Die griechische Mythologie

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Die griechische Mythologie

Beitragvon Lestat de Lioncour » 28. Mär 2007 16:14

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Dreiteilung des hellenisch/griechischen Pantheons:




http://online-media.uni-marburg.de/kuns … _gross.htm



Die Griechen, eigentlich Hellenen hatten die Entstehung ihres Weltbildes dreigeteilt:

Ära 1
Die Welt mit ihren Ursprüngen und Wesen entpricht dem Gott Uranos, dem Urvater aller Dinge.

Ära 2
Die Stellung des Menschen
( Sitten, Kulte, Standesunterschiede, Völkerkulturgüter ) aus matriachalischer Sicht entspricht der Urmutter Gaia.
8/b]


[b]Ära 3

Der Kampf " Gut gegen Böse " aus kosmologisch- theologischer bzw. dämonologisch- anthropologischer Sicht entspricht dem Generationskonflikt Chronos gegen Zeus.

Ära 1 :


Uranos
Urgott. Personifikation der astralen Götterwelt, Mittler zwischen der mit der Erde verbindenden, zeugenden Naturgewalt und Beherrscher der Urgewalten. Durch seinen Intellekt teilte er die uns bekannten Naturgewalten ein. ( er zeugte sie ) Wie in den größeren Mythologien, also den Ägyptern, Inkas, Mayas, Aborigines, oder Kelten- gleich überliefert, erklärt er die Frage, wer zuerst da war, Henne oder Ei, indem er Sohn und Gatte der Urmutter wurde. Seine Ära endete mit der Fertigstellung der Erschaffung der antiken Welt, als Phantasie und Intellekt von Krieg und Machtlampf abgelöst wurden.
Da Uranos die Welt in Pontos - Wasser , Tartaros - Erde und Olympus -Luft aufteilte, zeugte er mit seiner Schwesternmutter Kinder, um die verschiedenen Bezirke regieren zu können, also praktisch der erste überlieferte Inzest, der wüstlingsgleichen Götter....

Aether
Aether ( arisch Aithir ) ist der Vater der Winde, Personifikation der Oberwelt und der sphärischen ( guten ) Luft, in der die Gestirne schweben und die guten Götter leben. Er ist sowohl Bruder als auch Sohn von Erebos und Nyx, die wiederum Kinder und gleichzeitig Geschwister des Uranos waren.

Chronos
Chronos ist das Urprinzip, Personifikation der Lebenszeit, der mit seinem vergehenden Charakter den Tod, aber auch als Urgott der Liebe und des Lichts das Leben bringt. Dargestellt wurde er mit Sichel und Stundenglas und gleichzeitig flammend umkränztem Herzen.
Er ist sowohl Gatte als auch Bruder der Rhea.Seine anderen Titanengeschwister, die dann auch Ehepaare bilden, heißen
Okeanos und Thetys, Hyperion und Thaia, Kojos und Phoibe, Kraios und Eurybie, Iapetos und Klymene.
Die anderen Geschwister sind Kyklopen, Hekatonchairen, Giganten und Erynnien.
Er zeugte Demeter, Hades, Hestia, Poseidon, Hera und Zeus. Bis auf Zeus verschlang er alle seine Kinder, um nicht von Ihnen entmachtet zu werden, wie er es sein Vater Uranos antat. Nach seiner Entmachtung wurde er Herrscher über Elysion.

Deimos
Deimos, Sohn und Bruder des Uranos, personifiziert den guten oder bösen Charakter eines Menschen. Laufen alle Weltgeschehnisse im Einklang verbreitet er Zufriedenheit, schleichen sich böse Ambivalente ein, dann verbreitet er dämonische Furcht, zusammen mit seinem Sohn Phobos ( ursprünglich Phoybos )

Seine Kinder bzw. Geschwister sind diejenigen, die mit Angst, Schrecken, Furcht, Gemeinheit und Zwietracht zu tun haben, sind aber nur unbedeutende Untergottheiten, die den Hades bevölkern.

Hyperion
Hyperion ist der zweite Lichtgott nach Chronos, der Reine, der nur Gutes der Weltschöpfung bringt. Mit seiner Schwester und Gattin Thaia zeugte er Helios ( Sonnengott ), Selene ( Mondgöttin ) und Eos ( Die Morgenröte ).

Iapetos

Iapetos ist ein eher unbedeutend zurückhaltender Titan, der mit seiner Schwester und Gattin Klymene verschiedene Kinder zeugte:
Atlas, der die Weltkugel als Strafe für seine Revolution gegen die amtierenden Götter tragen muss. Prometheus, der den Göttern das Feuer raubte, Epimetheus, der durch seine Gattin Pandora das " Goldene Zeitalter " beendete, indem er ihre Büchse öffnete und damit Krieg, Krankheit, Seuchen, Pest und menschlichen Versagen entließ, nur die Hoffnung nicht, und Menoitios ( dabei wird die menschliche Hoffmumg als schlimmste Geißel angesehen )

Phobos
Phobos ist die Personifikation von Flucht oder Furcht und allem, was mit Schrecken und Urängsten zu tun hat. Er wird in jeder Götterära als neuer Sohn des obersten Gottes wiedergeboren, zuletzt als Sohn von Aphrodite und Ares, indem er nicht nur Kriegsschrecken verbreitet, sondern auch in der Liebe Eifersucht, Gewalt und Hörigkeit.

