Dämonen in der Sexualität

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Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Azazel » 12. Apr 2005 16:07

In allen Mythologien und Religionen spielt die Sexualität eine große Rolle und Dämonen werden, zumindest was die christlich/jüdisch/islamische Seite betrifft stets als die Platzhalter für verbotene Lüste gesehen – ja sexuelles Verlangen an sich wird bereits als Eingebung des satnas und seiner Helfershelfer betrachtet, auf das der einzelne Mensch nur ja nicht ein Vergnügen empfindet oder gar einen immerwährenden Gefallen an seiner Erotik findet.
Alles was über den Geschlechtsverkehr im Dunkeln unter der Bettdecke hinausgeht ist verpöhnt und wird dämonischen Beeinflussungen zugeschrieben.
Da stellt sich nun die Frage ob es nicht besser wäre dann ein Dämon zu sein, als ein Mensch – den nur dieser Spezies scheint es als Natürlichkeit zugeschrieben zu sein.
In der Bibel begann dieses Desaster frigider Keuschheitsfanatiker schon mit Lilith, der ersten Frau Adams, deren eigene Wünsche (beim Sex oben zu sein) schon dazu führten, dass sie aus dem Paradies verbannt wurde.
Der rote faden der dämonisierten Sexualität zieht sich dann durch über Vampire, die als Stellvertreter für verbotene Gelüste stehen, dem Werwolf, der seine ungezügelte Lust nicht im Zaume hat und den klassischen Dämonen wie die succubi oder incubi, die die Menschen gar selbst verführen, bis zum Tode auslaugen und mit Ihnen auch noch eine dämonische Nachkommenschaft zeugen wollen.
Im übertragenen Sinne führte diese Ablehnung des menschlichen Lustempfindens dann dazu, dass sexuelle Spielarten wie z.B. SM, Fetischismus und Homosexualität aufs heftigste angegriffen wurden bzw. als pervers und geisteskrank abgetan wurden.
Dabei ist die Sexualität eines jeden Menschen sein ureigenstes Heiligtum und dies nicht im relgiösen Sinne sondern im Sinne der Erforschung seiner Wünsche und Triebe und somit seiner vollkommenen Selbsterkenntnis des eigenen Ichs und des eigenen Willens.

Betrachten wir einmal die Dämonen der Sexualität etwas näher – die Incubi (lat. Die aufliegenden) und succubi (lat. Die darunterliegenden) sind Dämonen, die sich Menschen heraussuchen um mit Ihnen alle Spielarten der Lust auszuprobieren und alle Tiefen der verborgenen Sehnsüchte ans Tageslicht hervorholen um ihnen zu frönen.
Laut diverser Mythologien werden die Menschen, die von einem solchen Dämon heimgesucht werden besessen und haben nur noch ihre sexuelle Erfüllung im Sinn – dadurch werden sie natürlich nach und nach ausgezehrt; denn eine immerwährende sexuelle Orgie fordert auch ihren Tribut und oftmals sterben sie am Ende ausgemergelt und ihrer Körperflüssigkieten beraubt. Das die Dämonen mit ihren menschlichen Sexgespielen dann auch noch Kinder zeugen und ihre Brut dadurch selbst vermehren spielt dann auch keine große Rolle mehr.
Dahinter standen natürlich die Ängste religiöser Entscheidungsträger, dass Menschen, die sich einer Orgie hingeben und sich den Exzessen der Lust verschrieben hatten keine Arbeit mehr im Sinn hatten um den Reichtum ihrer Herren zu nähren oder auch keinen Wunsch mehr verspürten auf ein kommendes Paradies, da sie ihre Erfüllung ja bereits auf Erden gefunden hatten. Ein Unding also und das treibt man am besten aus indem man die Lust auf Sex dämonisiert.

