Fleischfressende Pferde ?!

Unentdeckte Tierarten oder Fabelwesen?

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Fleischfressende Pferde ?!

Beitragvon Lestat de Lioncour » 17. Mär 2007 16:52

Greets alias F/Bl.

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Als fleischfressende Pferde sind die als die Rosse des Thrakerkönigs Diomedes, Sohn des Ares, König der thrakischen Bistonen in die griechische Mythologie eingegangen und hießen
Sinus, Lampus, Podargus und Xanthus.
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Ihrer Wildheit und bestialen Grausamkeit bekannt wurden sie mit starken ehernen Ketten an die eiserne Futterkrippe gebunden , um ihrer Herr zu werden. Gefürchtet ihres unstillbarem Appetitts auf Menschenfleisch, wurden ihnen alle Fremden, die sich in das Hoheitsgebiet des Diomedes verirrten, zum Fraße vorgeworfen.

Herakles
begegnete ihnen als er sich seiner achten Aufgabe stellte, die da lautete, diese fleischfressenden Stuten zu zähmen und zu seinem Vetter Eurystheus zu bringen.
Er ging alleine oder mit einer Gruppe von Kriegern, tötete Diomedes entweder im Kampf oder aber in dem er ihn an seine Pferde verfütterte, die daraufhin friedlich wurden, laut fragmentierter Überlieferung des Pindar, welche die frühesten erhaltenen Literaturreferenzen dieses Mythos enthält.
Zornig nach Rache schwörend für den schmächlichen Tode ihres Bistonienkönigs erzwangen sich des ehemals königliche Getreuen einen allesentscheidenden Kampfe mit Herakles, zu Lebzeiten Erzfeind der Göttin Hera.
Herakles kam dieser Herausforderung nach und ließ als Leibgarde für diese einzigartigen Streitpferde seinen Günstling und Mitstreiter Abderos bei den Pferden zurück, die abermals wild wurden und Abderos bestialisch töteten.
Herakles ging als Sieger im Kampfe mit den Bestonien heraus, kehrte zu Abderos zurück, und zähmte trotz der Trauer um seinen freundschaftlichen Liebling bestürzt erneut die Rosse und brachte sie seiner Aufgabe getreu zu Eurysttheus, die dieser wiederum der großen Göttin Hera zu ehren weihte.
Seinem geliebten, zu Tode gekommenem Freunde Abderon zu Ehren gründete er die Stadt Abdera.
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Angeblich wurden die Rosse des Diomedes bis in die Zeit Alexander des Großen weitergezüchtet.
Die Heldentaten des Herkules sind bis heute faszinierend, betrachtet man derer 12, die wir hier mal kurz erwähnen wollen. Bis heute leuchtet seine heroische Größe an unserem Sternennachthimmel auf uns und erinnert uns daran, das es immer einen Weg geben kann, so unlösbar so manches Erdenproblem an uns nagen mag.
http://www.sternwartedahlewitz.de/sagen17.htm

Lebenslauf des Herakles:
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Herakles, lat. Herkules, war der beliebteste griechische Heros, Sohn des Zeus und der Alkmene, der Frau des Amphitryon. Sein Zwillingsbruder, der Sohn des Amphitryon, war Iphikles. Kyparissos ist ein Nachkomme des Herakles.
Hera verzögerte aus Eifersucht die Geburt des Herakles und beschleunigte die des Eurystheus, so daß Herakles um die ihm zugedachte Herrschaft kam. Als Hera den Säugling Herakles durch zwei Schlangen töten lassen wollte, erwürgte er sie.
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Noch als Mann wird Herakles von Hera verfolgt: Sie schlägt ihn mit Wahnsinn, so dass er seine eigenen Kinder ins Feuer wirft. Als er beim Orakel von Delphi nachfragt, wie er sein Vergehen sühnen könne, wird er an König Eurystheus verwiesen, dem er zwölf Jahre zu dienen habe.
Während dieses Frohndienstes muss Herakles 10 Aufgaben lösen, die ihm Eurystheus stellt. Da er sich zwei Mal helfen ließ, stellt Eurystheus zwei Zusatzaufgaben

Zu den 12 Taten des Herakles:
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1.
Der nemeische Löwe