Aphrodite
Aphrodite, die allumfassende reine, körperliche, platonische und sinnliche Liebe, die schon in ihrem Vater Uranos wohnte und bei seiner Entmannung aus dem Meerschaum bei der Insel Zypern geboren wurde, überlebte alle Zeitalter. Sie ist Gattin des Hephaistos ( Gott der Schmiedekunst ) und Geliebte des Ares ( Gott des gewalttätigen Krieges ).
Ihre göttlichen Kinder Urania, Hetaira und Dyoini sind von Hephaistos,
Eros, Ate und Eris sind von Ares.
Sie hatte mehrere menschliche Liebhaber, deren bedeutenster Anchises, Vater des tapferen Verteidigers Trojas Aeneas und dieser wiederum Vater des latinisch-römischen Stammgeschlechts ist.


Ära II :

Chronos ( Kronos )
Da er auch als Licht- und zugleich Endgott verehrt wurde, stellte er das Sein in seiner allumfassenden Form dar. Gleichzeitig symbolisiert er die despotisch - patriachalische Zeit, die nun das Matriachat endgültig abgelöst hat. Da die Zeit als plastischer Begriff für alle griechischen Volksstämme seit jeher am wichtigsten war, mußte also der Gott der Zeit schon immer da gewesen sein, deswegen projizierten ihn die Menschen in die jeweiligen Epochen unter neuem Blickwinkel und mit neuer Aussagekraft in ihr Pantheon hinein.

Asopos
Flußgott ohne weitere Bedeutung

Briatomartiis
Letzte matriachalische Königin Kretas, bevor die Insel unter der Herrschaft ihrer Tochter von Illyrer eingenommen wurde und dem Patriachat verfiel. Sie wurde als allumfassende Mutter und Fruchtbarkeitssymbol verehrt.

Carmé
Eine der vielen Wassernymphen, die von den Griechen große Verehrung genossen, denn ohne Wasser wäre kein Leben möglich. So überlieferten Mythen auch immer die Verbindung Wasser zu Mensch bis in die Moderne
( Undine, Rusalka )


Naiad

Tochter des Flußgottes Okeanos, war in der Mythologie von keiner größeren Bedeutung. Sie half nur Herakles, indem sie ihm ihre Fluten und die ihrer Geschwister schickte, um den Augiastall zu säubern.

Nereiden
Töchter des alten Wassergottes Nereus, die herausragendsten waren
Amphritite ( Gattin des Poseidon ), Galathea ( Schutzpatronin der Seeleute, die Gallionsfiguren sind Abbilder der Nereiden, die das Schiff vor Gefahren schützen sollen ) und Thetis ( Mutter des Achilles ).

Nereus
gesprochen " Nere-us ", alter Wasser- und Meeresgott vor Okeanos, Sohn des Pontos und der Gaia, Bruder des Thananes, Phorkys, Ketos und Eurybie, Gatte der Okeanide Doris, Vater der 50 Nereiden und Bewahrer alter Wassermythen. Nur er kannte den Zugang zum Garten der Hesperiden, wo die drei goldenen Äpfel der ewigen Jugend, Schönheit und Weltzufriedenheit wuchsen.

Okeanos
Personifikation und Gott des Urweltenstroms, der in der Unterwelt entspringt und nach damaliger Vorstellung die Erdscheibe umrundet. Er ist einer der zwölf Titanen, Bruder und Gatte der Thetys, Sohn des Chronos und der Gaia, Vater der Okeaniden und Okeaninen. Diese bilden mit den Nereiden sämtliche Schutzgötter der Gewässer.

Pan
Hirten- und Herdengott, Gott der Wälder und Weiden, halb Mensch, halb Ziegenbock, führt er das Gefolge des Dionysos an, stellt den Nymphen ( Wald- und Vegetationsschutzgottheiten, unseren Elfen oder Elben vergleichbar ) nach, ist der Stammvater der Satyren. Von ihm stammt das Wort " panisch " ab, denn er pflegt oft Menschen zu erschrecken, die dann unkoordiniert das Weite suchen.
Als Syrinx, eine Nymphe, seine Liebe verschmähte und sich auf der Flucht vor ihm in ein Schilfrohr verwandelte, schnitze Pan daraus die Hirtenflöte Syrinx, die sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut und Panflöte genannt wird.

Pasiphaé
alte grieschische Mondgöttin, Tochter des Helios und der Persé. Da sie sich in Minos, den ersten Gottkönig von Kreta, verliebte und menschlich wurde, trat sie ihren Platz an Selene ab. Von Minos bekam sie sieben Kinder. Die wichtigsten waren Ariadne und Phaídra. Da sie in sodomistischer Weise einen Meeerestier, von Poseidon gesandt, liebte, wurde sie Mutter des Minotauros, der von Theseus besiegt wurde. Dazu half die Halbschwester des Minotauros Ariadne, die von Theseus dann auf Naxos ausgesetzt wurde, als er ihrer überdrüssig war.

Phoebe
Erste Göttin der Orakel von Delphi vor Apollon, sie ist eine Titanin, Tochter des Uranos und der Gaia, Schwester und Gattin des Titanen Koios und Mutter der Asteria und Leto. Als Apollo die Orakel als " erleuchtender Gott " übernahm, setzte er den Namen seiner Großmutter als " Phoibos " vor seinen Namen, er hieß somit " Phoibos Apollon ".

Proteus
Ein eher unbedeutender Urwassergott, hütet auf der Pharos Seetiere und kann weissagen. Ob er Kinder hatte und wer seine Eltern waren, ist nicht überliefert, da ihn nur Homer in der Ilias beschreibt.

Rhea
Eine der zwölf Titanen, Tochter von Gaia und Uranos, Schwester und Gattin des Chronos.
Stammutter des " Neuen Göttergeschlechts der dritten Ära ".
Da ihr Bruder- Mann Angst vor der Entmachtung hatte, verschlang er alle Kinder. Rhea täuschte ihn bei Zeus mit einem Stein, brachte ihr Kind auf die Insel Kreta, wo ihn ihre Priester, die Kureten, erzogen.