Weitere Dämonen, deren Begehren zumeist sexueller Natur ist sind die Zmeu aus dem rumänischen Volksglauben, die in der Erscheinungsform kleiner Flammen des nächtens in die Gemächer junger Frauen eindringen um diese sexuell zu belästigen.

Männer werden z.B. in Japan von den Koki-Teno heimgesucht. Die Koki-Teno sind Werfüchse, die sich Männern aller Altersgruppen in menschlicher Gestalt zeigen und sie zu den verderbtesten Sexspielen verführen um Ihren Charakter und ihre Seele vollends zu korrumpieren.

Auch die aztekischen Tzitzimime lauern Männern nachts an Wegkreuzungen auf um sie zur Unzucht anzuhalten. Die Tzitzimime entstehen aus den Seelen bei der Geburt verstorbener Frauen und haben auch noch die unangenehme Eigenschaft Kinder mit Epilepsie zu infizieren.

Besonders abgefeimt sind die Mandurugo aus der philippinischen Mythologie. Diese Dämoninnen treten als ganz normale Menschen auf, verführen Männer mit sexueller Raffinesse bis sie von ihren Opfern geheiratet werden. Einmal unter der Haube zeigen sie dann ihr wahres Gesicht und verwandeln sich in Vampire, die den frischgebackenen Ehemännern dann flugs deren Blut aussaugen.

Die Condenados aus dem Glauben der Andenindianer treten als Männer und Frauen auf um den jeweiligen anderen Geschlechtspart zu verführen und auszusaugen. Sie entstehen aus den Seelen von Verbrechern, denen der Zutritt in das Reich der Götter verwehrt wurde.


Den Beitrag im Dämonen-Wiki findet ihr hier: http://de.daemonen.wikia.com/wiki/D%C3% ... lit%C3%A4t
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Beitragvon devilsnake » 9. Jun 2005 18:08

ich finde es eigentlich dämlich wenn es immer heist das Dämonen schuld sind am Sex, wie sollen sich denn bitte Menschen fortpflanzen wenn es doch verboten, ja eine Sünde ist, sexuellen Kontakt mit dem anderen Geschlecht zu haben.
Ich finde auch das es dann besser wäre ein Dämon zu sein.
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Beitragvon Azazel » 10. Jun 2005 07:39

Die Sünde des Sexes ist wahrlich mit Abstand der größte Hirngummi den sich die Kirche ausgedacht hat!
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Beitragvon Kaira » 10. Jun 2005 14:48

Sex is doch gut also die Kirche hat doch nen schlag :au:
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Beitragvon Azazel » 11. Jun 2005 12:41

steht im krassen gegensatz zu früheren Religionsformen, bei denen z.B. Fruchtnarkeitsgötter verehrt wurden
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Beitragvon Sephiroth » 27. Jun 2005 11:53

Tja,wenn man bedenkt,dass es in so ziemlich jedem Glauben früher Fruchtbarkeitsgottheiten gab...Tja,die Kirche gönnt uns keinen Spaß.Oder ist sie verklemmt?Wer weiß,wer weiß.... :har:
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Beitragvon Azazel » 28. Jun 2005 11:37

..ist alles - wer will schon gerne eine Gesellschaft, die frei ist, orgiastisch lebt - da wird nicht mehr daran gedacht zu schuften um den Reichtum der jeweiligen herrschenden Klasse zu mehren:-))
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Beitragvon whitestorm » 28. Jun 2005 14:19

Hirngummi passt wirklich gut! Aber wer sich in dieser Hinsicht von der Kirche einengen lässt ist selbst schuld oder weiss es einfach nicht besser. Lieber zähle ich mich in diesem Fall zu einem Dämon... :P
Niveau sieht von unten immer wie Arroganz aus.
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Beitragvon Sephiroth » 29. Jun 2005 08:50

Tja,immerhin hat man es in dieser Hinsicht als Dämon leicht.
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Beitragvon Azazel » 29. Jun 2005 14:33

das ist allerdings richtig - Orgien und Exzesse kommt und seid meine Begleiter *träller*
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Deyja » 24. Jul 2011 12:58

Gelesen und verschlungen ^^

Ich frage mich nur- werden wirklich mehr Männer verführt als Frauen oder scheint das nur so?
Ich habe bis jetzt einfach häufiger davon gelesen.
Wenn ja- liegt es daran das Frauen schon immer als Verführerinnnen, Sexparterinnen des Teufels und als Versuchung in Person gesehen wurden?

