Ägyptische Mythologie Teil 3: Isis

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Ägyptische Mythologie Teil 3: Isis

Beitragvon V@µpy » 11. Dez 2006 21:41

Isis symbolisiert im dualistischen Weltbild der Ägypter zusammen mit Osiris das „positive“ fruchtbare Paar. Der Name Isis ist identisch mit der Bezeichnung für „Thron“. Anfänglich galt sie als symbolische Mutter aller Könige und Verkörperung des Thronsitzes. Dem Mythos zufolge war sie die Schwester und Gattin (eine in den ägyptischen Königshäusern durchaus übliche Verbindung) des Osiris und schenkte dem gemeinsamen Sohn Horus das Leben. Ihn schütze sie, und damit auch die Menschenkinder, vor Raubtieren und anderen Gefahren. Isis galt auch als die Zauberreiche, denn mit ihren Flügeln wehte sie dem toten Osiris neuen Lebensatem zu. Allgemein wurde die Göttin in Menschengestalt dargestellt, das Thronsymbol auf dem Kopf tragend. In ihrer Funktion als Beschützerin trug sie Flügel und in einigen Fällen wurde sie mit ihrer Schwester Nephthys als Weihe (Raubvogel) dargestellt. Später, im Neuen Reich, verschmolz die Gestalt der Göttin Isis oft mit der der Urgöttin Hathor, wobei sie ihre Kennzeichen, Kuhgehörn und Sonnenschein, übernahm.

Interessantes rund um Isis:

Die Göttin Isis galt, zusammen mit den Gottheiten Osiris und Thot, als Hüterin des Mondes – der Sonne der Nacht und somit das rechte Auge des Horus.

Isis bildete zusammen mit Neith, Nephthys und Selket die schützende Vierheit, die die Verstorbenen bewachte.

In der Dualität galt sie zusammen mit Nephthys als Sinnbild für Leben und Tod.

Die Gottheiten hatten auch ihre Verkörperung in den Sternen. So wurde Isis als Sirius angesehen, der der Seele des Osiris in Form des Orion folgte.

Von je her galt Gold als Metall der Götter. In der Vorstellung der Ägypter waren die Glieder der Götter aus purem Gold und das Metall selbst konnte seinem Träger die göttlichen Fähigkeiten verleihen. In der Zeit des neuen Reiches wurden die Göttinen Isis und Nephthys auf dem Goldzeichen kniend dargestellt. Auf diese Weise wollte man sich ihres Schutzes versichern.

Trauben werden in den religiösen Texten al „Pupille des Horusauges“ bezeichnet und der Wein als Tränen. Der kosmische Weinstock wurde als Baum des Lebens angesehen. So erzählt der Mythos, dass Isis nach dem Genuss von Trauben schwanger wurde und Horus Gebar.
Gruß
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Beitragvon Azazel » 12. Dez 2006 10:19

Danke V@µpy...

Die Götterwelt der Ägypter ist doch eine fein ausgeklügelte Mythologie bzw. Religion. Gerade Isis ist ene wahrlich vielschichtige Gestalt
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