Der Nemeische Löwe war ein in der Gegend von Nemea (Argolis) hausender Löwe. Er ist ein Nachkomme von Typhon und Echidna.
Eurystheus befahl ihm als erste Tat, das Fell des nemeischen Löwen zu bringen, der in den Wäldern des Peloponnes hauste. Niemand vermochte ihn bisher zu töten, da er durch menschliche Waffen nicht verwundbar war. Herakles fand ihn und schoss seine Pfeile gegen ihn ab. Als er jedoch bemerkte, dass diese keine Wirkung erzielten, warf er den Bogen zu Boden und ging mit bloßen Händen auf ihn zu. Er packte den Löwen von hinten und drückte ihm mit seinen gewaltigen Händen die Kehle zu, so dass er schließlich erstickte. Das Fell zog er dem Löwen mit Hilfe seiner Klauen ab und kleidete sich von nun an damit, wobei er den Löwenkopf wie einen Helm trug.
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2.
Die Hydra von Lerna

Die zweite Arbeit des Helden war, die Hydra zu erlegen, die ebenfalls [wie der nemäische Löwe] eine Tochter des Typhon und der Echidna war. Diese, zu Argolis im Sumpfe von Lerna aufgewachsen, kam aufs Land heraus, zerriß die Herden und verwüstete das Feld. Dabei war sie unmäßig groß, eine Schlange mit neun Häuptern, von denen acht sterblich, das in der Mitte stehende aber unsterblich war.
Herakles ging auch diesem Kampfe mutig entgegen: er bestieg sofort einen Wagen; sein geliebter Neffe Jolaos, der Sohn seines Stiefbruders Iphikles, der lange Zeit sein unzertrenlicher Gefährte blieb, setzte sich als Rosselenker ihm an die Seite, und so ging es im Fluge Lerna zu. Endlich wurde die Hydra auf einem Hügel bei den Quellen der Amymone sichtbar, wo sich ihre Höhle befand. Hier ließ Jolaos die Pferde halten; Herakles sprang vom Wagen und zwang durch Schüsse mit brennenden Pfeilen die vielköpfige Schlange, ihren Schlupfwinkel zu verlassen. Sie kam zischend hervor, und ihre neun Hälse schwankten emporgerichtet auf dem Leibe wie die Äste eines Baumes im Sturm.
Herakles ging unerschrocken ihr entgegen, packte sie kräftig und hielt sie fest. Sie aber umschlang einen seiner Füße, ohne sich auf weitere Gegenwehr einzulassen. Nun fing er an, mit einem Sichelschwerte ihr die Köpfe abzuschlagen. Aber er konnte nicht zum Ziele kommen. War ein Haupt abgeschlagen, so wuchsen derer zwei hervor. Zugleich kam der Hydra ein Riesenkrebs zu Hilfe, der den Helden empfindlich in den Fuß kniff. Den tötete er jedoch mit der Keule und rief dann Jolaos zu Hilfe.
Dieser hatte schon eine Fackel gerüstet, zündete damit einen Teil des nahen Waldes an, und mit den Bränden überfuhr er die neuwachsenden Häupter der Schlange bei ihrem ersten Emporkeimen und hinderte sie so, hervorzutreiben. Auf diese Weise wurde der Held der emporwachsenden Köpfe Meister und schlug nun der Hydra auch das unsterbliche Haupt ab; dieses begrub er am Wege und wälzte einen schweren Stein darüber. Den Rumpf der Hydra spaltete er in zwei Teile, mit deren Galle er seine Pfeile bestrich, die dadurch absolut tödlich wurden und schlug damit unheilbare Wunden. Bei diesem Kampf war ihm sein Wagenlenker Jolaos behilflich gewesen, weshalb Eurystheus den Kampf für ungültig erklärte
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3.
Die kerynitische Hirschkuh

Der dritte Auftrag war es, die der Artemis geweihten Kerynitischen Hirschkuh mit den goldenen Hörnern im Parthenischen Wald lebendig nach Mykenai zu bringen.
Die kerynitische Hindin, mit güldenem Geweih und ehernen Hufen, war der Artemis von der Nymphe Taygete geweiht worden und hielt sich in bei dem bei Argos gelegenen Berg Keryneia (zwischen Arkadien und Achaia) auf, nach andern auf dem Mänalos in Arkadien (daher auch mänalische Hindin). Herakles, der sie lebendig dem Eurystheus bringen sollte, verfolgte sie ein Jahr lang bis zu den Hyperboreern an den Quellen des Istros, bis er sie am Fluß Ladon in Arkadien mit einem Pfeilschuss in den Fuß lähmte und nachdem er Artemis überreden konnte, dass er es nicht aus Mutwille tat, brachte er sie zu Eurystheus.
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4.
Der erymanthische Eber

