Kinder und gebärende Frauen abgesehen, aber auch Männer sind vor ihren Nachstellungen nicht sicher. Nach der Legende ist die penanggalan der Geist einer im Kindbett Verstorbenen, einer anderen Version zufolge derjenige einer Frau, die von einem Mann bei einer rituellen Bussübung überrascht wurde, worauf sie sich den Kopf von den Schultern und die Eingeweide aus dem Leib riss und davonflog. Das von der penanggalan herabtropfende Blut soll schlimme Wunden verursachen. Zum Schutz der Gebärenden wurden die Hauswände mit dornigen Zweigen versehen, damit die Unholdin sich darin verfing, bis der Morgen graute und sie ihre Macht verlor.
Pfählen
Hölzerne Phähle oder Pflöcke, vor allem aus Esche, Espe, Wacholder, Kreuz-, Weiß- oder Schwarzdorn. Sie galten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa als die Wunderwaffe gegen Vampire. Ein Pfahl, mit dem spitzen Ende zur Leiche im Sarg angebracht oder in den Grabhügel gerammt, sollte dem Entstehen eines Vampirs vorbeugen oder ihn daran hindern, das Grab zu verlassen. In manchen Regionen gebrauchte man zu diesem Zweck auch Dornenzweige oder schlug lange Nägel in den Kopf oder in die Brust des Toten. Die am häufigsten praktizierte Methode aber war das Pfählen, manchmal in Verbindung mit Enthauptung und Verbrennung. Dabei wurde dem verdächtigen Leichnam mit dem Hammer ein zugespitzer Pfahl ins Herz getrieben. In Russland galt die Regel, dass dies mit einem einzigen Schlag bewerkstelligt werden muss.
Polong
Malayischer "Flaschenvampir", der von böswilligen Menschen benutzt wird, um Krankheit und Tod zu bringen. Dazu füllen sie, bestimmte Beschwörungsformeln reztierend, eine Flasche mit dem Blut eines Ermordeten. Wenig später beginnt es in der Flasche zu zirpen, worauf der Herr des polong sich in den Finger schneidet, diesen durch den Flaschenhals steckt und seine Kreatur daran saugen läßt, bis sie stark genug ist, um auf die Leute losgelassen zu werden. Der polong hat einen Kollegen, den pelesit, der ihm bei seinen Untaten behilflich ist, indem er in das anvisierte Opfer eindringt und es wahnsinnig macht. Dass jemand durch eine polong ermordet wurde, erkennt man an dem vielen Blut, das aus dem Mund des Toten quilt. Einen polong unschädlich zu machen ist schwierig, da man dazu den Namen seines Herrn in Erfahrung bringen muss. Gelingt dies, kann das kaum fingergroße, aber äußerst aggressive Wesen wieder in die Flasche gebannt oder vernichtet werden.
Pontianak
Totgeborenes Kind eins weiblichen Vampirs in Malaysia, der langsuir. Wenn es sich nicht in einen Blutsauger verwandeln soll, muss es unter speziellen Vorsichtsmassnahmen begraben werden: Man legt ihm je ein Hühnerei in die Achselhöhlen, durchbohrt die Handflächen mit Nadeln und füllt den Mund mit Glasperlen. Eine Beschwörungsformel soll seine Seele zur Ruhe kommen lassen.
Preta
Inische Totengeister, die man sich als winige, traurig aussehende Geschöpfe vorstellt, nämlich unerlöste, daseinshunrige Seelen körperlich deformierter oder totgeborener Kinder. Sie müssen nach der Bestattung ein Jahr lang ruhelos herumirren und dürfen wegen eines von Veruna, der Gottheit des Wassers, über sie ausgesprochenen Bannspruches kein Wasser trinken. Die ländliche Bevölkerung pflegte die preta mit Essen und Trinken zu versorgen, um sie milde zu stimmen und um zu verhindern, dass sie sich in bösartige bhuta verwandelten. Zu diesem Zweck füllt man Milch in Gefäße, die mit kleinen Löchern versehen sind, und hängt sie auf. Die preta, welche die Erde nicht berühren dürfen, können die herabtropfende Flüssigkeit im Flug auffangen.
Gruß
V@µpy