Eigene Rituale entwerfen

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Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Orthoceras » 4. Nov 2011 18:08

In den magischen FAQs steht ja, man kann sowohl bestehende, als auch selbst entworfene Rituale verwenden.
Aber was sollte man beim Selbstentwerfen beachten? :???:
Ist die Sprache (Sprache, Ausdruck, Grammatik, Wortwahl) wichtig für Rituale?
Könnte mir bitte mal jemand einige Tipps dazu geben?
Und wo im Internet (außer hier) findet man eigentlich gute vorgefertigte Rituale?

Bsp. Ich möchte irgendeiner Person schaden / mich vor bestimmten Dingen schützen usw. :satisfy:
(nur in der Theorie, ich hab keine Feinde, die ich verfluchen möchte)
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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Mi+ » 4. Nov 2011 18:22

Oh, schon wieder, ich bin 15, habe keine Ahnung, aber...

Also, die beiden besten Ritualsammlungen sind von Frater Eremor
http://www.amazon.de/Im-Kraftstrom-Sata ... 35&sr=8-11

und die Sammlung von Fra. 717
http://www.amazon.de/Handbuch-Chaosmagi ... 730&sr=1-1

der Klassiker:
http://www.amazon.de/Magick-Theorie-Pra ... 88&sr=1-11
wobei ich diese Übertragung nicht kenne, also da mich erst selbst wieder auf dem Buchmarkt tummeln müßte. Doch hier ist immerhin der Ritus innerhalb einer Philosophie eingebunden, es geht hier also weniger um niedere Magie, wie sie in Deinem Post anklang.

Ehe Ritus anhebt sollten die Grundlagen aber zumindest angegangen werden. Ich habe zu den Einstiegswerken kürzlich in der Bücherecke schon ein paar Worte verloren, diese hast Du Dir doch hoffentlich zumindest angeschaut?
Weiters, wenn das Geld für Bücher nicht reicht, wie soll es dann für den Ritus reichen? Zwar bin ich ein verfechter der Technik der leeren Hand, alles aus der Kraft des Geistes, jedoch für den Anfänger ist das sich orientieren an Analogien, die Roben, die im Hexameter formulieren Anrufungen, der knisternde Abramelin-Weihrauch, all dies enorm hilfrich für eine Ritualtrance, für die Selbstverzauberung. Aber wenn das Geld nur für Internet reicht dann ist dies so, doch dann bitte nicht wundern wenn mein Tip zuallererst mal darin besteht arbeiten zu gehen.

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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Orthoceras » 4. Nov 2011 19:59

Ich hätte Geld für Bücher, aber ich will die ganze Sache lieber im Geheimen betreiben.
Und gibt es wirklich nichts Brauchbares im Internet?
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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon khezef » 4. Nov 2011 22:05

Was würde sich den mit ein paar Büchern offenbaren?
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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Mi+ » 5. Nov 2011 09:28

Grundlagen. Zugang zu Symbolen, beschreiben von Trance-Techniken und vieles mehr. Und immer an den Hexameter denken.

Scherz am Rande.

Leute, wenn ihr noch nicht mal die Möglichkeit habt ein paar Bücher im Kleiderschrank zu verstecken, wie soll daraus denn ein Magier werden? Gut, das Internet mag als Notnagel dienen, doch es kann nicht alles abdecken.

Am Rande, die akademische Ritualforschung wird in Heidelberg geleistet, viele Themen für Doktorarbeiten.
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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Reztinpeace » 11. Jan 2012 22:14

Also eines meiner selbstentworfenden Rituale jeden Morgen ist z.B Zähne putzen :D

*trollololol*

sry konnte nicht anders
was wertvolles als Zusatz hab ich net
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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Mi+ » 12. Jan 2012 02:31

Sehr geistreich.
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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Reztinpeace » 12. Jan 2012 16:18

Bin auch etwas stolz auf mich.
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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Bella Aurora » 13. Jan 2012 01:09

*tätschel* Was für eine Bereicherung :klappe:
(Der Smilie ist super, Danke!)

Generell:
Wenn man anfängt eigene Rituale zu entwerfen, dann kann man sich an dem anlehnen, was man schon aus Büchern mitgenommen hat und abändern. So hat man anfangs etwas Sicherheit im Hinterkopf und kann sich peux a peux steigern.

Grüße
Bella
Und hüte dich vor den Guten und Gerechten! Sie kreuzigen gerne die, welche ihre eigene Tugend erfinden - sie hassen den Einsamen.
Friedrich Nietzsche, Werke II - Also sprach Zarathustra
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Re: Eigene Rituale entwerfen

Beitragvon Daimao_Koopa » 14. Jan 2012 23:45

Hör auf Mi und Bella und leg dir als Anfänger ein paar Bücher zu, die eine Grundlage für den Weg bilden, den du gehen möchtest.
Sieh aber zu, dass du schnellstmöglich (Eile, aber mit Weile!) von den vorgefertigten Sachen wegkommst und anhand deiner Erfahrung
Rituale entwirfst, die auf dich selbst zugeschnitten sind. Wie gesagt, überstürze es aber nicht.

Orthoceras hat geschrieben:Ist die Sprache (Sprache, Ausdruck, Grammatik, Wortwahl) wichtig für Rituale?

Gerade für die einflussreicheren Rituale ist Sie überlebenswichtig. Wenn der Empfänger den Sinn deines Willensatzes (bewusst) missversteht,
stehst du sehr schlecht da. Denke vor allem immer daran nur das zu sagen was du willst und nicht was du nicht willst.
Versuche dabei in einer Sprache, die du perfekt beherrschst, einen (höchstens zwei) Sätze zu formulieren, die exakt das aussagen,
was du mit dem Sinn, den du in ihn legst, verstehst. Je komplexer und umfassender ein Wort, desto besser. Halte den Satz aber möglichst kurz,
sonst kommst du beim intonieren durcheinander - Desaster vorprogrammiert.

Und lass als Anfänger bitte die Finger von Dämonen. Die ziehen an deinen Strippen, ohne dass du es mitbekommst.

Orthoceras hat geschrieben:Und wo im Internet (außer hier) findet man eigentlich gute vorgefertigte Rituale?

Nirgendwo. Renomierte Buchautoren oder aus eigener Feder. Der folgende Satz steht eigentlich im Wiederspruch zu meiner Einstellung, aber
als Anfänger wirst du dich leider am Wissen von Erfahreneren orientieren müssen.

Orthoceras hat geschrieben:Bsp. Ich möchte irgendeiner Person schaden / mich vor bestimmten Dingen schützen usw. :satisfy:

Hier gebe ich dir einen persönlichen Tipp: versuche die entsprechenden Gefühle kontrolliert (d.h. langsam oder nach deinem Tempo)
in den Spruch mit ein zu weben. Die emotionale Energie nimmt dir einen Großteil der Formulierungsarbeit ab.
Trotzdem: weiterhin bewusst mitdenken!
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