Der Erymanthische Eber und das Kalydonische Schwein waren in der griechischen Mythologie Nachkommen des gewaltigen Wildschweins Phaia, auch als Krommyonische Sau bekannt, einer Sagengestalt der griechischen Mythologie. Sie stammte von Typhon und Echidna ab.
Herkules gelingt es, den Eber zu besiegen, indem er ihn in ein tiefes Schneefeld treibt, wo er ihn bis zur Erschöpfung jagt. Er fesselt das Tier und bringt es lebendig nach Mykene.
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5.
Der Stall des Augias

Er war zu seiner Zeit der an Vieh- und Schafherden reichste Mann der Erde. Durch einen göttlichen Beschluss waren seine Herden nämlich durch Kankheit und Unfruchtbarkeit geschützt. Sein Vieh stand nach Art der Alten in einer großen Verzäunung vor dem Palast. Dreitausend Rinder hatten da geraume Zeit gestanden, und so hatte sich seit vielen Jahren eine unendliche Menge Mist angehäuft; wenn auch dessen Gestank die Tiere selbst nicht störte, verbreitete er doch eine Pestilenz über den gesamten Peloponnes. Außerdem waren die Talweiden so tief mit Mist bedeckt, dass sie nicht mehr gepflügt und bestellt werden konnten. Und diesen Mist sollte nun Herakles zur Schmach und, was unmöglich schien, in einem einzigen Tag, hinausschaffen.
Als der Held vor den König Augias trat und, ohne etwas von dem Auftrage des Eurystheus zu erwähnen, sich zu dem genannten Dienste erbot, maß dieser die herrliche Gestalt in der Löwenhaut und konnte kaum das Lachen unterdrücken, wenn er dachte, dass einen so edlen Krieger nach so gemeinem Knechtsdienst gelüsten könne. Herakles schlug vor, den Viehstall noch vor Anbruch der Nacht zu reinigen gegen die Überlassung von einem Zehntel des Viehs. Augias, ungläubig, rief seinen ältesten Sohn Phyleus als Zeugen für das Angebot des Herakles herbei. Herakles musste einen Eid ablegen seinen Teil des Abkommens einzuhalten. Den Eid, den Herakles nun beim Namen seines Vaters schwor, war der erste und der letzte seines Lebens. Augias beeidigte gleicherweise seinen Teil des Abkommens.

Auf Anraten des Eleers Menedemos und mit Hilfe des Iolaos riss Herakles erst die den Viehhof umgebende Mauer auf zwei Seiten auf; dann leitete die nicht weit davon fließenden Ströme Alpheus und Peneis durch einen Kanal herzu und ließ sie den Mist wegspülen und durch eine andere Öffnung wieder ausströmen.

So vollzog er einen schmachvollen Auftrag, ohne sich auch nur einen Finger zu beschmutzen und ohne sich zu einer Handlung zu erniedrigen, die eines Unsterblichen unwürdig gewesen wäre. Die Ställe waren nun sauber und das Land wieder gesund.
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6.
Die stymphalischen Vögel

Die Stymphaliden, einen Schwarm räuberischer und menschenfressender Vögel am See Stymphalos in Arkadien, mit ehernen Krallen, Flügeln und Schnäbeln und mit Federn, die sie wie Pfeile abschossen, sollte Herakles verscheuchen. Athene gab ihm zu diesem Behuf eine eherne Klapper, durch deren Geräusch er die Vögel aus dem undurchdringlichen Wald aufscheuchte, so daß er sie mit seinen Pfeilen erlegen konnte.
Laut Argonautensage waren diese mythologischen Monstervögel die Bewohner der Insel Aretia oder Aresinsel. Die Argonauten wurden auf ihrer Fahrt nach Kolchis von ihnen überfallen, als diese auf der Insel landen wollten.
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7.
Der kretische Stier