Sinopé
Soll mit Zeus das sphinxsähnliche Wesen erzeugt haben, das später Theben heimsuchte, die Bewohner dazu zwang, Menschenopfer zu bringen; sie wurde von Ödipus erschlagen.

Thelesto
Unbedeutende Flußgöttin, Okeanide, Tochter von Okeanos und Thetys.

Thetys
Titanin, Schwester und Gattin des Okeanos, Mutter der 50 Okeaniden, wird auch von Hesiod als das Urweltmeer, das Atlantis umspült, bezeichnet. Ihre herausragensten Töchter sind:
Eurynome ( Mutter der Chariten ), Klymene ( Gemahlin des Iapetos ),
Perseís ( Gattin des Helios ), Metis ( älteste Gemahlin des Zeus ) und
die Styx, der Fluß zur Unterwelt, bei dem die Götter bindend ihre Eide leisten.

Thalassa
Tochter von Aether und Hemera, die mit ihrem Bruder Phosphoros den Weg der Eos beleuchtet und zeigt.

Thebe
Nymphe, Tochter von Asopos, von ihr ist nichts weiter bekannt.


Ära III :

Nach der physischen und psychischen Theogonie ( Ära I und II ) kommt nun das sehr vermenschlichte Göttergeschlecht an die Regierung. Da sich die Menschen einen gewissen Lebensstandard und Luxus erschaffen hatten, projizierten sie das auch auf ihre Götter, die nicht mehr zum Schutz und zur Hilfe, zum Aufbau und für Hierachiegründungen da waren, sondern nur in süßem Nichtstun schwelgend, angerufen werden konnten, nichts mehr leisten mußten und in der Götterdämmerung in Vergesseneheit gerieten, um erst im humanistischen Zeitalter der Moderne wieder aufzuleben.


Zeus
Römisch Jupiter, Personifikation eines leichtlebigen Dadys, oberster Hauptgott der Olympioi, seine Geschwister sind Hestia, Poseidon, Hades, Demeter und Hera, mit letzterer verheiratete er sich nach der Scheidung von Methis. Er wird als Himmels- und Wettergott, Göttervater, Orakel- und Hochgott bezeichnet, versteht es aber intelligent, diese hochfliegenden Anforderungen an seine zahlreiche Nachkommenschaft abzuwälzen, damit er sich seinen weltlichen wollüstigen Abenteuern widmen kann.

Adrasthea
Zwillingschwester der Nemesis. Sie ist die ernste, besonnene Lenkerin der Geschicke, eine milde Göttin des Schicksals, dargestellt mit Elle, Zaum und Steuerruder. Ihre Schwester dagegen ist die wilde Straferin der verbrechen, Kompagnon der Erinnyen, dargestellt mit Geißel und Schwert, auf einem Folterrad einherfahrend.

Amalthea
Ziege, die auf dem Berge Ida Zeus säugte, die auch vorher eine Nymphe gewesen sein soll. Um keinen Verdacht zu erregen, habe sie sich in die Ziege verwandelt. Sie wurde aus Dankbarkeit von Zeus als Leitstern ins Sternbild " Capella " ( lateinisch für Ziege ) versetzt. Zeus brach ihr als kleiner Junge ein Horn ab, dieses wurde als Füll- und Glückshorn von den Olympioi verwendet.

Ananke
Mutter der Adrasthea und Nemesis, Nymphe, die besonders dem Waldmeister in ungegorener Form zusprach und dessen Schutzgöttin zusprach.

Ares
Römisch Mars ( Verderber, Rächer ), Sohn des Zeus und der Hera, Gott des verheerenden Angriffskrieges ohne Strategie und Gnade, Gegenspieler der Göttin Athene, die die ethische Kriegsführung mit Strategie liebt. Als Geliebter der Aphrodite zeugt er Eros, den Gott der Liebe. Seine anderen Kinder sind:
Phobos ( die Furcht ), Daimos ( das Entsetzen und das Erschrecken ),
Eris ( Göttin des Zwietrachts und des Streits ). Besondere Verehrung genoß er bloß in Thrakien, ansonsten die Sagen genüßlich von Athenes Sieg ( Intelligenz ) über Ares ( rohe Muskelkraft ) erzählt.

Calypso
Griechische Nymphe, und Zauberin, beheimatet auf Ogygia. Sie rettete Odysseus auf seinen Irrfahrten, nachdem Illion ( = Troja ) gefallen war, wurde seine Geliebte und half ihm beim Schiffbau, damit er wieder in seine Heimat Ithaka zurückkehren konnte.

Chimeira
Griechisch " feuerspeiendes Ungeheuer der Unterwelt ", ein Mischwesen mit drei Köpfen, vorn ein Löwe, in der Mitte Ziege und hinten Schlange. Sie ist die Verkörperung der vulkanischen Natur in Lykien. Chimeira ist die Tochter von Echidna und Tartaros und Schwester von Zerberos, Sphynxs und Hydra. Sie lebte am Eingang zum Hades, bis Bellerophontes sie tötete, indem er sie versteinerte.

Dactyli
Kleine Satyren, Kinder des Berges Ida ( vergleichbar mit den Erdmännchen oder Zwergen in Mitteleuropa ). Sie erfanden Abzählreime, um den kleinen Zeus zu unterhalten, damit er nicht schrie.

