von Ravenna » 18. Jun 2011 00:55
Hallo zusammen,
ich bin grad auf euer Forum und auf diesen Thread hier gestossen und wollte doch mal was dazu schreiben.
hoffe das es ok ist.
die Fragestellerin scheint ja wirklich was jung und noch keine richtige Antwort bekommen zu haben,
vlt. ist das ja so hilfreich ?!
Blut in größeren Mengen ist unverträglich für den Körper und sollte daher nicht zu oft genutzt werden. Es führt zu Übelkeit und Erbrechen, bei einigen Trinkern reicht schon eine Menge von ca 50ml aus um diese Symptome hervorzuholen.
Was viele bein Trinken beschäftigt, ist die Verträglichkeit im Magen bzw, die Zersetzung des Eiweißes im Blut auch Fibrin genannt. Das ist aber kein Problem, der der Magen Eiweiße aller Art gut aufspalten und so mit vertragen kann.
Ein viel größeres Problem stellt das Hämoglobin in den Erythrozyten da.Dieses wird im Magen zusammen mit der Magensäure in ein schwarzes Pigment Namens Hämatin verwandelt.Dadurch wird das Blut im Magen schnell schmierig, bräunlich und erinnert an Kaffeesatzkrümmel oder Teeblattabfall.
Durch diese Reaktion der Salzsäure im Magen und des Hämoglobins, wird der PH- Wert im Magen erhöht und das normal sauere Millieu kippt um.
Folge daraus, es wird mehr Magensäure produziert, die das Hämoglobin in Hämatin umwandelt.
Bei kleinen Mengen wird schnell alles zu Hämatin umgewandelt und das normale Magenklima stellt sich wieder ein. Bei größeren Mengen dauert dies allerdings zu lange und der Körper macht sich auf die Abwehr bereit - was nichts anderes bedeutet, als dass das Blut wieder erbrochen wird.Es ist so das man auch mehr Blut zu sich nehmen kann.
Einige reden von 500ml bis zu einem Liter.
Ich persönlich finde das übertrieben und muß dazu sagen, das dies schon gesundheitsschädliche Ausmasse sowohl für den Trinker als auch für den Donor beinhalten kann.
Realistisch gesehen reichen die Mengen beim trinken von einem Schnapsglas voll ( oft bei Frauen) bis zu zwei Schnapsgläser voll ( bei Männern)bis hin zu 100 oder seltener 200ml.
Ich denke das sollte noch dazu gesagt werden. Bei Anfängern, würde ich sagen ist eine kleine Menge durchaus ausreichend um die Verträglichkeit zu testen und ob das überhaupt was für einen ist.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das man auch bei kleinen Mengen durchaus auf seine Kosten kommen kann, aber niemand dabei geschädigt wird. Denn ein Donor, der vor lauter Blutverlust umkippt ist nicht schön und witzig ist sowas auch nicht.
Darüberhinaus sollte noch erwähnt werden, das man halt auch immer auf die Gesundheit seines Spenders achten sollte und nicht von jedem X- Beliebigen nehmen sollte.
Es gibt sogenannte Bluthuren die von jedem trinken und auch jeden von sich nehmen lassen. Ich glaub da brauch ich nicht erwähnen, daß es da zu gravierenden Gesundheitsrisiken kommen kann.
Heppatitis und HIV, sind dabei die größten Risikofaktoren.
Einen HIV Test kann man z.B. kostenlos bei der Blutspende des DRK's machen lassen, darüber hinaus, werden officiele Blutspender eh immer auf einen einwandfreien Gesundheitszustand geprüft und ein Blutspendeausweis, bittet da dann auch eine gute Grundlage um sich der Gesundheit seines Spenders sicher zu sein.
Ein anderer Faktor ist, die halbjährliche Untersuchung in den Firmen, Bertrieben, Heimen usw. dazu würde dann auch ich fallen, da es im pflegerischen Pflicht ist und wir jedes halbe Jahr auf sämtliche Krankheiten getestet werden müßen. Also ist auch in dem Bereich ein Grundsicherheit gegeben.
Ein andere Faktor ist die persönliche Beziehung zu seinem Donor.
Die Chemie zwischen beiden muß´ einfach stimmen, sonst wird es schnell unbefriedigend für beide Seiten.
Wenn ihr euch zum trinken entschließt ( ausschließlich an diejenigen gerichtet, die noch nie haben), dann achtet bitte wirklich auf das was ihr macht und wie es euerem Donor und euch selbst dabei geht.
Was noch angemerkt werden sollte, obwohl eigentlich selbstverständlich, alle Werkzeuge wie Rasierklingen, Skalpelle, Butterfly's, Kanülen und ähnliches müßen sauber und steril sein. Niemals gebrauchte Gegenstände benutzen!
Nehmt immer frische und neue Klingen und desinfiziert die Schnittstelle um mögliche Risiken auszuschließen.
dunkle Güße
Ravenna