Als Minos einst anbot, dem Poseidon das nächste Tier zu opfern, das den Fluten des Meeres entstieg, da keines seiner Tiere einem so hohen Opfer würdig wäre, sandte ihm Poseidon einen ausnehmend stattlichen, weißen Stier. Minos jedoch, angetan von dessen Schönheit, versteckte ihn in seiner Herde, unterschlug ihn dem Gott und opferte diesem statt dessen eines seiner Tiere. Poseidon, erzürnt ob dieses Frevels, stürzte Minos' Gemahlin Pasiphae in unsterbliche Liebe zu dem Stier, die sich diesem in einer von Daidalos entworfenen hölzernen Kuhattrappe hingab und aus dieser Verbindung später den Minotauros gebar. Zudem wurde der Kretische Stier von Poseidon mit Raserei geschlagen, wodurch dieser große Verwüstungen auf Kreta anrichtete.
(Quelle:Wiki)
Herkules bändigt das Tier und bringt es vor Eurystheus. Der lässt den Stier frei, der in Abwesenheit des Herkules seine Zahmheit wieder verliert und erneut ganze Landstriche verwüstet. Erst Theseus kann ihn endgültig besiegen.
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8.
Die Rosse des Diomedes

Diomedes, ein König in Thracien und ein Sohn des Mars, besaß vier feuerspeiende Rosse, die er mit Menschenfleisch sättigte und denen er die Fremdlinge, die er auffing, selbst zur Speise vorwarf.
Da das Gerücht von dieser Grausamkeit allenthalben erscholl, so befahl Eurystheus dem Herkules, ihm die feuerspeienden Rosse zu bringen, - und Herkules, der diese Tat vollführte, ließ auch den Diomedes für seine Tyrannei die gerechte Strafe erdulden, indem er ihn seinen eigenen Rossen vorwarf und auf die Weise den an den Fremdlingen verübten Frevel rächte.

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9.
Der Gürtel der Amazonenkönigin Hippolyte

Herakles´ neunte Arbeit bestand darin, für Admete, die Tochter des Eurytheus, den goldenen Gürtel des Ares zu holen, der von der Amazonenkönigin Hippolyte getragen wurde. Er sammelte für seinen Zug gegen die Amazonen freiwillige Kampfgenossen, unter ihnen Iolaos, Telamon von Aigina und Peleus von Iolkos. Herakles nahm ein Schiff, manche Schriftsteller schreiben von neun Schiffen, und segelte damit mit seinen Freiwilligen zum Fluss Thermodon.
Die Amazonen, Kinder des Ares und der Naiade Hermonia, sind in den Tälern des akmonischen Phrygien geboren worden.
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Die Amazone Lysippe führte ihre Kinder entlang der Küste des Schwarzen Meeres zu einer Ebene am Fluss Thermodon, der in den hohen amazonischen Bergen entspringt. Dort brachten die Amazonen drei Stämme hervor, von denen jeder eine Stadt gründete.
Die Amazonen waren berühmte Kriegerinnen, die als die ersten gelten, die Pferde im Kampf verwendeten. Sie trugen bronzene Bogen und kurze Schilder. Ihre Helme und Kleider wurden aus den Fellen wilder Tiere hergestellt. Drei berühmte Amazonenköniginnen, Marpesia, Lampado und Hippo, eroberten einen grossen Teil Kleinasiens und Syriens und gründeten die Städte Ephesos, Smyrna, Kyrene und Myrine. Während grosse Teile des Amazonenheeres wieder heimwärts zogen, wurde der Rest von ihnen, die in Kleinasien zurückgeblieben sind von verbündeten Barbarenstämmen vertrieben. Dabei starb ihre Königin Marpesia.

Zur Zeit Herakles, waren sie nun alle wieder zum Fluss Thermodon zurückgekehrt; ihre drei Städte wurden von Hippolyte, Antiope und Melanippe regiert.