Das die ausführenden Kirchenkräfte ( ich bin der Meinung das einfach die machthungrigen Menschen die im Namen der Kirche handeln, das eigentliche Problem sind....) sehen nur leider nicht das durch diese unterdrückten Fantasien jede Mänge Zwänge entstehen und viele Vergehen einfach durch diese unterdrückten Wünsche oft agressiver und zum Teil krankhafter zum Vorschein kommen, als wenn man von vorne herein seine Sexualität frei entfaltet hätte.
Ich glaube das die Scham die viele sich einreden lassen, die anfänglich völlig natürliche Neugier zur Erotic einfach im Laufe der Zeit völlig verformen- ins negative.

Da bekenn ich mich doch auch lieber zur dämonischen Seite ;)
Einfach mal die Kresse halten ;)
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Re: that's right

Beitragvon Chaotica » 24. Jul 2011 14:08

Azazel hat geschrieben:Die Sünde des Sexes ist wahrlich mit Abstand der größte Hirngummi den sich die Kirche ausgedacht hat!


Wahrscheinlich hat sich diese "Sünde" einige Vertreter dieser Kirche ausgedacht. Sehe ich mir die Vorläufer der Kulturen an, aus denen sich das christliche Abendland entwickelt hat an, dann fällt mir auf:

Dass die Römer von ihren Ehefrauen verlangten, dass sie treu und keusch zu leben haben.

Medusa durfte auch nicht frei ihren Vorlieben frönen, das erzürnte Athene...

Die Vestalinnen hatten jungfräulich zu sein, ob ihnen das passte oder nicht.

In der keltischen Sage durfte Blodeuwedd auch nicht mit dem Mann ihrer Wahl, auch Deidre hatte ziemlichen Ärger, als sie sich für einen Mann nach ihrem Geschmack entschied.

Ergo scheint es wünschenswert gewesen zu sein, dass nur Eheleute miteinander Sex hatten. Besonders die Frauen durften weniger haben, es sei denn sie waren Huren, mit entsprechend weniger Ansehen. Kein Wunder dass die Ehefrauen sauer waren, da ihnen noch das Geld, dass der treulose Gatte an die Damen des öffentlichen Gewerbes verschwendete, ihrer Haushaltskasse abging.

Möglich, dass geregelte Verhältnisse dem Wunsch vieler entsprach und die Kirche das übernahm. Denn Sex zwischen Eheleuten war nie verboten. Alles andere Sünde, das kam natürlich den Ehefrauen entgegen, denn nun sündigte auch der Mann, der einen Seitensprung beging.

Ergo, ich als Frau kann nicht erkennen, dass sich nur die Kirche den Hirngummi ausgedacht hat.
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Fog » 24. Jul 2011 19:09

Deyja hat geschrieben:Ich frage mich nur- werden wirklich mehr Männer verführt als Frauen oder scheint das nur so?


Ich glaube nicht das dass nur so scheint. Bedenkt man die Evolution der Rollenmuster "Mann" und "Frau" (der Mann als der Eroberer, die Frau als die Eroberte) die im europäischen Raum schon seit Jahrtausenden von statten geht, UND die Tatsache das Sex für die Frau nicht selten eine monatelange Schwangerschaft nach sich zieht (Prinzip der Negativ-Konditionierung) so ist es verständlich das der Mann ALLGEMEIN einen stärker ausgeprägten Sexualtrieb hat und somit anfälliger für Verführungen ist.
Zwar lösen sich diese Rollenmuster langsam auf und Frauen besitzen ebenfalls einen starken Trieb, doch stehen hier tausende Jahre Konditionierung noch gegen wenige Jahrzehnte.

