von Chaotica » 3. Aug 2011 14:40
na dann erkläre ich mal meine Version:
Oft wird ja das Ass der Schwerter mit einer amputierten Hand, die aus den Wolken ragt, oder ähnlich dargestellt, oben schwebt dann noch 'ne Krone und ein Olivenzweig, naja eine Darstellung, die meiner Ansicht nach einer feudalistischen Einstellung entspricht mit einem Hauch Friedfertigkeit...... Nicht unbedingt eine Darstellung die mir gefällt.
Das eine Schwert könnte man als eins der Schwerter definieren, nur passt das nicht so recht zu dem was ich als Ass verstehe, da kommt halt doch die Konditionierung durch das Skatspiel durch, wo das Ass den Zahlenwert 11 hat.
Das Ass verkörpert in meinen Augen die Essenz des Elements und seinen Eigenschaften für die es steht. Das Ass der Schwerter gehört zum Luftelement und beschreibt die geistigen Sphären, den Intellekt, die Sprache, die Rhetorik, den Verstand, ......
Man kann die Fähigkeiten der Sprache genauso scharf und geschliffen benutzen wie das Schwert in der Schlacht. Man schlägt dabei oft seelische Wunden, manchmal ohne dass man es möchte.
Der Hintergrund der Himmel, als Träger des Luftelements, die Stimmung spannungsgeladen, Blitze, Wolken, doch auch Licht. Erkenntnisse kommen oft als Geistesblitze. Schon mal nachgedacht, welche Kräfte sich in einem Blitz bündeln. Auch die zwei Schwerter bleiben davon nicht unberührt.
Die Schwerter kreuzen sich. Sprache und Kommunikation wird besonders spannungsgeladen und somit befruchtend, wenn zwei oder mehrere verbal die Klingen kreuzen. Einer allein führt Monologe, eigentlich braucht jemand für sich auch keine Sprache, auch sein Intellekt wird nicht gefördert, will er all diese Fähigkeiten braucht er mindesten noch einen, mit dem er sich austauschen kann.
Sich mithilfe der Sprache ausdrücken zu können, beruht auf der Erinnerung, auch der Verstand wird durch sie geschärft. Die Erinnerung ist jedoch vergangen, geschieht und stirbt in jedem Augenblick, erschafft sich neu um wieder zu vergehen, mal schnell, mal langsamer. Deshalb der Totenkopf mit Flügeln, direkt darunter, wo sich die Schwerter kreuzen. Der geflügelte Totenkopf als Bild der Vergänglichkeit, der Worte, der Erinnerungen, der Gaben des Verstandes, des Erfindungsgeists, der in uns schlummert, die Flügel, es können jederzeit Teile davon wieder ins Gedächtnis fliegen und ihr Muster weben.
Das Kreuz das die Schwerter bilden entspricht auch der Rune Gibor, einer mächtigen Schutzrune. Als Andreaskreuz warnt es vor Gefahren.
aufrecht im Tarotspiel kann die Karte bedeuten:
Das Ass steht für die Freiheit des Geistes, das Füllhorn der intellektuellen Fähigkeiten, der Souveränität des Geistes, es steigert die in uns schlummernden Fähigkeiten strebt nach Vollendung des in uns steckenden Potentials.
Die beiden Schwerter, die Spannung, der Esprit, der entsteht, wenn sich zwei austauschen. Denn ein Schwert allein macht keinen Sinn, da kann man nur dämlich in der Luft rumfuchteln. Die Auseinandersetzung mit anderen bringts.
umgekehrt:
der freie Fluss der Gedanken, der Inspiration ist gestört, man fühlt sich auf Nebenschauplätzen gefangen, ist unfähig zu kämpfen, man kann sagen flügellahm.
Doch immer noch wirkt Gibor auch in dieser Stellung und bedeutet somit im Zusammenhang mit den anderen Karten ein Schutz.
Da wo sich die Schwerter kreuzen entsteht Licht, Dynamik und Vitalität. Manchmal legt man beim Tarot auch Karten die sich kreuzen.
Chaotica
Chaos rockt!