Herakles lief nun in die Mündung des Flusses Thermodon und in den Hafen der Amazonenstadt Themiskyra ein. Hier kam ihm die Königin der Amazonen entgegen. Das herrliche Ansehen des Helden flößte ihr Hochachtung ein, und als sie die Absicht seines Kommens erkundet, bot sie ihm den Gürtel als Liebesgabe an. Aber Hera, die unversöhnliche Feindin des Herakles, nahm die Gestalt einer Amazone an, mischte sich unter die Menge der übrigen und breitete das Gerücht aus, dass die Fremden ihre Königin entführen wollen. Augenblicklich schwangen sich die Amazonen auf die Pferde und griffen den Halbgott in dem Lager an, das er vor der Stadt aufgeschlagen hatte.
Herakles, der Verrat fürchtete, tötete Hippolyte, entfernte ihren Gürtel und tötete in der Schlacht die Amazonenführerinnen eine nach der anderen und schlug ihr Heer nach einem großen Gemetzel in die Flucht.
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10.
Die Rinder des Riesen Geryones

Als der Held das Wehrgehenk der Königin Hippolyte zu Eurystheus Füßen niedergelegt hatte, gönnte dieser ihm keine Rast, sondern schickte ihn sogleich wieder aus, die Rinder des Riesen Geryones herbeizuschaffen, der drei Leiber, drei Köpfe, sechs Arme und sechs Füße besaß und eine ungeheure Größe aufwies.
Dieser nannte auf der Insel Erythia, im Meerbusen von Gadira (Cadix), eine Herde schöner braunroter Rinder, die ein anderer Riese und ein zweiköpfiger Hund ihm hüteten, sein eigen. Kein Erdensohn hatte sich je an ihn gewagt; Herakles sah wohl, wie viele Vorbereitungen dieses beschwerliche Unternehmen erfordere. Es war weltbekannt, daß des Geryones Vater, Chrysaor, der den Namen Goldschwert von seinem Reichtum hatte, König von ganz Iberien (Spanien) war, daß außer Geryones noch drei tapfere und riesige Söhne für ihn stritten und jeder Sohn ein zahlreiches Heer von streitbaren Männern unter seinem Befehle hatte. Eben darum hatte Eurystheus dem Herakles jene Arbeit aufgetragen; denn er hoffte, auf einem Kriegszug in ein solches Land werde er sein verhaßtes Leben doch endlich lassen müssen. Doch Herakles ging den Gefahren nicht erschrockener entgegen als allen seinen früheren Taten. Er sammelte seine Heere auf der Insel Kreta, die er von wilden Tieren befreit hatte, und landete zuerst in Libyen. Hier rang er mit dem Riesen Antaios, der neue Kräfte erhielt, sooft er seine Mutter, die Erde, berührte; aber Herakles hielt ihn in die freie Luft und drückte ihn da zu Tode. Auch reinigte er Libyen von den Raubtieren; denn er haßte wilde Tiere und ruchlose Menschen, weil er in ihnen allen das Bild des übermütigen und ungerechten Herrschers erblickte, dem er so lange dienstbar gewesen war.
Nach einer langen Wanderung durch wasserlose Gegenden kam er endlich in ein fruchtbares, von Flüssen durchströmtes Gebiet. Hier gründete er eine Stadt von ungeheurer Größe und nannte sie Hekatompylos (Hunderttor). Zuletzt gelangte er an den Atlantischen Ozean, gegenüber von Gadira; hier pflanzte er die beiden berühmten Heraklessäulen auf. Die Sonne brannte entsetzlich; Herakles ertrug es nicht länger, er richtete seine Augen nach dem Himmel und drohte mit aufgehobenem Bogen, den Sonnengott niederzuschießen. Dieser bewunderte seinen Mut und lieh ihm, um weiterzukommen, die goldne Schale, in welcher der Sonnengott selbst seinen nächtlichen Weg vom Niedergange bis zum Aufgange zurücklegt. Auf dieser fuhr Herakles mit seiner nebenher segelnden Flotte nach Iberien hinüber. Hier fand er die drei Söhne des Chrysaor mit drei großen Heeren, einen nicht weit vom andern gelagert; er aber tötete die Anführer alle im Zweikampfe und eroberte das Land. Dann kam er nach der Insel Erythia, wo Geryones mit seinen Herden hauste. Sobald der doppelköpfige Hund seine Ankunft innewurde, fuhr er auf ihn los; allein Herakles empfing ihn mit dem Knittel, erschlug ihn und darauf auch den riesigen Rinderhirten, der dem Hunde zu Hilfe gekommen war. Dann eilte er mit den Rindern davon; aber Geryones holte ihn ein, und es kam zu einem schweren Kampfe. Hera selbst erschien, dem Riesen beizustehen; jedoch Herakles schoß ihr einen Pfeil in die Brust, daß die Göttin verwundet entfliehen mußte. Auch der dreifache Leib des Riesen, der in der Gegend des Magens zusammenlief, fing hier den tödlichen Pfeil auf und mußte erliegen. Unter glorreichen Taten vollbrachte Herakles seinen Rückweg, indem er zu Lande die Rinder durch Iberien und Italien trieb. Bei Rhegium in Unteritalien entlief ihm einer seiner Ochsen, setzte über die Meerenge und entkam so nach Sizilien. Sogleich trieb er auch die andern Ochsen ins Wasser und schwamm, indem er einen Stier am Horn faßte, nach Sizilien hinüber. Unter mancherlei Taten kam der Held nun glücklich über Italien, Illyrien und Thrakien nach Griechenland zurück und auf dem Isthmus an.
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11.
Die Äpfel der Hesperiden