@Chaotica:

Keine schlechte Beweisführung. Außerehelicher Sex wurde wirklich nicht gern gesehen, allerdings nur wenn eine der beiden Parteien verheiratet war. Ergo vermute ich eher das es sich hierbei (gerade bei den Römern) eher um einen "Vertrauensbruch" bzw. eine "Schwächung des Besitzanspruches" handelte. Römische Männer wurden als schwach angesehen wenn sie ihr Eigentum nicht verteidigen konnte, dazu zählten sie wohl auch die Ehefrau.

Was die mythologischen Sagen angeht so kann man das Christentum schwer mit den Polytheistischen Religionen vergleichen. Bei den vorchristlichen Religionen standen oftmals nur zwei Götter (und deren Prinzipien) gegeneinander. Beim Christentum wurde "Gott" zum alleinigen Prinzip das keinen Gegenpol mehr besitzt. Es gab keusche Priesterinnen bei den Römern etc. aber auch das genaue Gegenteil. Keine der beiden wurde angeprangert.

Wechsel in das Mittelalter: Hier wurde von der Kirche auch Sex ZWISCHEN Ehepartner wenig gebilligt. Man wurde nicht gleich verbrannt aber der chrisliche Ehemann und Ehefrau hatten sich einer ganzen Reihe von Richtlinien zu unterwerfen damit "Der Sex möglichst wenig Vergnügen bereitet". Anzuführen wären dabei das nur eine einzige Stellung "genehmigt" war und das beide Parteien ein Gewand tragen mussten das nur ein Loch bei den primären Geschlechtsmerkmalen besahs. Sex sollte zur Fortpflanzung betrieben werden, nicht zum Vergnügen.

Sex als "Sünde" stammt also genau betrachtet vom Christentum da sich die Verteufelung von Sex in den Prächristlichen Religionen nur auf manche Fraktionen beschränkte und mir, aus der damaligen Zeit, keine anderen Richtlinien für Sex IN der Ehe bekannt sind.


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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon khezef » 24. Jul 2011 22:06

Keine schlechte Beweisführung. Außerehelicher Sex wurde wirklich nicht gern gesehen, allerdings nur wenn eine der beiden Parteien verheiratet war. Ergo vermute ich eher das es sich hierbei (gerade bei den Römern) eher um einen "Vertrauensbruch" bzw. eine "Schwächung des Besitzanspruches" handelte. Römische Männer wurden als schwach angesehen wenn sie ihr Eigentum nicht verteidigen konnte, dazu zählten sie wohl auch die Ehefrau.

Was die mythologischen Sagen angeht so kann man das Christentum schwer mit den Polytheistischen Religionen vergleichen. Bei den vorchristlichen Religionen standen oftmals nur zwei Götter (und deren Prinzipien) gegeneinander. Beim Christentum wurde "Gott" zum alleinigen Prinzip das keinen Gegenpol mehr besitzt. Es gab keusche Priesterinnen bei den Römern etc. aber auch das genaue Gegenteil. Keine der beiden wurde angeprangert.

Wechsel in das Mittelalter: Hier wurde von der Kirche auch Sex ZWISCHEN Ehepartner wenig gebilligt. Man wurde nicht gleich verbrannt aber der chrisliche Ehemann und Ehefrau hatten sich einer ganzen Reihe von Richtlinien zu unterwerfen damit "Der Sex möglichst wenig Vergnügen bereitet". Anzuführen wären dabei das nur eine einzige Stellung "genehmigt" war und das beide Parteien ein Gewand tragen mussten das nur ein Loch bei den primären Geschlechtsmerkmalen besahs. Sex sollte zur Fortpflanzung betrieben werden, nicht zum Vergnügen.