Demeter
Alte eleusische Mutter- und Fruchtbarkeitsgottheit. Sie gehört später zu den zwölf Olimpioi, Titanin, Tochter von Chronos und Rhea, Schwester von Hestia, Poseidon, Hera, Hades und Zeus, von dem sie ihre Tochter Persephone ( Kore; Korenmädchen am Erechtaion auf der Akropolis ) hat.
Nach dem Raub der Persephones durch Hades mit Zeus´Wissen ließ Demeter nichts mehr wachsen und irrte verzweifelt durch die Welt, wird durch Iasion ( Thrakerfürst ) Mutter des Plutos, er besitzt alles wie Krösos.
Findet mit Trioptolemus Hilfe ihre Tochter wieder und schenkt ihm darauf hin das erste Weizenkorn Attikas, um sich zu bedanken.

Despina
Nymphe, Tochter von Poseidon und Demeter, ist für das Gedeihen und Wachsen der Pflanzen mit ihrer Wasserhilfe, die sie von ihrem Vater Poseidon erbte, verantwortlich. In römischer Zeit wurde neben der Gorgo Medusa auch Despina als Wasserspeier in den Thermen dargestellt.

Echidna
Ungeheuer der Unterwelt, ein dämonisches Mischwesen, aus Schlange und Frau. Sie ist Tochter der Gaia und des Tartaros ( bzw. Phorkys und Ketos, deren alte Götternamen ) sowie Schwester und Gattin des Typhon ( der " Dampfende ", lateinisch " Python ", Orakel und Vulkangott ) und von letzterem Mutter vieler Ungeheuer, wie
Kerberos, Chimeira, Sphynx und Ladon ( hundertköpfiger Drache, der den goldenen Apfelbaum im Garten der Hesperiden bewacht, von Herakles beim Raub der Äpfel erschlagen wird und als Sternbild Drachen am Himmel leuchtet ).

Elara
Nymphe, Mutter des Tithyos, Riese auf Eubóa. Als dieser Leto, die Mutter von Artemis und Apollon, vergewaltigen wollte, wurde er von den Geschwistern mit vergifteten Pfeilen getötet und verbüßt im Tartaros seine Strafe. Zwei Geier zerhacken ihm seine immer wieder nachwachsende Leber. Seine Mutter wollte sein Schicksal mildern, stieg heimlich in die Unterwelt, bezirzte Charon, den Fährmann und gelangte schließlich zu ihrem Sohn. Doch Hades und Kerberos, der Höllenhund, spürten sie auf, als sie die Geier fütterte, daß diese Tithyos´Leber nicht zerhacken sollten. Da Mutterliebe bei den alten Griechen hoch im Kurs stand, aber gegen die Strafen der Götter sich nicht auflehnen durfte, mußte Tithyos zwar weiter leiden, aber seine Mutter durfte ihn in den Armen halten, so daß er keinen Schmerz verspürte.

Empusa
Schreckliche Unterweltsgöttin, sendet Alpträume auch am Tag mit Hekate, ihrer Schwester, Hilfe. Besänftigt wird sie durch die Göttin Asteria ( Sternennacht ), Schwester der Leto, Mutter von Apollo und Artemis. Dann sind ihre Träume orakelhaft.

Encelados
In vielen Gegenden als Alttitan bekannt wurde er in den neueren Mythologien einer der Giganten, die namenshaftesten:
Alkyoneus, Porphyrion, Pallas und Encelados. Da Rhea sich gegen die neue Rangordnung des Zeus stellte, zeugte sie mit Tartaros Typhoes, ein schreckliches Ungeheuer. Zeus besiegte es und warf es unter den Ätna. Nun erhoben sich auch die Giganten, von Gaia angestachelt, gegen Zeus unter der Führung von Encelados, der Typhoes´Freund gewesen war. Da Gaia sie gegen die Waffen der Götter gefeit hatte, konnten die Olympier erst nach dem weisen Kriegsrat der Athene siegen:
Sie holte Herakles, einen Halbgott und Sohn des Zeus, mit seinen menschlichen Waffen zu dem Gemetzel und die Giganten wurden daraufhin besiegt. Athene warf Encelados zu seinen Freund unter den Ätna.

Epimetheus
Heißt übersetzt " der Nachdenker " im Gegensatz zu seinem Bruder Prometheus, " der Schnell- oder Vordenker ", Sohn des Iapetos, Ehemann der Pandora. Nachdem Prometheus den Göttern das Feuer stahl, dafür bestraft wurde, wollten die Götter auch die Menschheit strafen, die schönste künstliche Frau des Altertums. Sie gaben ihr eine Büchse mit, in der die Geißeln der Apokalypse gefangen waren. Nachdem Epimetheus durch den verkleideten Hermes eifersüchtig gemacht wurde, öffnete er entgegen seinem Schwur Pandoras Büchse und alles Leid, Krankheit, Krieg und Pest flogen in die Welt. Die Hoffnung war zuunterst in der Büchse der Pandora und als sie mit hinaus fliegen wollte, schlug Epimetheus erschreckt den Deckel wieder zu. Deswegen war für die alten Griechen es Tatsache, daß sich die Hoffnung nur selten und schwer herausquälen kann.

Erinnyien
" Die Grollenden ", Rachegöttinnen der Unterwelt und Schutzgöttinnen der sittlichen Ordnung, die rast- und erbarmungslos alle Frevler gegen das heilige Recht, insbesondere Mörder und Blutschänder, verfolgten und mit Wahnsinn schlagen. Sie sind aus den Blutstropfen des von Chronos erschlagenen Uranos hervorgegangen, andere Beinamen sind " Semnai ", " die Ehrwürdigen Gesetzgeberinnen ", oder " Eumeniden ", " Die Wohlwollenden ". Sie entsprachen den römischen Furien.