Nur mit einer List kann Herkules die Äpfel der Hesperiden stehlen. Die Hesperiden, Aigle, Arethusa, Erytheia, Hestia, Hespere, Hesperusa (auch: Hesperthusa) und Hespereia bewachen im Göttergarten zusammen mit dem hundertköpfigen Drachen Ladon, das jüngste Kind/Ungeheuer der Keto und des Phorkys, eine grässlichen Schlange, die tief im Dunkel der Erde an ihren riesigen Grenzen die reingoldenen Äpfel . Herkules kommt an die Äpfel, indem er sie von Atlas holen lässt, während er an dessen Stelle für kurze Zeit das Himmelsgewölbe trägt.
Die Erdmutter Gaja schenkte dem Geschwisterpaar Zeus und Hera zur Hochzeit einen Baum mit goldenen Äpfeln. Die Äpfel der Hesperiden sollten den Göttern ewige Jugend verleihen. Das Erlangen dreier dieser Äpfel stellte die elfte Arbeit des Helden Herakles dar.
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12.
Der Höllenhund Kerberos

Kerberos, Sohn des Typhon und der Echidna, Bruder der Sphinx , der Chimaira, des Löwen von Nemea, der Hydra, und des zweiköpfigen Orthos, Hund des Geryones war der Wachhund der Unterwelt des Hades, der drei Köpfe und einen Schwanz wie ein Reptil hatte. Aus seinem Rücken wuchsen zahlreiche, bedrohliche Schlangenköpfe.
Er hatte die Aufgabe, den Eingang zur Unterwelt zu bewachen und sorgte dafür, dass keine der eingetretenen Seelen jemals wieder herauskam.
Der Hund in der Antike galt als unreines Tier. Und um die Toten vor dem (Leichen fressenden ) Kerberos zu schützen, gab man ihnen einen Honigkuchen mit.
Der König Eurystheus war entsetzt, dass Herakles eine Aufgabe nach der anderen gelöst und sich sein Ruhm stetig gemehrt hatte. Und so ersann der tückische König sich nun die schwierigste von allen Taten. Den Höllenhund Kerberos sollte der Held ihm aus der Unterwelt bringen. Kerberos war ein großen Ungeheuer mit drei Hundeköpfen, auf denen sich grässliche Schlangen ringelten. Er bewachte den Eingang zur Unterwelt, so dass niemand zu den Lebenden fliehen konnte.
Zunächst ließ sich Herakles in den Eleusischen Myterien einweisen, um so den Toten und den unterirdischen Herrschern Achtung zollen zu können. Mit Hilfe von Hermes gelang er zum Gebirge Tainaron. Durch riesige Spalten kletterten sie hinab in die Unterwelt. Am Fluss Styx angekommen warteten sie auf Charon, der die Seelen der Toten übersetzte. Als Charon sah, dass er die schwere Last einer lebenden Seele übersetzen sollte, weigerte er sich. Doch mit Gewalt zwang Herakles ihn zum Gehorsam und gelangte so zu Hades. Der Gott der Unterwelt erlaubte dem Helden, den Kerberos mitzunehmen. Er stellt ihm jedoch zur Bedingung, dass er den Höllenhund nur waffenlos begegenen durfte. So rang Herakles mit bloßen Händen mit dem Höllenhund. Schließlich packte er ihn in den Nacken und würgte ihn bis er ohnmächtig wurde. Gefesselt hob er ihn auf seine Schultern und brachte Kerberos so dem König. Eurystheus erschrak vor dem schrecklichen Ungeheuer und versteckte sich ängstlich in einer großen Vorratsvase. Herakles brachte den Kerberos in die Unterwelt zurück, der später
Die letzte Heldentat war damit vollbracht.
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Der Tod des Helden