Sex als "Sünde" stammt also genau betrachtet vom Christentum da sich die Verteufelung von Sex in den Prächristlichen Religionen nur auf manche Fraktionen beschränkte und mir, aus der damaligen Zeit, keine anderen Richtlinien für Sex IN der Ehe bekannt sind.


Da hast du vollkommen recht.

Die katholische Kirche hat ja sehr vieles von anderen Glaubensrichtungen übernommen, geklaut und kopiert. Sowas ist ja allgemein bekannt.
Das Christentum in seiner ausgeprägtesten Form ist eine reine Männerreligion und eine Erobererreligion. Was nicht ins Glaubensschema passt, wird verdrängt.
Dazu gehörten dann wohl auch die anderen Religionen, in denen fruchtbarkeit geduldet, ja sogar verehrt wurde. Und da Fruchtbarkeit mit viel Sex einher geht, um möglichst viele Nachkommen zu zeugen, ist dementsprechend auch der Grad der Lust sehr hoch, auch für die Frauen. ich denke ihr wisst, auf was ich ungefähr hinaus möchte.

Ich wage jetzt einmal zu sagen, dass das Christentum, also die Kirche, als eine Religion von Männern sich bedroht fühlt oder ihrer Kontrolle über die Lust beraubt sieht, die doch eigentlich nur dem Manne zustehen sollte. Und da die anderen religionen ja soviel von Lust zu halten scheinen, machen wir als Katholiken einfach das Gegenteil und verteufeln es so sehr, dass es keinen Spaß mehr macht. Schlimm schlimm
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Ich » 24. Jul 2011 22:22

...
Zuletzt geändert von Ich am 30. Dez 2011 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich bin kein Bekenner, ich bin ein leidenschaftlich beteiligter Betrachter!" (E.v.S.)
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon gabor » 24. Jul 2011 22:32

Wohl war!!!!
Aber Du warst schneller....
Linke Hand zum Gruss!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Mi+ » 26. Jul 2011 18:17

Hier ein Klassiker der darlegt wie die Sexualtiät gebrochen wurde damit der Besitz möglichst ungeteilt weitergegeben werden konnte. Ein Klassiker.

http://www.amazon.de/Die-sexuelle-Revol ... 141&sr=1-7

Einbruch der Sexuellen Zwangsmoral wurde dies Werk - so glaube ich - einmal genannt. Man sollte es sich nicht so einfach machen, einfach sagen, geht hin und habt Spaß, bei den Frauen ist es so das etwa 1/3 keinen Orgasmus hat, ein weiteres Drittel hat gelegentlich Orgasmen, nur ein Drittel ist gut orgasmusfähigh. Ähnlich verheerend schaut es bei den Männern aus, hier wird ja heftig zwischen Erektion und Orgasmusfähigkeit unterschieden, letzteres schaut dann ähnlich aus wie bei den Frauen.

Seit Freud seiner Schrift über das Unbehagen an der Kultur ist Sex und Kultur auf der Agenda der intellektuell anspruchsvolleren Menschen, doch schaut nach, es sind seitdem viele Jahre vergangen, nichts hat sich grundlegend geändert.

Außer das man nun nach Alexander Lowen therapieangebote überall hat, die gute alte Orgasmustherapie.


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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Bella Aurora » 26. Jul 2011 19:31

@mi

Insofern man nicht total verklemmt ist lassen sich diese Probleme auch ohne Therapie beheben, schließlich hat der Mensch zwei gesunde Hände mit denen man nicht bloß auf die Tastatur hauen kann.

Ungeachtet dessen ist noch sehr viel in der Gesellschafft verpöhnt, wodurch der Großteil auch verklemmt aufwächst und lernt dies ist böse und das tut man einfach nicht etc.
Ich kann da ein Lied von singen, da ich katholisch erzogen wurde und meine Bücher gut verstecken musste damit kein Familienkrieg ausbrach...
Genutzt hat es zwar wenig, aber nun denn, irgendwann Bahnen sich all unsere Triebe ihren Weg die Frage ist dann nur ob man nach Jahren der Unterdrückung noch die Oberhand behalten kann!