Eros
Personifikation der reinen, platonischen Liebe, die trotzdem dem körperlichen Begehren frönt, je nachdem, was der anrufend Liebende begehrt. Er ist Sohn von Aphrodite und ihrem Liebhaber Ares, dem brutalen Gott des grausamen Krieges, von dem Eros auch die brutale Variante in der Liebe geerbt hat. Er ist mit Psyche, der sellenvollen Liebesgöttin, liiert, die ihn zu gefühlvollen, poetischen Liebesabenteuern überredet. Seine Pfeile treffen, egal, ob Gott oder Mensch, und egal, ob hoch oder tief im Lebend stehend.

Galathea
Eine der schönsten Nereiden, Tochter von Okeanos und Doris. Der Kyklop Polyphem verliebt sich in sie und will sie zur Frau, erschlägt ihren verlobten Akis, Sohn des Hades und der Daphne, doch Galathea entkommt ihm als sich immer verwandelnde Wasserwelle. Deswegen wurde sie von den Griechen auch als Gallionsfigur an vielen Schiffen angebracht.

Ganymed(es)
Der glanzvolle Sohn des Tros von Illion und der Kalirrhoe. Als Zeus den schönen Jüngling sieht, entführt er ihn in Gestalt eines Adlers auf den Berg Ida, seinen Geburtsberg, macht ihn zu seinen Geliebten und Mundschenk der Götter. Den Adler versetzte Zeus später als Atair als Leitstern in das Sternbild Adler und Ganymed wurde von ihm zum Sternbild ( und Tierkreiszeichen ) Wassermann gemacht.

Gorgonen
Drei Schwestern der Graien und Hesperiden. Bei ihren Anblick wurde jeder zu Stein, nur die dritte, Gorgo Medusa, war sterblich und wurde von Perseus erschlagen. Seitdem trägt Pallas Athene, seine Schutzgöttin, die Medusa an ihrem Brustpanzer.

Hades
" der Unsichtbare !, Herscher der Unterwelt und des Totenreiches. da er auch über die Erdschätze herrscht wird auch Pluton, der Reiche, genannt. Eingänge in sein Reich sind der Peleponnes, das schwarze Meer und der Avernersee. Hermes geleitet die Toten durch eine eherne Pforte ( Pylartes ), der Fährmann Charon setzt sie über die drei Flüsse Acharon, Kokytos und die Styx. Jenseits wacht Zerberos, der dreiköpfige Höllenhund, danach werden die Seelen vor die drei Totenrichter geführt:
Rhadamanthys, Minos und Aiakos. Waren sie gut, dürfen sie ins Elysion, waren sie böse in den Tartaros, weitere Bewohner des Hades sind Chimeira, Echidna, Empusa, Erinnyien, Gorgonen, Harpyen] , Hekate und Hydra. Hierher wurden auch die Giganten und Hekantoncheiren vom vormaligen Götterpantheon verbannt, die Zeus dann in seiner Götterschlacht brauchte und sie befreite.

Harpyen
" Die Raffenden ", dämonische Sturmgöttinnen, die Menschen rauben. Sie sind die Pesinifikation des alles hinweg raffenden Hungers. Sie sind Mischwesen aus Mädchen und Geierleibern und gelten als Töchter des Taumas und der Elektra, einer Tochter des Okeanos sowie Schwester der Iris, Mundschenkerin und Götterbotin.
Ihre Namen Aiello ( Sturmwind ), Podarge ( Schnellfuß ), Okypethe ( Schnellflügel ) und Keleino ( Dunkelheit ).

Hekate
Göttin der Unterwelt, die sich dreigestaltig darstellt. Sie ist Mondgöttin am Himmel, die das mystische des Mondes und der Nacht verkörpert, Zaubergöttin und Herrin der Toten in der Unterwelt, um von dort gute und böse Rachegedanken an die Oberwelt zu schicken und Jagdgöttin nebst Artemis auf der Erde. Sie ist die Tochter des Titanen Persis und der Sternengöttin Asteria. Sie wird auch Trioditis ( " Dreiweggottheit " ), das entspricht den drei Phasen des Mondes ( abnehmend, zunehmend und Vollmond, Neumond war für die Griechen keine Mondphase ! ) genannt. Hekate half Demeter bei der Suche nach Kore. Später wurde sie mit Selene und Artemis gleichgesetzt.

Hemera
Wesen, halb Schlange, halb Mensch, umschlingt das Himmelsgewölbe. Aether verliebt sich in sie und durch seine Liebe wird sie eine Lichtgestalt, nämlich Eos, die Morgenröte. Sie ist eine Tochter des Titanenpaars Hyperion und Theia sowie Schwester des Helios und der Selene.
Vom Gestirngott Astreios ist sie die Mutter der Winde Boreas ( Norden ), Zephyros ( Süden ), Euros ( Westen ) und Notos ( Osten ).
Hermera/Eos hat sie noch andere Männer verführt:
Tithonos ( Urkönig der Ionie ), den Jäger Orion und Kephalos, dem sie den Phaeton gebar. Ein anderer Sohn ist Memnon, ein Urkönig der Äthiopier, der vor Troja fiel.

Hera
Personifikation der Frauenwürde, Titanin, Gattin und Schwester des Zeus, Götterkönigin. Durch ihren Stammtempel Argos auch die argivische Dea genannt, sehr eifersüchtig auf Zeus´Verfehlungen, deswegen ist sie auch Schutzgöttin der Ehen, Scheidungen und der Schwangeren.
Ihre Kinder mit Zeus sind:
Hephaistos ( Gott der Schmiedekunst ), Gatte der Aphrodite, den sie vom Olymp warf, weil er mißgestaltet war,
Ares, der Kriegsgott, und Hebe, Mundschenkerin der Götter und Wächterin der Jugend.