Herkules heiratete später Deianeira, die er in einem Ringkampf von dem Flussgott Acheloos gewonnen hatte. Als Deinareia von dem Kentauren Nessos angegriffen wurde, verwundete ihn Herkules mit einem Pfeil, den er mit dem Blut der Hydra vergiftet hatte. Der sterbende Kentaur sagte Deinareia, sie solle etwas von seinem Blut nehmen, weil es ein kräftiger Liebeszauber sei. In Wahrheit aber war es Gift. Als Daneireia später glaubte, dass sich Herkules in Iole verliebt habe, sandte sie ihm einen Rock, der in das Blut getaucht worden war.
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Als Herkules ihn anzog, war der Schmerz, den das Gift verursachte, so groß, dass er sich auf einem Scheiterhaufen selbst das Leben nahm. Nach seinem Tod wurde er von den Göttern auf den Olymp gebracht und mit Hebe, der Göttin der Jugend, verheiratet.
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Herakleskult und Darstellungen

Die Griechen verehrten Herkules sowohl als Gott wie auch als sterblichen Helden. In der Antike verkörperte die Figur des Herkules einen messianischen Helfer der Menschen, der durch seine Ausdauer und seinen Mut die Menschen von ihren Leiden befreit. Überall in Griechenland befanden sich Heiligtümer, die ihm gewidmet waren. Der Herakleskult wurde in zahlreichen Feiern und Festen zelebriert. In das antike Rom gelangte der Herkulesmythos mittels der römischen Handelskontakte zu den Phöniziern, die den griechischen Gottmenschen mit ihren Gott Melquart gleichgesetzt hatten. Mit den Eigenschaften dieses Gottes versehen fand Herkules als Gott des Handels, des kaufmännischen Gewinns und als Übelabwehrer Eingang in den Staatskult der Römer.
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Die historische Person Jesu wurde in den ersten Jahrhunderten nach ihrem Tod, als sich das Christentum immer weiter nach Griechenland ausbreitete, mit zahlreichen Elementen aus dem Heraklesmythos identifiziert, die die bis heute gängige Vorstellung von Jesus Christus, als Erlöser, entscheidend beeinflusst haben. So kannte der Herakleskult im antiken Griechenland verschiedene Motive, die für den historischen Jesus nicht überliefert sind: die Jungferngeburt, die Verfolgung als auserwählter Königssohn, die Wiederauferstehung, die Anwesenheit der Mutter und der Lieblingsjünger in der Stunde des Todes, die Errettung der schmachtenden Seelen aus dem Totenreich und ähnliches mehr.
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Dargestellt wird Herkules meist als starker, muskulöser Mann, der in eine Löwenhaut gekleidet ist und eine Keule trägt. Neuzeitliche Gemälde wurden u. a. von Dürer,
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Tiepolo, Tintoretto und Rubens
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geschaffen.

Die berühmteste Statue des mythischen Helden, der sitzende, sich ausruhende Herkules aus der Sammlung Farense, eine Kopie des Glykon von Athen, steht im Nationalmuseum in Neapel.
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Aus kryptozoologischer Sicht zählen die Pferde des Diomedes zum interresanten Disskussionsaspekt eines zu eruierenden Feldforschungsgebietes....
...gab es wirklich fleischfressende Pferde ?

...könnte es sie noch heute geben, versteckt lebend und wenn, wo ?

... handelt es sich um Fiktion - Mythos - Legende - Tatbestand ?

Die Zukunft wirds uns lehren....

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Zuletzt geändert von Lestat de Lioncour am 16. Aug 2007 23:22, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon tlahuizcalpantecutli » 18. Mär 2007 15:22

Mit Sicherheit die bestillustrierte Herakles-Version die ich je gelesen habe =)
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Beitragvon Lestat de Lioncour » 19. Mär 2007 12:37

Danke, Tla :D
Tut gut zu wissen, dass die ganze Arbeit nicht umsonst war...