Menschen die ihre Sexualität voll auskosten erkennt man schon daran, dass sie viel lockerer mit anderen umgehen, schon lustig wie sich die vollendse Befriedigung auch auf andere Bereiche überträgt ;-)
Und hüte dich vor den Guten und Gerechten! Sie kreuzigen gerne die, welche ihre eigene Tugend erfinden - sie hassen den Einsamen.
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Mi+ » 27. Jul 2011 06:55

Genau das meine ich, Masturbation ist unvollständige Entladung, irgendwas verbleibt und wird faul. Wilhelm Reich hat darüber zwei dicke Bücher geschrieben, Funktion des Orgasmus, und in "Der Krebs" die konsequenzen dessen beschrieben was fault. Die normale Schulwissenschaft hat Reich als unwissenschaftlich verbannt, jedoch sind die Freud weiterführenden Gedankengänge (Basierend auf Freuds Wunsch eine Biologische Grundlage seine Sexualtheorien zu erhalten) klar und eindeutig. Der Rest ist Seh-Schule, schau Dir die Menschen an, dann hast Du auch die Qualität ihres Sexus. Hier auf unsere Forumsquälgeister eingegangen, Charakter ist Sexualität, was ich auch gerne weiterführe, Charakter ist Sexualität und Sexualität ist Spiritualität.

Am Rande, im Buch von Dethlefsen/Dahlke ist der Krebs genauso behandelt wie Reich ihn gesehen hat, also haben beide entweder Reich gekannt und anerkannt, oder sind zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

Für mich jedenfalls ist es wichtig von unten, vom Boden her zu beginnen, wo sind wir Menschen aufgehangen, ehe wir anfangen können die höheren Funktionen des Sexus zu nutzen. Doch gerade diese bedürfen des gesunden 08/15-Sex und dazu natürlich ein gehöriger Schuß Liebe.

Gruß

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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Ich » 27. Jul 2011 07:03

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Re: that's right

Beitragvon gabor » 27. Jul 2011 09:29

Azazel hat geschrieben:Die Sünde des Sexes ist wahrlich mit Abstand der größte Hirngummi den sich die Kirche ausgedacht hat!

Da machst du es Dir aber etwas einfach!Der Spass ist die Sünde,nicht die Sache an sich..
Und diesen Umstand sehe ich als clevere Verkaufsstrategie.Die Jungs versprechen Dir`nen Lottogewinn....wenn sie jetzt keine Gegenleistung verlangen,wird`s unglaubwürdig(solche mails würde ja auch keiner öffnen)...was sollen sie als Gegenleistung verlangen?Geld?Och nööö...das Himmelreich kaufen ist ja aus der Mode...also muss was anderes her,und zwar etwas, was"kostbar"ist(wer wenig setzt,gewinnt ja auch nicht viel)....da ist das doch DIE Lösung!
Linke Hand zum Gruss!
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Re: that's right

Beitragvon Ich » 27. Jul 2011 21:21

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Zuletzt geändert von Ich am 30. Dez 2011 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Ishtar66 » 3. Aug 2011 18:53

Sex ist wichtig für unser Seelenheil...hihi das sollte man mal einen Pfaffen sagen!! :leier: :( :zZz: :lol: Ich bin seit 20 Jahren eine Dämonin!!!
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon Azazel » 4. Aug 2011 07:43

stimme Dir zu Ich und ich denke es ist ein Stück weit auch die Freude anderen den Spass zu vermiesen, den man selbst nicht haben kann
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Re: Dämonen in der Sexualität

Beitragvon gabor » 4. Aug 2011 09:12

Wieso "nicht haben kann"?Wozu gibt`s Messdiener.....
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