Hermes
Römisch Merkur, Götterbote, Regengott, Schutzpatron der Reisenden und Kaufleute, gleichzeitig der Diebe, Personifikation des schelmisch- bösen, trickreichen Mannes, dass dieser schon wieder anmutig wirkt. Er ist der Dandy unter den jüngeren Göttern, schabernackig, gleichzeitig aber auch ernstlich nachdenkend. Als Hermes Psychopompos führt er auch Seelen sicheren geleits durchs Leben, geleitet sie aber auch vom Leben zum Tode. In Arkadien ist er auch Gott der Herden. Er gilt als Vater des Pan ( ziegenfüßiger Hirtengott ) und des Hermaphroditos ( eines Zwitters )
Er erfand die Leier ( Lyra ), das gleichnamige Sternbild ist ihm gewidmet. Seine Flügelschuhe machen ihn zum Reisenden und Begleiter für sich selbst und andere durch Raum und Zeit.

Hestia
Göttin des Herdfeuers, älteste Tochter von Chronos und Rhea, hat sonst nur untergeordnete Bedeutung, der lateinischen Vesta gleischzusetzen.

Hydra
Neunköpfige Meeresschlange von Lerna, deren Giftatem alles vernichtete. Sie ist die Tochter von Echidna und Tychon. Seitdem Herakles sie erschlagen hat, leuchtet Hydra als Sternbild Schlange am Himmel.


Hymalia

Zweigeschlechtliche Nymphe, hatte von Zeus drei Kinder, den Zwitter Arne ( der/die den Wagen des Poseidon lenkt, der/die Seher(in) Theresias, den berühmtesten Hellseher Griechenlands, aus sich selbst hervorbrachte ), Sardonia ( die ewig zynisch- lächelnde Nymphe, die Dionysos begleitet und für die Säuferwitze sorgt ) und Desdymantia, von ihr ist nichts bekannt.

Ida
Nymphe, die am Berge Dikte auf Kreta lebte und sich und den Berg verwandelte, damit Chronos das Zeusversteck nicht fand. Ihre Schwester Adrastea ( nicht die Adrasthea, Zwillingsschwester der Nemesis ) und die Kureten, Priester der Rhea, halfen abzulenken. Später wurde der Name mit dem Berg gleichgesetzt.

Io
Geliebte des Zeus, Priesterin der Hera, Tochter der Orkeaniden Melia und Inachos, der eigentlich ein uralter Gott der Argiver ( sieben Stämme der Griechen ) war, Hera eifersüchtig auf sie, verwandelte sie in eine Kuh ( altes Symbol der Mondgöttin ) und läßt sie, deren Name, " Die Wandelnde " bedeutet von Argos Panoptes, " der Allsehende ", bewachen.
Argos Panoptes war der Gott der vielen kleinen Sterne bei den argivischen Stämmen, Hermes, der Regengott, von Zeus geschickt, tötet Argos, dessen Augen sich nun auf den Pfauenfedern ( Pfau = heiliges Tier der Hera ) befinden, befreit Io und heftet sich dadurch in manchen Gegenden den Namen " Argeiphontes " - " Argostöter " an. Io wird von Heras Bremse wahnsinnig gestochen und läuft ziellos in der Welt umher, bis sie in Ägypten anlangt, Ruhe findet ( ihre Gestalt als Vollmond ) und Epaphos, ihren und Zeus´Sohn zur Welt bringt, der die Zweite Dynastie begründet und die Stadt Memphis gründet.

Janus
Römischer Gott mit zwei Gesichtern, Personifikation von dem Anfang und dem Ende, der Neueintritte in neue Lebensabschnitte, also der Ein- und Ausgänge überhaupt. Er begann das Jahr und beendete es. Seine Insignien, Schlüssel und Pförtnerstab. Woher er kam, ob er wie andere Götter Eltern und Stammbaum hatte, ist unbekannt, denn für die Römer war der Ursprung bzw. die Zeit ein Neutrum, es war einfach da.
Er war auch der Gott der Münzer und Schiffer und die Tore vor seinen Tempel waren zu Kriegszeiten geöffnet, zu Friedenszeiten geschlossen.

Larissa
Tochter des Peleasgos und einer Nymphe, wird vor die Wahl gestellt, Zeus´Geliebte zu werden oder den Freitod zu wählen. Sie wählt letzteres, da sie ihrem Geliebten nicht untreu werden will, springt ins Meer, wird aber von Poseidon gerettet und ans Ufer von Phönikien gespült. Hier verläßt sie die Sage...

Leda
Lykisch- grichische Muttergöttin, die von Zeus in Gestalt eines Schwanes geschwängert wird. Sie gebiert zwei Eier, aus dem einen schlüpfen Klyaemnestra ( Gattin des Agamemnon, Mutter des Orest ) und Helena, die schönste Frau Griechenlands, durch ihre Entführung durch Paris, trojanischer Königssohn, wird der Trojanische Krieg ausgelöst und aus dem anderen die Dioskuren Castor und Polydeukes. Da Leda aber mit Tyndareos verheiratet war, waren von den Zwillingen je ein Mädchen ( Klytaemnastra und von den Jungen ( Castor ) sterblich.
Zeus versetzte Leda als Leitstern Cygnus in das Sternbild des Schwans.

Lysi(s)thea
Eine Okeanide, Geliebte des Zeus, wollte ihre Schwangerschaft geheim halten und bat eine Pflanze, ein Tier und einen Stein, ihr zu helfen. Pflanze und Tier verweigerten ihr die Hilfe, der Stein aber schloß sie ein, bis sie entband. In dieser Zeit weinte Lysisthea Tränen über ihr Los, die sie dem Stein dann schenkte:
Der Bergkristall war geboren. Über ihr Kind schweigt die Sage.

