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Mi+ hat geschrieben:Nicht der Hass sagt was wir sind, sondern die Gegenteile. Wir sind nicht schmutzig, wir sind nicht hungrig, wir sind nicht ungebildet, wir sind nicht chancenlos, wir sind nicht dieses oder nicht jenes. Gut soweit. Oder andersherum, wir sind halt diese oder halt jenes, doch da taucht Hass nicht auf.
Gabor hat geschrieben:Wie soll ich etwas,das ich nicht kenne hassen?
Ich hat geschrieben:Inwieweit allerdings diese (frühen) Prägungen (unterbewußt) weiterwirken oder auch nicht, entzieht sich meiner Kenntnis und wäre somit (allein schon aufgrund der Individualität) momentan rein spekulativ. Letzteres wäre trotzdem eine interessante Frage...
Clown hat geschrieben:Ach...kluge Worte zur eigenen Erfahrung....macht uns dies nun besser?


dann müssten die Deutschen heutzutage ja immer noch die Franzosen ("Erbfeind") hassen...



Gabor hat geschrieben:Das seh ich etwas anders.Hass ist eine rein menschliche Emotion.Kein Tier hasst.
Und wenn ich auf Unbekanntes negativ reagiere,ist das Angst....wie eben auch bei Tieren(Fluchtreflex).
Dass aus dieser Angst irgendwann Hass werden kann,ist unbestritten.
Chaotica hat geschrieben:ist nicht der Kult um die eigene Wichtigkeit der größte Auslöser von Hass? Das Nichtbeachtetwerden, das Zurückweisen, die Enttäuschung, schafft das nicht Wut und Hass?
Bella Aurora hat geschrieben:Aber ich kann nichts hassen was ich nicht kenne, weil jedes mal für mich eine der drei Hauptaspekte fehlen würde.
Leute die ihre Agression mit Gewalt kompensieren müssen tun mir irgendwie leid, weil das immer ein Indikator dafür ist, dass nicht genug Selbstbeherrschung vorhanden ist

Und ich beziehe es nicht nur auf Objekte, diese Gefühle können durch vieles ausgelöst werden, aber meiner Meinung nach nicht aus heiterem Himmel ohne Vorgeschichte.
Daimao_Koopa hat geschrieben:Ich hat geschrieben:Inwieweit allerdings diese (frühen) Prägungen (unterbewußt) weiterwirken oder auch nicht, entzieht sich meiner Kenntnis und wäre somit (allein schon aufgrund der Individualität) momentan rein spekulativ. Letzteres wäre trotzdem eine interessante Frage...
Da kann ich weiterhelfen. All jene unbewussten Prägungen werden Teil unseres Habitus (nach Pierre Bourdieu das System verinnerlichter (sozialer) Muster). Der Habitus ist millieuspezifisch, das heißt: ja nach sozialer Umwelt ist der Habitus unterschiedlich ausgeprägt. Der Habitus zieht sich durch unser gesamtes Leben und ist dafür verantwortlich, warum wir so sind wie wir sind. z.B. verhält sich der Bauernjunge wie ein Bauernjunge, weil er bei Bauern aufgewachsen ist und deren soziale Konzepte angenommen hat.
Bella Aurora hat geschrieben:Und dann ist ja auch die Frage wie man mit Agressionen umgeht! Ich werde sauer, sage was es zu sagen gibt und dann ist das Thema für mich vorerst vom Tisch. Leute die ihre Agression mit Gewalt kompensieren müssen tun mir irgendwie leid, weil das immer ein Indikator dafür ist, dass nicht genug Selbstbeherrschung vorhanden ist, wo wir wieder beim Thema Arbeit mit und an sich selbst wären

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