Greets Dir

PS: Hab von Nori einen Tipp bekommen, über ich glaube slawische Märchen, wo der Mythos des fleischfressenden Pferdes auftaucht.
Werde recherchieren und ein dazugehöriges Post setzen, bin ja Mal gespannt...ich liebe ethnologische Forschungen auf diesem Gebiet.
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Beitragvon whitestorm » 19. Mär 2007 13:33

dafür hast du einen extra-knuddel verdient. ihr wisst ja, wie sehr ich an der klassischen mythologie hänge :-)
wirklich sehr ausführlich.
Da kann ich mich dem unaussprechlichen wirklich nur anschliessen bruder lestat
Niveau sieht von unten immer wie Arroganz aus.
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Beitragvon Zerberus » 25. Mär 2007 00:12

Von wegen gewürgt, angeschlichen hat er sich, als ich mal weggenickt war .
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Beitragvon Nemisis » 11. Apr 2008 15:04

Sind Pferde denn früher eigentlich verachtet worden!??

Also als böse dargestellt worden??

Hoffentlich nicht!!

LG nemisis
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Beitragvon Sariana » 11. Apr 2008 19:01

Nemisis hat geschrieben:Sind Pferde denn früher eigentlich verachtet worden!??


Wie kommst du auf die Idee?
Wenn es so gewesen wäre, hätte man Pferde sicher nicht als Nutztiere eingesetzt sondern abgeschlachtet.
Sariana
 

Beitragvon CHARON » 11. Apr 2008 23:14

@ Lestat ... mega geiler Post ...sehr toll zusammengefasst, wie für mich gemacht *grins*

@ möchtegern Hitler ... wusstest Du das der wahre Hitler sich mit Mythologie befasste und viele seiner Ideen die Er durchsetzte auf der Basis des Römischen Reiches beruhen.

Glaub nicht das Du viel über das weißt was eigentlich hinter dem Namen Hitler steckt, sonst würdest Du hier nicht mit Deinen unüberlegten Argumenten die Boards versauen.

Chill ma weng in der Sonne

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Beitragvon Zerberus » 12. Apr 2008 00:08

Leute nix besseres zu tun?..kümmert euch lieber mal um DEUTSCHE Geschichte..



ich glaube wenn du dich ein wenig mehr mit deutscher geschichte befasst hättest , dann würdest du nicht so einen scheiss labern .

an leuten wie dir geht unser land zugrunde , an denen , die dumm labern und keine ahnung haben !
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Beitragvon Dark Lord » 12. Apr 2008 21:21

CHARON hat geschrieben:@ Lestat ... mega geiler Post ...sehr toll zusammengefasst, wie für mich gemacht *grins*

@ möchtegern Hitler ... wusstest Du das der wahre Hitler sich mit Mythologie befasste und viele seiner Ideen die Er durchsetzte auf der Basis des Römischen Reiches beruhen.

Glaub nicht das Du viel über das weißt was eigentlich hinter dem Namen Hitler steckt, sonst würdest Du hier nicht mit Deinen unüberlegten Argumenten die Boards versauen.

Chill ma weng in der Sonne

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*mein Senf auch dazu geb*

Wollte noch anmerken dass Hitler auch stark esoterisch veranlagt war ;)
Zuletzt geändert von Dark Lord am 13. Apr 2008 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
Dark Lord
 

Beitragvon Hexenblut » 13. Apr 2008 18:12

Danke Lestat ! Die Mythologie der Völker ,besonders die Griechen,sind mein Hobby.Die Griechische Mythologie kenne ich seit meiner Kinheit und Herakles (Hercules) ist einer meiner Lieblinge-neben Achilles.

Danke,weil du eine schöne Bebilderte Heldengeschichte (die zwölf Aufgaben von Herakles) wunderschön dargestellt hast.
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Beitragvon CHARON » 14. Apr 2008 03:15

Ja genau, der Post ist wirklich ein herausragendes Ereignis,
genau wie der Mythos ansich

Bin echt fasziniert von dem tollen Beitrag und hab ihn gerade zum zweiten mal gelesen, weil er so toll zusammen gestellt wurde.
Bekomme langsam gierige Augen auf den Post *lechts, sabber, gier*
da ich ja ebenfalls sehr dem Mythos angetan bin, vor allem dem griechischen.

aber das sollte Lestat ja schon " IRGENDWO " mal mitbekommen haben ?!
*an der Schulter schups - zwinker*

hehe

LG Charon
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