Metis
Alte Erd- oder Muttergöttin, wird als Alttitanin gehandelt, Zeus´erste Geliebte und Gemahlin, Mutter der Pallas Athene. Sie gebar aber ihre Tochter nicht auf einen natürlichen Wege, sondern pflanzte Zeus den Embryo in den Kopf, woraus Hephaistos in einer Art Schädeleröffnung auf die Welt kam ( nicht genau ) Metis zog sich dann zu Uranos in die unendlichen Weiten des Weltraumes zurück und war die Schutzgöttin der Wahrsager.

Mimas
Auch Momos genannt, Alttitanin, Personifikation des Tadels und der Nörgelei.
Mimas ist der Sohn des Myx ( das allumfassende Nichts ), Bruder von Ker ( altgriechische Totengöttin ), Thanatos ( Tod ), Hypnos ( Schlaf ), Vater des Morpheus, der wiederum die Personifikation der Träume und Traumbilder ist. Gleichzeitig ist er der Halbbruder der Nemesis und der Adrasthea.



Nicht - griechische Gottheiten , die dennoch ins hellenisch/griechische Pantheon Einzug gehalten haben :

Neith
Griechisch Neret, ägyptisch, war die Urgöttin überhaupt, die sowohl Männliches als auch Weibliches in sich barg. Sie gebar den Sonnengott Re aus sich, sie ist Vater und Mutter der Mütter, sie, die das Leben der Götter und der Menschen überhaupt schuf.
Sie wurde auch als Wassergöttin verehrt und ihr Sohn Suchos, der Krokodilgott, schuf mit ihr Süß- und Salzwasser. Sie war auch Kriegsgöttin, die Waffengöttin mit den machtgeladenen Pfeilen, und Wegbereiterin der Heere. Ebenso war sie auch Tempel- und Königsgöttin, aus deren Hand der Pharao bzw. der König seine Krone empfängt. Als Schutzgöttin der Toten umsteht sie mit Isis, Nephthys und Selket die Sarkophage.
Sie war auch die Schutzgöttin der Weber und Spinner. Dargestellt wurde sie mit der Krone Unterägyptens mit Pfeil und Bogen in der Hand. Nach Eroberung des Landes durch die Griechen erhielt sie den Namen Neith und wurde als Athenes Freundin listige Kriegsherrin und in den Olymp mit aufgenommen.

Lilith
War in den Apokryphen die erste Frau Adams, die sich gegen das beginnende Patriachat auflehnte, weiter auf die Ausbildung der Tochter bestand und Frau und Mann gleichsetzen wollte. Deswegen wurde sie von Jahwe mit Hässlichkeit geschlagen und stürzte mit Luzifer ( der Strahlende, der Lichtträger ) und den anderen gefallenen Engeln in die Hölle, wo sie zur nächtlichen Dämonin wurde, die Männer verführt, schwangere Frauen gefärdet und insbesondere Säuglinge tötet. Mit Seírim, ihrem dämonischen Liebhaber, versucht sie ab und zu die Rabbiner und Pharisäer, mit Samael ( oder Samuel oder Samiel ) will sie den König und somit den jüdischen Glauben verderben.
Sie ist auch als Sexdämonin verschrien, die die Frau oben sehen will, den Mann unterworfen.

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Beitragvon Azazel » 28. Mär 2007 18:29

Supii...mal sehen was da alles kommt!!!

P.S. meinen Comment kannste gerne auch wieder löschen:-)) denn dann bleibt die Sektion frei von Nichtinformation!
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon gabor » 12. Mai 2010 15:39

Schön gemacht!Mal was Neues"Altes"
Freundschaft!
P.S.Sowas ist bisher viel zu kurz gekommen!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon Persephone » 18. Jun 2012 00:38

Falls ich mich nicht verlesen habe, fehle ich. ^^ Wenn doch, dann entschuldige ich mich, für mein "besserwisserisches Tun". ^^°

Persephone, ist in der griechischen Mythologie eine Toten-, Unterwelt- und Fruchtbarkeitsgöttin. In der römischen Mythologie entspricht ihr die Proserpina.
Sie ist Tochter des Zeus und dessen Schwester Demeter und trägt oft den Namen Kore.

Ihr eigener Vater Zeus verliebte sich in Kore. In der Gestalt einer Schlange kroch er in sie und befruchtete sie. Sie gebar Zagreus, der Zeus’ Nachfolger werden sollte.

Der zentrale Mythos der Persephone erscheint erstmals in der homerischen Hymne für Demeter. Es wird berichtet, dass Hades, der Gott der Unterwelt und Bruder des Zeus, sich in Kore verliebte. Er bat daher Zeus um Kore als Frau. Wissend, dass Kore nicht freiwillig in die sonnenlose Unterwelt gehen würde, stimmte Zeus weder zu, noch lehnte er ab. Hades interpretierte dies als Zustimmung. Als Kore in der Nysa-Ebene Blumen pflückte, stieg Hades aus der Unterwelt empor und entführte Kore auf seiner Kutsche. Ihre Hilfeschreie wurden von Zeus ignoriert. Kore fügte sich, nun als Persephone bezeichnet, in ihr Schicksal. Ihre Mutter wanderte derweil verzweifelt umher und hinderte in ihrem Gram alle Pflanzen am Wachstum, was Zeus zum Eingreifen zwang, da die Gefahr bestand, dass die ganze Welt an Hunger zugrunde geht. Schließlich wird eine Einigung erzielt, die vorsieht, dass Persephone nur einen Teil des Jahres in der Unterwelt weilt. Dementsprechend kommt es zu Winter (wenn Kore als Persephone in der Unterwelt regiert) und Sommer (wenn Kore bei ihrer Mutter lebt).

In der Theseussage versuchen Theseus und Peirithoos Persephone zu befreien, da Peirithoos sie heiraten will. Das Vorhaben misslingt, worauf Theseus von Herakles aus der Unterwelt gerettet wird, während Peirithoos zurückbleibt.
Wenn das die Lösung ist, hätte ich gern mein Problem zurück!
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon miles187 » 17. Feb 2015 17:21

Hades " der Unsichtbare !, Herscher der Unterwelt und des Totenreiches. da er auch über die Erdschätze herrscht wird auch Pluton, der Reiche, genannt. Eingänge in sein Reich sind der Peleponnes, das schwarze Meer und der Avernersee. Hermes geleitet die Toten durch eine eherne Pforte ( Pylartes ), der Fährmann Charon setzt sie über die drei Flüsse Acharon, Kokytos und die Styx. Jenseits wacht Zerberos, der dreiköpfige Höllenhund, danach werden die Seelen vor die drei Totenrichter geführt: Rhadamanthys, Minos und Aiakos. Waren sie gut, dürfen sie ins Elysion, waren sie böse in den Tartaros, weitere Bewohner des Hades sind Chimeira, Echidna, Empusa, Erinnyien, Gorgonen, Harpyen] , Hekate und Hydra. Hierher wurden auch die Giganten und Hekantoncheiren vom vormaligen Götterpantheon verbannt, die Zeus dann in seiner Götterschlacht brauchte und sie befreite


Ich versuche rauszufinden, wie Pluton in der antike verehrt wurde. Hatten Leute, die Zeus verehrten, auch das Recht, Pluton zu verehren? Gab es welche, die nur Unterweltgötter verehrten, und waren das sowas wie Vorläufer heutiger Satanisten?

Ich fantasier mir, ob es nicht möglich ist, dass Pluton Zeus stürzt, und statt ihm Herrscher der Welt wird. Z.B. wie in Percy Jackson, Dibstahl des Herrscherblitzes.
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon gabor » 17. Feb 2015 17:54

Dann pack das Käsemesser weck, und schnapp Dir ein Buch!
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Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon Azazel » 19. Feb 2015 18:32

mit dem Film, der übrigens Sch... war hat das wohl wenig zu tun. Die Götter wurden als Gesamtheit anerkannt und als einzelne oder in gruppen individuell verehrt. Einen Vorläufer zu das was heute als Satanismus bezeichnet wird gab es nicht. Gegenreligionen in so einer Form entstehen selten bis gar nicht bei polytheistischen Religionen
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon Tyger » 19. Feb 2015 19:03

Bei dem Thema fällt mir aber gerade eine schlimme Lücke in der Liste auf: Da fehlt Typhon!
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon miles187 » 20. Feb 2015 02:35

Azazel hat geschrieben:mit dem Film, der übrigens Sch... war hat das wohl wenig zu tun. Die Götter wurden als Gesamtheit anerkannt und als einzelne oder in gruppen individuell verehrt. Einen Vorläufer zu das was heute als Satanismus bezeichnet wird gab es nicht. Gegenreligionen in so einer Form entstehen selten bis gar nicht bei polytheistischen Religionen


Ich fand den Film nicht schlecht, aber eher ein Kinderfilm. Aber gab es Leute, die vor allem Pluto verehrt haben?
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon Alveradis » 20. Feb 2015 10:31

Pluto/Hades ist nicht der Widersache der anderen Götter. Eine Verehrung von Zeus und damit der olympischen Götter schließt Hades mit ein. Hades wurde verehrt wie jeder andere Gott auch. Damit war eine Verehrung natürlich auch nicht verboten oder geächtet, das ist so der Punkt am Polytheismus... Es gab Priester des Hades, wie es Priester des Apoll, der Athena, der Artemis, ... gab. Mit Satanismus hat das nichts zu tun, ebenso wenig wie mit einer Gegenbewegung zu den anderen Göttern.
Wenn du Widersacher willst, versuch es bei den Titanen, aber auch die lassen sich nicht in dein Verständnis von Satanismus quetschen.
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- Der beste Ort, das Kriegsbeil zu begraben ist in deinem Gegner!"

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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon miles187 » 23. Feb 2015 04:14

Alveradis hat geschrieben:Pluto/Hades ist nicht der Widersache der anderen Götter. Eine Verehrung von Zeus und damit der olympischen Götter schließt Hades mit ein. Hades wurde verehrt wie jeder andere Gott auch. Damit war eine Verehrung natürlich auch nicht verboten oder geächtet, das ist so der Punkt am Polytheismus... Es gab Priester des Hades, wie es Priester des Apoll, der Athena, der Artemis, ... gab. Mit Satanismus hat das nichts zu tun, ebenso wenig wie mit einer Gegenbewegung zu den anderen Göttern.
Wenn du Widersacher willst, versuch es bei den Titanen, aber auch die lassen sich nicht in dein Verständnis von Satanismus quetschen.


Ich meine etwas ganz anderes. :lala: :lol: :lol: :o
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon Alveradis » 23. Feb 2015 09:10

Nämlich?
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Re: Die griechische Mythologie

Beitragvon Fischiot » 25. Okt 2019 17:22

Tyger hat geschrieben:Bei dem Thema fällt mir aber gerade eine schlimme Lücke in der Liste auf: Da fehlt Typhon!


Hier ist Typhon in der griechischen Mythologie:

https://foora.com/f/reise/gott-gotter-griechische-mythologie-typhon
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